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09.04.2015 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Die Herrschaft über Informationen

Autor:
Andreas Nölting

Ein funktionierendes Informations-Management entwickelt sich immer mehr zum entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg. Richtig umgesetzt erlangen Firmen kontinuierliche Wettbewerbsvorteile.

Daten gelten gemeinhin als das Öl des 21. Jahrhunderts. Wer Informationen richtig analysiert, kann wertvolle Rückschlüsse über das Verhalten und die Vorlieben seiner Kunden gewinnen, den Markt besser verstehen und sich so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erarbeiten. Unternehmen benötigen daher Informationen, um sich weiter zu entwickeln, eine bessere Marktposition zu gewinnen und effizienter zu wirtschaften.

Viele Firmen  allerdings schöpfen das Potenzial, das sie aus der Analyse von Daten gewinnen könnten, nicht richtig aus. Ihnen fehlt das Instrumentarium eines strategischen und operativen Informationsmanagements. Die Daten versickern irgendwo zwischen den Abteilungen des Hauses, niemand zieht die nötigen Konsequenzen. „Vielen Unternehmen mangelt es noch an einer holistischen Strategie und an geeigneten Analysemethoden. Außerdem müssen sie praktische Probleme wie die Knappheit von Big-Data-Spezialisten lösen,“ kommentiert EY-Partner Olaf Riedel die Studie „Ready for takeoff – Identifing and realizing the valu of data.“

Was bei der Umsetzung beachtet werden sollte

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Die so wichtige „Ressource Information“ verkümmere in lokalen Datensilos irgendwo zwischen dem Rechnungswesen und der IT, schreibt auch Springer-Autor Dirk Knauer im Vorwort seines Buches „Act Big – Neue Ansätze für das Informationsmanagement“. Verantwortliche Zuständigkeiten sind dabei fehl am Platze. „Wir ärgern uns über  mangelnde Datenqualität, teure IT-Projekte und unzureichende Unterstützung durch die hauseigene IT“, beschreibt der Autor den Frust über das schlechte Informationsmanagement in vielen Konzernen.

Informationsmanagement als Wettbewerbsvorteil

Wie lässt sich ein funktionierendes Informationsmanagement in einem Unternehmen aufbauen? Welche Fallstricke und Showstopper sind dabei zu befürchten? Knauer beschreibt im dritten Kapitel „Act Big – Voraussetzungen für ein agiles Informationsmanagement“ was Manager bei der Umsetzung beachten sollten. Wichtig dabei sei die „Herrschaft über die Informationen“. Sie müsse durch eine unabhängige Institution innerhalb des Unternehmens ausgeübt werden, nämlich durch das zentrale Informationsmanagement. Das erfordere ein kulturelles und organisatorische Umdenken im gesamten Unternehmen, von der Unternehmensleitung bis zum einzelnen Mitarbeiter, schreibt der Autor auf Seite 128. Hierbei bilden die vier folgenden Elemente nach Meinung von Knauer eine wichtige Grundlage:

  • Institutionalisierung und Positionierung des Informationsmanagements

  • Verankerung von Kompetenzen und Entscheidungsrechten

  • Formulierung einer Informationsstrategie

  • Formulierung einer Informations-Governance

Die Herrschaft über Informationen entwickele sich immer mehr zu einem kritischen Element für den Unternehmenserfolg, schreibt Autor Knauer. Diejenigen Unternehmen, die ihre Informationsversorgung effizient und umfassend organisieren, seien in der Lage, kontinuierlich Wettbewerbsvorteile zu erlangen und sich agil auf zukünftige Herausforderungen einzustellen. Die Umsetzung der nötigen Schritte sei allerdings aufwändig. Es erfordere viel Ausdauer und Durchhaltevermögen.

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