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23.07.2020 | Innovationsmanagement | Infografik | Online-Artikel

Mittelstand ist trotz Krise innovativ

verfasst von: Andrea Amerland

1:30 Min. Lesedauer

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Sparen, sparen, kaputt sparen: Das ist die Antwort mancher Unternehmen auf die Corona-Krise. Nicht allerdings im deutschen Mittelstand. Hier gilt derzeit eher die Devise: Not macht erfinderisch und innovativ.

Kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland begegnen der Corona-Krise aktuell mit Innovationen und nicht nur mit Kostenreduktion, Kurzarbeit oder Kündigung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sondererhebung auf Basis des KfW-Mittelstandspanels. Demnach haben 43 Prozent aller Unternehmen trotz der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Pandemie Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle optimiert oder planen entsprechende Maßnahmen.

Die KfW stuft diese Innovationsquote für den kurzen Zeitraum seit Beginn der Corona-Krise als beachtlich ein. Denn zwischen 2016 und 2018 hatten lediglich 19 Prozent der Mittelständler Produkt- oder Prozessinnovationen etabliert. 

Firmen mit starken Umsatzeinbußen besonders erfinderisch

Besonders innovativ zeigen sich Unternehmen mit starken Umsatzeinbußen (41 Prozent). Auch Firmen, die bereits vor der Krise neue Produkte und Geschäftsmodelle vorangetrieben hatten, sind in Corona-Zeiten überdurchschnittlich erfinderisch (42 Prozent) im Vergleich zu Unternehmen, die auch in den Jahren zuvor nicht innovativ waren (30 Prozent).  

Vor allem kleine Unternehmen entwickeln wegen der Corona-Krise häufiger neue Ideen und Geschäftsmodelle. Während Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten einen Innovatorenanteil von 32 Prozent aufweisen, beträgt dieser bei Firmen mit 50 oder mehr Beschäftigten nur 26 Prozent. 

Krisenfester durch Innovationen

Die KfW schließt aus diesen Zahlen, dass innovative Firmen schneller in der Lage sind, auf Krisen zu reagieren und diese auch zu überstehen. Allerdings schränkt die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein, dass es sich dabei in der Regel nicht um Aktivitäten handele, die auf längerfristiger Forschung und Entwicklung basieren, sondern um Ad-hoc-Maßnahmen. Die Förderbank warnt daher davor, dass viele Unternehmen wegen der schwierigen finanziellen Situation umfassendere Innovationsprojekte in der Krise wohl zeitlich strecken, vom Umfang verringern oder ganz streichen werden. 

Die Studie fußt auf einer Sonderbefragung des KfW-Mittelstandspanels, die vom 2. bis 12. Juni 2020 als Online-Befragung durchgeführt wurde und die krisenbedingte Innovationstätigkeit zum Thema hatte.

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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