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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Gesellschaftliche Probleme und technischer Fortschritt

Zusammenfassung
Welche Rolle spielen Innovationen im Hinblick auf gesellschaftliche Probleme wie Wachstumsschwäche, Inflation, Umweltzerstörung oder Arbeitslosigkeit? Sind Innovationen Teil der Ursachen dieser Probleme? Oder besitzen sie Potenziale zur Überwindung solcher Problemlagen? In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts stand der Aspekt, dass technischer Fortschritt (Mit-) Verursacher vieler gesellschaftlicher Probleme sei, im Vordergrund der öffentlichen Aufmerksamkeit: Industrieller Fortschritt als „Umwelt-Killer“! Technischer Wandel als Verursacher „technologischer Arbeitslosigkeit“! Mikroelektronik als „Job-Killer“! So lauteten die Überschriften vieler Debatten, die in der Öffentlichkeit und den Medien kontrovers und heftig ausgetragen wurden. Heute wissen wir, dass die Verhältnisse komplizierter sind, vor allem, dass der Kausalzusammenhang von gesamtwirtschaftlichem Innovationsprozess einerseits und gesellschaftlichen Problemen andererseits äußerst vermittelt ist und nicht in einfache Formeln gepackt werden kann. Generell allerdings zeigt die historische Erfahrung, dass viele Innovationen ein erhebliches Potenzial zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beinhalten, dass dies vor allem jedoch dann gilt, wenn die Problemdimensionen bereits in der Entwicklung und Gestaltung neuer Technologien Berücksichtigung finden. Das schließt nicht aus, dass aufgrund nicht vorhergesehener, oft indirekter und zeitlich nachgelagerter, negativer Nebenwirkungen Innovationen gesellschaftliche Nachteile bringen könnten. Eine Innovationspolitik des Staates und der Unternehmen, die diesen Aspekt jedoch stets im Auge behalten, können gravierenden Fehlentwicklungen in dieser Hinsicht jedoch entgegenwirken.
Johann Welsch

2. Innovation: Grundlagen und Grundbegriffe

Zusammenfassung
Wer nach Definitionen sucht, wendet sich zunächst einschlägigen Lexika zu. Dort werden zwar Definitionen angeboten, allerdings mit Einschränkungen versehen. So lautet eine der gängigen Definitionen für „Innovation“: „die mit technischem, sozialem und wirtschaftlichem Wandel einhergehenden Neuerungen“39. Gleichzeitig wird jedoch eingeräumt, dass bisher „kein geschlossener, allgemeingültiger Innovationsansatz bzw. keine allgemein akzeptierte Begriffsdefinition“ vorliege. Eine ähnliche Definition von Innovation mit der entsprechenden Einschränkung findet sich auch in der MS-Encarta Enzyklopädie 2000 (s. Kasten „Definition“).
Johann Welsch

3. Innovationsstandort Deutschland: Das nationale Innovationssystem

Zusammenfassung
Das Systemkonzept des Innovationsgeschehens stützt sich auf das Netzwerk-Modell des technischen Fortschritts. Es wurde Mitte der 1980er Jahre von Lundvall71 eingeführt und hat seitdem zunehmend Anerkennung gefunden. Freeman definiert „nationales Innovationssystem“ als „ein Netzwerk von Institutionen im privaten und öffentlichen Sektor, deren Aktivitäten und Interaktionen neue Technologien ins Leben rufen, importieren, modifizieren und verbreiten.“ 72
Johann Welsch

4. Deutschland im internationalen Innovationswettbewerb

Zusammenfassung
Im Rahmen des internationalen Innovationswettbewerbs wird über Arbeitsplätze, Einkommen und Wirtschaftswachstum in Ländern und Regionen entschieden. Das Abschneiden der beteiligten Länder hängt wesentlich von der Leistungsfähigkeit des jeweiligen nationalen Innovationssystems ab. Diese Leistungsfähigkeit wollen wir im folgenden anhand wichtiger Indikatoren messen. Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht deshalb die Quantifizierung wichtiger Inputs (Einsatzfaktoren) und Outputs (Ergebnisse) gesamtwirtschaftlicher Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprozesse. Wir versuchen, die Zusammenhänge von den Aufwendungen für Bildung über Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bis hin zu wirtschaftlichen Ergebnissen des Innovationsprozesses — soweit dies möglich ist — zahlenmäßig zu erfassen. Das ist nicht einfach, da es erhebliche Probleme der Erfassung von Daten gibt, die im nächsten Abschnitt genauer erläutert werden.
Johann Welsch

5. Innovationspolitik in der Marktwirtschaft

Zusammenfassung
Trotz der in den letzten Jahren zu beobachtenden immer häufigeren Verwendung des Begriffs „Innovationspolitik“ gibt es bislang keine eindeutige Definition und begriffliche Abgrenzung dieses staatlichen Handlungsfeldes. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die wissenschaftliche Literatur im deutschsprachigen Raum weitgehend auf die Erörterung der „Forschungs- und Technologiepolitik“ oder gar nur auf die „Technologiepolitik“ beschränkt. In der ökonomischen Literatur verwendet Littman den Begriff der „Innovationspolitik“ bereits Mitte der 1970er Jahre sehr häufig, gibt jedoch keine präzise Definition des Begriffs und bezieht sich in seinen inhaltlichen Ausführungen vorrangig auf die staatliche Forschungs- und Technologieförderung.148
Johann Welsch

6. Bedingungen, alternative Konzepte und Handlungsspielräume der Innovationspolitik

Zusammenfassung
Voraussetzungen der Innovationspolitik sind subjektiver und objektiver Natur. Subjektive Voraussetzungen liegen vor allem in den Interpretationsmustern, welche die Innovationspolitik vom Ablauf und den Triebkräften des technologischen Fortschritts hat. Sie lassen sich an den Antworten auf Fragen festmachen wie zum Beispiel: Wie kommen Innovationen zustande, wie werden sie angestoßen? Wie laufen Innovationsprozesse ab, woher beziehen sie ihre Dynamik? Gibt es Eingriffstellen in Innovationsprozessen, an denen Innovationspolitik von außen intervenieren, Prozesse in eine andere Richtung lenken und gestalten kann? Welche strukturellen, eigendynamischen und autonomen Elemente des technischen Fortschritts stehen Interventionen von außen entgegen?
Johann Welsch

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