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13.01.2017 | Innenarchitektur | Im Fokus | Online-Artikel

Das Wohlbefinden der Gebäudenutzer

verfasst von: Christoph Berger

2 Min. Lesedauer
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Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat eine neue Variante des Zertifizierungssystems für nachhaltig ausgebaute und eingerichtete Innenräume entwickelt. Es setzt verschiedene auf den Menschen bezogene Kriterien in den Fokus.

Wenn es um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht, spielt die bauliche und architektonische Qualität der Innenräume eine bedeutende Rolle. Beschrieben wird dies beispielsweise im Kapitel "Büro als Treiber gesundheitsförderlicher und produktiver Arbeitsbedingungen" des Springer-Fachbuchs "Arbeitsplatz der Zukunft". Darin heißt es unter anderem: "Die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten hängt neben der Nutzung der sozialen Ressourcen wesentlich von ergonomischen, sicheren und gesundheitsgerechten Arbeitsmitteln und einer entsprechenden Arbeitsumgebung ab."

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Charakterisierung des Raumklimas

Für die hygrothermische Bemessung der Bauteile und Gebäude sind auch die die raumseitigen Klimakomponenten zu quantifizieren.


So setzt auch die neu entwickelte Variante des DGNB-Zertifizierungssystems für Innenräume bei der Fokussierung auf verschiedene, den Menschen bezogene Kriterien an. Was die Innenraumluftqualität betrifft, wird beispielsweise die Lüftungsrate oder die relative Luftfeuchte betrachtet. Die Blendfreiheit bei Tageslicht und eine hohe Kunstlichtqualität, eine bewegungsfördernde Arbeitsplatzgestaltung und eine zukunftsorientierte Gestaltung des Innenraumes, die die Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt, sind weitere Aspekte, die in die Bewertung einfließen. Ebenso die Verwendung von Ökostrom sowie die Klimaneutralität des Ausbaus – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Auch die Möbelausstattung wird bewertet

Auch die lebenszyklusorientierte Betrachtung fließt in das System ein: Die über die Planungs- und Bauzeit hinaus anfallenden Kosten sollen mitbetrachtet werden und die Wiederverwendung von Produkten positiv belohnt werden. Das beinhaltet auch die gezielte Auswahl der Möbel unter Nachhaltigkeitsaspekten: ergonomische, nachweislich schadstoffarme Möbel mit geringen Umweltwirkungen und einer langen Nutzungsdauer wirken sich vorteilhaft auf das Zertifizierungsergebnis aus.

Prinzipiell werden in die neue Zertifizierungsvariante aber nur die beeinflussbaren Aspekte der Nachhaltigkeit einbezogen. Für Büro- und Verwaltungsgebäude wurden 16 Kriterien festgelegt, für Handelsbauten 13. Dabei gibt es die Möglichkeit einer Mehrfachzertifizierung von nahezu baugleichen Innenausbauten an verschiedenen Standorten.

Zunächst wird das Zertifizierungssystem für Flächen in Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie für Shopping Center und andere Handelsflächen verfügbar sein. Bis Juni 2017 wird das System im Rahmen einer Erstanwendungsphase an Projekten erprobt. Die pro Projekt anfallenden Zertifizierungsgebühren variieren je nach Nutzungstyp und sind gestaffelt nach deren Grundfläche.

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