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Über dieses Buch

Dieses Buch gibt eine fundierte Einführung in Informationssysteme zur Unterstützung der Unternehmensführung. Es verbindet informationstechnische und betriebswirtschaftliche Aspekte, die zum Verständnis dieser komplexen Systeme erforderlich sind. Durch Einbeziehung aktueller Ergebnisse sowohl aus der theoretischen, als auch der empirischen Forschung wird ein aktuelles Bild des Gebietes in Theorie und Praxis vermittelt. Erstmals steht damit eine kompakte und zugleich umfassende deutschsprachige Gesamtdarstellung dieses Gebietes zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Zusammenfassung
Gegenstand dieses Lehrbuches sind Systeme, deren Aufgabe es ist, Informationen für Führungskräfte in Unternehmen zur Verfügung zu stellen, aufzubereiten und zu verarbeiten. Wie in vielen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre kann auch dieser Gegenstand aus zwei Perspektiven betrachtet werden: aus einer deskriptiven Perspektive, die sich am gegenwärtigen Stand der Praxis orientiert, und aus einer gestaltungsorientierten Perspektive, die sich die Frage stellt, wie solche Systeme aufgrund der vorhandenen theoretischen Erkenntnisse und im Rahmen der derzeitigen technischen Möglichkeiten gestaltet werden sollten. Diese Arbeit nimmt überwiegend den gestaltungsorientierten Standpunkt ein. Die Wahl dieses Standpunktes ist vor allem durch die Aufgaben eines Lehrbuches begründet: in einem Gebiet, das so raschen Veränderungen unterhegt wie die Informationstechnologie, ist es nicht sinnvoll, Studierenden Wissen über den aktuellen Stand der Praxis zu vermitteln, das bei ihrem Eintreten in das Berufsleben großteils bereits veraltet sein wird. Ziel dieses Buches ist es vielmehr, Konzepte und Methoden zu vermitteln, die über längere Zeit hinweg Gültigkeit haben.
Rudolf Vetschera

2. Management-Informationssysteme

Zusammenfassung
Nach der im ersten Kapitel vorgenommenen Klassifikation werden in dieser Arbeit Systeme, bei denen die Funktion der Informationsversorgung im Vordergrund steht, als Management-Informationssysteme bezeichnet. Eine Verbesserung der Informationsversorgung kann in zwei Formen erfolgen:
  • Verbesserung kann darin bestehen, die Effizienz der Informationsversorgung zu erhöhen. Effizienz ist dabei als quantitative Gröβe im Sinne des Wirtschaftlichkeitsprinzips zu verstehen und beschreibt das Verhältnis zwischen Input und Output der betrachteten Aktivität. Auf die Gestaltung von MIS übertragen bedeutet dies, daβ das System eine möglichst umfassende Informationsversorgung zu möglichst geringen Kosten bieten soll. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip wird dabei meist als Minimumprinzip interpretiert; man versucht daher, einen als gegeben und konstant angesehenen Informationsbedarf der Führungskräfte möglichst kostengünstig zu decken. Der Kostenbegriff ist dabei allerdings sehr weit zu fassen. Er schlieβt insbesondere den mit der Informationsbeschaffung verbundenen Zeitaufwand der Führungskräfte selbst bzw. der mit Informations- beschaffungsaufgaben betraten (Stabs-) Mitarbeiter ein. MIS sollen in dieser Sicht vor allem dazu führen, daβ Führungskräfte selbst unmittelbaren Zugang zu relevanten Informationen erhalten und damit zeitaufwendige und teure Vorbereitungen, etwa durch Stabsstellen, wegfallen oder Stabsmitarbeiter schneller und billiger Informationen beschaffen können und dadurch entlastet werden.
Rudolf Vetschera

3. Decision Support Systeme

Zusammenfassung
Das Konzept und der Begriff “Decision Support Systeme” entstanden in den frühen 70er Jahren. Wesentliche Schritte in dieser Entwicklung waren die Dissertation von Scott Morton an der Harvard-Universität 1971 (Scott Morton, 1971), sowie das gemeinsame Buch von Keen und Scott Morton (Keen/Scott Morton, 1978). Eine gute Zusammenfassung der damals entwickelten Grundgedanken gibt retrospektiv (Keen, 1986, S.221):
  • “Here is a perspective on the use of computers and analytic methods that is very different from the traditional assumptions and practice of Data Processing and Management Science. It meshes human judgement and the power of computer technology in ways that can improve the effectiveness of decision makers, without intruding on their autonomy.”
Rudolf Vetschera

4. Group Decision Support Systeme

Zusammenfassung
In den Überlegungen von Kapitel 3 wurde implizit unterstellt, daβ der Anwender eines DSS, “Der Entscheidungsträger”, ein Individuum ist. In der betrieblichen Praxis werden Entscheidungen aber häufig von Gruppen oder Gremien getroffen. Zwar können auch DSS, die für die Nutzung durch individuelle Entscheidungsträger entwickelt wurden, von einer Gruppe von Entscheidungsträgern gemeinsam benutzt werden. Solche Anwendungen finden sich bereits früh in der DSS-Literatur. So wurde bereits das System von Scott Morton zur Produktionsplanung durch eine Gruppe von Managern benutzt (Scott Morton, 1971 S.113). Bei dieser Form der Anwendung von DSS werden jedoch die spezifischen Probleme, die sich aus der Gruppensituation ergeben, vom System nicht explizit berücksichtigt. Erst zu Beginn der 80er Jahre wurden erste Konzepte zur gezielten Unterstützung von Gruppenentscheidungen durch Informationssysteme entwickelt. Für die dafür entwickelten Systeme entstand der Begriff “Group Decision Support Systeme”, abgekürzt GDSS.
Rudolf Vetschera

5. Wirtschaftlichkeit von MIS/DSS

Zusammenfassung
Die hier betrachteten Informationssysteme dienen der Unterstützung der Unternehmensführung in ihren Entseheidungsprozessen. Die Bewertung derartiger Systeme stellt daher ein besonders bedeutsames, aber auch besonders schwieriges Problem dar. Das Problem ist einerseits besonders bedeutsam, da die Systeme (potentiell) in Entscheidungssituationen benutzt werden, in denen über wesentliche Konsequenzen für das Unternehmen bestimmt wird. Die von entscheidungsorientierten Systemen gelieferten Informationen und damit die Qualität der Systeme können so zu einem kritischen Faktor für den Erfolg des Unternehmens werden. Aber auch der mit der Entwicklung und dem Betrieb derartiger Systeme verbundene Aufwand läβt die Notwendigkeit und Bedeutung der Bewertung deutlich werden.
Rudolf Vetschera

Backmatter

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