Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Wie reagiert der Handel auf die Megatrends der Zukunft? Ist der deutsche Handel innovationsfeindlich, wie es der Geschäftsführer eines Handelsunternehmens formuliert, oder ist er für die Zukunft gut vorbereitet? Was genau ist überhaupt Innovation im Handel? In diesem Buch werden Sie erfahren, welche Megatrends auf den Handel zukommen und wie er darauf vorbereitet ist. Sie erfahren, wie nachhaltige Entwicklung, demographischer Wandel, „Lifestyle“, mobiles Internet, soziale Netze u.ä. den Handel verändern werden und welche Voraussetzungen dafür zu schaffen sind. Es wird analysiert, wie der Einfluss von Technologie und Informationstechnik wächst und welche Probleme sich daraus ergeben. Das Buch wird komplettiert durch 14 Interviews mit bekannten Vorständen und Geschäftsführern der deutschen Handels- und IT-Branche, die ein klares Bild der Branche und ihrer Zukunft zeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
„Der deutsche Handel ist innovationsfeindlich. Es fehlt Management, das offen ist für neue Wege“ sagt der Geschäftsführer einer Gruppe von Familienunternehmen und stellt damit eine kontroverse Hypothese auf. Ob und warum das so ist, ob es Ausnahmen gibt, wie man das ändern könnte und einiges andere wird herausgearbeitet werden.
Wolfgang Lux

2. Der Handel in Deutschland

Zusammenfassung
Bevor wir uns mit Fragestellungen der Megatrends und der Innovationen im Handel weiter befassen, ist es wichtig, zunächst eine Basis für diese Diskussion herzustellen. Die Betrachtung einiger Fakten über den Handel in Deutschland ist daher genauso wichtig wie die interne Funktionsweise eines Handelsunternehmens zu verstehen. Dieses und das nächste Kapitel werden sich daher mit diesen beiden Themen befassen.
Wolfgang Lux

3. Wie ein Handelsunternehmen funktioniert

Zusammenfassung
Im letzten Kapitel wurde – der Familie Maier sei Dank – viel über den deutschen Handel mitgeteilt. Um aber den weiteren Inhalt des Buches bestmöglich zu verstehen, ist es wichtig, etwas tiefer in das Innere eines Handelsunternehmens hereinzuschauen. Wie funktioniert ein solches Unternehmen und welche Bereiche sind daran beteiligt? Darüber ließe sich ein eigenes Buch schreiben und deswegen muss man sich an dieser Stelle auf die wichtigsten Funktionen und deren Kernaufgaben konzentrieren. Zunächst einmal unterscheiden Händler zwischen zwei Kategorien von Bereichen und Funktionen: Operative und Administrative Bereiche. Zu den operativen Bereichen gehören:
Wolfgang Lux

4. Megatrends, Paradigmenwechsel und Innovationen

Zusammenfassung
Man kann sich die berechtigte Frage stellen, warum von „Megatrends“ und nicht nur von „Trends“ gesprochen wird. Handelt es sich um eine der typischen Übertreibungen, zu denen man gelegentlich neigt?
In diesem Fall ist die Antwort „nein“, denn unter Megatrends sollen diejenigen Trends verstanden werden, die nicht auf den Handel oder andere Branchen beschränkt sind, sondern das Leben jedes Einzelnen in vielfältiger Weise betreffen.
Wolfgang Lux

5. Megatrend 1: Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung

Zusammenfassung
Die in den nächsten Kapiteln folgenden fünf Megatrends sind in ihrer Reihenfolge nicht nach Bedeutung oder sonstigen Kriterien gruppiert. Die Nummerierung erfolgt vielmehr frei und könnte auch beliebig geändert werden. Gleichwohl gibt es zwischen den einzelnen Trends inhaltliche Beziehungen, die die gewählte Reihenfolge nahelegen. Wir beginnen mit einem Trend, der bereits im Gange ist und seine Wirkung in den nächsten 20–30 Jahren kontinuierlich entfalten wird, dem Thema der „Unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung“.
Wolfgang Lux

6. Megatrend 2: Demografische Entwicklung

Zusammenfassung
Der zweite Megatrend, der den Handel in Deutschland und in vielen anderen Ländern in den nächsten Jahrzehnten betreffen wird, ist der demografische Wandel der Gesellschaft, d. h. die Veränderung der Bevölkerungs- und Altersstruktur. Dieser Einschnitt wird sich kontinuierlich vollziehen und so in den kommenden Jahren zum Megatrend werden. Der Handel wird dabei, wie viele andere Branchen auch, in zwei Hinsichten betroffen sein. Zum einen sind das die sich (durch Alterung der Gesellschaft bedingte) verändernde Kundenbasis und die sich damit verändernden Kundenwünsche. Zum anderen sind es der Mangel an und der Kampf um gut ausgebildete Arbeitskräfte.
Wolfgang Lux

7. Megatrend 3: Lifestyle und Convenience

Zusammenfassung
Die Megatrends, „Lifestyle und Convenience “ in diesem Kapitel und „SoLoMo “ im nächsten Kapitel sind eng miteinander verwoben und überschneiden sich teilweise. Man könnte sie auch in einem gemeinsamen Kapitel vorstellen. An dieser Stelle sollen die beiden Trends aber getrennt beleuchtet werden, da es doch Unterschiede gibt und das Kapitel ansonsten auch zu umfangreich würde. Die Überschneidungen und Vernetzungen zwischen beiden Kapiteln werden verdeutlicht. Manche Aspekte werden auch unter verschiedenen Blickwinkeln mehrfach betrachtet.
Wolfgang Lux

8. Megatrend 4 „SoLoMo“

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird eine Entwicklung beschrieben, die nicht nur für den Handel einen „Megatrend“, darstellt, sondern für viele andere Bereiche in unserem täglichen Leben. Dieses Kapitel ist auch eng verknüpft mit dem vorigen, denn nichts drückt „Lifestyle“ aktuell so nachhaltig aus wie die Nutzung von Sozialen Netzwerken, von Location Based Services, und das alles auf Smartphones als Krönung von Mobilen Geräten, eben „SoLoMo“. Diese drei Aspekte: Social, Local und Mobile, stellen den vierten und derzeit vielleicht stärksten Megatrend in unserer Gesellschaft dar und werden unsere Art zu leben grundlegend verändern. Diese Veränderung hat bereits begonnen, steht aber noch vergleichsweise am Anfang. Erich Harsch, dm, beantwortet die Frage nach den Megatrends im Handel in den nächsten 5–10 Jahren so: „Für mich wird das die Kombination aus „Social“, „Local“ und „Technical/mobile“ sein. Dieses Klavier richtig zu spielen wird entscheidend sein.“ Dabei ist der Begriff „SoLoMo“ ein Kunstwort, das bereits mehrfach als Synonym für die aktuelle Entwicklung benutzt wird, u. a. von Google.
Wolfgang Lux

9. Megatrend 5: Retail Branding

Zusammenfassung
Der Handel steht, wie bereits beschrieben, im starken und zunehmenden globalen Wettbewerb. Er wird austauschbar und gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kunden. Wie soll man diesem Teufelskreis entgehen? Eine Möglichkeit ist, das Handelsunternehmen selbst zu einer unverwechselbaren „Marke“, zu einer Identität zu machen. Wenn man das schafft, dann kann man das Risiko der Austauschbarkeit reduzieren. Denn Marken haben eine viel höhere Strahlkraft als unbekannte und profillose Waren oder Unternehmen, die der Kunde sehr viel bereitwilliger gegen andere austauscht.
Wolfgang Lux

10. Wechselwirkungen der Megatrends

Zusammenfassung
Die letzten fünf Kapitel haben sich intensiv mit verschiedenen Megatrends beschäftigt und erläutert, warum diese Trends aktuell und/oder zukünftig eine große Rolle für den Handel spielen (werden), nicht nur in Deutschland. Man kann sich die Frage stellen, warum es ausgerechnet fünf sind. In der Tat könnte man die beschriebenen Trends auch anders gruppieren und so die Zahl verändern. So wäre denkbar, den Trends „Lifestyle und Convenience “ mit „SoLoMo “ zu einem „Gigatrend“ zusammenzulegen. Die Festlegung auf die Zahl „Fünf“ ist also in bestimmter Hinsicht willkürlich. Die Diskussion darüber zeigt aber auch, wie eng die Megatrends miteinander verzahnt und wie stark die Wechselwirkungen untereinander sind. Davon handelt dieses Kapitel. Dabei sollen die ausführlich behandelten Aspekte der einzelnen Megatrends nicht wiederholt werden, sondern es soll sich auf die Abhängigkeiten untereinander konzentriert werden.
Wolfgang Lux

11. Auswirkungen der Megatrends auf die Bereiche des Handels

Zusammenfassung
In Anlehnung an Kapitel Drei soll jetzt beschrieben werden, wie stark die unterschiedlichen Bereiche und Funktionen eines Handelsunternehmens von diesen Entwicklungen betroffen sind. Es ist nicht überraschend, dass praktisch alle Bereiche betroffen sind, auch wenn die Auswirkungen durchaus unterschiedlich sind. Ein besonderes Augenmerk wird dabei der Informationstechnik (IT ) gewidmet. Auf die „Sonstigen Bereiche“ aus Kapitel Drei wird an dieser Stelle verzichtet.
Wolfgang Lux

12. „Business“ und IT: zwei unvereinbare Welten?

Zusammenfassung
Diese Kapitel ist dem schwierigen Verhältnis zwischen „Business“ und „IT “ gewidmet und die beschriebenen Phänomene treffen nicht nur auf den Handel, sondern auch auf eine Reihe anderer Branchen zu. Allerdings gibt es auch Bereiche, z. B. in der Industrie, wo die Zusammenarbeit zwischen „Business“ und IT sehr viel reibungsloser klappt als im Handel. Meistens sind das Bereiche, in denen die Technologie und die IT von jeher eine größere Rolle gespielt haben, z. B. in der Automobilindustrie oder im Bankenbereich. Schaut man sich aber den Handel an, steht man häufig vor einem Dilemma: „Das klappt oft nicht. Es gibt nur ganz, ganz wenige Beispiele im Handel und in der Markenindustrie, in denen das Topmanagement dieses Zusammenspiel wirklich versteht. In Deutschland ist dieser Mangel besonders stark ausgeprägt. Aus meiner Sicht gehört das Ressort zum CEO , also ganz nach oben!“, sagt N.N. , Geschäftsführer im Handel und der Konsumgüterindustrie, auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen „Business“ und IT. Was bedeutet überhaupt „Business“? Im Sprachgebrauch des Handels versteht man darunter hauptsächlich die „operativen“ Funktionen, also Vertrieb , Marketing und Einkauf , also die klassischen Funktionen des Handels.
Wolfgang Lux

13. Innovationsmanagement im Handel

Zusammenfassung
Einen wichtigen Aspekt des Änderungsbedarfes wurde in Kap. 12 ausgeklammert, weil er weit über das Problem der schlechten Zusammenarbeit von „Business und IT“ hinausgeht. Dabei handelt es sich um das Thema „Innovationsmanagement“. In diesem Kapitel soll die Thematik vertieft und Lösungsansätze beschrieben werden, weil ein funktionierendes Innovationsmanagement eine Schlüsselrolle für die zukünftige Entwicklung im Handel spielen wird.
Wolfgang Lux

14. Was die IT ändern muss

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde mehrfach erwähnt, welche zunehmend wichtige Rolle IT und Technologie für die zukünftige Entwicklung des Handels spielen und wie stark sie die kommenden Megatrends beeinflussen oder gar erst ermöglichen (werden). Das schwierige Verhältnis zwischen dem „Business“ und der IT wurde genauso besprochen wie deren Rolle beim Innovationsmanagement . Aber wie sieht es in der IT im Handel selbst aus? Was muss die IT an der IT optimieren, um die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Dr. Gerhard Hausruckinger , Mitglied des Vorstandes der GfK SE , sieht Handlungsbedarf bei der IT: „In Zukunft wird die IT sich viel mehr um das Thema Front-End und den Kunden direkt kümmern müssen. Hierzu gehören beispielsweise die Themen Kaufanbahnung, Marketing und Kundenanalyse. Das werden die neuen Aufgabenfelder der IT sein und hierfür muss sie sich entsprechend vorbereiten. Die Bedeutung der IT wird weiter steigen. IT wird noch zu häufig wie das Öl im Getriebe eines Motors gesehen: Man kümmert sich nicht so richtig darum, ist aber entsetzt, wenn es nicht mehr läuft.“
Wolfgang Lux

15. Verpassen wir die Megatrends der Zukunft?

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde analysiert und beschrieben, wie die Megatrends den Handel in Zukunft verändern werden oder ihn heute schon verändern. Auch wurden die notwendigen Voraussetzungen diskutiert, die nötig sind, um die Trends nachhaltig in Innovationen umzusetzen. Die Basis ist damit gelegt, aber das alleine garantiert noch nicht den Erfolg. Man muss die Dinge aktiv angehen, und dazu muss man das zuerst einmal selbst wollen. In den Interviews ging es direkt oder indirekt um diese Fragestellung und die Interviewpartner haben dazu Stellung bezogen und die zentrale Frage des Buches aus ihrer Sicht beantwortet: „Verpassen wir im deutschen Handel die Megatrends der Zukunft?“ In diesem Kapitel soll auf diese Frage nochmals direkt zurückgekommen werden.
Wolfgang Lux

16. Schlusswort

Zusammenfassung
Lassen Sie uns noch einmal zurückblicken auf die Aussagen und Thesen, die aufgestellt wurden. Es wurde eine „Reise durch den Handel“ von heute und morgen durchgeführt. Dabei wurden zunächst die Fakten im aktuellen deutschen Handel beleuchtet und es wurde beschrieben, wie ein Handelsunternehmen im Innern funktioniert. Die Bedeutung von „Paradigmenwechseln“ und ihre fast immer gleiche, branchenübergreifende Problematik wurde ebenso analysiert wie die Bedeutung des Paradigmenwechsels „Internet “ heute. Was wir unter „Innovationen im Handel“ verstehen wollen, nämlich den unmittelbaren Kundennutzen, wurde definiert und ist erläutert worden. Die Rolle der Eigentümersturkturen im Handel und deren Bedeutung für Veränderungen wurde analysiert.
Wolfgang Lux

17. Die Interviews

Zusammenfassung
In diesem Anhang werden die durchgeführten Interviews in der vom Interviewten freigegebenen Kurzform original abgedruckt. Das erlaubt einen qualifizierten Einblick in die genauen Aussagen, die nur punktuell im Buch zitiert sind, und in die Unterschiede zwischen den Sichtweisen der einzelnen Interviewten. Das Lesen der Interviews stellt mithin eine sinnvolle Ergänzung zum Buch dar und eröffnet auf den einen oder anderen Aspekt eine nochmals neue Sichtweise. Die Interviews sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Wolfgang Lux

Backmatter

Weitere Informationen