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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Innovation und Wettbewerbsfähigkeit: Zwei Fallbeispiele aus dem Hause Bosch

Zusammenfassung
In meinem Beitrag werde ich die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens anhand von Fallbeispielen aus dem Hause Bosch darstellen. Bei den ausgewählten Fällen werde ich mich auf zwei Produktinnovationen der letzten Generation beschränken, Prozeß- und Vertriebsinnovationen also unberücksichtigt lassen. Ferner werde ich die verschiedenen Verläufe der Markteinführung und -durchsetzung der beiden Produkte beschreiben und ihre Unterschiede zu erklären versuchen. Abschließend möchte ich noch einige Bemerkungen zur nationalen und internationalen Marktsicherung und zu den Konsequenzen, die sich für die Unternehmenspolitik aus einer durch Innovationen starken Wettbewerbsposition ergeben, machen.
Marcus Bierich

Wettbewerbseffekte und ordnungspolitische Konsequenzen unternehmerischer Innovationen

Zusammenfassung
Das Tagungsthema gibt Anlaß, die wirtschafts- und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen innovativer Unternehmensentscheidungen einerseits, ihre Berücksichtigung im Entscheidungskalkül andererseits zur Diskussion zu stellen1. “Wettbewerb” ist ja immer beides: ein Leistungsprozeß, in dem sich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung erweist, und ein Ordnungskriterium, an dem sich wirtschaftspolitische Regulierungen bemessen.
Wolfram Braun

Unternehmerische Innovationen durch Teufelskreise

Zusammenfassung
Betriebswirtschaftliche Modelle und Gestaltungsempfehlungen beruhen häufig auf unikausalen Denkzusammenhängen. Beispiele hierfür lassen sich in den verschiedenen Funktionenlehren leicht auffinden: Bestimmte Führungsstile oder Produktionstechnologien sollen die Produktivität eines Betriebes erhöhen, Marketingstrategien sollen Konsumentenverhalten beeinflussen, Liquidität erzeugt Flexibilität etc. Diese einseitigen Kausalitätsannahmen sind verständlich; denn die Betriebswirtschaftslehre ist in der Regel darauf bedacht, für Unternehmensprobleme (Zwecke) konkrete Problemlösungen (Mittel) zu erarbeiten. Überlegungen aus dem Bereich der Kybernetik legen allerdings nahe, daß unikausales Denken die betriebswirtschaftliche Praxis nur unvoll-kommen repräsentiert: Betriebliche Ereignisse stehen häufig in zirkulären Kausalzusammenhängen (Maruyama, 1963; Weick 1979). Für die genannten Beispiele lassen sich ebenfalls umgekehrte Kausalzusammenhänge nachweisen. Das betriebliche Produktivitätsniveau beeinflußt z.B. die Wahl von Führungsstilen (Lowin & Craig, 1968), und die Wahl bestimmter Mittel beeinflußt oft die Auswahl von Zwecken (Hedberg et al., 1976; Hirschman & Lindblom, 1962).
Rudi K. Bresser

Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Zusammenfassung
In der gegenwärtigen Diskussion wirtschaftspolitischer Themen hat sich einerseits die Auffassung durchgesetzt, daß „dynamischer Wettbewerb … heute wesentlich internationaler Wettbewerb (ist)“1, denn: “Der Forschungsaufwand ist oft hoch und kann nur über den Absatz am Weltmarkt wieder eingespielt werden”, wie es der Sachverständigenrat formuliert hat2. Dasselbe Gremium stellt aber andererseits fest, daß “im Augenblick … die Rolle der Innovation zu schwach besetzt (erscheint)”3. Damit wird die Frage aufgeworfen, welche Rolle “die Innovation” eigentlich zu übernehmen hat oder genauer, wie eine die Wettbewerbsfähigkeit maximierende Rolle beschrieben werden kann. Ob dies eine sinnvolle Fragestellung ist, entscheidet sich auch daran, was unter den dabei verwendeten Begriffen eigentlich zu verstehen ist.
Klaus Brockhoff

Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Umsetzung von Prozeßinnovationen in der Produktion

Zusammenfassung
Prozeßinnovation kann zweierlei bedeuten: einmal den kreativen Prozeß der Entwicklung neuer Methoden, Verfahrensweisen oder Techniken und zum anderen die Prozeßdiffusion, d. h. die Einführung und Umsetzung neuer Methoden, Werkzeuge und Techniken in Betrieb und Unternehmen. Während die Entwicklung von Prozeßinnovationen auf die Bewältigung von technischen Unsicherheiten hinausläuft, fordert die Prozeßdiffusion zu einer Auseinanderset- zumg mit organisatorisehen und personellen Unsicherheiten heraus. Im wesentlichen geht es dabei darum, für die bekannte und verfügbare Prozeßinnovation die organisatorisehen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, um eine wirtschaftliche Anwendung für die Erhaltung der Wettbewerbsfähinkeit des Unternehmens in der Zukunft sicherzustellen.
Rolf Bühner

Aufstiegsklima und Kommunikationsverhalten von Industrieforschern. Eine empirische Studie zur Relevanz von Organisationsklimadimensionen für innovationsfunktionales Arbeitsverhalten von Forschern in der industriellen F&E

Zusammenfassung
Angesichts tiefgreifender volks- und weltwirtschaftlicher Strukturwandlungen hängt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zunehmend von ihrer Fähigkeit ab, technologisch hochwertige neue Produkte und Verfahren zu entwickeln und am Markt durchzusetzen. Dementsprechend sind in der Bundesrepublik Probleme des Managements von technologischen Innovationen, die als notwendige Voraussetzung zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens anzusehen sind, in den letzten Jahren zum vielbeachteten Gegenstand politischer und wissenschaftlicher Überlegungen geworden (Gahlen et al. 1985; Kieser 1985). Die Intensivierung der Diskussion über “Innovation und Wettbewerbsfähigkeit” sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß die beiden Leitbegriffe in dieser Diskussion oft nur als unscharfe, abstrakte Schlagworte verwendet werden, ohne daß empirisch fundiert Ursachen der unterschiedlichen Innovativität von Unternehmen analysiert wurden. Ideal typisch können einer derartigen Ursachenanalyse zwei verschiedene Basisperspektiven zugrunde gelegt werden:
Michel Domsch, Torsten J. Gerpott

Unter welchen Voraussetzungen können partizipative Organisationsformen als personalpolitische Innovation gelten?

Zusammenfassung
Seit einiger Zeit wird der Einführung partizipativer Organisationsformen auf Werkstattebene in der industriellen Fertigung große Beachtung zuteil. So hat z. B. eine Vereinigung zur Förderung der Qualitätszirkel wenige Jahre nach ihrer Gründung über 500 Mitglieder gewonnen. Von partizipativen Organisationsformen werden vielfach die Bewältigung der Implementationsprobleme, die im Zusammenhang mit der Umrüstung auf neue Fertigungstechniken auftreten, und die volle Ausschöpfung ihrer Produktivitätsvorteile erwartet. Zugleich soll die Partizipation am Arbeitsplatz einen Beitrag zur Steigerung der betrieblichen Flexibilität leisten, die angesichts der Differenzierung der Nachfrage auf den Absatzmärkten, der fortschreitenden Verkürzung der Arbeitszeiten und des wettbewerbsbedingten Zwangs zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität als notwendig angesehen wird.
Dudo von Eckardstein

Besteuerungsprobleme der betrieblichen Innovation im internationalen Vergleich und ihr Einfluß auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen

Zusammenfassung
„Der (deutsche) Fiskus bremst die Innovation“. Mit dieser lapidaren Feststellung überschrieb eine deutsche Tageszeitung1) im April dieses Jahres einen maßgeblichen Artikel ihres Wirtschaftsteils. Die vermeintliche Klarheit und Prägnanz dieser Aussage war aber nur eine scheinbare, gaben die Ausführungen allein zu erkennen, daß ein Übermaß an Besteuerung die Anreize des betrieblichen Vorschlagswesens reduziert. Jedoch wird wohl niemand, der sich mit den Zusammenhängen zwischen Besteuerung und betrieblieher Innovation befaßt, zuerst an diesen Aspekt des Problems denken.
Lutz Fischer

Finanzinnovationen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie deren Bedeutung für den Wettbewerb unter den Banken

Zusammenfassung
Die früher sehr stark national ausgerichteten Geld- und Kapitalmärkte haben sich gegen Ende der siebziger Jahre zu globalen Finanzmärkten entwickelt. Der Begriff „Globalisierung“ der Finanzmärkte ist denn heute auch weltweit etabliert. Die Gründe für eine solche Entwicklung sind mannigfaltig. So muss man zunächst sicher die Bestrebungen vieler westlicher Länder zur Liberalisierung und Deregulierung der Bankwirtschaft erwähnen, angeführt von den USA, die hier zweifellos Schrittmacherdienste geleistet haben1. Damit ist ein weltweiter Mitteltransfer auf legaler Basis möglich geworden.
Ernst Kilgus

CIM zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit

Zusammenfassung
Die Computer Integrierte Fertigung (CIM) gerät immer mehr, und dies nicht nur als Schlagwort, in den Brennpunkt der Aktivitäten der Org.-/DV-Abteilungen, Fachabteilungen und Vorstände beziehungsweise Geschäftsführungen von Unternehmen. Große Anforderungen zur Realisierung einer Fabrik der Zukunft werden an viele Bereich eines Unternehmens gestellt. Angesprochen sind zum Beispiel die Bereiche von Forschung und Entwicklung über Konstruktion und Fertigung bis zum Marketing und Vertrieb. Als Koordinator und Integrator wird einmal die Org.-/DV-Abteilung wirken müssen, obwohl dieses Bewußtsein noch nicht überall vorhanden ist. Computerintegrierte Fertigung ist eine konzeptionelle Lösung für die Integration der Entwicklungs-, Planungs- und Fertigungsprozesse durch bereichsübergreifende Informationssysteme und Anwendungslösungen. Der Begriff entstand für die Fertigungsindustrie mit der Zielsetzung, die sich mit dem Vordringen der CA (Computer Aided …)-Techniken abzeichnenden Insellösungen miteinander zu verbinden bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen.
Hermann Krallmann

Innovationen durch Strategische Informationssysteme

Zusammenfassung
Seit Beginn der achtziger Jahre gelten Informationssysteme zunehmend als strategisch. Strategische Informationssysteme werden als neue Klasse von Informationssystemen und als zusaetzliche Moeglichkeit der strategischen Unternehmensfuehrung betrachtet.
Helmut A. O. Krcmar

Die Wettbewerbsposition Deutschlands in den industriellen Wachstumsfeldern

Zusammenfassung
Die Bundesrepublik Deutschland ist auf den Export von „High Tech“-Produkten angewiesen, um einen hohen Lebensstandard sicherzustellen. Allerdings gibt es ernsthafte Analysen, die die technologische Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Frage stellen. Tatsächlich scheint die Bundesrepublik auf einigen Gebieten neuer Technologien mit deutlichem Abstand hinter den beiden technologisch führenden Nationen, den USA und Japan, zurückzuhängen und weiter an Wettbewerbskraft zu verlieren. Das wird besonders deutlich am Beispiel der Mikroelektronik und dort besonders auf dem Computer-Markt. Zusätzlich zu den vorhandenen Maßnahmen und Förderprogrammen werden hier drei Aktivitäten vorgeschlagen: Erstens sind zur Information über neue Technologien und ihre wirtschaftliche Bedeutung Technologie-Informationssysteme erforderlich. Zweitens sollte zur frühen Abstimmung von allgemeinen und spezifischen Maßnahmen eine „ständige Technologie-Konferenz“ eingerichtet werden. Drittens geht es um Bildung, Bildung, Bildung in Management von Technologie.
Heiner Müller-Merbach

Synergien zwischen Wettbewerbsstrategie und Innovation — dargestellt am Beispiel Bankautomation

Zusammenfassung
Am Beispiel der Entwicklung der Bankautomation in Deutschland kann dargestellt werden, wie in diesem Dienstleistungssektor sowohl im Produkt- als auch im Distributionsbereich Innovationen fast ausschließlich unter inneren und äußeren Zwangssituationen erfolgen.
Joachim Niedereichholz

Innovation durch Management der Informatik

Zusammenfassung
Beinahe jeder Einsatz der Informationstechnologie bedeutet Innovation. Die Fähigkeit einer Unternehmung, die Informationstechnologie zu nutzen, bestimut mehr und mehr ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Hubert Österle

Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie

Zusammenfassung
Der Fragenkomplex der Wettbewerbsfähigkeit schweizerischer Industrieunternehmen wird (in der Schweiz) unter recht unterschiedlichen Aspekten diskutiert:
  • Nicht selten ist er Gegenstand allgemeiner wirtschaftspolitischer oder industriepolitischer Meinungsäusserungen. Dabei dominiert zur Zeit die Frage nach der Attraktivität der Schweiz als Standort für industrielle Betriebe.
  • Weiter taucht er in recht vielen Vorträgen oder Publikationen (z.B. Geschäftsberichten) einzelner Unternehmen auf. Hierbei stehen in der Regel die spezifischen Wettbewerbsprobleme dieser Unternehmung im Vordergrund.
  • Vereinzelt findet man wissenschaftlich fundierte Analysen zur Wettbewerbs-fähigkeit einzelner Branchen.
  • Einen vergleichsweise grossen Stellenwert nimmt demgegenüber in neuester Zeit die Frage der Wettbewerbsfähigkeit in Schulungskursen (Management-seminarien) ein. Die Anregungen dazu entstammen einerseits den wohlbekannten amerikanischen Publikationen von Porter und Peters und Waterman1, andererseits dem in der Schweiz recht stark verbreiteten Konzept des Managements strategischer Erfolgspositionen (SEP-Konzept) von Pümpin2
Edwin Rühli

Bank-Controlling als Eckpfeiler einer ertragsorientierten Wettbewerbspolitik von Kreditinstituten

Zusammenfassung
Das Bankgewerbe befindet sich derzeit in einer geschäftspolitischen Umbruchphase. Ursachen bzw. zumindest Indikatoren hierfür sind eine Reihe von Entwicklungen und Entwicklungstendenzen, die auf den Bankmärkten zu beobachten sind:
  • eine zunehmende Internationalisierung der Geld- und Güterströme bei gleichzeitiger Verstärkung der Zahlungsbilanzungleichgewichte und Schuldenprobleme,
  • starke Wechselkurs- und Zinsschwankungen,
  • das Vordringen neuer Informationstechnologien,
  • ein deutlich gestiegenes Zinsbewußtsein der Anleger und Kreditkunden,
  • staatliche Liberalisierungs- und Deregulierungsmaßnahmen nicht nur in den USA, sondern auch auf den europäischen Märkten,
  • die Entwicklung und Verbreitung neuer Finanzierungsinstrumente sowie generell
  • der Abbau der traditionellen Schranken zwischen Kreditgewerbe, Finanzintermediären und sonstigen Finanzdienstleistungen.
Henner Schierenbeck

Wettbewerbsfähigkeit, staatliche Regulierung und Innovationen in Marktstrukturen

Zusammenfassung
Das Thema dieser Tagung legt im Hinblick auf technische Innovationen eine einfache Antwort nahe: Technische Innovationen fördern Wettbewerbsfähigkeit der innovativen Unternehmung nur, wenn sie auf Märkten angenommen werden, und dann verwirklichen sie zugleich Wettbewerb als ordnungspolitisches Ziel, der die Allokation knapper Mittel in einer Gesellschaft verbessert.
Dieter Schneider

Schwächen bei der Umsetzung strategischer Wettbewerbsvorteile

Zusammenfassung
Liegt die wichtigste Schwäche deutscher Unternehmen nicht in der Technologie, sondern in der Marktstrategie, d.h. in der Umsetzung von Wettbewerbsvorteilen beim Kunden?
Hermann Simon

Ökologisch orientierte Unternehmensführung — Hemmung oder Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung?

Zusammenfassung
Dieser Aufsatz verfolgt eine doppelte Zielsetzung:
(1)
Er soll einen weiteren Anstoß geben zur Intensivierung der ökologischen Diskussion in der Betriebswirtschaftslehre 1)und er soll, insoweit möglich, auch zur Problemvertiefung bzw. Klärung in diesem Bereich beitragen.
 
(2)
Er soll - entsprechend dem Generalthema dieses Readers - ein (mögliches) ökologisches Verhalten der Unternehmung konfrontieren mit dem “harten” ökonomischen Erfordernis der Erhaltung bzw. Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, dem die Unternehmungen speziell im Hinblick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation unterworfen sind. Wie verträgt sich das Ziel eines behutsamen Umgangs mit der natürlichen Umwelt mit dem Ziel (bzw. der Überlebensnotwendigkeit), wettbewerbsfähig zu sein/bleiben?
 
Michael Stitzel

Das betriebliche Vorschlagswesen als personalwirtschaftlicher Beitrag zur Stärkung der innovatorischen Wettbewerbsfähigkeit

Zusammenfassung
Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) ist in seiner idealen Form eine Einrichtung zur Förderung und Umsetzung der Kreativität aller Arbeitnehmer. Durch die Entwicklung und Nutzung des Ideenreichtums der Mitarbeiter fördert es letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmungen. Unter einem Verbes-serungsvorschlag (VV) versteht man meist eine konkret ausgearbeitete, realisierbare Idee zur Aenderung eines beliebigen betrieblichen Zustandes, deren Verwirklichung im jeweiligen Anwendungsbereich eine Neuheit darstellt, für den Betrieb einen Nutzen bringt und als eine über die Dienstpflichten hinausgehende Sonderleistung des Arbeitnehmers gelten kann.
Norbert Thom

Zusammenspiel von militärischer, Weltraum- und privater Forschung

Zusammenfassung
In der öffentlichen Diskussion über die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und vor allem die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Volkswirtschaften gewinnt der technologiepolitische und auch der beschäftigungspolitische Stellenwert der wehrtechnischen Forschung zunehmend an Bedeutung. Man verspricht sich einiges vom Ertrag der wehrtechnischen Forschung. Das amerikanische SDI-Programm hat diese Diskussion besonders angeregt, da man hier - unabhängig von der strategischen Problematik - ein erfolgreiches öffentliches Fund-Raising zur Finanzierung eines größeren Forschungsund Technologieprogramms durch den Staat erkennt, das analog zur Raumfahrttechnologie Wettbewerbsvorteile für die westliche Welt oder die USA bringen soll.
Manfred Timmermann

Strategische Investitionsplanung bei diskontiniuierlichen Entwicklungen in der Fertigungstechnik

Zusammenfassung
Die Kontraktion der Produkt-Marktzyklen sowie die tendenzielle Verlängerung der Entwicklungszeiten implizieren Diskontinuitäten in Produkt- und Fertigungstechnologien. Die Wirkungen einer technologischen Diskontinuität wird vorwiegend durch die determinierenden Eigenschaften neuer Fertigungstechniken, Integration und Automation, hervorgerufen. Nicht die konventionelle Hardware-Automation initiiert Diskontinuitäten in der Fertigung, sondern die Automatisierung der informatorischen Transformation sowie die flußorientierte Integration von Bearbeitungssystemen mit Material- und Logistiksystemen über ganze Unternehmensbereiche verursachen einschneidende Strukturveränderungen in der Fertigung und in den Planungs- und Steuerungssystemen.
Horst Wildemann

Produktionstechnologien als Element internationaler Wettbewerbsstrategien

Zusammenfassung
Sozio-ökonomischer Wandel und technischer Fortschritt bedingen tiefgreifende Veränderungen in einem zunehmend internationaler werdenden Wettbewerb industrieller Unternehmen. Daraus erwachsen besonders der deutschen Industrie aufgrund ihres überdurchschnittlich hohen Exportanteils neue, erfolgskritische Herausforderungen. Zu deren Begegnung werden gezielte strategische Antworten erforderlich, die ihrerseits die Entwicklung überlegener Ressourcen und deren Einsatz als Waffe im Wettbewerb bedingen. Zu den Ressourcen, die einer stärkeren strategischen Ausrichtung und Anwendung bedürfen, zählt in industriellen Unternehmen nicht zuletzt die Produktion.
Erich Zahn
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