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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vorwort der Herausgeber

Zusammenfassung
Nachdem Handel, Banken und Versicherungen bereits vor Jahren begonnen haben, von der Industrie entwickelte und eiprobte Rationalisierungsmaßnahmen zu übernehmen, steht dieser Prozeß aufgrund der leeren Kassen nun der öffentlichen Verwaltung bevor. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die Forderungen der Bürger nach mehr (Dienst-)Leistungsorientierung und weniger Bürokratie.
August-Wilhelm Scheer, Johann Frienderichs

Innovationen in Verwaltungen

Zusammenfassung
In ihrer Koalitionsvereinbarung für die 13. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages haben sich die Koalitionsfraktionen unter der These „Schlanker Staat/Entbürokratisierung“ darauf verständigt, staatliches Handeln im normativen, administrativen und gerichtlichen Bereich auf das notwendige Maß zu beschränken. Der Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland soll dadurch effektiver werden. Einer Entwicklung hin zu Überreglementierung und Überperfektionie- rung, an deren Ende zunehmende Rechtsverweigerung und eine Gefährdung der wirtschaftlichen Dynamik und Innovationsfähigkeit stehen könnte, ist vorzubeugen. Die gleichen Ziele hat der Bundeskanzler in seiner Regierungserklärung am 23. November 1994 genannt.
Manfred Kanther

Business Process Reengineering in der Verwaltung

Zusammenfassung
Die meisten Verwaltungen beklagen sich über fundamentale organisatorische und finanzielle Probleme: Langwierige Vorgänge, wenig Ablauftransparenz, fehlende Basisdaten, unklare Zuständigkeiten, aufwendige Kommunikation, hohe und immer weiter steigende Personalkosten sind die meist genannten Probleme. Unter dem Oberbegriff “neue Steuerungsmodelle” werden deshalb die wichtigsten Bestrebungen zusammengefaßt, die auf eine Änderung dieser Situation abzielen. Schlagworte wie Dezentralisierung, Teambildung, Outsourcing, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Controlling seien hierfür nur einige Beispiele.
August-Wilhelm Scheer, Markus Nüttgens, Volker Zimmermann

Zum WAS und WIE der Neuen Steuerungsmodelle

Zusammenfassung
New Public Management — eigentlich schon 1968 auf der Minnowbrook-Konferenz und mit der Ambition inhaltlicher Einflußnahme auf die US-amerikanische Politik aus der Taufe gehoben1 — wird mittlerweile, insbesondere seit den achtziger Jahren, weltweit diskutiert und praktiziert. Eine anfänglich ideologische Einfärbung ist längst der Pragmatik gewichen. Es geht, ob im konservativen oder progressiven Lager, um wirkungsvolle Antworten von Staat und Verwaltung auf die Herausforderungen unserer Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, um eine Neubestimmung von Auftrag, Struktur und Verhalten des öffentlichen Sektors angesichts empfindlich eng gewordener finanzieller Spielräume sowie deutlich dynamischer und komplexer gewordener Gesellschaften mit gewandelten Wertvorstellungen ihrer Bevölkerung und mit einer globalisierten, also flüchtiger gewordenen Wirtschaft.
Heinrich Reinermann

Dienstleistungsunternehmen Stadt, ein Weg aus der Krise?

Zusammenfassung
Wer sich heute mit der wirtschaftlichen Situation Deutschlands beschäftigt, wird unschwer zu dem Schluß kommen, daß wir zwar die Konjunkturkrise überwunden haben, uns aber in einem tiefgreifenden Strukturwandel befinden. Niemand kann heute mehr bestreiten, daß wir an einem entscheidenden Wendepunkt unserer Nachkriegsgeschichte angekommen sind, der neue Wege, Umdenken und den Abschied von liebgewonnenen Gewohnheiten zwingend erforderlich macht. Und das gilt natürlich auch für öffentliche Verwaltungen.
Hildebrand Diehl

Karriere in der innovativen Verwaltung: viel vermögen statt viel besitzen

Zusammenfassung
Traditionelle Hierarchien beruhen auf dem Status der Überlegenheit und der Unterlegenheit. In der Kindheit war es besonders bei den Jungen die Überlegenheit der körperlichen Kraft, die mit Status in der Gruppe, mit Anerkennung und Macht belohnt wurde. In der Arbeitswelt des Taylorismus hat sich die Überlegenheit durch Information als neue Basis der hierarchischen Ordnung etabliert. Derjenige, der über mehr Informationen verfügt, gilt als mächtiger, klüger oder kompetenter. Information zu besitzen hat sich als hierarchisches Ordnungselement eingebürgert. Besitz ist Macht und Status: Grundbesitz, Geldbesitz oder Informationsbesitz. Als äußere Statussymbole dieses Informationsbesitzes gelten: Im Organigramm als Kästchen erscheinen, auf Verteilern stehen, an Sitzungen teilnehmen zu dürfen, Mitzeichner zu sein. Informationen bedeutet Macht über andere, über die, die fragen müssen. Diese Macht bildet u. a. den Anreiz, Manager zu werden oder aber Spezialist, bzw. Experte. Die Macht der Information hält aber nur solange, bis die anderen Menschen auch über die Information verfügen. Deshalb versuchen Diktaturen die Pressefreiheit zu unterdrücken. In der ehemaligen DDR hatte der Staatssicherheitsdienst ein hervorragendes Telefonnetz. Für die normalen Bürger war das Telefon nicht erschwinglich. Heute wehren sich viele Manager gegen die Einführung von Computernetzen und PCs. Aber die wachsende Freizügigkeit von Informationen läßt sich nicht mehr aufhalten. Sie entmachtet nicht nur die Manager alten Stils, sondern auch die Spezialisten. 1960 konnte eine Firma ca. 12 Jahre von einer Erfindung zehren. Solange dauerte es, bis die wesentlichen Wettbewerber rund um den Erdball das Geheimnis gelüftet hatten. Heute dauert es meistens nur noch ein Jahr, bis Erfindungen Allgemeingut der Industrie geworden sind.
Jürgen Fuchs

Das Total Quality Management-Programm der Landeshauptstadt Saarbrücken

Zusammenfassung
Saarbrücken (192.000 Einwohner) steht als Landeshauptstadt des Saarlandes im Mittelpunkt tiefgreifender struktureller Veränderungen einer Region, die bisher stark von der Montanindustrie geprägt war. Heute versteht sich die Stadtverwaltung als kommunaler Dienstleister, dessen Hauptaufgabe die Versorgung ihrer fast 200.000 Einwohner mit einer Vielzahl unterschiedlicher Dienstleistungen ist. Die Stadtverwaltung hat 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist in 7 Geschäftsbereiche (Dezernate) eingeteilt, denen 40 Ämter und 4 Eigenbetriebe zugeordnet sind. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt knapp 1 Mrd. DM.
Raimund Hirschfelder

Alle Macht dem Team: Dezentralisierung - Paradigmenwechsel im Public Management

Zusammenfassung
„Das traditionelle Leitbild der Behördenverwaltung ist stark geprägt durch den hierarchischen Aufbau der Organisationen des Militärs und der Kirche. Der starke Einfluß der hierarchischen Denkweisen ist heute bestimmend für die als Bürokratie bezeichnete Form der Behördenver-waltung.“1 So alt wie diese Strukturen sind auch die Grundsätze, mit denen die Organisation arbeitet. Disziplin und Gehorsam, die die immer offener werdende Gesellschaft immer weniger als Grundwerte akzeptiert, sind heute in der öffentlichen Verwaltung - immer noch - das Tugend-Gerüst, das alles tragen soll. Der Umgang mit dem Werkzeug Information als zentraler Größe steht überwiegend im Kontext mit Kontroll-Funktionen. Die Kontrolle schafft sich ihre Institution: „Nur auf dem Dienstweg.“
Dieter Hack, Roland Lattwein

Budgetplanung und -kontrolle von Nonprofit-Organisationen: Ein multidimensionaler DV-Ansatz

Zusammenfassung
Nonprofit-Organisationen handeln und wirtschaften ganz anders als erwerbswirtschaftliche Unternehmungen. Ihre Handlungsweise basiert auf einem Zielsystem, das im erheblichen Ausmaß extern durch politische Gremien bestimmt wird.
Wolfgang Teusch

Die Prozeßkostenrechnung als Instrument zur Wirtschaftlichkeitskontrolle und Preisbegründung in der öffentlichen Verwaltung

Zusammenfassung
Das maßgebliche Abrechnungssystem in der öffentlichen Verwaltung ist die kameralistische Haushaltsrechnung, in der die Ausgaben und Einnahmen für jedes Haushaltsjahr und bei mittelfristiger Finanzplanung für mehrere Haushaltsjahre erfaßt werden. Einnahmen und Ausgaben sind, wie in privaten Unternehmen, der Ausgangspunkt für Finanz- und Liquiditätsrechnungen, aber auch für ein weitergehendes Informationssystem, das der Planung, Steuerung und Kontrolle zu dienen hat.
Gebhard Zimmermann, Ralf Grundmann

Geschäftsprozeßmodellierung als Instrument zur Gestaltung von Controlling-Systemen in der öffentlichen Verwaltung

Zusammenfassung
Aufgabenspektrum und -inhalte öffentlicher Verwaltungen stehen unter einem permanentem Wandel. In der steigenden Regelungsflut des Gesetzgebers müssen öffentliche Verwaltungen ihre Abläufe schneller und flexibler an neue Erfordernisse anpassen, als dies in der Vergangenheit der Fall war.
August-Wilhelm Scheer, Markus Bold, Ralf Heib

Die Bedeutung der Organisationsprozeßsteuerung in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Gemeindeverwaltung Eppelheim

Zusammenfassung
In Wissenschaft und Praxis werden seit geraumer Zeit Innovationsmodelle, -techniken, -an- sätze, -methoden usw. mit jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten für die öffentliche Verwaltung diskutiert, zum Teil auch schon in der Praxis eingesetzt. Stellvertretend für sämtliche Begriffe und Termini wird aufgrund seiner relativen Allgemeingültigkeit nachfolgend der Begriff der (Innovations-)Methode verwendet. Jede Methode erhebt im Hinblick auf die Konzeption eines im Rahmen des Paradigmen wechseis (aufgrund der nicht mehr existenten Gültigkeit des Bürokratieansatzes) notwendigen Konzeption eines neuen Leitbildes den Anspruch auf Absolutheit. In der vorliegenden Abhandlung wird jedoch keine vergleichende Analyse der verschiedenen Methoden vorgenommen. Vielmehr soll an einem praktischen Beispiel, nämlich am Beispiel der Gemeindeverwaltung Eppelheim (ca. 13.000 Einwohner, Rhein- Neckar-Kreis), für welche vom Autor ein Organisationsgutachten erstellt worden war, die Bedeutung der nach Meinung des Autors besten Methode zur Realisierung von Innovationen in der öffentlichen Verwaltung - der Business Process Reengineering-Methode (BPR) -, welche nachfolgend durch den Begriff der „Prozeßsteuerung“smethode als bewußt und rational eingesetztes Instrument zur Ablaufstruktursteuerung ersetzt wird. Ziel dieses Aufsatzes ist die Darstellung, in welchem Umfang und in welchem zeitlichen Rahmen Innovationen in der öffentlichen Verwaltung mit Hilfe des Einsatzes dieser Methode erreicht werden können.
Klaus Breitling

Prozeßorientierte Organisation der zentralen Verwaltung der Universität des Saarlandes

Zusammenfassung
An der Universität des Saarlandes in Saarbrücken wird seit dem 1. Oktober 1994 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi), Prof. Dr. A.-W. Scheer, ein Forschungsprojekt durchgeführt, das die Reorganisation der Zentralen Verwaltung zum Inhalt hat. Aufbauend auf der Modellierung und der anschließenden Schwachstellenanalyse der bestehenden Organisation, wird ein effizientes Verwaltungsorganisationsmodell entwickelt, das eine Verwaltung beschreibt, deren betriebliche Abläufe an den Aufgabenbereichen „Lehre“ und „Forschung“ der Universität und den daraus abgeleiteten Schwerpunktaufgaben (z.B. Personalverwaltung, Mittelbewirtschaftung, Studentensekretariat usw.) ausgerichtet sind.
August-Wilhelm Scheer, Erik Landwehr

Überlebenstips für die DV-Abteilung

Zusammenfassung
In fast allen größeren Unternehmen, sei es in der freien Wirtschaft, sei es in der öffentlichen Verwaltung, ist die Organisationseinheit, die sich zentral mit Datenverarbeitung beschäftigt - ich nenne sie DV-Abteilung-, in den letzten Jahren in die Krise geraten. Art, Umfang und Zeitpunkt der Krise sind abhängig von der spezifischen Situation; früher oder später gerät aber jede dieser Institutionen, durchaus aus verschiedenen Gründen, in Kritik.
Joachim Schiff

Moderne Informationsverarbeitungssysteme in Verwaltungen - Handlungsbedarf für die Normung

Zusammenfassung
Verwaltungen stehen unter einem verstärkten Druck, ihre Dienstleistungen effizienter und transparenter zu gestalten. Die Ursachen hierfür liegen hauptsächlich in gesteigerten Ansprüchen von Bürgern und gewerblichen Unternehmen, in aus Bürgersicht oftmals verfehlter Bedarfsanalyse, in langwierigen und bürokratischen Verwaltungsabläufen, in mangelndem Kostenbewußtsein bei zugleich angespannter öffentlicher Haushaltslage, in sich qualitativ und quantitativ wandelnden Aufgaben und nicht zuletzt auch in neuen Erwartungen der Mitarbeiter.1
Hermann Behrens

Informationsgesellschaft: Trends und Szenarien der Televerwaltung

Zusammenfassung
Man mag sich darüber streiten, ob wir bereits in einer Informationsgesellschaft leben, oder ob wir gerade erst den Aufbruch zu einer solchen neuen Gesellschaftsform erleben. Sicher ist jedoch, daß wir Zeugen grundlegender, durch die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichter Umwälzungen sind.1 Diese „digitale Revolution“, deren künftiges Ausmaß heute noch nicht abschätzbar ist, wird von vielen Beobachtern als mindestens so bedeutend wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert eingeschätzt.2
August-Wilhelm Scheer, Frank Milius

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