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27.03.2013 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Wenn die Innovationsbremse klemmt

Autor:
Andreas Nölting

Warum scheitern Innovationsprozesse? Mit diesem Phänomen beschäftigen sich Gerhard Schewe und Stefan Becker in ihrem Buch „Innovationen für den Mittelstand“. Die Autoren verdeutlichen, dass Innovationsmanagement eine schwierige Disziplin ist und strukturiertes Vorgehen erfordert.

Die jüngste Nachricht der sogenannten Wirtschaftsweisen – also dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – klingt ernüchternd und macht wenig Hoffnung: Der Rat habe seine Konjunkturprognose für Deutschland für das laufende Jahr aktualisiert, senke seine Prognose um 0,5 Punkte und gehe nunmehr von einem Wirtschaftswachstum in 2013 in Höhe von lediglich 0,3 Prozent aus.

Das klingt nach Stagnation. Der private Konsum werde zwar weiter steigen, zeigen sich die Weisen optimistisch. Es sind jedoch vor allem die Investitionen der Unternehmen, die ihnen Sorge bereiten. Gerade den vielen mittelständischen Unternehmen in Deutschland scheint die Lust an Investitionen abhanden gekommen zu sein. Sie haben offenbar keine Perspektive für künftige Geschäftsmöglichkeiten, es scheint als ob plötzlich eine Innovationsbremse gezogen worden sei.

Bereichsgrenzen schaffen Barrieren

Warum scheitern Innovationsprozesse? Mit diesem Phänomen beschäftigen sich Gerhard Schewe und Stefan Becker in ihrem Buch „Innovationen für den Mittelstand“. Als einen wichtigen Grund sehen die Autoren innerbetriebliche, organisatorische Regelungen, die eine zentrale Innovationsbarriere darstellen können. Derartige Barrieren ließen sich vielfach an Bereichsgrenzen festmachen:

  • Das Problem des „Nicht-Voneinander-Wissens“ (fehlende Übersicht),

  • Das Problem des „Nicht-Miteinander-Zusammenarbeiten-Könnens“ (fehlendes Verständnis),

  • Das Problem des „Nicht-Miteinander-Zusammenarbeiten-Dürfens“ (Verbote)

Fazit: Die Autoren liefern Ideen und Werkzeuge wie Innovationsblockaden gelockert werden können, Unternehmen wieder innovativer werden. Sie verdeutlichen, dass Innovationsmanagement ein strukturiertes Vorgehen erfordert und über zahlreiche Facetten verfügt, die für einen erfolgreichen Prozess wichtig sind.

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