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26.02.2015 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Der unaufhaltsame Aufstieg des CIO

Autor:
Andreas Nölting

Der Chief Information Officer (CIO) hatte früher auf den Führungsetagen der Konzerne einen nicht so leichten Stand. Mit der digitalen Transformation wird er nun in der Hierarchie weit nach oben katapultiert.

Lange galt der CIO, also der für die Technologie eines Unternehmens verantwortliche Chief Information Officer, innerhalb der Top-Führungsriege eines Konzerns als technikbesessener Sonderling. Der CIO schütze die IT-Systeme, er hatte dann und wann gute Ideen und sorgte für eine reibungslose Bereitstellung der relevanten Technik. Aber von ernsthaften Geschäftsstrategien, bitte sehr, hatte sich der CIO fernzuhalten. Die visionären, strategischen Dinge waren den Führungskräften um den CEO und den CFO vorbehalten.

Durch den Siegeszug des Internets, die notwendige digitale Transformation und durch das Aufkommen von Services und Begriffen wie Social Media, Cloud Computing oder Big Data rückt der Chief Investment Officer plötzlich in der Hierarchie eines Unternehmens weit nach oben. Nun ist die Meinung des CIOs in der Geschäftsführung gefragt: Bis zu 57 Prozent der CIOs internationaler Konzerne sind in strategische Entscheidungen eingebunden und sie haben ein sehr gutes Standing im Unternehmen. Das zeigt die Studie „Born to be digital. How leading CIOs are preparing for a digital transformation“ der  Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, für die 467 CIOs befragt wurden.

Das Berufsbild wandelt sich

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„Ob Mobile Banking, Online Shopping oder Apps – digitale Technologien haben die Art und Weise, wie Unternehmen und Kunden miteinander kommunizieren, radikal verändert“, sagt EY-Partner Olaf Riedel. Der digitale Wandel und die damit einhergehenden organisatorischen Anforderungen seien für CIOs eine große Chance, um im Unternehmen langfristig mehr Einfluss nehmen zu können. Aufgrund ihres Fachwissens hätten die CIOs die besten Voraussetzungen, um großen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung zu nehmen, meint der Berater.

Das Berufsbild wandelt sich. Der für die Zukunft benötigte CIO 2.0 muss andere Fähigkeiten und Denkstrukturen aufweisen, als der klassische IT-Leiter, Schreibt Thomas Pietsch im Beitrag „Der CIO 2.0 – Schlüsselfigur für das Enterprise 2.0“, der in dem Springer-Buch „transformIT – Optimale Geschäftsprozesse durch eine transformierende IT“ erschienen ist. Die wichtigsten Eigenschaften, über die ein CIO verfügen sollte, seien:

  • Strategisches Denken und Planen,

  • Verstehen von Geschäftsprozessen,

  • die Fähigkeit, effektiv zu kommunizieren,

  • die Gabe, Personal zu führen und zu motivieren.

In den Führungsetagen der großen Konzerne ist somit vieles für den modernen CIO bestimmt. Denn das Geschäft und die Innovationen laufen immer mehr auf Technologie und den Umgang mit großen Datenmengen zu, heißt es auch in dem englischsprachigen Buch „The Innovative CIO – How IT leaders can drive business transfromation“ auf Seite 273. Wenn Führungskräfte in einem solchen Umfeld ohne technologisches IT-Wissen entschieden, dann handelten sie beschränkt, „also ob eine Hand auf dem Rücken festgebunden wäre“.

Keine Frage also: Das hochaktuelle Thema Industrie 4.0 – also das Zusammenwachsen von Maschinen und der Digitalisierung – wird den CIO womöglich in der Firmenhierarchie ganz nach oben katapultieren.

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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

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