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09.03.2015 | Informatik in Gesellschaft + Politik | Im Fokus | Onlineartikel

GSMA Studie: Das Internet der Dinge verändert alles

Autor:
Andreas Burkert

Kosten sparen, Energie sparen und mehr Sicherheit. Das allumfassende Vernetzen  ist beliebter denn je. Und fast jeder möchte Teil des Internets der Dinge sein, trotz der Gefahr, sich digital zu offenbaren.

Intelligente Stromzähler werden künftig einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende liefern. Der Fernseher mit Internetanschluss bietet bereits heute umfangreiche Möglichkeiten der Informationsrecherche. Und hochkomplexe Sicherheitssysteme werden bald jeden Einbruchsversuch im Ansatz verhindern. Das Internet der Dinge, die drahtlose Vernetzung von Geräten, wird große Teile des Alltags erleichtern aber auch stärker beeinflussen als erwartet. Das geht aus der Studie „The Impact of the Internet of Things: The Connected Home“ hervor, die soeben von der Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter (GSMA) anlässlich des Mobile World-Kongresses 2015 in Madrid veröffentlicht wurde.

Die Studie, die von KRC Research und GSMA Intelligence durchgeführt wurde, wirft ein Schlaglicht auf das enorme Wachstum. Schon heute besitzt jeder Vierte in Deutschland, Japan, Großbritannien und den USA ein vernetztes Gerät wie ein intelligenter Stromzähler (28 Prozent), ein elektronisches Sicherheitssystem (23 Prozent), ein System zur Beleuchtungssteuerung (23 Prozent) oder ein System zur Gesundheitsüberwachung (23 Prozent). Das sind beeindruckende Zahlen. Und der Trend wird sich fortsetzen.

Das Internet der Dinge wird den Alltag bestimmen

Die Analysten erwarten für die kommenden Jahr eine weitere starke Zunahme der drahtlose Vernetzung. Laut einer Umfrage wünschen sich 89 Prozent der Befragten künftig eine reibungslose Vernetzung aller ihrer Haushaltsgeräte- praktisch alles soll zu Hause miteinander vernetzt werden. Ob nun Sicherheitssysteme, Raumthermostate, intelligente Stromzähler, Beleuchtung, Autos oder aber Systeme zur Gesundheitsüberwachung, Waschmaschinen, Smartwatches, Activity-Tracker, Heizungsanlagen, Kühlgeräte. Und selbst Monitoring-Systeme für die Altenpflege stehen auf dem Wunschzettel.

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„Eine Vielzahl von Maschinen, Geräten und Anlagen werden mit dem Internet über zahlreiche Netzwerke verbunden und ermöglichen innovative Dienste für Endverbraucher und Unternehmen“, sagt Alex Sinclair, Chief Technology Officer, GSMA. „Auch wenn der Markt heute noch in einer frühen Phase ist, zeigt die Studie, dass es einen riesigen Bedarf für diese Dienste im vernetzten Haushalt gibt“, so Sinclair, mahnt aber, dass es wichtig sein wird, „für eine reibungslose Zusammenarbeit all dieser Geräte und Dienste untereinander zu sorgen“. Unternehmen aus verschiedensten Branchen müssen künftig die Interoperabilität vorantreiben.

Vernetzte Systeme zum Energiesparen

Gelingt dies, sind die Vorteile insbesondere für die Home-Automation in Eigenheim oder Mietwohnung hoch. So erwarten etwa 70 Prozent aller Befragten, dass sich der Einsatz vernetzter Energiesysteme auch positiv auf den Verbrauch auswirken wird. Von besonderem Interesse aber ist das vernetzte Automobil (Connected Car). Die Hoffnung ruht dort die Chance, den Kraftstoffverbrauch zu senken – beispielsweise durch das Übermitteln aktueller Verkehrsinformationen. Trotz zum Teil berechtigter Ängste ob des gläsernen Autofahrers: 86 Prozent der Befragten würden sich bereit erklären, ihr Nutzungsverhalten protokollieren zu lassen, um dann im Gegenzug etwa 30 Prozent niedrigere Beiträge zur Kfz-Versicherung leisten zu müssen.

Zudem versprechen sich die Befragten von Connected Cars einen erheblichen Zeitgewinn von mehr als sechs Stunden Fahrzeit im Monat, da sie so Staus durch aktuelle Verkehrsinformationen vermeiden können. Die Besitzer von intelligenten Sicherheitssystemen im Haushalt sehen hingegen die größten Vorteile bei einem höheren Sicherheitsgefühl und Schutz vor Einbruch oder Gefahren. Fast alle bestätigen, dass sich ihr Sicherheitsgefühl erhöht hat, nachdem sie das System installiert haben.

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