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17.12.2012 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Alles auf Grün

Autor:
Andreas Nölting

Viele zukunftsorientierte Unternehmen beachten Aspekte wie Werte, Transparenz und Nachhaltigkeit in ihrem unternehmerischen Handeln – und sie setzen auf ökologisch einwandfreie Architektur. Das Buch "Green Office" schildert, wie energieeffiziente Bürogebäude konstruiert werden können und warum sie bei Arbeitnehmern gut ankommen.

Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland begeben sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern täglich in ein Büro. Neben der Familie und den eigenen vier Wänden ist der Arbeitsplatz damit der Ort, an dem die Beschäftigten die meiste Zeit verbringen und ihre Arbeit tagtäglich verrichten. Dabei verbrauchen sie Energie für Mobilität, die Informations- und Kommunikationstechnik oder das Heizen und Beleuchten ihrer Büros.

Bereits seit vielen Jahren werden Konzepte und Technologien erarbeitet, wie energieeffiziente Gebäude und Materialien entwickelt werden können. Wissenschaftler beschäftigen sich mit Themen wie Geothermie, Solarthermie oder Photovoltaik. Es existieren sogar schon Beispiele für Null-Emissionsgebäude (Heizung, Kühlung, Elektrizität werden zu 100 Prozent regenerativ hergestellt) oder sogenannte Energie-Plus-Gebäude, die also mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Doch diese Beispiele sind meist im Wohnungsbau zu finden, kaum unter den Bürogebäuden.

Ökologisches Bauen bewirkt auch einen Imagegewinn

Die Herausgeber des Buches „Green Office – Ökonomische und ökologische Potentiale nachhaltiger Arbeits- und Bürogestaltung“ sehen das Thema Ökologie in der Arbeitswelt allerdings stark im Kommen. Vor allem eine neue Generation von Beschäftigten - junge Menschen, die mit modernen Technologien aufgewachsen sind und viel IT-Kompetenz haben – sorgen für den Wandel. Die jungen Menschen haben eine andere Einstellung zur traditionellen Arbeit und sind stark an Themen  wie Nachhaltigkeit und Ökologie interessiert.

Viele zukunftsorientierte Unternehmen beachten daher Aspekte wie Werte, Transparenz und Nachhaltigkeit in ihrem unternehmerischen Handeln – und sie setzen auch auf ökologisch einwandfreie Architektur. So zitieren die Autoren eine Umfrage unter Geschäftsführern, wonach Kosteneinsparungen und Imagesteigerungen als die beiden wichtigsten Motive für die Umsetzung ökologisch nachhaltiger Maßnahmen gelten.

Unter dem Begriff „Green Office“ verstehen die Autoren eine „organisationsindividuelle, gleichermaßen an ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen ausgerichtete Gestaltung von Arbeits- und Bürokonzepten, die sich vernetzter Maßnahmen aus den drei Gestaltungsfeldern Gebäude und Raum (Green Building), Informations- und Kommunikationstechnologie (Green IT) und Nutzerverhalten (Green Behaviour) bedienen.“

In ihrem Buch schildern die Autoren sämtliche Aspekte des ökologischen Bauens. Ausführlich werden die Themen Innenausbau (Welche Umwelteinwirkungen von Materialien und Einrichtungen gibt es?), Behaglichkeit und Raumklima, Beschaffung von Büromöbeln oder Green IT (High-Performance Workplaces für nachhaltiges Arbeiten) behandelt. Auch Beispiele für das „nachhaltige Verhalten am Arbeitsplatz“ werden ausführlich dargestellt. So wird das Konzept der Firma Touratech Motorradausrüstung, einem BMW-Zulieferer, breit beschrieben und analysiert.  

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