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Industriebau

weitere Buchkapitel

Kapitel 7. Brandschutz

Die Musterbauordnung MBO [55] formuliert die Anforderungen an den Brandschutz wie folgt: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind.“

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
6. Schneelasten

Für die Bestimmung von Schneelasten ist DIN EN 1991-1-3 [1] sowie der zugehörige Nationale Anhang DIN EN 1991-1-3/NA [2] zu beachten. Die wesentlichen Regeln dieser Norm sowie weiterführende Hintergrundinformationen sind im Lehrbuch „Lastannahmen – Einwirkungen auf Tragwerke“ [3], Kap. 7 – Schnee- und Eislasten, angegeben und werden dort an einfachen Beispielen erläutert.

Peter Schmidt
Kapitel 7. Produktionssystem und –prozesse

Bei der Ermittlung der Bauzeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass Leistungswerte angesetzt werden, die mit einer ‚Normal-Produktivität‘ korrespondieren. Der Weg dahin führt unmittelbar über die Bewertung des Produktionssystems hinsichtlich der auszuführenden Leistungen unter Berücksichtigung der Umstände der Leistungserbringung.

Christian Hofstadler
Kapitel 1. Einleitung

Ein erfolgreiches Projekt bedarf einer guten Vorbereitung. Klingt einfach, ist es aber nicht. Vor diesem Hintergrund werden in der Einleitung im Rahmen einer Situationsanalyse die herrschenden Projektverhältnisse beschrieben und es wird aufgezeigt, in welche Richtung wir uns bewegen sollten. In welche Richtung sind die Weichen für einen Projekterfolg zu stellen? Was sind die relevanten Parameter dafür? In welcher Projektphase sind sie zu verorten? Was ist dabei besonders zu beachten? Diesen und weiteren Fragen wird im vorliegenden Buch auf den Grund gegangen. Darüber hinaus erfolgt eine Präzision der erörterten Parameter anhand von Studien.

Christian Hofstadler
Kapitel 10. LICHT UND SCHATTEN

Licht ist ein bestimmendes Element des Raumes, da erst durch Licht die visuelle Raumwahrnehmung ermöglicht wird. Farben und Texturen werden durch Licht erkennbar. Das Licht bewirkt Schatten; Licht und Schatten sind untrennbar miteinander verknüpft. Auch wenn keine Lichtquelle zu sehen ist, so sagt der Schatten etwas über die Lage der Lichtquelle aus.

Cornelie Leopold
1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung und Baustoffe

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Jürgen Weber
3. Analyse des Vertragssolls

Bereits bei der Durchsicht der Ausschreibungsunterlagen und vor Beginn der Angebotsbearbeitung muss sich das angebotsbearbeitende Unternehmen Klarheit über die später zu erbringende Leistung verschaffen. Entscheidet sich das Bauunternehmen für die Bearbeitung und Abgabe eines Angebots, schuldet es im Falle der Beauftragung eine bestimmte, vertraglich festgelegte Leistung.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach, Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Jünger, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Otto, Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier
5. Ablauf- und Terminplanung

Die Ablaufplanung beschreibt die Reihenfolge von Vorgängen. Durch Hinzufügung von konkreten Kalenderdaten ergibt sich daraus der Terminplan.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach, Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Jünger, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Otto, Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier
11. Baustelleneinrichtungsplanung

Die Baustelleneinrichtung (BE) wird durch Bauunternehmen im Rahmen der Fertigungsplanung festgelegt. Damit werden die Voraussetzungen zur Realisierung des vom Auftraggeber bestellten Bauwerks geschaffen. Es muss sichergestellt werden, dass die in Auftrag gegebene Bauleistung in der geforderten Qualität ausgeführt werden kann und die Vertragstermine eingehalten werden können. Wichtige Randbedingungen, welche die Baustelleneinrichtungsplanung (BE-Planung) beeinflussen, werden bei klassischer Projektabwicklung durch den Bauherrn in der Leistungsbeschreibung (z. B. Baubeschreibung, Leistungsverzeichnis), in den Vertragsbedingungen und Ausführungsunterlagen (z. B. Pläne, Berechnungen) vorgegeben. Ziel des Bauunternehmens ist es dabei, das Bauwerk in der geforderten Qualität und Zeit mit möglichst geringen Kosten, unter Beachtung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten, des Umweltschutzes und der Verkehrssicherungspflichten gegenüber Dritten herzustellen. Die zuletzt genannten Aspekte werden durch Rechtsvorschriften, Technische Regeln und das Regelwerk der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bestimmt. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) finden sich detaillierte Angaben in einer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kostenlos abgegebenen Informationsschrift. Ausführliche Darstellungen finden sich in Schach/Otto.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach, Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Jünger, Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Otto, Prof. Dr.-Ing. Matthias Sundermeier
Kapitel 20. HORIZONTALE RAUMABTRENNUNGEN

Als horizontale Raumabtrennungen sollen Decken in verschiedenen konstruktiven Ausführungen verstanden werden. Innenliegende, grundsätzlich nicht begehbare horizontale Raumabschlüsse wie beispielsweise gläserne Klima- oder Brandabschottungen in Atrien, sind vergleichbar mit einfachen Außenhüllen und sollen an dieser Stelle nicht behandelt werden. Ansonsten sind Decken immer Bestandteil des Primärtragwerks, weshalb neben den Hauptfunktionen des Schall- und ggf. des Brandschutzes – anders als bei Wänden – immer auch die Abtragung von lotrechten Lasten des Primärtragwerks, manchmal auch von waagrechten, anfällt.

José Luis Moro
Kapitel 12. SCHALENSYSTEME

Grundlegende Überlegungen zu einschaligen Hüllbauteilen ohne addierten Aufbau, wie sie in diesem Kapitel behandelt werden, finden sich in Kapitel VIII. Aufgrund der Einschränkungen, die sich aus der komplexen Aufgabenzuweisung an ein einzelnes Bauteil – die Schale – ergeben, die nur schwer zufriedenstellend umzusetzen sind, finden derartige Konstruktionen ohne Zusatzaufbauten sowohl als äußere wie auch als innere Hüllbauteile einen nur begrenzten Einsatz.

José Luis Moro
Kapitel 19. Energie aus der Biotonne Bioabfallverwertung im Kreis Coesfeld

HintergrundDornbusch, Heinrich und gleichzeitigBölte, Stefan auch Voraussetzung für das Bioabfallverwertungsprojekt ist das traditionell überdurchschnittlich hohe Sammelaufkommen von Bio- und Grünabfällen im Kreis Coesfeld. Bereits seit den 1980er-Jahren – und damit 35 Jahre bevor in Deutschland 2015 die Sortierpflicht eingeführt wurde – werden sie flächendeckend erfasst. Die braune Biotonne ist fester Bestandteil der Abfallwirtschaft. Jeder Einwohner entsorgt durchschnittlich etwa 170 kg Bioabfall und 38 kg Grünabfall im Jahr.

Heinrich Dornbusch, Stefan Bölte
FERTIGTEILBAU

Die konzeptionelle Grundlage der Fertigteilbauweise entspricht derjenigen anderer Montagebauweisen mit hohem Vorfertigungsgrad: man verlegt einen Teil der Operationen der Gebäudeherstellung in die Werkstatt und ist durch geeignete Planung bestrebt, die Vorinvestitionen, die in technische Einrichtungen für die industrielle Fertigung getätigt wurden, durch wiederkehrende Arbeitsgänge und Arbeitsteilung zu amortisieren und einen Mehrwert in Form möglichst niedriger Kosten und hoher Verarbeitungsqualität zu erzielen.

José Luis Moro
AUFBAU VON HÜLLEN

Auf die bauliche Umsetzung der grundlegenden Kraftleitungs- und Schutzfunktionen wie in Band 1 beschrieben sowie auf die damit verknüpften konstruktiven und bauphysikalischen Fragen soll nun im Folgenden bei der Besprechung des konstruktiven Aufbaus von Hüllen näher eingegangen werden.

José Luis Moro
ORTBETONBAU

Eine bedeutsame konzeptionelle Entwicklung im modernen Stahlbetonbau steuerte F. Hennebique bei. Er entwickelte und patentierte eine frühe Plattenbalkendecke, ein auf die Möglichkeiten des Materials zugeschnittenes konstruktives Prinzip, das aus der Verschmelzung von Platte und Balken zu einem monolithischen Bauteil hervorging (5) und die stahlbetontypische Aufgabenteilung in Druckgurt aus Beton (Platte) und Zuggurt aus Stahl (Balken) einführte. Gleichzeitig wurden dadurch erste Grundlagen für das baustatische Verständnis des dreidimensionalen Tragverhaltens des frei formbaren Stahlbetons – im Gegensatz zum zweidimensionalen der bis dato üblichen Stabwerke aus Eisen und Holz – gelegt.

José Luis Moro
TYPEN

Die Matrizen in 4 bis 7 stellen den Versuch dar, Tragwerksformen nach einigen wenigen elementaren Unterscheidungskriterien zu ordnen. Stellvertretend für das Gesamttragwerk wird deren signifikantester Bestandteil, die Überdeckung, untersucht, und zwar differenziert hinsichtlich ihrer Form und der Art ihrer Lagerung. Hiermit wird kein Anspruch erhoben, die grenzenlose Vielfalt denkbarer Tragwerksformen zu erfassen.

José Luis Moro
STAHLBAU

Es ist wohl kein kompletter Zufall, dass nach der frühen Erfahrung im Bau von Gewächshäusern aus Stahl und Glas das Konzept für den Bau des Pavillons der Weltausstellung 1851 ausgerechnet vom Gärtner Joseph Paxton entwickelt wurde (5, 6). Der Kristallpalast zur Weltausstellung 1851 in London stellt ein Schlüsselbauwerk für den Stahlbau dar, der alle wesentlichen Merkmale eines modernen Skelettbaus aufweist und die Logik der Bauweise in bemerkenswert konsequenter Form umsetzt. Der Bau ist ein frühes Produkt moderner industrieller Vorfertigung und industrieller Montageverfahren

José Luis Moro
HOLZBAU

Herstellung hydraulischer Bindemittel, wofür große Mengen Holz verbraucht wurden. Auch der Schiffbau beanspruchte beträchtliche Holzressourcen. In Nordeuropa gingen ausgedehnte Waldflächen durch Roden zum Zweck der Gewinnung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen verloren.

José Luis Moro
Kapitel 5. Brandschutzkonzepte

Mit dem Blick auf die gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz bei der Planung von GebäudenPlanung von Gebäuden gewinnen immer mehr fachlich qualifizierte BrandschutzkonzepteBrandschutzkonzept an Bedeutung.

Claus Lange
Kapitel 3. Rechtliche Grundlagen und Schutzziele

In derSchutzziel BundesrepublikBaurecht, öffentliches DeutschlandBundesrepublik Deutschland erfolgt eine gesetzliche VerankerungVerankerung, gesetzliche des Brandschutzes im Sicherheitsrecht

Claus Lange
Kapitel 4. Baulicher Brandschutz

Aus fast allen Epochen der Menschheit wird von der Bedrohung durch Brände berichtet. Ebenso alt sind aber auch die Bemühungen der Menschen, sich durch geeignete Maßnahmen vor den BrandgefahrenBrandgefahr zu schützen.

Claus Lange
Kapitel 9. Technische Brandschutzeinrichtungen

Die Notwendigkeit technischer Brandschutzeinrichtungen ergibt sich einerseits als Ersatz für nicht einzuhaltende bauliche Brandschutzmaßnahmen (z. B. bei übergroßen Brandabschnitten von mehr als 2000 m2 durch fehlende Decken bzw. Öffnungen in Decken und/oder fehlende Brandwände/Brandabschnittswände), sowie anderseits zur Risikominimierung infolge eines notwendigen erhöhten Sachwertschutzes, besonderer Umweltschutzmaßnahmen (z. B. Löschwasserrückhaltung) bzw. zur Sicherstellung erforderlicher Löschmaßnahmen infolge der langen Anmarschwege der Feuerwehr.

Claus Lange
Kapitel 8. Bauliche Anlagen besonderer Art oder Nutzung

Zu den baulichen Anlagen besonderer Art oder Nutzung, die auch als Sonderbauten bezeichnet werden, gehören beispielsweise Hochhäuser, Waren- und Geschäftshäuser bzw. Verkaufsstätten, Versammlungsstätten, Schank- und Speisegaststätten, Hotels und Pensionen bzw. Beherbergungsstätten, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen sowie Produktions- und Lagergebäude mit Explosions- oder erhöhter Brandgefahr.

Claus Lange
Kapitel 15. Musterlösungen der Aufgaben zur persönlichen Nachbereitung

Nachfolgend werden Musterlösungen der den einzelnen Kapiteln beigefügten Aufgaben zur persönlichen Nachbereitung des Lehrbuchs „Vorbeugender BrandschutzBrandschutz in der Gebäudeplanung“ dargestellt. Es ist sinnvoll, die Lösungen erst dann zu nutzen, wenn die Aufgaben in schriftlicher Form erarbeitet wurden und ein Vergleich mit den im Abschn 15.1 dargestellten Musterlösungen erfolgen soll.

Claus Lange
21. BIM in der Tragwerksplanung

Dieses Kapitel adressiert die Nutzung von BIM im Rahmen der Tragwerksplanung. Dabei wird auf die Anforderungen an die Modellinhalte und den Ausarbeitungsgrad eingegangen und in detaillierter Weise der BIM-Workflow in der Tragwerksplanung durchgesprochen. Besondere Aufmerksamkeit wird typischen Fallstricken bei der modellgestützten Arbeitsweise gewidmet. Das Kapitel schließt mit Hinweisen zur Einführung von BIM in einem Ingenieurbüro der Tragwerksplanung.

Michael Eisfeld
20. RWA-Anlagen

Etwa 95 % aller „Brandtoten“ gelten in Fachkreisen als Rauchtote; die Todesursache ist eine Rauchvergiftung.Jeder Brand ermöglicht es, Lehren und Erkenntnisse aus den Katastrophen zu ziehen. Rauch ist die Hauptgefahrenquelle, weshalb einer „Entrauchung“ besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Beim „neuen“ Düsseldorfer Flughafen wurde die Entrauchung an die erste Stelle aller wichtigen Rettungsmaßnahmen gestellt, denn nur wer Luft zum Atmen hat und sich bei einem Brand orientieren kann, hat eine Überlebenschance.

Adam Merschbacher
Kapitel 2. Baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die brandschutztechnischen Anforderungen an raumabschließende Bauteile wie z. B. Wände oder Decken zur Trennung von Brandabschnitten oder Nutzungseinheiten (NE) sowie Öffnungen in diesen Bauteilen durch Türen, Fenster. Sie sind wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Rettung von Menschen und Tieren zu ermöglichen. Dabei hat die Ausbildung und Sicherung der baulichen Rettungswege, insbesondere der Schutz der Treppenräume vor Feuer und Rauch, oberste Priorität.

Adam Merschbacher
Kapitel 13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher
Kapitel 9. Bauordnungen und Brandschutz

Der Begriff Baurecht ist in Deutschland ein Sammelbegriff und unterscheidet zwischen

Adam Merschbacher
Kapitel 8. SOZIALES

Als soziale bzw. soziokulturelle Auswirkungen eines Produktsystems, in diesem Fall Baukonstruktionen von Gebäuden, wird eine „gesellschaftliche Veränderung oder Veränderung der Lebensqualität“ betrachtet, gleichgültig ob schädlich oder vorteilhaft, „die ganz oder teilweise durch soziale Aspekte verursacht wird“. In raumumschließenden Flächen in oder an Gebäuden verarbeitet oder umgesetzt, sowohl innen wie auch außen, haben Werkstoffe und Baukonstruktionen einen merkbaren Einfluss auf die visuelle, akustische und haptische Wahrnehmung des Nutzers, auf seine thermische Behaglichkeit, auf seine Orientierung im Raum sowie auf seine Sicherheit und Gesundheit.

José Luis Moro
Kapitel 22. Stahlprodukte

Massenherstellung von Stahl wurde fortan ermöglicht ( 4). Das Siemens-Martin-Herdfrischverfahren wurde ursprünglich zum Einschmelzen von Schrott und Abfall aus Walzwerken entwickelt. Eine sogenannte Regenerativgasfeuerung ermöglicht eine Ofentemperatur von 1700°C. Stahl lässt sich dadurch kontrolliert mit einem bestimmten Kohlenstoff- und Legierungsgehalt erschmelzen.

José Luis Moro
Kapitel 23. Glasprodukte

Tragwerk tritt hinter die durchlaufende Glasfassade zurück. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Prinzip der Vorhangfassade auf Hochhäuser angewendet. Einen desr ersten Versuche realisierte L. Mies van der Rohe 1921 mit einem Entwurf zu einem Glashochhaus ( 3). Die Umsetzung eines vollständig verglasten Wohnhauses gelang ihm mit dem Farnsworth-Haus in Plano, Illinois (1946-1951).

José Luis Moro
3. Geotechnische Untersuchungen

In Kap. 3 werden die notwendigen ingenieurgeologischen, hydrogeologischen, geophysikalischen, bodenmechanischen und felsmechanischen Untersuchungsmethoden dargestellt, um Boden und Fels für bautechnische Zwecke beschreiben, beurteilen und klassifizieren zu können. Des Weiteren werden für die geotechnischen Untersuchungen wichtige Aspekte wie z. B. Gesetzliche Grundlagen, Versorgungsleitungen oder Kampfmittel erläutert.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann
27. Entrauchungsanlagen in Mehrfamilienhäusern

In Mehrfamilienhäusern ist das Treppenhaus der 1. Fluchtweg (Abb. 27.1). Im Brandfall steigt Rauch von unten nach oben und versperrt damit die Fluchtmöglichkeit nach außen. Die Feuerwehr und alle Fachleute fordern deshalb, dass dieser Fluchtweg so lange wie möglich rauchfrei bleiben soll.

Adam Merschbacher
14. Rechnerische Feuerwiderstanddauer

Da industrielle Bauten und Anlagen nicht nur nach den Bauordnungen beurteilt werden können, greift man auf die Industriebaurichtlinie (IndBauRL) zurück, die als technische Baubestimmung im Sinne der LBOʼs, in Verbindung mit dem Rechenverfahren nach DIN V 18230 anerkannt ist.

Adam Merschbacher
Kapitel 2. Wer trägt die Verantwortung?

Desto größer unsere Vorstellungskraft ist, desto mehr neigen wir dazu Verantwortung und Risiken auf andere abzuwälzen. Für eine Risiko- und Gefahrbewertung ist es unerlässlich zu wissen, wer wann und für was verantwortlich ist. In Unternehmen ist der Unternehmer verantwortlich. Betriebe und Arbeitsstätten müssen so eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit ausgehen.

Adam Merschbacher
Kapitel 13. Sonderbauten

Die länderspezifischen Unterscheidungen im Baurecht – Baurecht ist Länderrecht – führen zu teilweise erheblichen Abweichungen bei gleichen Voraussetzungen.

Adam Merschbacher
10. Die „Psyche“ der Statik

Die statische Berechnung ist nur das, was der Tragwerksplaner benutzt, um Bauteile zu formen, die den Ansprüchen der Statik gerecht werden. Er muss hier der „Harmonie der Kräfte“ folgen.

Moritz Menge
Chapter 9. Gebäudeplanung und Technische Gebäudeausrüstung

Nachdem in den letzten Kapiteln vorwiegend die Planung des Produktions- und Logistiksystems thematisiert wurde, geht Kapitel 9 auf die zugehörige Infrastruktur der Fabrik ein. Dazu zählt zum einen die Planung des Gebäudes, die neben den Personal- und Betriebskosten sowie den Betriebsmitteln einen weiteren Kostenfaktor darstellt. Bisher wurde das Gebäude lediglich als das Objekt betrachtet, das Nutz- und Arbeitsflächen bereitstellt und die Hüllfunktion übernimmt. Dabei kann eine Gebäudekonzeption wesentliche Bereiche der Produktion und damit des Unternehmens positiv sowie negativ beeinflussen. Zum anderen geht Kapitel 9 auf die Planung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ein, wie z. B. die raumlufttechnischen Anlagen und Heizungsanlagen. Außerdem wird die Erhöhung der Energieeffizienz einer Fabrik betrachtet, die aktuell immer mehr an Relevanz wird und neben der Versorgung des Produktionsprozesses mit den erforderlichen Medien ein weiteres wesentliches Ziel in der Auslegung der TGA in der Fabrikplanung ist.

Martin Trautz, Ralf Herkrath, Marten F. Brunk, Matthias Dannapfel, Sven Koch
1. Geschweißte Vollwandträger

Geschweißte Vollwandträger (Blechträger) werden aus Blechen und Breitflachstählen sowie Teilen von Walzprofilen zusammengesetzt (s. Abb. 1.1 und 1.2). Gegenüber den Walzträgern haben sie den Vorteil, dass man die Querschnittsabmessungen nach statischen, konstruktiven und räumlichen Erfordernissen frei wählen kann und nicht eng an ein festliegendes Walzprogramm gebunden ist. Auch in ästhetischer Hinsicht lassen sich solche Träger günstig in ein architektonisches Gesamtkonzept einplanen. Sie werden demgemäß verwendet, wennKostenersparnisse erzielt man bei Blechträgern durch geringere Materialpreise für Bleche und Breitflachstähle, durch einen allgemein geringeren Materialeinsatz, insbesondere bei den dünneren Trägerstegen, und durch eine mögliche Abstufung der Gurte oder Trägerhöhe entsprechend dem Schnittkraftverlauf $$M_{\mathrm{y}}$$ M y , $$V_{\mathrm{z}}$$ V z (s. Abb. 1.4 und 1.5). Diesen Kosteneinsparungen sind die Kosten für das Brennen, Schneiden und Verschweißen der Einzelteile gegenüberzustellen. Eine wirtschaftliche Fertigung ist i. d. R. nur durch den Einsatz von Schweißautomaten (mit Mehrfachschweißköpfen) möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf
3. Fachwerke

Fachwerke als Träger oder sonstige Tragkonstruktionen haben nach wie vor eine große Bedeutung und werden eingesetzt, wenn große Stützweiten frei zu überspannen oder örtlich hohe Einzellasten abzuleiten sind, gewichtssparend zu konstruieren ist oder ästhetische Gesichtspunkte der Architektur eine filigrane Tragkonstruktion erfordern. Sie werden daher vorzugsweise eingesetzt als Haupt- und Nebenträger des Hoch- und Brückenbaus (s. Abb. 3.1a, b) Horizontal- und Vertikalverbände von Tragwerken zur Ableitung von Wind- und Seitenkräften bzw. zur Stabilisierung von Biegeträgern und Rahmenriegeln (s. Abb. 3.1c) Vergitterung von Druckstäben (Stützen) im Mast- und Turmbau (s. Abb. 3.1d).

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf
6. Rahmentragwerke

Rahmentragwerke finden im Stahlbau vielfach Anwendung wie die Beispiele aus dem Hochbau (s. Abb. 6.1) und dem Brückenbau (s. Abb. 6.2) verdeutlichen. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die horizontal (oder schräg) liegenden Rahmenriegel mit den vertikal (oder geneigt) angeordneten Stielen biegesteif verbunden werden. Dadurch sind Rahmen in der Lage, neben vertikalen auch horizontale Lasten abzutragen und können zur Aussteifung von Tragwerken dienen. Vielfach und insbesondere im Industriehochbau (Apparategerüste) werden auch Mischsysteme mit teilweiser Stabilisierung in Rahmenebene über Verbände ausgeführt (vgl. Abb. 6.1c).Der wesentliche Unterschied zwischen Rahmen und einfachen Träger-Stützenkonstruktionen liegt in der biegesteifen Gestaltung der Trägeranschlüsse an die Stützen ( $$=$$ = Rahmenecken, s. Abschn. 6.4). Dadurch sind Rahmen in der Lage, außer vertikalen Lasten auch horizontale Belastungen in der Rahmenebene wie z. B. infolge Wind oder Kranseitenlasten abzutragen.Zum anderen führt die biegesteife Verbindung und die damit einhergehende elastische Einspannung der Riegel in die Stiele dazu, dass sich die maximale Momentenbeanspruchung der Riegel verringert, sodass diese mit kleineren Profilen und somit wirtschaftlicher ausgeführt werden können (s. Abb. 6.3b). Die Durchbiegung der Riegel ist wegen der entlastenden Wirkung der aus den lotrechten Lasten hervorgerufenen negativen Einspannmomente ebenfalls geringer als bei gelenkigem Anschluss. Dadurch können auch größere Stützenabstände als bei einfachen Trägerkonstruktionen wirtschaftlich ausgeführt werden.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf
8. Stahlverbundbauweise im Hochbau

Der Stahlverbundbau ist ca. 60 Jahre alt und hat sich in den letzten drei Jahrzehnten neben den vier klassischen Bauweisen in Holz, Mauerwerk/Steine, Beton/Stahlbeton und in Stahl als jüngster Bauweise im Hochbau fest etabliert. Fast noch stärker gilt dies auch für den Brückenbau, auf den in diesem Kapitel aber nicht näher eingegangen wird. Im Hochbau findet der Verbundbau vorzugsweise Anwendung im Skelettbau (Geschoss- und Industriebau, Parkhausbau), d. h. bei Träger- und Stützenkonstruktionen bzw. Decken. Dabei vereinigt die Bauweise die Vorteile der beiden eingesetzten Materialien Stahl und Beton durch Ausnutzung ihrer spezifischen Werkstoffeigenschaften:Stahl ist ein homogener, ideal-elastisch/plastischer Werkstoff mit zeit- und alterungsunabhängigen Festigkeitseigenschaften, die allerdings bei Einwirkung hoher Temperaturen (z. B. im Brandfall) relativ rasch verloren gehen. Aufgrund der hohen Festigkeiten ist ein geringer Materialeinsatz möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf
Altes „Bauhaus“ und neue „Industriekultur“, oder Courage zur Transformation

Die Urbanistik, insbesondere Siedlungen und Industriequartiere, darf als eines der zentralen Handlungsfelder Christoph Zöpels gelten, der sein Studium in der fachlichen Breite von Philosophie, Recht, Politik und Ökonomie absolvierte und 1980 bis 1985 Minister für Landes- und Stadtentwicklung sowie von 1985 bis 1990 Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) war. Er initiierte in den 1980er-Jahren die leitbildhafte Internationale Bauausstellung (IBA) Emscher Park, die schließlich zwischen 1989 und 1999 unter der Regie seines Büroleiters Karl Ganser realisiert werden konnte. Zöpel wagte Neues mit dem Konzept der erhaltenden Stadterneuerung. Zur weiteren Folge darf man Entwicklungen zählen wie die Gründung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1995), die Route der Industriekultur (1999), die Eintragung des Industriekomplexes Zeche Zollverein in Essen in die Welterbeliste (2001) und das Ruhrgebiet als die soeben zehnjährig jubilierende Europäische Kulturhauptstadt (2010).

Thomas Schleper
37. Kältetechnik

Kältetechnische Anlagen wurden zunächst eingesetzt für Brauereien und Eisfabriken, Schlachthäuser, Fleisch- und Fisch-Gefrieranlagen, Malztennen‐ und Hopfenlagerkühlung, Molkereien, Marktkühlhallen, Margarinefabriken, Schokoladenherstellung, Champagnerbereitung, Gummifabriken, Leim- und Gelatinekühlung, Farbstoffherstellung, Glaubersalzkristallisation, Leichenkühlung, Transportkühlung auf Schiene, Straße und auf See, Kühlhäuser aller Art, gewerbliche Kühlräume, Paraffin- und Ölindustrie, Kunsteisbahnen, Schachtabteufen, klimatechnische Anlagen.Weitere Bedarfsfälle mit zum Teil erhöhten Anforderungen an die Regelgenauigkeit kamen hinzu in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Medizin, bei der Luft- und Drucklufttrocknung, bei der Speiseeisherstellung, bei der Werkzeugkühlung und bei Kältekammern für Industrie und Forschung sowie für die Vielzahl der Kühlmöbel.Zu der Lebensmittelkühlkette zählen u. a. Kühl- und Tiefkühlräume aller Art, Schnellgefrieranlagen, Transportkühlanlagen in Schiffen, Waggons, Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und Containern, Kühlmöbel aller Art für Haushalt, Handel und Gewerbe.Die Kühl- und Lagerbedingungen reichen von $$-40\,^\circ\text{C}$$ - 40 ∘ C bei sehr starker Luftbewegung im Schnellgefrierraum (Frosterräume) bis zu $$+18\,^\circ\text{C}$$ + 18 ∘ C bei Reifungs- und Verarbeitungsräumen.

Dr.-Ing. Christian Hainbach
K
Florian Langenscheidt, Peter May
Q
Florian Langenscheidt, Peter May
3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
5. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des Rechnungswesens (siehe Abb. 5.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Kapitel 4. Organisation und Werkzeuge

Um ein Bau-Projekt zu koordinieren und zu steuern, benötigen Sie die richtigen Werkzeuge und ein solides Grundwissen über Rechtsvorschriften und Normen. In diesem Kapitel zeige ich Ihnen die wichtigsten davon auf und gebe Ratschläge zur Anwendung. Anhand von Beispielen, Musterprotokolle und Textbausteinen, erleichtere ich Ihnen den Einstieg.

Dipl.-Ing. Sven Schirmer
Kapitel 11. Verkehrstechnik

Verkehrsmittel sind Transportmittel für Fahrten, Reisen und Versandvorgänge, die über den Bereich eines Haushaltes, eines Werkes im Unternehmen, eines Lagers, eines Flughafens usw. hinausgehen. Transportmittel dienen der Ortsveränderung von Personen und/oder Gütern nach DIN 30781-2 [1].

Karl-Heinz Wehking, Hans-Jörg Hager
Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner
Kapitel 3. Blick in die Praxis: Interviews und Literaturrecherche

Das Ziel dieses Buchs ist es, in unterschiedlichen Branchen und Bereichen noch unbekannte Wohlbefindlichkeitsfaktoren zu evaluieren und daraus eine breit aufgestellte „Sollmatrix“ zu generieren. Dazu wurden größtenteils Interviews oder Diskussionsrunden mit den entsprechenden Branchenvertretern durchgeführt.

Werner Seiferlein
Kapitel 7. Brandschutz

Die Musterbauordnung MBO [55] formuliert die Anforderungen an den Brandschutz wie folgt: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind.“

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
3. Projektorganisation, Projektleitung, Projektteam

Projekte sind – wie bereits mehrfach hervorgehoben – Organisationen auf Zeit.

Siegfried von Känel
Projektentwicklung und Immobilienmanagement

In diesem Kapitel werden zunächst Projektentwicklungsmodelle und 15 Module der Projektentwicklung von der Marktrecherche für eine Projektidee bis zur Entscheidungsvorlage vorgestellt. Es folgen Ausführungen zu Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit finanzmathematischen Grundlagen, statischen und dynamischen Investitionsrechenverfahren sowie Nutzen-Kosten-Untersuchungen. Im Unterkapitel Real Estate Management nehmen u. a. das Portfoliomanagement und die Due Diligence von Immobilienbeständen breiteren Raum ein. Den Abschluss bildet die Immobilienbewertung mit Erläuterung der Wertbegriffe, Darstellung des Vergleichs-, Ertrags- und Sachwertverfahrens und einigen Hinweisen zum Sachverständigen- und Gutachterausschusswesen.

Claus Jürgen Diederichs, Norbert Preuß
Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh
Kapitel 16. Lösungen

Dieses Kapitel umfasst erläuternde Details als Prinzip Skizzen vieler vorgestellter Schadensfälle.

Joachim Schulz
Kapitel 1. Einführung

„Die DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Sie können die anerkannten Regeln der Technik wiedergeben oder hinter diesen zurückbleiben.“

Joachim Schulz
Kapitel 14. Gewerbe und Industriebau

Kantenabplatzung, Risse im Betonwerkstein sowie Fehlstellen in der Verfugung wurden vom Betreiber beanstandet.

Joachim Schulz
Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden der Stand der Forschung vorgestellt und wichtige Begriffe definiert. Zudem werden die unterschiedlichen Perspektiven auf die Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen dargestellt und die aktuelle Marktlage analysiert.

Anne Harzdorf
Kapitel 4. Datenerhebung zu nutzungsspezifischen Hallenprofilen

Um die Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Produktionshallen bewerten zu können, ist zunächst zu analysieren, wie die einzelnen Marktteilnehmer die Relevanz des Themas in Hinblick auf das eigene Tätigkeitsfeld beurteilen. Zudem ist es notwendig, die Märkte in Bezug auf die nutzungsspezifischen Hallenprofile zu erkunden. Diese geben Aufschluss über wichtige bautechnische und konstruktive Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie ausschlaggebende Kriterien für eine verbesserte Anpassungs- und Umnutzungsfähigkeit von Hallen im Allgemeinen und Produktionshallen im Speziellen.

Anne Harzdorf
Kapitel 3. Analyse der Rahmenbedingungen und Anforderungen an Hallen

Um anpassungs- und umnutzungsfähige Produktionshallen planen und realisieren zu können, ist es unabdingbar, die Rahmenbedingungen und Anforderungen in Hinblick auf die zu betrachtenden Hallenbauwerke einzugrenzen. Dabei ist es erforderlich, die wichtigen baulichen Parameter zu spezifizieren und umzusetzen. Nur dann kann die langfristige Marktgängigkeit sowie Minimierung des Leerstands- und Vermarktungsrisikos sichergestellt werden.

Anne Harzdorf
Kapitel 5. Maßnahmen in den 1980er Jahren

Gemäß der erlassenen Energieverordnung vom 30. Oktober 1980 ist die Zentrale Energiekommission beim Ministerrat für die Herausarbeitung der langfristigen Entwicklung der energetischen Basis und für die Durchsetzung der rationellen Energieanwendung in allen Gesellschaftsbereichen zuständig. Das Gesetz über den Fünfjahrplan 1986 bis 1990 vom 27. November 1986 fordert, die rationelle Energieanwendung zur entscheidenden Quelle für die Deckung des wachsenden Energiebedarfes zu entwickeln und dafür insbesondere die Mikroelektronik zu nutzen. In der Smogverordnung vom 2. November 1989 werden 20 Smoggefährdungsgebiete benannt, davon mit 7 die meisten in Sachsen. Im Beschluss über die Begründung und Auflösung von Ministerien und zentralen Staatsorganen vom 21. Dezember 1989 werden mit Wirkung vom 1. Januar 1990 das Ministerium für Kohle und Energie und die Arbeitsgruppe Rationelle Energieanwendung beim Ministerrat aufgelöst. Das Buch endet mit dem Ministerratsbeschluss vom 1. März 1990, der die sofortige Stilllegung des Tagebaues Olbersdorf verfügte und damit die geplante Abbaggerung von Teilen der Stadt Zittau einschließlich des Standortes der Hochschule verhindert hat.

Wilhelm Riesner
Die Hotelbetriebs-Gesellschaft

Der InvestorHotelbetriebs-Gesellschaft Leopold Koppel: Sein Feld, so erscheint es bisher, war die Industrie. Sicherlich, er begann als Bankier, doch Ambitionen, eine Bankengruppe oder gar einen Bankenkonzern zu bilden, hatte er nicht. Seine Bank dient ihm als Mittel zum Zweck: Er nutzte sie, um zum einem bedeutenden Investor in der deutschen Industrie aufzusteigen, mit Töchtern in Nachbarländern. Sicherlich, auch im Handel (mit Diamanten) hatte er sich versucht, aber dies war nicht wirklich ein strategisch verstandener Einstieg, sondern gezielt auf Kaisers Gunst. Wie aber fand er den Weg in die Hotellerie und Gastronomie?

Hans H. Lembke
Kapitel 8. Anwendungen

Faserbeton ist ein Baustoff, der auf Grund der nunmehr nachvollziehbaren Eigenschaften eine immer größere Anwendungsbreite gewinnt. Dadurch, dass der Baustoff so variabel in seiner Form ist und auch einfach in der Herstellung, ist die Grundlage gegeben, diesen Baustoff, wenn möglich einzusetzen und somit auch die Wirtschaftlichkeit auszunutzen.

Bernhard Wietek
Bauordnungsrecht

Das Bauordnungsrecht dient dem Schutz von Leben und Gesundheit bei Errichtung und Nutzung baulicher Anlagen. Es werden Anforderungen gestellt u. a. an die Erreichbarkeit baulicher Anlagen durch Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge, an die Belichtung und Belüftung der Gebäude durch das Abstandsflächenrecht, an den Brandschutz, z. B. durch die Verwendung feuerwiderstandsfähiger Baustoffe und an die Standsicherheit. Das Bauordnungsrecht wurde um soziale Anliegen ergänzt, etwa um die Barrierefreiheit. Im Baugenehmigungsverfahren wird die Einhaltung dieser Anforderungen geprüft. Bei Verstößen können die Behörden Maßnahmen anordnen, um diese abzustellen.

Christian-W. Otto
Kapitel 2. Systematik und Grundlagen zu BIM im FM

Building Information Modeling (BIM) entwickelt sich seit rund vier Jahrzehnten aus den Bereichen Architektur und Fachplanung heraus. Inzwischen setzen neben den Planungsbüros auch immer mehr ausführende Unternehmen Building Information Modeling ein. Verschiedene Veröffentlichungen, Kongresse und Messen zeigen, dass BIM mittlerweile auch im Facility Management als relevante Methode wahrgenommen wird.

Niels Bartels
Kapitel 18. Beispiel 7 Pultrusionsprofil aus glasfaserverstärktem Kunststoff als Stütze für einen Industriebau

Durchgerechnetes Beispiel für eine Stütze für den Industriebau mit einem Pultrusionsprofil aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Bau-Überwachungsvereins (BÜV e. V.)
Kapitel 1. Einleitung

Die Digitalisierung gehört zu den bedeutendsten Megatrends unserer Zeit und gewinnt für die Bauwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Eine Studie von Roland Berger (2015) untersucht erstmals, im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI), die Auswirkungen der digitalen Transformation auf das „industrielle Herz“ Deutschlands und Europas. Die Studie konzentriert sich dabei auf die Industriezweige: Automobilindustrie, Logistik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik, Elektroindustrie, Energietechnik, chemische Industrie und Luft- und Raumfahrttechnik.

Matthias Stange
Kapitel 3. Theoretische Grundlagen

In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen und Begriffe im Zusammenhang mit der Planungsmethode BIM beschrieben. Speziell die Rolle von BIM im Zusammenhang mit der Produktivität in der Bauwirtschaft. Insbesondere wird erschlossen was BIM eigentlich bedeutet, warum BIM für die Bauwirtschaft von Bedeutung ist und wie BIM sinnvoll implementiert und angewendet werden kann.

Matthias Stange
Kapitel 6. Empirischer Teil

In der öffentlichen Debatte besteht ein kontroverses Meinungsbild in Bezug auf den Einfluss der BIM-Methode auf die Steigerung der Produktivität im Planungs- und Bauprozess. Insbesondere die Quantifizierung von projektphasenübergreifenden und anwenderbezogenen Vorteilen der Anwendung von BIM sowie mögliche Wechselwirkungen sind bisher nicht vollständig erforscht. Zwar gibt es inzwischen zahlreiche qualitative Studien und einige wenige quantitative Studien, jedoch konzentrieren diese sich ausschließlich auf lokale Fallbeispiele mit kleiner Stichprobengröße.

Matthias Stange
Kapitel 7. Forschungsergebnisse

Die Darstellung der Forschungsergebnisse gliedert sich in folgende zwei Gruppen.

Matthias Stange
Kapitel 8. Diskussion

Im Abschnitt Interpretation wird zunächst auf die Bedeutung der Ergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage und die Eignung der zugrundeliegenden Stichprobe für die empirische Untersuchung eingegangen. Danach werden die empirischen Befunde abschnittsweise diskutiert, einleitend die deskriptiven Forschungsergebnisse und folgend die inferenzstatistischen Forschungsergebnisse unter Rückbezug die in Kap. 5.3 aufgestellten Hypothesen. Es wird vor allem diskutiert, inwieweit die Forschungsergebnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage beigetragen haben und welche Ursachen und Randbedingungen dazu beigetragen haben, dass die abgeleiteten empirischen Hypothesen größtenteils verworfen werden mussten.

Matthias Stange
Kapitel 3. WERKSTOFFE

Es gilt als allgemein anerkannt, dass eine gute Kenntnis der Baumaterialien eine wesentliche Grundlage für qualifiziertes und zielführendes Konstruieren ist. Verschiedene Werkstoffe haben untereinander weit streuende mechanische und bauphysikalische Eigenschaften, die bereits im Vorfeld des Konstruierens sehr unterschiedliche Vorgaben für den konstruktiven Entwurf machen. Wenngleich diese Aussage kaum zu widerlegen ist, so gilt doch auch, dass der Einfluss des Materials auf den Entwurf eine weitaus vielschichtigere und komplexere Frage ist, als gemeinhin angenommen.

José Luis Moro
Kapitel 7. AUFBAU

Nachdem wir uns im vorigen Kapitel näher mit der Frage beschäftigt haben, wie sich eine funktionsfähige Schicht in einem Flächenbauteil in den beiden Hauptdimensionen der Fläche lückenlos konstruktiv zusammensetzen lässt, werden wir im Folgenden der Frage nachgehen, wie ein möglichst konfliktarmes Zusammenspiel der verschiedenen baulichen Teilfunktionen im Bauteil, bzw. der Materialschichten, die die Funktion umsetzen, konstruktiv sicherzustellen ist. Dabei wird statt der beiden Flächendimensionen die dritte, bisher außer Acht gelassene Dimension, nämlich die Dicke des Bauteils, im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen.

José Luis Moro
Kapitel 8. BAUWEISEN

Wir haben in den vorigen Kapiteln diskutiert, wie man aus den verfügbaren Werkstoffen und Bauprodukten eine funktionsfähige Fläche in baurelevanter Größenordnung schaffen kann. Wir werden uns nun in diesem Kapitel mit der Frage beschäftigen, wie man aus diesen Flächenbauteilen und gegebenenfalls zusätzlich notwendigen Elementen ein Gesamtgebäude bauen kann. Wegen der Komplexität und des breiten Umfangs der Thematik werden wir uns dabei notwendigerweise auf einige wenige Urtypen – man könnte auch sagen: Bauweisen – beschränken müssen, um an ihnen einige zur Anwendung kommende konstruktive Prinzipien deutlich zu machen.

José Luis Moro
Kapitel 2. Technische Grundlagen

Der Begriff allgemein anerkannte Regeln der Technik stammt aus dem Sprachgebrauch der Juristen und ist ausdrücklich erwähnt im Tatbestand der Baugefährdung des Strafgesetzbuches. Während es früher „die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst“ hieß, hat sich später die Bezeichnung „die allgemein anerkannten Regeln der Technik“ durchgesetzt. Sie findet sich als Hinweis auch in der VOB/B.

Wolfgang Rösel, Antonius Busch, Bernd Rode
Kapitel 2. Das Bauwerk als Botschaft

Das Bewusstsein für die kommunikative Kraft der Architektur prägt das Bauen seit Jahrhunderten. In nahezu allen Kulturkreisen – wie isoliert sie auch sein mögen – ist sie Mittel der Repräsentation, religiöses Symbol oder Ausdruck von Identität. Für den Betrachter eines Gebäudes ist dabei nicht entscheidend, ob dieses mit der Absicht errichtet wurde, eine Botschaft zu übermitteln.

Moritz Hollmann
Chapter 8. Other Metallic Minerals

Chromium is essential to stainless steel production, thanks to its oxide-forming properties; there is no substitute for it. Among a variety of uses, chromium is a key component of certain widely-used alloys, e.g. aluminium alloys.

Marco Keersemaker
Kapitel 3. Professionelles Projektmanagement vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen

Dieses Buch verspricht unter dem Titel „… Wie Unternehmen den Wandel meistern“ Antworten zu geben, aber: Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses mal Winston Churchill, mal Kurt Tucholsky oder anderen zugeschriebene Zitat macht deutlich, dass jeder Unternehmer – Geschäftsführer, Vorstandsmitglied, Inhaber – die Notwendigkeit des Wandels für sich selbst erkennen und diesen zum richtigen Zeitpunkt in angemessenem Umfang einleiten muss. Dabei besteht die Gesamtheit aller betrieblichen Tätigkeiten zu einem ganz wesentlichen Teil aus Projekten und auch der (mehr oder weniger technologiegetriebene) Wandel des Unternehmens selbst wird ein Projekt sein.

Steffen Rietz, Daniel Meier
Kapitel 2: Die drei wesentlichen Elemente für die Szenen in Ihrer Story

In diesem Kapitel schauen wir uns die drei wesentlichen Elemente einer jeden Story-Blaupause an, die Sie als Storyteller (Hofnarr) in jedem Fall für Ihre Vertriebs-Story brauchen.

Oliver Grytzmann
Bauen mit weniger Ressourcen: Mehr Nutzen für mehr Menschen

In der Klimadebatte wird heutzutage der Bau- und Immobilienbereich so gut wie nie thematisiert. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die globale Baubranche zwischen 30 und 40 % des heutigen Ressourcen- und Energieverbrauchs, 60 % der weltweiten Transporte, 40 % des momentanen Abfallaufkommens und 30 % aller energierelevanten Treibhausgasemissionen verantwortet. Das liegt v. a. an tradierten Bauprozessen, die bislang noch zu wenig von Zukunftsthemen wie der Digitalisierung oder der Ressourceneffizienz profitieren. Die Autoren plädieren daher dafür, die Art und Weise, wie Gebäude errichtet und betrieben werden, komplett neu zu denken: weg vom Prototypenbau und hin zur Lebenszyklusbetrachtung, dem digitalen Zwilling, dem Systembau mit Holz-Hybridmodulen und einer umfassenden Online-Plattform. Nur mit solch disruptiven, substanziellen Veränderungen kann sich die Baubranche zukunftsfähig transformieren, bevor das jemand anders tut.

Harald Professner, Hubert Rhomberg
Wichtige Neuerungen in bautechnischen Regelwerken – ein Überblick

Mit[aut]Liebert, Géraldine dieserRegelwerk, neues Beitragsreihe werden die aus der Sicht eines in der Praxis tätigen Bausachverständigen wichtigsten Neuerungen in bautechnischen Regelwerken vorgestellt. Da innerhalb des letzten Jahres – seit meinem Vortrag im April 2018 – viele Regelwerke neu erschienen sind, kann im Vortrag nur auf einen Teil der Neuerungen eingegangen werden (Redaktionsschluss: April 2019).

Dipl.-Ing. Géraldine Liebert
7. Anhang

Einheiten der Zeit t

Matthias Post, Peter Schmidt
6. Brandschutz

Das Feuer stellte für die Menschen schon immer eine Bedrohung dar. Kulturgeschichtlich erlangte das Feuer große Bedeutung, als es die Menschen zu nutzen verstanden. Die Menschen lernten das Feuer zu bewahren, später selbst zu erzeugen. Das Feuer spendete Wärme und Licht. Die vom Feuer ausgehenden Gefahren forderten einen Schutz vor seiner zerstörerischen Macht, einen Schutz vor Brand. Dies wurde umso wichtiger, je enger die Menschen beieinander wohnten und Städte gründeten. Sehr früh wurde erkannt, dass bei Beachtung bestimmter Regeln die Brandgefahr verringert werden kann. Im Laufe der Zeit wurden daher verschiedene Brandschutzsysteme entwickelt.

Matthias Post, Peter Schmidt
9. Unterzüge

Für Betonstahl B500S und M ist die DIN488maßgebend. Mit der charakteristischenStreckgrenze von fyk = 500 N/mm2. HöhereStahlgüten sind in der allgemeinen bauaufsichtlichenZulassung geregelt. Nach der DINEN 1992-1-1 wird für die Statik und Bewehrungöfter als früher nicht der Tragfähigkeitsnachweismaßgebend sein, sondern dieMindestbewehrung zur Beschränkung derRissbreite oder zur Sicherstellung duktilenBauteilverhaltens.

Klaus Beer
6. Bodenplatten

Die Bodenplatte mit den Fundamenten ist das abschließende Bauteil eines Gebäudes. Je nach Ausführung leiten sie die Lasten aus dem Gebäude in den tragenden Baugrund ab und sind wie ein Gründungsbauteil zu betrachten. Die Bewehrungsführung ist anderswie bei den Fundamenten, sie ist großflächiger und der Beton ist anderen Bedingungen unterworfen.

Klaus Beer
Kapitel 4. Innere Hüllen

In den Kapiteln XIII-1 bis XIII-9 stehen äußere Hüllbauteile im Mittelpunkt der Betrachtung. In der Folge sollen innere Hüllbauteile in ihren bautechnisch wichtigsten Varianten näher beleuchtet werden. Die Verfasser sind davon überzeugt, dass es das Verständnis der baukonstruktiven Fragestellungen im Zusammenhang mit inneren Hüllen erleichtert, wenn diese nach vergleichbaren Kriterien und Merkmalen geordnet und untersucht werden wie äußere Hüllen.

José Luis Moro
Kapitel 3. Äussere Hüllen

Die Unterscheidung zwischen massiver und leichter Hüllkonstruktion gehört zum Standardrepertoire der Baufachsprache. Hierzu sind einige Anmerkungen zu machen.

José Luis Moro
Kapitel 2. Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Im Rahmen des Flächenmanagements ist die Kenntnis der Baunutzungsverordnung (BauNVO) von entscheidender Bedeutung, denn hier wird insbesondere über die Grundflächenzahl (GRZ) und die Geschossflächenzahl (GFZ) festgelegt, wie viel Fläche (von Gebäuden/baulichen Anlagen) auf einem Baugrundstück realisiert werden kann. Dies ist nicht nur für den Neubau von Interesse, sondern auch für die Nachverdichtung im Bestand. Zu beachten ist, dass jeweils die BauNVO gilt, die zum Zeitpunkt der öffentlichen Auslegung des betreffenden Bebauungsplans (B-Plan) nach § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB) in Kraft ist.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher
Kapitel 7. Maxime 4: „Erfinde Dich permanent neu“

„Erfinde Dich permanent neu“ ist die fortwährende Entwicklung und Anpassung des Geschäftes. Dies umfasst Veränderungen der Geschäftsfelder, aber auch die Art und Weise wie das Geschäft betrieben wird, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen und für Chancen bereit zu sein. Die Anwendungsprinzipien sind das Chancenrealisierende und gefahrenvermeidende Veränderungsmanagement und das „Modus-Operandi“ orientierte Veränderungsmanagement.

Marco Betz
„Harmony, not discord“. Kooperation im Büro der Larkin Company um 1900

1924, im Herbst. Der deutsche Architekt Erich Mendelsohn befindet sich auf einer Studienreise durch den Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Besuch des Verwaltungsgebäudes der Larkin Company in Buffalo, 1906 fertiggestellt unter der Leitung des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright, ist für den deutschen Architekten „ein großes Erlebnis“ (Mendelsohn 1991b, S. 64). Er bewundert den „fast völligen Verzicht auf äußerliche Schmuckformen“ und den sorgfältigen Umgang mit Farbe, Licht und Material, die „übersichtliche Organisation der Bauteile“ und „das räumliche Ineinandergreifen der einzelnen Trakte, ihren Zusammenfluß“ (Mendelsohn 1991a [1926], S. 65).

Christine Schnaithmann
Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer
Kapitel 3. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Hofstadler

Im Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft von Prof. Hofstadler begründet sich das wissenschaftliche Selbstverständnis fernab des sogenannten „Elfenbeinturms“. Vielmehr wird eine aktive trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Außenwirksamkeit forciert. Als zentrale Herausforderung stellen wir uns als Team beständig dem Anspruch, den Studierenden und den EntscheidungsträgerInnen in der Praxis Wissen und komplexe Zusammenhänge nachhaltig zu vermitteln.

Christian Hofstadler
Kapitel 14. Der Anspruch an den Abrechnungsprozess bei Infrastrukturprojekten
Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen

Die österreichische Normen- und Richtlinienlandschaft regelt bezogen auf die Abrechnung von Bauleistungen konkrete Formen der Aufmaßermittlung bzw. gibt bezogen auf einzelne Leistungen und Gewerke Abrechnungsregeln vor. Weitgehend ungeregelt ist jedoch der generelle Prozess und die Systematik hinter einer Bauabrechnung, wodurch sich dieser in den einzelnen Projekten als vergleichsweise individuell darstellt.

Martin Brigola-Pulverer, Markus Frühwirth
11. Industrieestriche

IndustrieestricheIndustrieestrich müssen nach sogenannten „hochbeanspruchbaren Estrichen“ gemäß DIN 18560-7, nach Estrichen gemäß DIN 18560-2, -3, -4 und nach „nicht genormten Estrichen“ unterschieden werden.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle
1. Estricharten

Mit DIN EN 13318 wurden neue Bezeichnungen für Estricharten eingeführt, die auf der englischen Schreibweise basieren. Die Tabelle enthält die seit 2004 geltenden Kurzbezeichnungen.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle
9. Kapitel Einsteinturm

Oskar Beyer schreibt zur »plastischen Dynamik« des Einsteinturms, dass Mendelsohn »später die Vollendung seiner damaligen Absichten in jenen Bauten gesehen [habe], die in den fünfziger Jahren eine neue Wendung der Architektur heraufführten, in den späten Bauten von Frank Lloyd Wright, von Nervi, Niemeyer, Torroja, Candela und Bruce Goff, mit dem er befreundet war. […] In seiner Kapelle von Ronchamp hat auch Le Corbusier dieser neuen Richtung […] ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt.«

Prof. Dipl.-Ing. Ulf Jonak
10. LICHT UND SCHATTEN

Licht ist ein bestimmendes Element des Raumes, da erst durch Licht die visuelle Raumwahrnehmung ermöglicht wird. Farben und Texturen werden durch Licht erkennbar.

Cornelie Leopold

Open Access

Kapitel 6. Schule Hinter Gärten in Riehen – Kunstwerk und postfordistisches Produktionsgebäude

Das Schulhaus Hinter Gärten in der Gemeinde Riehen im Kanton Basel-Stadt stellt eine Schulanlage dar, die den aktuellen Diskurs einer zeitgemäßen, die pädagogischen Trends entsprechenden Schulhausarchitektur abbildet und manifestiert. Das Schulhaus wurde nicht als Erweiterungs- oder Umbau geplant wurde, sondern von Grund auf für eine wachsende bzw. neu entstehende Siedlung konzipiert.

Jan Egger
Typen

Die Matrizen in 4 bis 7 stellen den Versuch dar, Tragwerksformen nach einigen wenigen elementaren Unterscheidungskriterien zu ordnen. Stellvertretend für das Gesamttragwerk wird deren signifikantester Bestandteil, die Überdeckung, untersucht, und zwar differenziert hinsichtlich ihrer Form und der Art ihrer Lagerung. Hiermit wird kein Anspruch erhoben, die grenzenlose Vielfalt denkbarer Tragwerksformen zu erfassen.

José Luis Moro
Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro
Stahlbau

Eine frühe Blüte der Eisenindustrie begann in Indien um 2000 v. Chr. Die Kutubsäule in der Nähe von Delhi besteht aus fast chemisch reinem Roheisen. Sie wurde aus einzelnen Eisenblöcken zusammengeschmiedet. Sie datiert aus dem 9. Jh.v.Chr. Das Gewicht der Säule beträgt 17 000 kg, ihre Länge ca. 16 m. Bis heute zeigen sich keine Spuren von Korrosion.

José Luis Moro
Fertigteilbau

Parallel zur technischen Entwicklung des modernen Betons wurden bereits gegen Mitte des 19. Jh. erste Versuche unternommen, die Vorteile der Werksvorfertigung im Betonbau zu nutzen (1, 2). Frühe Fertigteil-Bausysteme wie die von W. H. Lascelles (1875) in Großbritannien suchten, in scharfer Konkurrenz zu den ebenfalls in Entwicklung befindlichen Stahlkonstruktionen, Nutzen aus den spezifischen Vorteilen des Werkstoffs, wie Brandsicherheit und Dauerhaftigkeit, zu ziehen.

José Luis Moro
Aufbau Von Hüllen

Auf die bauliche Umsetzung der grundlegenden Kraftleitungs- und Schutzfunktionen wie in Band 1 beschrieben sowie auf die damit verknüpften konstruktiven und bauphysikalischen Fragen soll nun im Folgenden bei der Besprechung des konstruktiven Aufbaus von Hüllen näher eingegangen werden.

José Luis Moro
Ortbetonbau

Die Bestrebungen, einen künstlichen Stein zu entwickeln, der im nicht abgebundenen Zustand frei formbar ist, gehen weit in der Geschichte zurück. Der anfängliche Einsatzzweck der plastischen Masse war vermutlich die Haftung und der Maßausgleich zwischen geschichteten Natur- oder Ziegelsteinen. In der weiteren Entwicklung wurde allerdings bereits in der Spätantike der regelmäßige Steinverband durch eine Mischung aus künstlicher Steinmasse und Zuschlag ersetzt, sodass Steine nur mehr weitgehend regellos im Beton eingebettet wurden.

José Luis Moro
Kapitel 3. DDR-Hauptstadt Berlin

Berlin wurde Anfang Mai 1945 von sowjetischen Truppen erobert. Sie stießen auf eine Trümmerlandschaft: Von den 245 000 Gebäuden waren 11,3 % total, 8,2 % sehr schwer und weitere 3 % mittelschwer beschädigt, wurden aber als wiederherstellbar eingestuft. Als leicht beschädigt und noch benutzbar galten 70,1 % der Bauten.

Klaus von Beyme
Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner
6. Fenster

Im Unterschied zu Fensterfassaden (s. Abschn. 7) und Glasfassadensystemen (s. Abschn. 9 in Teil 1 dieses Werkes) werden im folgenden Abschnitt Fenster als Bauteile behandelt, die als eigenständige Bauelemente zur Anwendung in einzelnen Fassadenöffnungen (Lochfassaden ) ausgeführt werden.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
5. Treppen, Rampen, Aufzüge und Fahrtreppen

Treppen verbinden verschiedene Ebenen von Bauwerken als Geschosstreppen oder Ausgleichsstufen zur Verbindung unterschiedlicher Fußbodenebenen. Rampen und Aufzüge sind zur stufenlosen Erschließung von Bodenflächen auf unterschiedlichen Höhen erforderlich.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
2. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
8. Türen, Zargen und Schlösser

Türen trennen und verbinden Außen- und Innenraum sowie Räumlichkeiten mit unterschiedlicher Nutzung und Repräsentation. Dementsprechend unterscheidet man Außentüren, Innentüren und Schutztüren.1), 2)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
3. Flachdächer

Abhängig von ihrer Neigung werden Dächer entsprechend DIN 68800-2 wie folgt definiert:● Flachdach ≥ 2 % und ≤ 5 % (3°)● Flach geneigtes Dach > 3° und ≤ 5°● Geneigtes Dach > 5° (ab ca. 10 %)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
1. Nachhaltig Konstruieren

Im Kern des nachhaltigen Bauens geht es darum, unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell angemessene Planung zu erstellen und umzusetzen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen
Kapitel 2. Das Konzept

Die maßgeblichen Begriffe zur Bedarfsplanung wurden in Deutschland im April 1996 mit Erscheinen der DIN 18205 ‚Bedarfsplanung im Bauwesen‘ eingeführt und im November 2016 im Zuge der Überarbeitung der DIN aktualisiert. Dort finden sich u. a. die Definitionen zu den Begriffen ‚Bedarfsplanung‘, ‚Bedarfsträger‘, ‚Bedarfsplaner‘ und ‚Bedarfsplan‘.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm
Glasprodukte

Tragwerk tritt hinter die durchlaufende Glasfassade zurück.

José Luis Moro
Stahlprodukte

Das Siemens-Martin-Herdfrischverfahren wurde ursprünglich zum Einschmelzen von Schrott und Abfall aus Walzwerken entwickelt. Eine sogenannte Regenerativgasfeuerung ermöglicht eine Ofentemperatur von 1700°C. Stahl lässt sich dadurch kontrolliert mit einem bestimmten Kohlenstoff- und Legierungsgehalt erschmelzen.

José Luis Moro
Bewehrter Beton

Analog zu anderen Verbundwerkstoffen werden den Verbundpartnern Stahl und Beton jeweils spezifische Aufgaben zugewiesen.

José Luis Moro
Bewertung von Veranstaltungsstätten

Mit dem überwiegenden Teil von Veranstaltungsstätten werden keine Gewinne erwirtschaftet. Insofern liegt der betriebswirtschaftliche Erfolg einer Veranstaltungsimmobilie nicht selten in der maximalen Reduzierung des erforderlichen Defizitausgleichs. Die eigentliche Wertschöpfung liegt übergeordnet in einer volkswirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Profitabilität in Form einer kulturellen Bedürfnisbefriedigung des Gemeinwohls im weitesten Sinn. Dieser Beitrag beleuchtet die Vielfalt dieser Branche mit dem Ziel, Verständnis für grundsätzliche Zusammenhänge, Beziehungen und Funktionsweisen herzustellen. Auf diese Weise soll dem fachlich interessierten Leser oder sachverständigen Kollegen die Möglichkeit gegeben werden, die Funktionsweise und die Werthaltigkeit derartiger Immobilien besser beurteilen zu können.

Oliver Duderstädt, Klaus Wagner
5. Raumlufttechnik

Anhand der Definition von natürlicher Lüftung und maschineller Lüftung werden alle Varianten Raumlufttechnischer Systeme erläutert. Nach Darlegung der Terminologie wird der Aufbau und die Funktion von Wohnungslüftungs-, Einzelentlüftungs- und Raumlufttechnischen Anlagen beschrieben. Die einzelnen Anlagenteile werden differenziert nach Typ (Luft-Luft-Anlage, Luft-Wasser-Anlage) und Einsatz präsentiert. Auf dezentrale Systeme (Fassadenlüftungsgeräte) und Sonderanlagen folgen die Berechnungsgrundlagen. Mit Beispielen für Anwendungen (Bürogebäude, Schulen, Hotels, Krankenhäuser) schließt das Kapitel.

Dirk Bohne
3. Historische Konstruktionen und Verbindungen

Seit den Anfängen des Holzbaus wurden die vielfältigsten Verbindungsarten entwickelt und ausgeführt. Schon vor unserer Zeitrechnung entwickelten Zimmerer Holzverbindungen, bei denen Holzstäbe mit gleichen oder verschiedenen Richtungen in Knotenpunkten zusammenstießen. Diese Verbindungen konnten keine nennenswerten Zugkräfte übertragen. Als älteste Verbindung ist die Verblattung bekannt; sie wurde ursprünglich mit Keilen gesichert. Später wurden die unterschiedlichsten Zapfenverbindungen entwickelt, anfangs ebenfallsverkeilt, dann mit Holznägeln gesichert.Der traditionelle Zimmermannsholzbau ist durch die Verbindungen geprägt, mit denen Holzstäbe (Balken, Sparren, Pfetten, Schwellen usw. aus Kant- oder Rundhölzern) zum Tragwerk „verbunden“ wurden. Diese Verbindungen waren „Stoßverbindungen“, bei denen die aufzunehmenden Kräfte nur durch Druckkontakt und gegebenenfalls durch Reibung übertragen werden.

Karin Lißner, Wolfgang Rug
Kapitel 7. Brandschutz

Die Musterbauordnung MBO [55] formuliert die Anforderungen an den Brandschutz wie folgt: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind.“

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
M1. Kältetechnik

Kältetechnische Anlagen wurden zunächst eingesetzt für Brauereien und Eisfabriken, Schlachthäuser, Fleisch- und Fisch-Gefrieranlagen, Malztennen‐ und Hopfenlagerkühlung, Molkereien, Marktkühlhallen, Margarinefabriken, Schokoladenherstellung, Champagnerbereitung, Gummifabriken, Leim- und Gelatinekühlung, Farbstoffherstellung, Glaubersalzkristallisation, Leichenkühlung, Transportkühlung auf Schiene, Straße und auf See, Kühlhäuser aller Art, gewerbliche Kühlräume, Paraffin- und Ölindustrie, Kunsteisbahnen, Schachtabteufen, klimatechnische Anlagen.Weitere Bedarfsfälle mit zum Teil erhöhten Anforderungen an die Regelgenauigkeit kamen hinzu in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Medizin, bei der Luft- und Drucklufttrocknung, bei der Speiseeisherstellung, bei der Werkzeugkühlung und bei Kältekammern für Industrie und Forschung sowie für die Vielzahl der Kühlmöbel.Zu der Lebensmittelkühlkette zählen u. a. Kühl- und Tiefkühlräume aller Art, Schnellgefrieranlagen, Transportkühlanlagen in Schiffen, Waggons, Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und Containern, Kühlmöbel aller Art für Haushalt, Handel und Gewerbe.Die Kühl- und Lagerbedingungen reichen von $$-40\,^\circ\text{C}$$ - 40 ∘ C bei sehr starker Luftbewegung im Schnellgefrierraum (Frosterräume) bis zu $$+18\,^\circ\text{C}$$ + 18 ∘ C bei Reifungs- und Verarbeitungsräumen.

Dr.-Ing. Christian Hainbach
2. Baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die brandschutztechnischen Anforderungen an raumabschließende Bauteile wie z. B. Wände oder Decken zur Trennung von Brandabschnitten oder Nutzungseinheiten (NE) sowie Öffnungen in diesen Bauteilen durch Türen, Fenster. Sie sind wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Rettung von Menschen und Tieren zu ermöglichen. Dabei hat die Ausbildung und Sicherung der baulichen Rettungswege, insbesondere der Schutz der Treppenräume vor Feuer und Rauch, oberste Priorität.

Adam Merschbacher
20. RWA-Anlagen

Etwa 95 % aller „Brandtoten“ gelten in Fachkreisen als Rauchtote; die Todesursache ist eine Rauchvergiftung.Jeder Brand ermöglicht es, Lehren und Erkenntnisse aus den Katastrophen zu ziehen. Rauch ist die Hauptgefahrenquelle, weshalb einer „Entrauchung“ besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Beim „neuen“ Düsseldorfer Flughafen wurde die Entrauchung an die erste Stelle aller wichtigen Rettungsmaßnahmen gestellt, denn nur wer Luft zum Atmen hat und sich bei einem Brand orientieren kann, hat eine Überlebenschance.

Adam Merschbacher
13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher
14. Rechnerische Feuerwiderstanddauer

Da industrielle Bauten und Anlagen nicht nur nach den Bauordnungen beurteilt werden können, greift man auf die Industriebaurichtlinie (IndBauRL) zurück, die als technische Baubestimmung im Sinne der LBOʼs, in Verbindung mit dem Rechenverfahren nach DIN V 18230 anerkannt ist.

Adam Merschbacher
9. Bauordnungen und Brandschutz

Der Begriff Baurecht ist in Deutschland ein Sammelbegriff und unterscheidet zwischen

Adam Merschbacher
4. Wer ist verantwortlich?

In Unternehmen ist der Unternehmer verantwortlich. Betriebe und Arbeitsstätten (Abb. 4.1) müssen so eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit ausgehen.

Adam Merschbacher
3. Wärmedämmverbundsysteme

Beim Großbrand im Grenfell-Tower-Hochhaus am 14. Juni 2017 (Abb. 3.1, 3.2 und 3.3) war das 24-stöckige Gebäude in West-London durch einen defekten Kühlschrank in Brand geraten, 80 Menschen starben in der Folge. Über 200 Feuerwehrleute mit 40 Löschfahrzeugen waren beim größten Brand in der britischen Hauptstadt seit Ende des Zweiten Weltkriegs im Einsatz. Sie konnten 65 Menschen aus dem Gebäude retten. Unabhängig davon, dass nicht genügend Atemgeräte und längere Leitern, mit denen das 10. Stockwerk erreichbar gewesen wäre, erst nach 30 Minuten verfügbar waren, wurden schwere Vorwürfe gegen die kommunale Hausverwaltung laut. Bei den Sanierungsarbeiten des Sozialbaus soll Kostensenkung vor Sicherheit gegangen sein.

Adam Merschbacher
27. Entrauchungsanlagen in Mehrfamilienhäusern

In Mehrfamilienhäusern ist das Treppenhaus der 1. Fluchtweg (Abb. 27.1). Im Brandfall steigt Rauch von unten nach oben und versperrt damit die Fluchtmöglichkeit nach außen. Die Feuerwehr und alle Fachleute fordern deshalb, dass dieser Fluchtweg so lange wie möglich rauchfrei bleiben soll.

Adam Merschbacher
4. Wer ist verantwortlich?

In Unternehmen ist der Unternehmer verantwortlich. Betriebe und Arbeitsstätten (Abb. 4.1) müssen so eingerichtet und betrieben werden, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit ausgehen.

Adam Merschbacher
3. Wärmedämmverbundsysteme

Beim Großbrand im Grenfell-Tower-Hochhaus am 14. Juni 2017 (Abb. 3.1, 3.2 und 3.3) war das 24-stöckige Gebäude in West-London durch einen defekten Kühlschrank in Brand geraten, 80 Menschen starben in der Folge. Über 200 Feuerwehrleute mit 40 Löschfahrzeugen waren beim größten Brand in der britischen Hauptstadt seit Ende des Zweiten Weltkriegs im Einsatz. Sie konnten 65 Menschen aus dem Gebäude retten. Unabhängig davon, dass nicht genügend Atemgeräte und längere Leitern, mit denen das 10. Stockwerk erreichbar gewesen wäre, erst nach 30 min verfügbar waren, wurden schwere Vorwürfe gegen die kommunale Hausverwaltung laut. Bei den Sanierungsarbeiten des Sozialbaus soll Kostensenkung vor Sicherheit gegangen sein.

Adam Merschbacher
Mikrophysikalisch begründete Modellierung der Verbundwirkung in faserbewehrtem Ultrahochleistungsbeton (UHPFRC) unter zyklischer Zugbeanspruchung

Das Materialverhalten von ultrahochfesten Betonen mit Druckfestigkeiten oberhalb von ca. 140 N/mm2 ist durch eine äußerst hohe Sprödigkeit und ein explosionsartiges Versagen gekennzeichnet. In der Regel werden diesen Betonmischungen zur Verbesserung des Last-Verformungsverhaltens sowie der Tragsicherheit Fasern zugegeben.

Svenja Höper, Ursula Kowalsky, Dieter Dinkler
Kapitel 35. Ausgestaltung der Arbeitswelt 4.0 im mittelständischen Bauunternehmen

Das Baugewerbe als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige repräsentiert einen bedeutsamen Bestandteil des Mittelstands. Auch die Bauwirtschaft steht im Rahmen von Industrie und Arbeitswelt 4.0 neuen Herausforderungen gegenüber und muss sich mit den resultierenden Chancen und Risiken der Digitalisierung befassen. Der vorliegende Beitrag zeigt, in wieweit sich mittelständische Bauunternehmen der technologisch vernetzten Reporting- und Kalkulationsmöglichkeiten bedienen können und welche Einschränkungen bestehen. Hierbei stellt sich für das Baugewerbe die Frage, ob sich Hightech-Strategien grundsätzlich implementieren lassen oder ob aufgrund des ausgeprägten Projektcharakters dieser Branche eine Umsetzung derartiger Strategien nur eingeschränkt oder an sich nicht möglich ist.

Wolfgang Becker, Thomas Kuchejda, Eva Reitelshöfer
1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Jürgen Weber
5. Die Standortkriterien für Unternehmensimmobilien

Grundsätzlich gibt es verschiedenste Perspektiven für Einflussgrößen auf die Produktionsstandortbestimmung. In den Abschn. 4.6.1 bis 4.6.8 wurden sieben verschiedene Sichtweisen herausgearbeitet. Jede nur denkbar mögliche Einflussgröße lässt sich theoretisch innerhalb dieser Perspektiven abbilden, d. h. innerhalb eines 7-dimensionalen Lösungsraumes. Ein derartiger Ansatz ist jedoch wenig praktikabel. Daher ist zu hinterfragen, ob nicht einzelne Perspektiven auch anderweitig adäquat berücksichtigt oder gar vernachlässigt werden könnten. Aus Sicht eines investierenden Industrieunternehmens lassen sich die für eine Ansiedlung wichtigen Kriterien gut in operative und funktionale Standortbedingungen unterscheiden. Operative Kriterien sind hierbei Markt, Rohstoffe, logistische Anbindung, Grund und Boden, Infrastrukturen und Energien sowie Personal. Bei den funktionalen Kriterien handelt es sich wiederum um allgemeine rechtliche sowie steuer- und zollrechtliche Rahmenbedingungen, Investitionsregelungen und finanzwirtschaftliche Bedingungen. Diese Sicht ist jedoch rein unternehmensspezifisch. Die betreffenden Faktoren können aber problemlos in anderen Perspektiven abgebildet werden, z. B. in Makro-/Mikrostandortfaktoren.

Thomas Glatte
5. Kraftwerksleitungen, Dampfleitungen, Heiß-/Warmwasser-/Kühlwasserleitungen

Ziel dieses Kapitels ist es, dem Leser einen Überblick über die wesentlichen Randbedingungen mit Einfluss auf die Ausführung einer Rohrleitungsanlage in einem Wärmekraftwerk zu verschaffen. Neben personellen und organisatorischen Aspekten werden die wichtigsten Regelwerke, Normen und Richtlinien behandelt. Technische Themen sind vor allem die Werkstoffwahl, die Dimensionierung der Rohre, die Rohrleitungseinplanung in die Kraftwerksanlage mit den zu berücksichtigenden Randbedingungen, die als Ergebnis der Planung erstellten Fertigungs- und Montageunterlagen, Vorgaben an das Montage-, Schweiß- und Prüfpersonal sowie die Druckprobe nach erfolgter Montage. Abschließend wird noch auf den kommerziellen Projektabschluss eingegangen.Auf die Aufnahme von Berechnungsformeln wurde verzichtet, da diese in spezifischer Fachliteratur zu finden sind.

Johann Heindel
Chapter 7. Anwendungen der Digitalen Fabrik

In der praktischen Anwendung der DF kommen meist unterschiedliche Methoden und Werkzeuge in branchenspezifischen Kombinationen mit jeweils besonderen Anforderungen zum Einsatz. Das Kapitel 7 stellt hierzu einige typische Anwendungen ganzheitlicher Lösungen vor. Zunächst wird der Industriebau als Beispiel angeführt, dessen digitale Modelle – insbesondere auch der BIM-Ansatz – die Grundlage für die Integration weiterer Gewerke bilden. Es folgt die Darstellung der Gesamtfabrik unter Einschluss des Gebäudes, der Logistik und der geplanten Fertigungsanlagen. Als weiteres Querschnittsthema für alle Fabrikplanungen wird die Logistikplanung vorgestellt. Sie bildet den Abschluss der allgemeinen Beispiele, die anhand der Automobilbranche vorgestellt werden, aber grundsätzlich für alle Industriebranchen gültig sind. Im Anschluss folgen Beispiele für typische Nutzungen der Methoden und Werkzeuge der DF in der Automobilindustrie. Hier werden die Besonderheiten der einzelnen Fertigungsgewerke vom Presswerk bis zur Fahrzeugendmontage sowie dem Anlagenbau vertieft. Ausgangsbasis ist dabei jeweils die Aufgabe, ein neues Fahrzeug in die bestehende Fertigung einzuplanen. Ausführlich wird im Abschnitt 7.4.9 auf die Planung einer energieeffizienten Produktion eingegangen. Einen anderen Schwerpunkt setzt Abschnitt 7.6. In diesem wird aufgezeigt, wie die Werkzeuge und Methoden bei der Konzeption neuer Fertigungstechnologien eingesetzt werden können, um die Einführung der Technologie ganzheitlich abzusichern. Der Einsatz der DF bei KMU ist das Thema von Abschnitt 7.7. In diesem werden die Methoden und Organisationsformen dargestellt, die besonders für diese Unternehmensgröße geeignet sind. Es folgt der Blick in weitere Industriebranchen, bei dem anhand des Schiffbaus sowie der Getränkeindustrie spezifische Einsätze der c Abschnitt 7.10 wird ausführlich der Einsatz mobiler Endgeräte für die Fabrikplanung vorgestellt und diskutiert. Smarte Datenaufnahmeassistenten und spezifische Anwendungssoftware (sogenannte Apps) können dem Planer die Arbeit erleichtern. VR- und AR-Einsätze unterstützt von Quadrokoptern bilden ein Highlight. Abschließend wird die Vision einer Digital Lean Factory 4.0 auf Basis einer Delphi-Umfrage vorgestellt.

Uwe Bracht, Dieter Geckler, Sigrid Wenzel
4. Besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses

Dieses Kapitel behandelt besondere Aspekte des Kalkulationsprozesses. Zunächst wird die Vorgehensweise bei Änderungen des Bausolls anhand praktischer Beispiele behandelt. Es folgt die Ergänzung des Kalkulationsprozesses um die Risikokosten. Neben der Darstellung der Theoretischen Grundlagen folgt die Darstellung der Risikokalkulation für mittelständische Bau- und Generalunternehmer anhand eines praktischen Beispiels. Darauf aufbauend werden die Besonderheiten bei Baustellen im Ausland behandelt. Es folgt die Beschreibung der Besonderheiten der Kalkulation von Funktionsbau und GMP-verträgen sowie der Kalkulation von Lebenszykluskosten anhand von Puclic Private Partnerships. Der fünfte Unterabschnitt behandelt die Besonderheiten von Arbeitsgemeinschaften. Hier werden die grundlegenden Arbeitsgemeinschaften vorgestellt und deren Signifikanz im Bauwesen erläutert. Den Abschluss dieses Teils bildet ein Kapitel über Bausoftware. Neben der Erläuterung der Vorgehensweise von grundlegenden Software-Lösungen wird auch auf 3D-Modelierung und Building Information Modeling eingegangen und anhand dem Bau eines Stadions dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, M. Sc. Clemens Müller, Tilo Nemuth, M. Sc. Martin Oehmichen, Dr. Constanze Stuhr, Markus Rambach, Dr. Christoph Winter
Kapitel 3. Ökonomische Analyse der Bauordnungen

Zur Erhebung von geeigneten Wohngebäuden als Fallstudien, die vier oder fünf oberirdische Geschosse haben und die auf Grundlage der Landesbauordnung genehmigt worden sind (s. Abschnitt 1.3.8), wurden Mitte August 2015 die zu diesem Zeitpunkt auf den Websites des BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BFW-NRW 2015) sowie des VdW Rheinland Westfalen e.V. (VdW-RW 2015) veröffentlichten Mitgliedsunternehmen angeschrieben und gebeten, Baugenehmigungen von Wohngebäuden mit der entsprechenden Geschosszahl für diese Untersuchung zur Verfügung zu stellen.

Michael Schleich
Kapitel 1. Einleitung und Überblick

Grundlegende Überlegungen zum Mindestwärmeschutz und zu einem energie- und kostenoptimalen Dämmniveau wurden bereits zum Beginn des 20ten Jahrhunderts angestellt. So kam beispielsweise im für seine Zeit visionären Versuchshaus des Bauhauses, dem „Haus am Horn“ [33], bereits 1923 eine 6 cm dicke Dämmschicht aus „Torfoleum“ in Wand, Dach und Bodenplatte zur Ausführung. Die Anschlüsse insbesondere im Attikabereich wurden eingedenk der Wärmebrückenproblematik so ausgeführt, dass sich die Dämmschichten in Wand und Dach weitest möglich überlappen.

Kai Schild
Akzeptanz von Lean Construction auf Baustellen

Dieses Kapitel liefert dem Leser ein Stimmungsbild aus vier Großprojekten im Industriebau. Dabei werden die Beteiligten täglicher Abstimmungsrunden zu ihrer Einschätzung eines Kanban-Board-basierten Systems in ihren Lean Construction-Projekten befragt. Die Interviewpartner beschreiben in qualitativen Interviews die Wirkungsweise des Systems in ihrer täglichen Arbeit und erklären die Zusammenhänge von großteils weichen Aspekten, die sich aus einer neuen Form der Zusammenarbeit ergeben. Dabei zielen die Antworten auf die Bedeutung von Kommunikation und Vertrauen im Projektteam ab. Sie weisen aber auch auf einen verbesserten Überblick des Projektablaufs, die Einhaltung von Prognosen und die Unterstützung in der eigenen Ablaufplanung hin. Das Kanban-Board wird hier als Mittel für eine Steigerung der eigenen Leistung im Bauprojekt bestätigt.Viele Kritiker sehen gerade in der Akzeptanz von Lean Construction auf Baustellen eine große Herausforderung. Stolze Mitarbeiter der Baubranche stehen neuen Steuerungsmechanismen tatsächlich oft kritisch gegenüber. Zudem trägt die englische Bezeichnung „Lean Construction“ zur Verstärkung der Ablehnung bei, wird dahinter doch ein Managementansatz vermutet, der mit Rationalisierung und steigendem Druck auf die Beteiligten einhergehen könnte.In der Tat zeigt die Erfahrung in Bauprojekten, die bisher noch keine Berührung mit Lean Construction hatten, dass die Ablehnung zu Beginn groß ist. Das bereits in Beitrag Fiedler, „Lean Thinking“ zuvor angesprochene Management-Commitment ist hier der entscheidende Motivator, um ein Team zu Beginn eines Projektes zur Mitarbeit zu bewegen. Nachhaltig ist sanfter Druck in der Startphase aber nicht, zur weiteren Motivation hilft nur die Erkenntnis der Projektbeteiligten, einen tatsächlichen Mehrwert aus den neuen Ansätzen zu ziehen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass die Einführung von Lean Construction in Bauprojekten meist nach kurzer Zeit wegen fehlender Akzeptanz bei den Ausführenden zum Erliegen kommt. Dabei identifiziert die Studie vor allem die fehlende Schulung der betroffenen Mitarbeiter als Hauptgrund für das Scheitern, also eine mangelnde Qualifikation. Die Mitarbeiter erhalten zu Beginn des Projekts nicht das notwendige Handwerkszeug, um ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge und die Vorteile entwickeln zu können. Aus der Argumentationskette der Motivation von Können, Wollen und Dürfen geht hervor, dass Mitarbeiter zu Anfang vielleicht ein Lean Construction-Projekt ausführen wollen und dürfen, das Können wird aber nicht vermittelt. Nach kurzer Zeit führt das zu Frustration, die in bleibender Ablehnung der Methodik und Denkweise mündet.Der gegenteilige Effekt zeigt sich dagegen in Projekten, bei denen die Projektbeteiligten schlanke Bauprozesse als eine Form der eigenen Optimierung entdeckt haben. Mitarbeiter, die mit dem notwendigen Wissen um die Mechanismen und einem entsprechenden Entscheidungsspielraum ausgestattet sind, erkennen in der Zusammenarbeit mit Kollegen die Vorteile des Systems schnell für sich. Diese Mitarbeiter erhalten dadurch einen inneren Antrieb, in einem Lean Construction-Projekt das Optimum für ihr Gewerk, zugleich aber auch den Erfolg des gesamten Projektes, zu erreichen.Dieses Kapitel soll dem Leser einen Einblick geben, worin Baubeteiligte den Mehrwert eines Lean Projektes für sich identifizieren und was sie zur Kooperation und Kollaboration mit anderen Gewerken bewegt. Dazu wurden in einer Studie Bauleiter von Nachunternehmern, Bauleiter von Generalunternehmern, Objektüberwacher, Projektsteurer und Planer in vier Projekten befragt. Alle Projekte waren von Anfang an als Lean Projekte aufgesetzt. Die Befragung fand gegen Ende des Projektes statt, sodass die Interviewten bereits längere Erfahrung damit hatten sammeln können.Die Interviews zielten auf qualitative Ergebnisse ab, die mit einem standardisierten Interviewleitfaden zu vorher definierten Variablen rund um die Arbeit mit einem Kanban-Board erhoben wurden. Das Kanban-Board ist dabei der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Es steht symbolisch für die neue Form der Zusammenarbeit in Projekten, Kollaboration und Kooperation sowie für die Ausrichtung auf ein gemeinsames Projektziel. Mit dem Kanban-Board wird Transparenz über den Ablauf der nächsten vier bis sechs Wochen erreicht, die allen Beteiligten den Bauablauf klar vor Augen führt. Solch eine Form der Transparenz liegt zu Beginn nicht im Interesse aller Gewerke, insbesondere diejenigen, die ein Projekt mit zu geringer Mannstärke oder einem zu geringen Maschineneinsatz planen, haben hier verständlicherweise Vorbehalte, ihre Defizite offenzulegen. Die Visualisierung der Ablaufplanung und die nachfolgende Synchronisation der Abläufe einzelner Gewerke führen zu einer schonungslosen Aufdeckung von Minderleistern, spätestens nach den ersten Tagen ihrer Leistungserbringung auf der Baustelle. Daher ist das Kanban-Board ein zentraler Bestandteil in Lean Construction-Projekten.Die Interviews zu dieser Studie erfolgten in der Regel in einem persönlichen Gespräch, teilweise aber auch per Telefon und dauerten jeweils mehr als eine Stunde.

Martin Fiedler
Chapter 5. BAUSTEINE DER STADT

Viele Städte sind mittlerweile zu einer ausgedehnten Stadtlandschaft angewachsen. Die Auflösung der Grenzen zwischen Stadt und Land hat zu einem patchworkartigen Bild von Gebautem einerseits und Landschaft andererseits geführt. Dabei ist Landschaft nicht zu verwechseln mit Natur.

Christa Reicher
Chapter 9. Unterzüge

Für Betonstahl B500S und M ist die DIN488 maßgebend. Mit der charakteristischen Streckgrenze von fyk = 500 N/mm2. Höhere Stahlgüten sind in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung geregelt. Nach der DIN EN 1992-1-1 wird für die Statik und Bewehrung öfter als früher nicht der Tragfähigkeitsnachweis maßgebend sein, sondern die Mindestbewehrung zur Beschränkung der Rissbreite oder zur Sicherstellung duktilen Bauteilverhaltens.

Klaus Beer
Chapter 6. Bodenplatten

Die Bodenplatte mit den Fundamenten ist das abschließende Bauteil eines Gebäudes. Je nach Ausführung leiten sie die Lasten aus dem Gebäude in den tragenden Baugrund ab und sind wie ein Gründungsbauteil zu betrachten. Die Bewehrungsführung ist anders wie bei den Fundamenten, sie ist großflächiger und der Beton ist anderen Bedingungen unterworfen.

Klaus Beer
Chapter 8. Anwendungen

Faserbeton ist ein Baustoff, der auf Grund der nunmehr nachvollziehbaren Eigenschaften eine immer größere Anwendungsbreite gewinnt. Dadurch, dass der Baustoff so variabel in seiner Form ist und auch einfach in der Herstellung, ist die Grundlage gegeben, diesen Baustoff, wenn möglich einzusetzen und somit auch die Wirtschaftlichkeit auszunutzen.

Bernhard Wietek
3. Grundlagen des Brandes, Verlauf

Grundsätzlich sind vier Bedingungen für die Entstehung eines Brandes zu erfüllen. Es muss ein brennbarer Stoff vorhanden sein, eine ausreichende Menge Sauerstoff und eine ausreichend hohe Zündenergie bzw. Zündtemperatur. Liegt ein ausreichendes Mischungsverhältnis vor, kommt es zur Entzündung und ein Übergang zum offenen Brand ist wahrscheinlich.

Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Olaf Riese
2. Ordnungen und Normen

In der Bundesrepublik Deutschland liegt die Regelung des vorbeugenden baulichen Brandschutzes in der Hoheit der Länder, die sich in Zusammenarbeit mit dem Bund darum bemühen, in Musterentwürfen möglichst einheitliche Anforderungen zu formulieren.

Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Olaf Riese
Q. Energietechnik
Prof. Dr. rer. nat. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer
12. Innovative Ansätze im Bereich Energie und Nachhaltigkeit
Umnutzung von leerstehenden Industriebauten zu Energiespeichern – Eine Untersuchung am Beispiel der Silobauten

Die Energiewende ist der Wegbereiter zu einer Energieversorgung, die fast vollständig auf dem Einsatz erneuerbarer Quellen basiert. Sollte dies gelingen, wäre es ein Meilenstein hin zur Dekarbonisierung und dem übergeordneten Ziel einer „fossil free future“. Die Abkehr von endlichen Rohstoffen wie Kohle, Gas und Erdöl, deren Nutzung mit dem Ausstoß klimaschädlicher Emissionen verbunden ist, korrespondiert zudem mit dem Leitgedanken nachhaltiger Entwicklung: Potenziale nutzen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken oder zu gefährden. Gerade die Hinwendung zu den erneuerbaren Energiequellen, die aus menschlicher Sicht unerschöpflich sind und emissionsfreie Energie liefern, ist in diesem Sinn der einzig richtige Schritt. Doch bis wir einen Anteil an erneuerbaren Energien von bis zu 60 % (BUNR 2011, S. 5) erreichen, ist die gemeinsame Anstrengung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert. Konkrete Instrumente und einen Fahrplan, wie die Energiewende gelingen soll, benennt die Bundesregierung 2010 im Energiekonzept. Das Programm umfasst ein Paket verschiedener Maßnahmen, zu denen, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien, auch die Steigerung der Energieeffizienz und der Netzausbau zählen (BUNR 2011, S. 7–32). Eine der Kernfragen bei der Umsetzung dieser Maßnahmen, die ursächlich mit dem Ausbau und der Einbindung der erneuerbaren Energiequellen in Verbindung steht, ist die nach der Speicherung von Energie. Sonnen‐ und Windenergie sind fluktuierende Quellen, weshalb ihr Ertrag nicht zu jeder Zeit und in gleicher Menge verfügbar ist. Dieser Umstand steht allerdings im Widerspruch zu der Aufgabe jeder Energieversorgung, die darin besteht, Versorgungssicherheit zu bieten. Eine Möglichkeit, dieser Problematik zu begegnen, ist der Einsatz von Energiespeichern. Diese können in Zeiten der Überproduktion Überschüsse speichern, um damit Phasen verminderter Produktion zu überbrücken. Deren Ausbau wird explizit von der Bundesregierung gefordert. Darüber hinaus wurde die Forschungsinitiative Energiespeicher (BWMi 2012) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BWMi), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen, um gezielt Projekte im Kontext der Energiespeicherung zu fördern. Der überwiegende Teil der 87 aufgeführten Projekte befasst sich mit der Neu‐ oder Weiterentwicklung von Speichersystemen und ihrer Einbindung ins Netz, wobei der Fokus überwiegend auf großskaligen Einheiten im Bereich mehrerer Megawattstunden liegt. Doch gerade in der Bereitstellung klein‐ bis mittelformatiger Speicher, die ebenfalls zum Gesamtbedarf beitragen können, gibt es noch weitestgehend unerschlossene Potenziale. Hierzu zählt die Möglichkeit, leerstehende Bauwerke umzunutzen und als Speichereinheiten einzusetzen. Dieser Ansatz bietet gegenüber dem Neubau einige Vorzüge, die auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeitsforschung von Bedeutung sind. Allen voran ist es das Einsparen von Ressourcen, wozu Energie, Bauland und Materialien zählen, das die Nachnutzung auszeichnet und sie im Kontext des Gesamtvorhabens zur Transformation des Energieversorgungssystems als Innovation charakterisiert. Eine Referenz ist das Projekt Energiebunker, das im Rahmen der Internationalen Baustellung in Hamburg Wilhelmsburg realisiert wurde. Gegenstand ist ein Flakbunker aus dem Jahr 1943, der mit einem 2000 m großen Wärmespeicher ausgestattet wurde und insgesamt 3000 Haushalte mit Energie versorgen kann. Die Wärmeerzeugung übernehmen ein Blockheizkraftwerk und eine solarthermische Anlage, die sich über das Dach und die Fassade des Bunkers erstreckt (Internationale Bauausstellung 2010, S. 43). Nachfolgend wird das Augenmerk vom militärischen auf den industriellen Gebäudesektor und die Speicherung von elektrischer Energie gelegt. Es geht um die Frage, ob eine vergleichbare Nachnutzung auch in dieser Konstellation möglich ist. Der industrielle Gebäudesektor ist insofern interessant, weil er von einer großen Diversität an Bauwerkstypen gekennzeichnet ist und viele Konversionsvorhaben mit der Entwicklung ehemaliger Industrieanlagen in Verbindung stehen. Das prominenteste Beispiel ist sicherlich die Rhein‐Ruhr‐Region, wo der Strukturwandel bis zum heutigen Tag ein hochaktuelles Thema ist. Der zweite Fokus liegt auf der Speicherung von elektrischer Energie, weil sie eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energiewende einnimmt. Sie wird benötigt, um die Einbindung von Photovoltaik‐ und Windkraftanlagen sicher zu stellen, die seit Jahren große Zuwachsraten verzeichnen. Darüber hinaus ist die Windkraft designiert, den zentralen Pfeiler (BUNR 2012, S. 30) unserer zukünftigen Energieversorgung zu bilden.

Dipl. -Ing. Joachim Schulze
9. Objektübergabe

Gemäß § 34 HOAI gehört zum Leistungsbild der Objektüberwachung (Bauüberwachung) und Dokumentation in der Leistungsphase 8 der „Antrag auf behördliche Abnahme und Teilnahme daran“ Hierbei handelt es sich um eine Leistung aus der Anlage 10 der HOAI, Leistungsphase 8, Punkt l). Die öffentlich-rechtlichen Abnahmen dienen – wie in Abschn. 5.4.2 dargelegt – dem Zweck, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und die Übereinstimmung der Ausführung mit den Auflagen und Bedingungen der Baugenehmigung sicherzustellen.1 Die jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) bzw. die Musterbauordnung der Bauministerkonferenz (MBO) definieren die von der Bauaufsichtsbehörde durchzuführenden Bauzustandsbesichtigungen wie beispielsweise Rohbau- oder Schlussabnahme.

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla
Strengthening of 100 Year Old Concrete Arch Bridge ‘Kuhbrücke/Hildesheim’

Kuhbrücke/Hildesheim is an unreinforced concrete arch bridge built in 1910. The bridge has been strengthened in 2016 to upgrade the capacity carrying vehicles with maximum weight from 3 ton to 40 ton. The historic arch and the foundations are further used. New webs had been added by horizontal prestressing to the arch. A bar post-tensioning system (50 mm) has been used with innovative and very durable Ultra High Performance Concrete (UHPC) anchor plates (Hybridanker). Finally a reinforced concrete deck slab has been added to create a kind of box section. To reduce thermal stresses in the integral bridge a bridge deck cooling systems has been installed. To verify the efficiency of the cooling many temperature sensors had been placed. The measure has been finished in June 2016 and bridge can be used now by 40 ton trucks. The article presents the strengthening concept, the construction and finally the innovative aspects (UHPC anchor plates, bridge deck cooling).

Hermann Weiher, Andreas Praus, Katrin Runtemund
Chapter 1. Einleitung

Ein ökonomisch geführter Baubetrieb erfordert die optimierte Kombination der Produktionsfaktoren. Besonders auf die Bauzeiten und Baukosten nimmt die Auswahl sowie die Art und Weise wie die Produktionsfaktoren miteinander kombiniert werden einen großen Einfluss. Die dazugehörigen Berechnungsansätze sind von Unsicherheiten geprägt, die mit dem Grad der Komplexität und der fehlenden Detailierungstiefe des Bauprojekts zunehmen. Der systematische Umgang mit Unsicherheiten ist daher wesentlich für den Projekterfolg. Es werden die Grundlagen zur Anwendung der Monte-Carlo-Simulation, womit Unsicherheiten stochastische Berücksichtigung finden, beschrieben und deren Nutzen anhand von Praxisbeispielen für verschiedene Projektphasen gezeigt. Der Einsatz der vorgestellten Methoden und Werkzeuge hilft bei der Bewertung und Analyse unsicherer Berechnungsparameter und erleichtert die Entscheidungsfindung. Die Inhalte richten sich besonders an Auftraggeber und Auftragnehmer, Sachverständige, Wissenschaftler, Studierende und baubetrieblich und bauwirtschaftlich interessierte Projektbeteiligte. Die Grundlagenkapitel sind aber nicht nur für Akteure des Bauwesens von Interesse, sondern aufgrund der Universalität mathematischer und statistischer Methoden für darüber hinausgehende Anwendungsmöglichkeiten relevant.

Christian Hofstadler, Markus Kummer
Chapter 8. Einfluss der Projektvorlaufzeit und der Bauzeit auf die Projektziele

Qualität, Zeit, Kosten, Quantität, Störungsanfälligkeit und Prozessqualität stellen für jedes Projekt die maßgebenden Entscheidungs- bzw. Gestaltungsvariablen dar, welche genauer analysiert werden müssen, um ein Bauobjekt ausreichend bewerten zu können. Im Kapitel wird die Bedeutung der Projektvorlaufzeit und der veranschlagten Bauzeit für den Projekterfolg hervorgehoben. Sind die Zeiten zu kurz, entstehen Produktivitätsverluste, Störungen, Fehler, Qualitätseinbußen und Mehrkosten. Die Grundlagen zum Produktionssystem und zur Produktivität werden ausführlich dargestellt. Besonders wird auf den Zusammenhang zwischen Bauzeit und Produktivität eingegangen.Quantitativ wird gezeigt, welche Auswirkungen auf die Produktivität zu erwarten sind, wenn die Bauzeit, im Vergleich zu einer ‚normalen‘ Bauzeit, zu lang oder zu kurz vorgegeben wird. Weiters werden die Folgenfür die Baukosten betrachtet, wenn von der ‚normalen‘ Bauzeit abgewichen wird. Eine ‚normale‘ Bauzeit liegt dann vor, wenn die Art, Anzahl und Kombination der Produktionsfaktoren dazu geeignet ist, den Baubetrieb auf der Baustelle ohne Überschreitung von Grenzen zu Produktivitätsverlusten wie geplant umzusetzen.

Christian Hofstadler, Markus Kummer
7. Marketing

Nach dem modernen Marketingverständnis richtet sich das gesamte Unternehmen nach den Kunden aus, sodass alle Unternehmensfunktionen wie Finanzierung, Beschaffung, Personal und die Leistungserstellung auf Marketingaspekte, also die Kundenerwartungen bezogen werden. Mittlerweile wird der grundsätzliche Ansatz des Marketings noch weiter gefasst und beschäftigt sich mit der effizienten und bedürfnisgerechten Gestaltung jeder Art von Austauschprozess (Meffert et al. 2012, S. 3). Diese Sichtweise erlangt insbesondere vor dem Hintergrund des heutigen Fachkräftemangels, also im Hinblick auf das Personal‐Marketing eine besondere Bedeutung für die Bauwirtschaft.

Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko Meinen
Chapter 6. Vom Amerikanismus zur Baunormung

„Professor Ernst Neufert, Leiter der Bauabteilung der ehemaligen staatlichen Bauhochschule Weimar, wurde als Leiter der Bauabteilung der Kunstschule Itten, Berlin, berufen. Damit geht auch ein wesentlicher Teil der Weimarer Bauhochschüler nach Berlin.

Patricia Merkel
Chapter 1. Einführung

Ernst Neufert (1900–1986) als einen Unbekannten unter den Architekten des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen wäre sicherlich falsch. Dennoch treten in der allgemeinen Wahrnehmung sein Leben und sein architektonisches Werk weit hinter seine wegweisenden Publikationen Bauentwurfslehre und Bauordnungslehre zurück.

Patricia Merkel
Chapter 7. Zusammenfassung

Ernst Neufert ist an der Frühgeschichte des Bauhauses – zunächst in Weimar dann auch in Dessau – gleich in mehrfacher Hinsicht aktiv beteiligt: als Bauhaus-Student der ersten Stunde und als Professor und Leiter der Bauabteilung in Weimar und als Bauleiter bei der Ausführung des Hauptgebäudes und der Meisterhäuser in Dessau.

Patricia Merkel
Chapter 5. Ernst Neufert an der Staatlichen Bauhochschule Weimar – Zusammenarbeit mit Otto Bartning, 1926–30

Die Urheberschaft des Gedankenguts des Bauhauses wird vorwiegend allein den Bemühungen Walter Gropius’ zugeschrieben. Doch neben Gropius gibt es noch einen weiteren, aber seltener genannten Urheber, dem in besonderer Weise die Formulierung des neuen Unterrichts- und Lehrprogramms zuzuschreiben ist, die im überwiegenden Teil der Literatur als „Bauhaus-Idee“ formuliert wird: Otto Bartning.

Patricia Merkel
Chapter 4. Anfänge der Normungsbestrebungen

Es ist bekannt, dass Ernst Neufert stets bestrebt ist, die Normierung im Bauwesen voranzutreiben. Um seine Beweggründe dafür nachvollziehbar darzustellen, soll an dieser Stelle zunächst ein kurzer Rückblick auf die Anfänge der Normung gegeben werden.

Patricia Merkel
86. Elektrische Maschinen

Behandelt werden folgende Themen:Transformator: Aufgaben, Bauteile, Kühlung, Einphasen-Transformator, Aufbau und Schaltung von Drehstrom-Transformatoren, Parallelschalten von Transformatoren,Transformatorschutz, Überlastung, Aufstellen von Transformatoren, Spartransformatoren; Spannungswandler; Stromwandler; Drehstrom-Asynchronmaschine: Wirkungsweise, Betriebsverhalten, Spannungsgleichung, Ersatzschaltbild, Leistungsfluss, Betriebskennlinien; Kurzschlussläufer: Anlassverfahren, Bremsverfahren, Drehzahlsteuerung, Frequenzänderung; Schleifringläufer: Anlassverfahren, Bremsverfahren, Drehzahlsteuerung; Linearmotor; Drehstromsynchronmaschinen: Wirkungsweise, Spannungsgleichung, Anlauf; Einphasen-Asynchronmotoren; Drehstrommotor im Einphasenbetrieb; Schrittmotor; Servomotor; Scheibenläufermotor; Gleichstrommaschinen: Aufbau und Wirkungsweise, Ankerrückwirkung; Betriebsverhalten von Gleichstrommaschinen: Nebenschlussmotor, Reihenschlussmotor; Betriebsverhalten von Gleichstromgeneratoren: Fremderregter Generator, Nebenschlussgenerator, Reihenschlussgenerator, Doppelschlussgenerator; Gleichstrommaschine am Wechsel- oder Drehstromnetz; Universalmotor; Auswahl von Motoren: Bauform, Kühlart, Isolierstoffklassen, Motorschutz, Wartung.

Reinhard von Liebenstein
Industriebau m
Chapter 7. Brandschutz

Die Musterbauordnung MBO [54] formuliert die Anforderungen an den Brandschutz wie folgt: „Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löschmaßnahmen möglich sind.“

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
Chapter 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
5. Brandschutz

Wie bereits in den vergangenen Kapiteln erwähnt, ist der Einsatz der Methode BIM in der Praxis für brandschutztechnische Anwendungen noch wenig verbreitet. Doch gerade hier gibt es ein enormes Potenzial zur Vermeidung von Planungsfehlern, zur Kommunikation im Genehmigungsprozess und zur Kostenreduktion.

M. Berger
Chapter 2. Technische Grundlagen

Der Begriff allgemein anerkannte Regeln der Technik stammt aus dem Sprachgebrauch der Juristen und gehört in den Tatbestandsbereich Baugefährdung des Strafgesetzbuches. Während es früher „die allgemein anerkannten Regeln der Baukunst“ hieß, steht dafür in der Fassung des Strafgesetzbuches vom 01.01.1975 die Bezeichnung „die allgemein anerkannten Regeln der Technik“. Sie findet sich als Hinweis auch in der VOB/B.

Wolfgang Rösel, Antonius Busch
Chapter 6. Glasprodukte im Bauwesen

Glas ist ein ausgesprochen vielseitigerWerkstoff und kann prinzipiell zu sehr vielen Formen verarbeitet werden. Beispiele hierfür sind Glasfasern, Hohlgläser, Flachgläser, optische Gläser, Laborgläser, Bildschirme etc. Die Palette der Einsatzmöglichkeiten ist enorm groß und wird sich in den kommenden Jahren noch erweitern. Die wesentlichen Arbeitsschritte bei der Glasherstellung sind – unabhängig vom Endprodukt – das Schmelzen bei ca.

Jens Schneider, Johann-Dietrich Wörner, Frank Schneider, Sebastian Schula, Johannes Kuntsche
13. Technisch Denkmale der dritten Hauptperiode des Freiberger Bergbaus aus dem 18. bis 19. Jahrhundert

Für die Zeit von etwa 1780 bis 1870 waren - der allgemeinen Entwicklung der Produktivkräfte zur Zeit der Industriellen Revolution gemäß - für den Freiberger Bergbau größere Gruben typisch. Sie waren meist aus dem Zusammenschluß älterer kleinerer entstanden, bauten nun in einem großen Grubenfeld zahlreiche Gänge ab, besaßen deshalb meist auch mehrere Sehachtanlagen und mußten für die neue Technik des 19. Jahrhunderts auch neue Gebäude errichten. Sie hatten nun meist mehrere hundert Mann Belegschaft und setzten neben den traditionellen Wasserrädern ab 1820 Wassersäulenmaschinen und ab 1844 Dampfmaschinen ein. Da die alten Schächte meist weiterverwendet wurden, blieben neben den Neuanlagen oft auch Bauwerke aus älterer Zeit erhalten. Damit repräsentiert die gegenwärtig sichtbare Bausubstanz nicht nur das 18. bis 19. Jahrhundert, sondern bezeugt oft auch ältere Perioden der Freiberger Bergbaugeschichte.

Otfried Wagenbreth, Eberhard Wächtler
2. Baustoffe

In diesem Kapitel werden die Baustoffe Bitumen, Beton und Mauerwerk mit ihren Eigenschaften insbesondere unter dem Aspekt der Anwendung im Baustellenbetrieb behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Fix
2. Die Verwendung von Mehrdeutigkeit als Entwurfswerkzeug

Jedes architektonische Element, dass zwei oder mehr Systemen im selben Objekt simultan und hierarchielos dient, ist mehrdeutig. Der Terminus Mehrdeutigkeit in Verbindung mit Architektur beschreibt einen Sinnkomplex, der zwar bereits bei frühesten Gebäuden vorkommt, dem sich bisher aber erst selten definitorisch genähert worden ist. Erst Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erschienen in kurzer Folge hintereinander mehrere Traktate, die sich hauptsächlich in einem morphologischen Sinne der Idee annahmen. Im Folgenden soll sich über drei einschlägige Texte von Venturi, Rowe und Koolhaas der Idee genähert werden, wobei festzustellen ist, dass alle drei jeweils nur einen Aspekt berücksichtigen. Der Abschnitt schließt mit einer erweiternden Definition der Mehrdeutigkeit, wie sie als Basis für den phänomenologischen zweiten Teil der Arbeit dienen soll, sowie abschließenden Gedanken zur Überlagerung von Systemen.

Jonis Hartmann
D6 Properties of Solids and Solid Materials
Matthias Neubronner, Thomas Bodmer, Christof Hübner, Paul Bernd Kempa, Evangelos Tsotsas, Axel Eschner, Günther Kasparek, Fabian Ochs, Hans Müller-Steinhagen, Hans Werner, Martin H. Spitzner
2. Klärung der Ziele und Projektvorbereitung

In dieser ersten Phase entscheidet sich die Zukunft eines Projektes grundsätzlich. Bei allem, was in dieser Phase falsch gemacht wird, kann in den späteren Phasen nur noch Kosmetik betrieben werden.

Hans Sommer
5. Bauen mit Baumanagement und neuen Lean-Methoden

Wenn ein Projektmanager die Abläufe auf der Baustelle qualifiziert planen, koordinieren und steuern will, muss er die einzelnen Gewerke, ihre Zusammenhänge und Besonderheiten beherrschen. Dabei geht es mehr um Prinzipien und Ausführungsalternativen denn um Einzeldetails und Berechnungsverfahren. Die Managementleistungen während der Bauausführung werden auf der Steuerungsebene durch die Methoden des Lean Construction Managements in effektiver Weise ergänzt.

Hans Sommer
5. Hochfeste Zugglieder

Hochfeste Zugglieder als Seile oder Spannstähle werden im Stahlhochbau im Wesentlichen eingesetzt zur Abspannung von Trägern bei großen Überdachungen, wie z. B. für Tribünen (siehe Bild 5.1a), Sport- und Mehrzweckhallen (siehe Bild 5.1b) sowie Flugzeughangars. Neben ihrer eigentlichen Aufgabe als tragendes Element bieten sie dem Architekten die Möglichkeit ästhetischer und repräsentativer Gestaltung. In der Fördertechnik werden stehende und laufende Seile eingesetzt.

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Lohse, Prof. Dr.-Ing. Jörg Laumann, Prof. Dr.-Ing. Christian Wolf
1. Stahl – Herstellung, Verwendung, Schutz

Das für technische Zwecke verwendete Eisen (Fe) wird aus Erzen gewonnen (Eisenerz). Im Hochofen wird das Eisenerz mit Koks unter Zusatz von Schlackebildnern sowie Einblasen von Luft reduzierend eingeschmolzen zu Roheisen (Reduktion, Verhüttung), welches das Ausgangsmaterial für alle Eisenwerkstoffe bildet. Je nach Art der Erze und des Verhüttungsverfahrens erhält man unterschiedliche Roheisenarten. Sie enthalten alle reichlich Kohlenstoff (C, 3 bis 6 %) sowie neben anderen geringfügigen Beimengungen mehr oder weniger Silizium (Si), Mangan (Mn), Phosphor (P) und Schwefel (S).

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Lohse, Prof. Dr.-Ing. Jörg Laumann, Prof. Dr.-Ing. Christian Wolf
Part III. Companies and Organizations: Products and areas of research
J. Coombs, Y. R. Alston
6. Bodenplatten

Die Bodenplatte mit den Fundamenten ist das abschließende Bauteil eines Gebäudes. Je nach Ausführung leiten sie die Lasten aus dem Gebäude in den tragenden Baugrund ab und sind wie ein Gründungsbauteil zu betrachten. Die Bewehrungsführung ist anders wie bei den Fundamenten, sie ist großflächiger und der Beton ist anderen Bedingungen unterworfen.

Klaus Beer
9. Unterzüge

Für Betonstahl B500S und M ist die DIN488 maßgebend. Mit der charakteristischen Streckgrenze von fyk = 500 N/mm2. Höhere Stahlgüten sind in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung geregelt. Nach der DIN EN 1992-1-1 wird für die Statik und Bewehrung öfter als früher nicht der Tragfähigkeitsnachweis maßgebend sein, sondern die Mindestbewehrung zur Beschränkung der Rissbreite oder zur Sicherstellung duktilen Bauteilverhaltens.

Klaus Beer
6. Die politische Wirtschaft externer Schocks

über die wirtschaftspolitische Entwicklung der UdSSR vor dem Zusammenbruch, d. h. 1985-1991, ist schon viel geschrieben worden. Personen, die in Entscheidungen involviert waren, berichteten über die Politik der Beschleunigung, die Perestrojka, die Antialkohol-Kampagne, Prioritäten beim zivilen Maschinenbau, die erweiterte wirtschaftliche Selbstständigkeit der Betriebe und die Legalisierung des privaten Sektors in Form von Kooperativen. Sie überlegten, inwieweit die entstehenden Marktbeziehungen mit einer politischen Liberalisierung zusammenhingen. Die Diskussionen darüber, was in diesen Jahren richtig und was falsch gemacht wurde, wer recht hatte und wer nicht, werden noch lange andauern. In diesem Kapitel werde ich auf etwas anderes eingehen: wie die Ereignisse mit dem externen Schock zusammenhingen, den einschneidenden konjunkturellen Veränderungen auf dem Ölmarkt, mit denen die Sowjetunion in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre konfrontiert wurde.

Jegor Gajdar
9. Die Coil-Coating-Industrie und ihre Fachverbände

Wie bei vielen anderen Produkten auch, ist der Absatz von bandbeschichtetem Blech den Schwankungen unterworfen, die durch die wirtschaftliche Situation hervorgerufen werden. Jedoch wächst der Weltmarkt für bandbeschichtetes Blech [

1

] seit Jahren langsam, aber stetig. Der leichte Rückgang, der im Jahr 2005 in Europa und Amerika auf Grund der allgemeinen angespannten wirtschaftlichen Situation, vor allem im Baubereich, zu verzeichnen war, wurde durch die steigende Nachfrage in Asien, insbesondere in China, ausgeglichen.

3. Substrate und Beschichtungen

Metallische Grundwerkstoffe, die Substrate, für die in der Norm als bandbeschichtete Flacherzeugnisse definierten Produkte sind Aluminium und Stahl. Stahl ist mit mehr als 90 Prozent der bedeutendere Rohstoff. Aluminium hat weltweit nur einen Anteil von etwa 7 Prozent an der Gesamtproduktion [

1

]. Als ein Kriterium für die richtige Auswahl des Substrats, das bandbeschichtet werden soll, dienen die späteren mechanischen Bearbeitungsschritte. Walzprofilieren, Biegen, Tiefziehen u.s.w. erfordern bestimmte Güten und Festigkeiten, die über die entsprechenden Stahl- oder Aluminiumlegierungen sichergestellt werden. Als weiteres Auswahlkriterium ist das spätere Einsatzgebiet von Bedeutung.

10. Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Der Prozess der Bandbeschichtung ist hoch automatisiert und umweltfreundlich. Er gilt als eines der preiswertesten Beschichtungsverfahren für Stahl und Aluminium. Weltweite wächst die Produktion stetig, aber trotz des Wachstums liegt der Marktanteil bei nur bei 1,5 Prozent der im Jahr produzierten Menge an Stahl und Aluminium [

1

]. Die Bandbeschichtung steht in einem harten Wettbewerb mit den anderen Beschichtungstechniken. Der Druck, den der weltweite Wettbewerb auf die Kosten ausübt, wird immer stärker. Er fördert jedoch die Innovationen rund um den Prozess und die Produkte. Heute werden neue Ansätze für das Beschichten diskutiert, die zu gänzlich anderen Prozessen führen und zu einer substantiellen Verminderung von Prozess- und Logistik-Kosten beitragen werden.

2. Märkte und Produktprofile

Die Oberfläche von Metallen lässt sich hinsichtlich ihrer Funktionalität und ihres Designs durch eine Beschichtung gestalten. Diese schützt vor Korrosion und gewährleistet eine lange Lebensdauer. Die Lackierung erfolgt bei den meisten Wirtschaftsgütern nach ihrer Fertigung, oftmals auch erst nach der Montage. In vielen Industriezweigen wird heute jedoch im Coil-Coating-Verfahren vorbeschichtetes Metall eingesetzt. Dieses wird bereits im Stahl- oder Aluminiumwerk lackiert und kommt auf der Rolle, dem Coil, oder schon zu Tafeln zugeschnitten direkt in die Fertigung. Dort wird es dann geschnitten, walzprofiliert, gebogen oder tiefgezogen und als Dachelement, Kühlschrankgehäuse oder Leuchte montiert. Der Einsatz von bandbeschichtetem Blech eröffnet die Möglichkeit, eine farbige Oberfläche ohne eigene Lackierung zu gestalten. Einige Fertigungsschritte lassen sich so auf den Vorlieferanten verlagern. Der Verarbeiter kann sich auf seine Kernkompetenzen, die mechanische Verarbeitung und die Montage konzentrieren.

8. Schalungsplanung

Bei den Stahlbetonarbeiten kommen der Schalung verschiedene Aufgaben zu: Hauptaufgabe ist die Formgebung des Frischbetons einschließlich der Oberflächengestaltung. Zusätzlich hat die Schalung Kräfte abzutragen, welche aus dem Eigengewicht des noch nicht erhärteten Betons, dem Frischbetondruck sowie Zusatzlasten aus Arbeitstätigkeit, Wind, Gerüsten und Ähnlichem resultieren. Daneben kann die Schalung als Arbeitsfläche genutzt werden sowie der Lagerung des Bewehrungsstahls und weiterer Einbauteile dienen.

3. Vertragssoll

Bereits bei der Durchsicht der Ausschreibungsunterlagen und vor Beginn der Angebotsbearbeitung muss sich das angebotsbearbeitende Unternehmen Klarheit über die später zu erbringende Leistung verschaffen. Entscheidet sich das Bauunternehmen für die Bearbeitung und Abgabe eines Angebots, schuldet es im Falle der Beauftragung eine bestimmte, vertraglich festgelegte Leistung.

11. Baustelleneinrichtungsplanung

Die Baustelleneinrichtung (BE) wird durch Bauunternehmen im Rahmen der Arbeitsvorbereitung geplant. Damit werden die Voraussetzungen zur Realisierung des vom Auftraggeber bestellten Bauwerks geschaffen. Es muss sichergestellt werden, dass die in Auftrag gegebene Bauleistung in der geforderten Qualität ausgeführt werden kann und die Vertragstermine eingehalten werden können. Wichtige Randbedingungen, welche die Baustelleneinrichtungsplanung (BE-Planung) beeinflussen, werden durch den Bauherrn in der Leistungsbeschreibung (z. B. Baubeschreibung, Leistungsverzeichnis), in den Vertragsbedingungen und Ausführungsunterlagen (z. B. Pläne, Berechnungen) vorgegeben. Ziel des Bauunternehmens ist es dabei, das Bauwerk in der geforderten Qualität mit möglichst geringen Kosten, unter Beachtung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten, des Umweltschutzes und der Verkehrssicherungspflichten gegenüber Dritten, herzustellen. Die zuletzt genannten Aspekte werden durch Rechtsvorschriften, technische Regeln und das Regelwerk der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung bestimmt. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) finden sich detaillierte Angaben in einer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

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kostenlos abgegebenen Informationsschrift

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. Ausführliche Darstellungen finden sich in Schach / Otto

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.

5. Ablauf- und Terminplanung

Die Ablaufplanung beschreibt die Reihenfolge der Vorgänge. Durch Hinzufügung von konkreten Kalenderdaten ergibt sich dann der Terminplan.

4. Werkstoffe zur Bauwerksabdichtung

Bezüglich der Dichtigkeit eines Werkstoffgefüges gegen Wasserdurchtritt sind drei Fälle zu unterscheiden:

a)

Absolut dicht

gegen flüssiges Wasser und diffundierende einzelne Wassermoleküle sind alle Metalle, die künstlichen und natürlichen Gläser sowie einige Natursteine. Diese Eigenschaft wird bei Rohren und Behältern aus Metall und Glas, bei Metallfolieneinlagen in Bitumendichtungen und Dampfsperren, bei Schaumglas und bei einigen weiteren Bauprodukten ausgenützt.

b)

Diffundierbar für einzelne Wassermoleküle

, nicht aber durchlässig für flüssiges Wasser sind organische Polymere wie Bitumen und Kunststoffe, sowie wenige mineralische Stoffe, sofern sie nur Mikroporen, aber keine Kapillarporen enthalten. Wassermoleküle können dann einzeln durch das Werkstoffgefüge diffundieren, was nur eine bescheidene Feuchtestromdichte hervorrufen kann. Diese muss zwar der Bauphysiker bei der Beurteilung eines Bauteilquerschnitts bedenken, für den Nutzer eines Bauwerkes ist die Diffusion der Wassermoleküle in der Regel jedoch ohne Belang. Unter den mineralischen Baustoffen, mit denen großflächig fugenfreie Schichten herstellbar sind, gelingt es nur bei Zementmörtel, zementgebundenem Beton sowie bei Lehm und Ton flüssigwasserdichte Gefüge zu produzieren.

c)

Durchströmbar

für flüssiges Wasser und dann natürlich auch durchgängig für diffundierende Wassermoleküle sind alle übrigen Baustoffgefüge, weil sie Porensysteme mit Porenweiten von mehr als 100 Nanometer enthalten, wie z.B. Ziegel, Holz, Sandstein, Gips und Normalbeton

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heinz Klopfer
2. Grundlagen des Arbeitsstudiums

Nach REFA (Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung e.V) besteht das Arbeitsstudium in der Anwendung von Methoden und Erfahrungen zur Untersuchung und Gestaltung von Arbeitssystemen mit dem Ziel, unter Beachtung der Leistungsfähigkeit und der Bedürfnisse des arbeitenden Menschen, die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu verbessern. Dabei wirken in Arbeitssystemen Menschen und Betriebsmittel zusammen, um Arbeitsaufgaben zu erfüllen.

4. Baukonstruktive Grundlagen — Wärmeumfassende Gebäudehüllflächen

Um eine energetische Bewertung durchführen zu können, ist es unumgänglich, sich über die Gebäudehüllfläche und deren Aufbau zu informieren. Infolge der Wärmeleitung durch die Gebäudehülle, die an kalte Außenluft, an kältere Räume oder ans Erdreich grenzt, entsteht der Transmissionswärmeverlust. Gebäudeform und die Konstruktion einzelner Bauteile haben wesentlichen Einfluss auf die Transmissionswärmeverluste. Dieses Kapitel stellt alle wesentlichen Baukonstruktionen und Bauteile in kurzer Form da. Auf ausführliche Konstruktionszeichnungen und eine zu starke Untergliederung wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet und wird als bekannt vorrausgesetzt.

4. Baukonstruktive Grundlagen — Wärmeumfassende Gebäudehüllflächen

Um eine energetische Bewertung durchführen zu können, ist es unumgänglich, sich über die Gebäudehüllfläche und deren Aufbau zu informieren. Infolge der Wärmeleitung durch die Gebäudehülle, die an kalte Außenluft, an kältere Räume oder ans Erdreich grenzt, entsteht der Transmissionswärmeverlust. Gebäudeform und die Konstruktion einzelner Bauteile haben wesentlichen Einfluss auf die Transmissionswärmeverluste. Dieses Kapitel stellt alle wesentlichen Baukonstruktionen und Bauteile in kurzer Form da. Auf ausführliche Konstruktionszeichnungen und eine zu starke Untergliederung wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet und wird als bekannt vorrausgesetzt.

I. Organisatorische Einbindung der Baukalkulation

Die Daten zur Erstellung einer Baukalkulation lassen sich gliedern, in

— technische Daten, bei denen Mengenermittlungen, Zeitvorgaben, technische Daten der Bauverfahren etc. vorwiegen,

— kaufmännische Daten, bei denen die Ermittlung der Werte (Kosten pro Menge, Zuschlagssätze etc.) vorwiegen.

7. Außentüren, Innentüren, Schutz-und Sondertüren

Türen trennen und verbinden Außen- und Innenraum sowie Räumlichkeiten mit unterschiedlicher Nutzung und Repräsentation. Dementsprechend unterscheidet man Außentüren, Innentüren und Schutztüren.

2. Flachdächer

Dachflächen mit einer geringeren Neigung als 5° werden als Flachdächer bezeichnet und erhalten anstelle einer Dachdeckung eine

Dachabdichtung

. Abgedichtete Dächer sind in der Regel mit Gefälle auszuführen, denn fast alle gefällelosen Dächer haben sich als nicht dauerhaft haltbar erwiesen. Dachabdichtungen können auch für besonders beanspruchte Stellen flachgeneigter Dächer mit Neigungen zwischen 5 und 25° in Frage kommen. Sie sind grundsätzlich für alle Dachformen möglich und werden so besonders auch für Sonderformen wie Faltwerke, Hängedächer oder kuppelartige Dächer eingesetzt.

9. Objektübergabe

Gemäß § 15 HOAI ist der “Antrag auf behördliche Abnahme und Teilnahme daran„ eine Grundleistung der leistungsphse 8. Die öffentlich-rechtlichen Abnahmen dienen — wie in Kapitel 5.4.2 dargelegt — dem Zweck, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und die Übereinstimmung der Ausführung mit den Auflagen und Bedingungen der baugenehmigung sicherzustellen.

1

Die jeweils gültige Landesbauordnung (LBO) definiert Anzahl, Zeitpunkt und Anforderungen der von der Bauaufsichtsbehörde durchzuführenden Bauzustandsbesichtigungen (frühere Begriffe: Rohbau-, Gebrauchs-, Bautenstands- und Schlussabnahme).

1. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

4. Treppen, Rampen und Aufzüge

Treppen verbinden verschiedene Ebenen von Bauwerken als

Geschosstreppen

oder

Ausgleichstreppen

. Rampen und Aufzüge sind zur stufenlosen Erschließung von Bodenflächen auf unterschiedlichen Höhen erforderlich.

5. Fenster

Fenster beeinflussen durch Form, Gliederung und Gr:oße, durch Lage, Anordnung und Baustoff entscheidend Fassadengestaltung, Baukörper und Innenraum. Beim Fensterbau sind Fragen der Gestaltung, der Konstruktion, der Fertigungstechnik und der Wirtschaftlichkeit (bei Herstellung und Benutzung) besonders eng miteinander verflochten, so dass jeweils die für den besonderen Fall günstigsten Lösungen gefunden werden müssen. Wesentlich ist neben der Belichtung die psychologische Bedeutung des Tageslichtes für das Wohlbefinden des Menschen in Wohn- und Arbeitsräumen. Der Wechsel von Helligkeit und Dunkel, der Witterung, Besonnung und Verschattung, insbesondere aber auch der Kontakt mit der Umwelt durch ausreichenden Ausblick sind wichtig. Von Nachteil ist es, wenn durch gegenüberliegende Verbauung oder wegen ungünstiger Lage der Fenster (z. B.in Raumecken, hohe Brüstungen) das Blickfeld und insbesondere der sichtbare Himmelsausschnitt eingeschränkt sind.