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17.12.2013 | Infotainment | Im Fokus | Onlineartikel

Strategien gegen alternde Infotainment-Systeme

Autor:
Andreas Burkert
2 Min. Lesedauer

Die Lust auf Motorleistung ist vorbei. Infotainment-Systeme gelten heute als wichtiges Kaufkriterium für den Verbraucher. So überbieten sich Autohersteller und Zulieferer mit immer neuen Funktionen. Doch das Vorhaben kann ganz profan scheitern.

Mit einem großen Infotainment-Erlebnis locken die Automobilhersteller in die Fahrzeuge. Sie versprechen personalisiertes Entertainment und Konnektivität mit Freunden und Kollegen, "wann und wo immer sie fahren". Doch viele Fahrzeugbesitzer sind verärgert, wie eine Umfrage von J.D. Power & Associates ergab. Vor allem die Schwierigkeiten bei der Verwendung eines Smartphones im Auto zusammen mit Entertainment- und Navigationsfunktionen werden bemängelt.

"Die Probleme resultieren aus dem Unvermögen der Fahrzeug-Infotainment-Systeme, mit den neuesten Smartphone-Versionen Schritt zu halten", heißt in der Einleitung der ATZelektronik zum Themenspezial "Infotainment-Systeme - Strategien zur besseren Vernetzung". Dabei gibt es Möglichkeiten, die beiden Welten Automobilelektronik und Konsumelektronik geschickt zu verknüpfen. Dazu ist es aber auch notwendig, bestehende Automobil-Software zu aktualisieren oder die Interaktionen zwischen Fahrer und Maschine sicherer zu machen.

In-Vehicle-Infotainment-Technik

Erfolgsversprechende Lösungsansätze gibt es, wie in "Strategien zur besseren Automobilvernetzung" vorgestellt werden. Die beruhen unter anderem auf OEM-eigene In-Vehicle-Infotainment-Techniken sowie auch auf Lösungen, wie sie in der Genivi-Allianz erarbeitet werden. Die Autoren empfehlen allerdings zum jetzigen Zeitpunkt einen Hybrid-Ansatz zwischen diesen beiden Herangehensweisen. Bis es einen gemeinsamen Ansatz für In-Vehicle-Infotainment (IVI) gibt, sollte es ein gewisses Maß an Unterstützung für die heute verfügbaren Konnektivitäts-Lösungen geben, schreiben die Autoren weiter.

Die von ihnen beschriebenen Lösungen haben zwar die Vorteile, wie verkürzte Markteinführungszeit und Senkung der Gesamtkosten. Doch müssen die Elektronikentwickler vor allem beachten, dass das Vernetzte Automobil nur mit offenen Architekturen gelingt. In seinem Gastkommentar für das Buch "Vernetztes Automobil - Sicherheit - Car IT - Konzepte" fasst Hans-Georg Frischkorn, Executive Vice President Automotive Division, ESG Elektroniksystem- und Logistik, die wesentlichen Anforderungen zusammen.

Dabei mahnt er auch, dass die Grundlage einer neuen Architekturinitiative ein klares Verständnis der Basisanforderungen sein muss. Dabei spielen Safety und Security eine ganz besonders wichtige Rolle. Denn wenn sich ein Infotainment-System im Automobil ebenso schnell lahmlegen lässt, wie Geräte in der Konsumelektronik, schwindet das Vertrauen des Kunden und die Marke muss mit einem großen Imageschaden rechnen.

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