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80 Prozent sehen GreenTech als Zukunftsmotor

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Grüne Technologien aus Deutschland gelten als Exportschlager und haben auch in der aktuellen Krise Bestand. Damit das so bleibt, wünschen sich die Deutschen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft allerdings mehr Geschwindigkeit bei der Entwicklung von GreenTech-Innovationen.

Der DBU-Umweltmonitor "GreenTech" zeigt, dass grüne Technologien für die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Motor sind.


Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wollte wissen, wie die Deutschen umweltfreundliche Technologien und die dazugehörigen Branchen bewerten und haben dazu über das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 1.000 Bürger ab 18 Jahren vom 6. bis 19 Januar befragen lassen.

Demnach finden beinahe zwei Drittel (60 Prozent) den Fortschritt auf Gebieten wie den Erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz, dem Recycling sowie Wasserstoff im globalen Vergleich nur "durchschnittlich". Fast ein Viertel (24 Prozent) bezeichnet die Entwicklung sogar als rückständig.

GreenTech ist wirtschaftliche Säule

Nur elf Prozent der Umfrageteilenehmer sprechen Deutschland bei Umwelttechnologien eine Vorreiterrolle zu. Gleichzeitig ist eine große Mehrheit der Befragten (80 Prozent) überzeugt, dass die Produktion und der Export von nachhaltigen Innovationen ein wichtiger Stützpfeiler für die wirtschaftliche Zukunft des Landes sind.

Insgesamt halten 93 Prozent der Deutschen technologische Innovationen für "sehr" oder "eher wichtig" für den Wirtschaftsstandort und die Zukunft. Allerdings gibt es hier Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während Männer (70 Prozent) Neuerungen als "sehr wichtig" bezeichnen, sehen das unter den Frauen nur 38 Prozent so.

Grüne Innovation: Für Bildung und Digitalisierung gewünscht

Bei der Frage nach den Bereichen, in denen sich die Menschen am meisten grüne Innovationen wünschen, liegen vorne:

  • Bildung und Digitalisierung (61 Prozent),
  • Gesundheit und Pflege (60 Prozent),
  • umweltfreundliche Energieversorgung (49 Prozent).

Weiter hinten rangieren Verkehr und Mobilität (39 Prozent) sowie Bauen und Wohnen (18 Prozent). Beim Thema Gesundheit und Pflege tun sich allerdings wieder große Unterscheide zwischen den Geschlechtern auf. So wünschen sich 70 Prozent der Frauen für diesen Bereich mehr Innovationen, unter den Männern gilt dies nur für 50 Prozent der Befragten.

"Der Gesundheitssektor mit rasantem Rohstoff- und Ressourcenverbrauch, täglich tonnenweise Abfall und hohen Treibhausgasemissionen bietet tatsächlich enormes Potenzial, um mit Innovationen Umwelt und Klima besser zu schützen", ordnet DBU-Generalsekretär Alexander Bonde dieses Teilergebnis der Umfrage ein.

Wirtschaftsförderung soll Tempo bei GreenTech erhöhen

Damit das Tempo bei der GreenTech-Entwicklung zunimmt, sehen 69 Prozent der Deutschen die Politik in der Pflicht und sprechen sich für eine stärkere staatliche Förderung von Umwelttechnologien aus. Nur 16 Prozent halten die aktuelle Unterstützung für ausreichend, während zehn Prozent sie bereits für zu hoch halten.

Besonders großen Förderbedarf machen die Befragten in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Kreislaufwirtschaft aus (jeweils 65 Prozent). Gefragt nach den Hauptverantwortlichen für den Ausbau von Umwelttechnologien, nennen 39 Prozent vor allem Staat und Politik, 21 Prozent sehen hingegen die Industrie selbst in der Pflicht. Ein Drittel (32 Prozent) meint, dass alle gesellschaftlichen Akteure gemeinsam Verantwortung für Eco-Novitäten tragen.

Auch DBU-Generalsekretär Alexander Bonde appelliert:

Die GreenTech-Branche ist eine Erfolgsgeschichte made in Germany. Seit 2010 hat der Sektor die Bruttowertschöpfung hierzulande jedes Jahr um rund fünf Prozent gesteigert - und stellt zudem mehr als acht Prozent der Exporte sicher. Diesen Trumpf dürfen wir nicht verspielen. Mit innovativem Umweltschutz lässt sich Geld verdienen."

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