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21.03.2018 | Innovationsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Coolen Content generieren Unternehmen durch Cleverness"

Autor:
Thorsten Garber

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Mit der Creative Cloud sowie der Experience Cloud hat Adobe sein Geschäftsmodell komplett umgekrempelt. Wie die Transformation gelang, erzählt Adobe-Geschäftsführer Stefan Ropers im Gespräch mit dem Magazin "return". 

return: Herr Ropers, Adobe hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich verändert. Was an der Unternehmensführung in diesem Transformationsprozess bewerten Sie als beispielgebend und übertragbar auf Firmen in anderen Wirtschaftszweigen?

Stefan Ropers: Die Unternehmensführung hat damals trotz Weltmarktführerschaft in Kreativ-Software erkannt, dass Adobe sich nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen kann. Der CEO begann 2008 mit seinem Team einen Prozess, um Neues in unserer Wertschöpfung vertikal zu integrieren. Das Geschäftsmodell, salopp gesagt mit Werkzeugen für bunte Bildchen, ist dabei komplett umgekrempelt und erweitert worden. An der Seite der Creative Cloud steht heute die Experience Cloud. Das klingt in der Rückschau logisch und einfach. Aber so ein Schritt muss zunächst erst mal extern allen Shareholdern und intern allen Mitarbeitern sowie sonstigen Stakeholdern erklärt werden. Zumal wenn wie oft in solchen Transformationsprozessen anfänglich ein Gewinnrückgang einsetzt. Doch nach einer kurzen Talfahrt ging es schnell wieder steil bergauf. Zentral bewerte ich deshalb für beispielgebend und übertragbar auf andere Firmen: Man muss auch kurzfristig Nachteile in Kauf nehmen, um dann über das frische Geschäftsmodell neue Vorteile auszuschöpfen.

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Belegen Sie den erfolgreichen Turnaround bitte anhand von Kennzahlen etwa für Neukundengewinnung oder Profitabilität.

Unsere positive Gewinnentwicklung ist schon am Aktienverlauf zu erkennen: Der Adobe-Kurs lag 2009 bei 16,70 US-Dollar und steht heute bei 185,4 US-Dollar. Wir haben den Wert allein in 2016 verdoppelt. Und nur für Deutschland kann ich sagen, dass wir schon jetzt 90 Prozent unserer Bestandskunden in unsere Cloud-Modelle überführt haben.

Ist Adobe also vor allem herausragend der Wandel vom Lizenz-Geschäft für Software hin zu Anwendungen im Cloud-Mietmodell gelungen?

Das hieße, einen Aspekt des neuen Geschäftsmodells zu stark zu betonen. Nein, wir haben insbesondere mit der Experience Cloud eine ganz neue Plattform geschaffen für systematisches Marketing mit mehr Kundenerlebnis.

Mit Ihrem Produkt Sensei soll die digitale Transformation leichter gelingen, indem insbesondere Papier in editierbare Dokumente umgewandelt und die Datenflut besser verarbeitet wird. Wie helfen dabei künstliche Intelligenz und Machine Learning?

Vielfältig. Vor allem bei Standardprozessen. Ob bei der Umwandlung von Papier in bearbeitbare Scans, bei der Verschlagwortung von Bildern oder beim Erfassen von abweichenden Daten. Letztgenanntes etwa zum Ermitteln von Gründen, wenn der Verkauf in einem Onlineshop einbricht. Maschinen können das zuverlässiger. Und Menschen übernehmen solche quasi mathematischen Auswertungen auch nicht unbedingt gerne.

Das vollständige Interview lesen Sie in "return -  Magazin für Tansformation und Turnaround/Ausgabe 1/2018".

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