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26.09.2014 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Keine "Quick Wins" für Unternehmen

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Offene Ideenprozesse spielen bei der Entwicklung von Marktneuheiten eine maßgebliche Rolle für den Unternehmenserfolg. Warum externe wie interne Innovationsquellen dabei wichtig sind.

Externe Open-Innovation-Impulse in Unternehmen bewirken, dass sich Innovationsprozesse erfolgreicher entwickeln als nur mit innerbetrieblichen Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten. Eine optimale Balance zwischen unternehmenseigenen und äußeren Innovationsideen ist dabei der beste Weg. Zu diesem Ergebnis kommt ein Studienpapier des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Danach kann sich Open Innovation durchaus lohnen, vor allem wenn Unternehmen ihre Innovationsprozesse öffnen, um beispielsweise möglichst viele Innovationsimpulse, Ideen und Know-How von externen Partnern, Experten und Kunden zu erschließen. Diese Anregungen zu Erneuerungen unterstützen Unternehmen dabei, marktfähige Innovationen zu erfolgreich umzusetzen.

Keine "Quick Wins"

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Dr. Oliver Som, Mitautor der Studie und stellvertretender Leiter des ISI-Kompetenzzentrums "Industrie- und Serviceinnovationen", weiß: "Für eine erfolgreiche Umsetzung und Verwertung externer Ideen und Impulse sind ein funktionierendes internes Innovationsmanagement und eine gefestigte Lern- und Innovationskultur von zentraler Bedeutung". Ebenso seien erfolgreich gestaltete Schnittstellen und Prozesse zu externen Impulsgebern wichtig. Zudem kommen wichtige Anregungen für Neuentwicklungen oder Verbesserungen in der Unternehmensorganisation, zum Beispiel bei Produkten oder Dienstleistungen, vorwiegend durch Kunden, Konsumenten oder die interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung (FuE) zum Tragen. Sie geben wertvolle Anstöße für die Innovationskultur in Unternehmen.

Ideenreiche Geschäftsmodelle bringen einen Wettbewerbsvorteil

In dem Springer-Buch "Kreativität, Innovation und Entrepreneurship" erläutern Patrick Holzmann, Veronika Gustafsson und Erich J. Schwarz dazu im Kapitel "Geschäftsmodellinnovation und Entrepreneurship" (353-369), warum Unternehmenslenker sich nicht mehr ausschließlich auf Produkt- oder Prozessinnovationen konzentrieren sollten, um langfristig erfolgreich zu sein. Sie zeigen insbesondere mit Blick auf Geschäftsmodellinnovationen, dass oft bereits einzelne Elemente eines veränderten Geschäftsmodells zu Wettbewerbsvorteilen führen. Dennoch entfalten diese aus Sicht der Autoren erst ihr volles Potenzial, wenn mehrere Innovationsschritte das gesamte Modell auf neue Füße stellen. Die Fähigkeit, innovative Geschäftsmodelle zu schaffen, unterscheidet dabei nach Meinung der Innovationsexperten langfristig die erfolgreichen von erfolglosen Unternehmen. 

Thomas Stern und Helmut Jaberg identifizieren in ihrem Buch "Erfolgreiches Innovationsmanagement" die Erfolgsfaktoren für Innovationsphasen in einer Checkliste. Sie verdeutlichen damit, dass sich eine Innovationskultur über alle Bereiche des Unternehmens hinweg erstreckt und Mitarbeiter wie Produktion, Kunden und Prozesse einbeziehen muss, um wirklich schlagkräftig zu sein.

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