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26.08.2013 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Von Schöpfungslust und Schöpfungslast

Innovationen allerlei Couleur bestimmen das Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschehen. Springer-Autor, Erfinder und Berater Bernd X. Weis beschreibt die Akteure des Innovationsprozesses und sagt, worauf es beim "Innovativ-Sein" ankommt.

Der Innovator fordert die bestehenden Marktstrukturen heraus, er will seinen eigenen Platz in dem Spiel der wirtschaftlichen Kräfte finden bzw. erobern. Der Entrepreneur ist die zentrale Figur des Innovationsprozesses. Er schafft Neues nicht nur um des Gewinns willen, sondern auch getrieben von einem inneren Verlangen, gerade das tun zu müssen, aus Schöpfungslust. Er ist der aufgrund seiner Schöpfungskraft und Schöpfungslust bereit und fähig, neue Ideen und Erfindungen in erfolgreiche Innovationen umzusetzen; er ist die Ursache von Veränderungen.

Damit liegt die Hauptlast der ökonomischen Entwicklung auf den Schultern des Entrepreneurs, dem eine außergewöhnliche Persönlichkeitsstruktur zugebilligt wird und der Mitglied einer wirtschaftlichen Elite ist. Daneben besitzt der Entrepreneur zusätzlich noch die Eigenschaften „Lernen“ und „Findigkeit“, das Verlangen, Gelegenheiten aufzuspüren und zu verwerten. Die Folge von unternehmerischen Entscheidungen im Zeitablauf ist dann als Ergebnis eines Lernprozesses zu sehen und damit ist die Möglichkeit des Irrtums und der Fehleinschätzung immer mit eingeschlossen.

Der Erfindergeist als Kernelement von Veränderungen

Eine Innovation entsteht dann, wenn eine Idee geboren, diese in eine Erfindung ausgearbeitet und erfolgreich am Markt platziert wird (Diffusion). Das Hauptaugenmerk wird eher oftmals auf den Vermarktungsaspekt von Innovationen gerichtet als auf deren Erfindung und Entwicklung. Das ist spektakulärer, da letztlich nur von erfolgreichen Innovationen berichtet wird. Ideen und Erfindungen haften immer noch an, dass sie unnütz sein oder scheitern könnten.

Auch die verstärkte Beachtung von richtig aufsehenerregenden Innovationen (siehe Apple und Steve Jobs) spielt die weniger spektakulären Beiträge kleinerer Innovationen zur Entwicklung herunter (aus noch so vielen Kutschen wird keine Eisenbahn). Damit verliert man allerdings die allgemeine menschliche Kreativität und den Erfindergeist als Kernelemente von Veränderung aus den Augen.

Die Innovationstrategien: Etablierte Unternehmen bringen gute Produkte oder solide Dienstleistungen auf den Markt. Sie wirken aber eher nicht an der Gestaltung des Marktes mit, sondern reagieren eher mit den üblichen handwerklichen Mitteln auf dessen Veränderungen. Mit kontinuierlichen Verbesserungen wird versucht, sich den Veränderungen anzupassen und ihnen gerecht zu werden. Das ist oftmals eine sehr erfolgreiche Strategie.

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