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01.07.2020 | Innovationsmanagement | Infografik | Onlineartikel

Verbrenner-Patente dominieren, E-Mobilitäts-Patente holen auf

Autor:
Christiane Köllner
2:30 Min. Lesedauer

Im Bereich Elektromobilität nimmt die Anzahl an eingereichten Patenten mit Wirkung für Deutschland zu. Doch es werden immer noch deutlich mehr Schutzrechte für Innovationen rund um Verbrennungsmotoren angemeldet. 

Im Jahr 2019 haben das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) und das Europäische Patentamt (EPA) 660 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland veröffentlicht, die sich direkt auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb beziehen. Das seien 42 Prozent mehr als noch 2017. Auch bei den Batterien und Brennstoffzellen habe die Innovationstätigkeit stark zugelegt: In der Batterietechnik lag die Zahl der veröffentlichten Anmeldungen bei 2.684 und damit um 41 Prozent höher als 2017. Bei Brennstoffzellen waren es im selben Zeitraum 848 veröffentlichte Anmeldungen – ein Plus von 18 Prozent. 

Die Zahl der Anmeldungen zum Verbrennungsmotor war im vergangenen Jahr um 13 Prozent niedriger als noch 2017. Allerdings liegt die Anzahl der Schutzrechte für Innovationen rund um Otto- und Dieselmotoren immer noch deutlich höher als bei den Elektroantrieben: Insgesamt 3.683 Patentanmeldungen sind zum Verbrennungsmotor mit Wirkung für die Bundesrepublik 2019 veröffentlicht worden. Das ist fast sechsmal mehr als im Bereich Elektroantriebe. Doch wie die Entwicklung zeigt, schließt sich die Kluft allmählich.

Bei den Anmeldungen zum Verbrennungsmotor lag Deutschland mit großem Abstand vorn (43,8 Prozent). Es folgten Japan (21,1 Prozent), die USA (18,4 Prozent), die Republik Korea (3,0 Prozent) und Frankreich (2,4 Prozent). Beim Verbrenner liegt im Hersteller-Ranking der Zulieferer Bosch vorne, gefolgt von Ford und Schaeffler.

Japan bei Brennstoffzellen vorne

Aus Deutschland kamen im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Patentanmeldungen zum Elektroantrieb (47,4 Prozent), darauf folgten Japan (17,0 Prozent), die USA (13,6 Prozent), China (4,7 Prozent) und die Republik Korea (3,6 Prozent). Im Hersteller-Ranking lag mit Audi ein deutscher Anbieter vorn, gefolgt von Toyota, Ford, BMW und Bosch. 

Bei der Batterietechnik nahm Deutschland mit fast einem Drittel aller Anmeldungen (29,7 Prozent) ebenfalls Platz 1 ein, wieder vor Japan (21,4 Prozent), der Republik Korea (20,2 Prozent), den USA (12,0 Prozent) und China (8,7 Prozent). Das Unternehmens-Ranking führte allerdings die koreanische LG Chem an, vor Bosch und BMW auf den Plätzen zwei und drei.

Lediglich auf Platz zwei lag Deutschland bei der Brennstoffzellentechnik (29,8 Prozent). Führend war hier Japan mit mehr als einem Drittel aller Anmeldungen (37,9 Prozent). Auf den Plätzen drei bis fünf folgten die USA (13,1 Prozent), die Republik Korea (7,5 Prozent) und Frankreich (4,2 Prozent). Unter den Herstellern führte Toyota die Top-Liste an, danach positionierten sich Audi und Bosch.

Deutschland und USA führend beim autonomen Fahren

Sehr gut stehen die deutschen Unternehmen und Institute beim autonomen Fahren da. 43 Prozent der 4.265 Anträge stammen aus Deutschland, die USA kommen nur auf 20 Prozent. Mit Bosch (Platz 1), BMW (Platz 3) und Daimler (Platz 4) positionierten sich auch drei deutsche Hersteller im Ranking ganz oben. Mit Ford und der GM komplettieren zwei US-amerikanische Unternehmen die Top-5 der Anmelder-Rangliste.

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