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Über dieses Buch

Dieses Buch stellt in 49 ausgezeichneten Projekten den Ideenreichtum der Wirtschaftsförderung auf kommunaler Ebene in Deutschland vor. Damit ist dieses Buch eine wahre Schatztruhe für Praktiker in der Wirtschaftsförderung sowie Wissenschaftler und Studierende. Die Organisatoren des „Forum deutscher Wirtschaftsförderer“ und die Hochschule Harz haben in 2019 erstmals einen bundesweiten Award „Innovative Wirtschaftsförderungen“ ausgelobt und alle kommunalen, kreisweiten und regionalen Wirtschaftsförderungen in Deutschland aufgerufen, Beiträge oder Vorschläge einzureichen. Von den insgesamt 85 Einreichungen werden in diesem Buch 49 Projekte vorgestellt, die voller innovativer und übertragbarer Ansätze stecken. Das Themenspektrum spannt sich von der Optimierung der lokalen Dienstleistungsqualität über interkommunale Kooperation, von Employer Branding im Öffentlichen Dienst bis zum Expat-Service in Kommunen, von der MINT-Förderung gegen den Fachkräftemangel bis zur kommunalen Start-up-Förderung.
Aus dem Inhalt (kurz)Vorstellung von award-würdigen Projekten in der Wirtschaftsförderung12 Projekte aus Städten kleiner 100.000 Einwohner12 Projekte aus Städten mit mehr als 100.000 Einwohner16 Projekte aus Landkreisen9 Projekte aus Regionen
Der Inhalt
Teil 1: Städte bis 100.000 EinwohnerVom Aktionsforum zur Strategie für eine Innenstadt der Zukunft – der dialogorientierte Weg der Stadt Aschaffenburg (Aschaffenburg)Internationales Netzwerkbüro: Das Sprungbrett zum Nachbarn (Bocholt)Nachhaltige Wirtschaftsförderung in der Agenda 2030 der Stadt Eltville am Rhein: Zielgruppengerechte Dialogformate und innovative Angebote für den Mittelstand und den Einzelhandel (Eltville)Die Wirtschaftsförderung Eschwege als Treiber für kommunale Wirtschafts- und Technologiepolitik durch kooperatives Netzwerkmanagement (Eschwege)Die Stadt als lernender Dienstleister: Qualitätsstandards und digitales Feedbacksystem als Instrumente einer wirtschaftsfreundlichen Verwaltung (Esslingen)„Brücken bauen“ in der Gröbenzell Halle (Halle G) auf der FFB-Schau (Gröbenzell)Steuerungstool für Regionale Transformation: Der Konstanzer-Synergie-Diamant (Konstanz)bio innovation park Rheinland – Gewerbeflächenprofilierung durch Klimaschutzmaßnahmen (Meckenheim)Fachkräfte der Zukunft – Aufbau der MINT-Region „MINThoch4 – Südliches Taubertal“ (Mergentheim)InnovationsQuartier – Eine Anleitung für das Überleben ländlicher Räume in Zeiten der digitalen Transformation (Murnau)Rheine – Standort der guten Arbeitgeber (Rheine)Der Staßfurter Online-Stellenmarkt (Staßfurt)
Teil 2: Städte ab 100.000 Einwohner„Das kommt aus Bielefeld“ – Standortmarketing und Fachkräftesicherung für den Wirtschaftsstandort Bielefeld (Bielefeld)Bochums Vision von der Zukunft (Bochum)Professionelles Cluster Management als Bestandteil der innovativen Wirtschaftsförderung (Darmstadt)Wie wird man eine digitale und agile Wirtschaftsförderung? (Dortmund)CREATIVE STAGE Ruhr: Ideentank für Kreative, Aktive und Innovative aus der Metropole Ruhr (Duisburg)Der Expat Service Desk ME & DUS- Ein Service für Unternehmen und Expats in der Region Düsseldorf- Kreis Mettmann (Düsseldorf)Green Industry Park Freiburg (Freiburg)Gründerzentrum Perfekt Futur in Karlsruhe – Einblicke in erfolgreiche Wirtschaftsförderung im Bereich der Kreativwirtschaft (Karslruhe)Einführung des neuen Gründerwettbewerbs „otto zahlt deine rechnung“ der Landeshauptstadt Magdeburg (Magdeburg)Standortbindung von Studierenden – Studierendenbefragung Stadt Mannheim (Mannheim)Gründen in Potsdam – regional.transparent.vernetzt (Potsdam)
Teil 3: LandkreiseSenior Experten Kreis Ahrweiler (SEK AW) - Das „Sondereinsatzkommando“ für Existenzgründer im Kreis Ahrweiler (Landkreis Ahrweiler)Fachkräftegewinnung mit den Firmentagen (Landkreis Böblingen)Das ZD.BB – Digitaler Hub für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region Stuttgart (Landkreis Böblingen – Region Stuttgart)Forschermobil – Mobiles Forscherlabor für den Kreis Borken (Landkreis Borken)„Papa aktiv“ – ein Netzwerk für Mitarbeiter in Väterrollen (Landkreis Borken)Innovationsforum PUSH.3D-Druck – Neue Produkt- und Servicekombinationen durch 3D-Druck (Landkreis Coesfeld)Virtuelle JugendBerufsAgentur. Rechtskonformer Daten- und Informationsaustausch am Übergang Schule-Beruf (Landkreis Görlitz)ELEVATOR LG – Accelerator für Startups mit dem Themenschwerpunkt IT/Medien (Kreis Lüneburg)Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis. Flächendeckendes Konzept in einer Stufenentwicklung (Main-Tauber-Kreis)Standortportal Minden-Lübbecke – Das digitale Instrument zur Sicherung von Fach- und Führungskräften (Landkreis Minden-Lübbecke)Das Projekt Revive! Oberzent – Startup-Initiative für den ländlichen Raum im PPP-Format (Odenwaldkreis)„Standort Plus“ – Wie 16 Akteure der Wirtschaftsförderung gemeinsam arbeiten (Landkreis Offenbach)Wirtschaftsförderung – Wir können auch anders (Landkreis Oldenburg)Unternehmensnachfolge und Flächensparen (Landkreis Osnabrück)Aus der Schwäche eine Stärke machen: Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis Osterholz (Landkreis Osterholz)Ein Schüler-Video-Wettbewerb als neuer Ansatz zur Fachkräftesicherung im Rhein-Erft-Kreis: ScienceTube Rhein-Erft (Landkreis Rhein-Erft)
Teil 4: RegionenDie Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim – Gemeinsamer Blick über den Tellerrand hinaus (Region Bamberg-Forchheim)Standort Guide Bodensee – interaktive Plattform für die Vierländerregion Bodensee (Region Bodensee)Von Hamburg bis zur Nordsee: Die Wirtschaft an der Unterelbe wächst zusammen – Projekt „Länderübergreifendes Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Unterelbe“ (Region Wirtschaftsraum Unterelbe)Deltaland: Wirtschaftsförderung als PPP mit interkommunalem Ansatz (Region Deltaland)Strategisches Management, Effizienzsteigerung und Expansion – Die Förderung von KMU im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der Automobilindustrie am Beispiel des Wirtschaftsraums Heilbronn (Region Heilbronn)Gewerbeportal KielRegion (Region Kiel)Talentenetzwerk Nordwestbrandenburg – eine Bewerbung zu viel!? (Region Nordwestbrandenburg)Drei gewinnt: Das Städtenetzwerk Fernost der Städte Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach (Region Rüsselsheim – Raunheim – Kelsterbach)Wirtschaftsregion Westbrandenburg – Erfolg durch Freiwilligkeit (Region Westbrandenburg)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Innovationen in der Wirtschaftsförderung – Das Buch zum Award „Innovative Wirtschaftsförderung“

Im Rahmen des Forums deutscher Wirtschaftsförderer wurden am 21. November 2019 erstmals 13 Wirtschaftsfördereinrichtungen für ihre innovativen Projekte ausgezeichnet. Der Preis wurde von den Organisatoren des Forums sowie der Hochschule Harz ausgeschrieben.

Jürgen Stember

Städte bis 100.000 Einwohner

Frontmatter

2. Vom Aktionsforum zur Strategie für eine Innenstadt der Zukunft – der dialogorientierte Weg der Stadt Aschaffenburg

Die Zentren deutscher Innenstädte stehen vor Herausforderungen, die durch Entwicklungen wie die Digitalisierung oder Veränderungen von Konsumgewohnheiten entstehen. Von Leerständen über die Ansiedlung „neuer“ Geschäfte bis hin zu einer sichtbaren, sich verstärkenden Verknüpfung des stationären mit dem digitalen Angebot – all dies sind Auswirkungen solcher Prozesse, die eine Innenstadt prägen und ein gemeinsames Handeln der Kommunen und der betroffenen Innenstadtakteure/innen erfordern. Die Stadt Aschaffenburg hat es sich mit dem „Aktionsforum Innenstadt“ zum Ziel gesetzt, sich unter Einbeziehung unterschiedlicher Interessengruppen dieser innerstädtischen Veränderungen anzunehmen und langfristig eine Strategie zu entwickeln, die die Chancen dieser Entwicklungen zum Zwecke aller Bürger/innen nutzt.

Yasmin Balibasa

3. Internationales Netzwerkbüro: Das Sprungbrett zum Nachbarn

Das Internationale Netzwerkbüro wurde 2016 von der niederländischen Gemeinde Oude IJsselstreek und der deutschen Wirtschaftsförderung Bocholt als grenzüberschreitendes INTERREG Va-Projekt „Internationales Netzwerkbüro“ ins Leben gerufen. Die Projektlaufzeit betrug zwei Jahre. Seit 2019 wird das Internationale Netzwerkbüro von den beiden genannten Akteuren sowie der Gemeinde Aalten (NL) aus Eigenmitteln weitergeführt.Ziel des Internationalen Netzwerkbüros ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus Bocholt und der Grenzregion Achterhoek zu stärken. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Vitalität, der Beschäftigung in der Grenzregion sowie die Unterstützung von grenzüberschreitenden Unternehmenstätigkeiten von Unternehmen aus der Region Achterhoek als auch von Unternehmen der angrenzenden Region um Bocholt.Somit zeigt das Internationale Netzwerkbüro auf, wie eine innovative Wirtschaftsförderung grenzüberschreitend langfristig praktiziert werden kann.

Vanessa Hullermann

4. Nachhaltige Wirtschaftsförderung in der Agenda 2030 der Stadt Eltville am Rhein: Zielgruppengerechte Dialogformate und innovative Angebote für den Mittelstand und den Einzelhandel

Eltville am Rhein ist eine traditionsreiche Stadt im südöstlichen Teil des Rheingau-Taunus-Kreises. Eingebettet in einer der bekanntesten deutschen Weinbaulandschaften, den Rheingau, bietet die Stadt ihren rund 17.600 Einwohnern eine außerordentlich hohe Wohn- und Lebensqualität. Begünstigt durch die Nähe zu den Rhein-Main-Zentren Wiesbaden und Frankfurt am Main zählt Eltville zu den attraktivsten Wirtschafts- und Dienstleistungsstandorten in der Region. Trotz der ständig wachsenden baulichen Entwicklung hat sich die Stadt ihren historischen Charme bewahrt, nicht zuletzt durch die malerische Altstadt und die reizvollen dörflichen Strukturen der Stadtteile Erbach, Hattenheim, Martinsthal und Rauenthal. Eltville hat neben vielen kulturellen Einrichtungen wie die Kurfürstliche Burg ergänzende Funktionen, beispielsweise für die Bereiche Bildung die größte Mediathek im Rheingau, ein Mehrgenerationenhaus mit drei Standorten und engagierte Bürger-Stiftungen.

Barbara Lilje

5. Die Wirtschaftsförderung Eschwege als Treiber für kommunale Wirtschafts- und Technologiepolitik durch kooperatives Netzwerkmanagement

Für die Frage, ob auf der Ebene von Mittelstädten eine kommunale Technologie- und Wirtschaftspolitik zur Bewältigung von Strukturwandelrückständen und zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftskraft möglich ist, kann die Kreisstadt Eschwege als Anwendungsbeispiel herangezogen werden. Hier hat die städtische Wirtschaftsförderung ein Programm in Form eines Entwicklungskonzeptes für eine strategische Technologie- und Wirtschaftspolitik entworfen und mit Hilfe eines kooperativen Unternehmensnetzwerkes sowie durch eine Projektentwicklungsgesellschaft für die Innenstadt umgesetzt. Eschwege, im ehemaligen Zonenrandgebiet gelegen, entwickelte sich so zu einem modernen Produktionsstandort – vom Strukturwandelrückstand bis zum Trainingszentrum Industrie 4.0 – und zur florierenden Einkaufsstadt.

Wolfgang Conrad

6. Die Stadt als lernender Dienstleister: Qualitätsstandards und digitales Feedbacksystem als Instrumente einer wirtschaftsfreundlichen Verwaltung

Die Performanz und Ausrichtung öffentlicher Kommunalverwaltungen an den Erfordernissen von Unternehmen ist inzwischen als bedeutsames Kriterium der Standortbewertung anerkannt. Neben den klassischen Standortfaktoren, wie etwa der Anbindung des Standortes, dem Niveau des lokalen Infrastrukturangebots sowie Kosten und Verfügbarkeit von Gewerbeflächen, nimmt die Dienstleistungsqualität einer Kommune eine wesentliche Rolle bei der Bewertung ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit ein. Die Optimierung der lokalen Dienstleistungsqualität bietet einen wichtigen Hebel, um die Standortzufriedenheit und -attraktivität maßgeblich zu verbessern und den Standort im Wettbewerb um Bestandsunternehmen wie Neuansiedlungen zu positionieren. Der vorliegende Beitrag ergänzt die bisher hierzu vorgestellten Lösungsvorschläge um einen Ansatz, der auf die Erfüllung der standortspezifischen Unternehmenserwartungen abzielt und deren kontinuierliche Erreichung mithilfe digitaler Instrumente in effizienter Weise absichert. Der Ansatz wird gegenwärtig mit dem Projekt „WirtschaftsfreundlichES – Wirtschaftsfreundliche Stadt Esslingen am Neckar“ unter Beteiligung von Unternehmen, Politik und Verwaltungsmitarbeitern eingeführt und erprobt. Er greift dabei auf Erfahrungen zurück, die in anderen Bereichen öffentlicher Dienstleistungserbringung bereits breite Akzeptanz, in der öffentlichen Kommunalverwaltung allerdings bislang kaum Anwendung finden.

Marc Grün

7. „Brücken bauen“ in der Gröbenzell Halle (Halle G) auf der FFB-Schau

Gröbenzell ist eine oberbayerische Gemeinde mit rund 20.000 Einwohnern. Sie liegt im Osten des Landkreises Fürstenfeldbruck und grenzt direkt an den Westen der Stadt München. Seit Januar 2016 gibt es in der Gemeinde Gröbenzell eine Stelle für Wirtschaftsförderung. Diese ist unter anderem mit der gesamtheitlichen Planung und Durchführung einer Messe-Halle auf der regionalen FFB-Schau betraut. Es handelt sich dabei um die regionale Gewerbeschau des Landkreises Fürstenfeldbruck, die alle zwei Jahre in der Nachbarstadt Olching stattfindet. Insgesamt umfasst die FFB-Schau 13 Messehallen – davon stehen neben der Gröbenzell Halle noch drei weitere unter der Schirmherrschaft einer Landkreiskommune. Bevor die Messehalle im Oktober 2016 und 2018 hauptamtlich von der Gröbenzeller Wirtschaftsförderung organisiert wurde, ist das Projekt bereits zwei Mal ehrenamtlich von Seiten des örtlichen Gewerbes durchgeführt worden. Vorliegender Beitrag beschreibt zunächst die Ausgangslage sowie die mit dem Projekt „Gröbenzell Halle“ verbundene Zielsetzung im Kontext der Gröbenzeller Wirtschaftsförderung. Anschließend wird das Projekt und dessen Umsetzung detailliert beschrieben und außerdem dargestellt, welche Erfolge und Ergebnisse erzielt wurden. Das letzte Kapitel stellt heraus, welche innovativen Aspekte mit dem Projekt verbunden sind.

Raffaela Scelsi

8. Steuerungstool für Regionale Transformation: Der Konstanzer-Synergie-Diamant

Mit dem Handlungsprogramm Wirtschaft 2030 hat die Stadt Konstanz eine Zukuftsstrategie als Innovationstandort entwickelt. Neben einem umfangreichen Beteiligungsprozess, bei dem fast 200 lokale Vertreter∗innen aus Unternehmen, Kammern, Hochschulen und Initiativen ihre Ideen und Kompetenzen eingebracht haben, wurde eine neuartige Standortanalyse durchgeführt. Beide Elemente wurden mit dem Konstanzer-Synergie-Diamanten zusammengeführt und geben Ausblick auf standortspezifische Transformationsthemen. Im Fokus der Methodik lagen dabei nicht die statistischen Vergangenheitswerte, sondern vielmehr der Blick voraus, d. h. auf die Entwicklung von Trends und Technologien am Standort. In mehreren Schritten wurden verschiedene, für die Standortanalyse neue Datenquellen mit lokalem Know-how verknüpft und durch lokale Akteure reflektiert. Zukünftiges, stadt- und regionalspezifisch relevantes Wertschöpfungspotenzial konnte so identifiziert und die weitere strategische Arbeit der Wirtschaftsförderung darauf ausgerichtet werden.

Christina Groll, Bernhard Grieb

9. bio innovation park Rheinland – Gewerbeflächenprofilierung durch Klimaschutzmaßnahmen

Die Stadt Meckenheim, im Süden von Nordrhein-Westfalen gelegen, hat bis zum Jahr 2020 ein Gewerbegebiet erschlossen. Ziel der städtischen Wirtschaftsförderung ist es, das neue Gebiet durch Klimaschutzkriterien zu profilieren. Im Vorfeld wurde dazu im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative untersucht, wie ein klimaneutraler Wissenschafts- und Gewerbepark entstehen könnte. Mit der konsequenten Anwendung von Ansiedlungskriterien soll nun erreicht werden, dass sich Unternehmen ansiedeln, die zum Branchencluster „bio innovation“ gehören, mit nachwachsenden Rohstoffen bauen und ihren Betrieb nachhaltig führen. Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen.

Dirk Schwindenhammer

10. Fachkräfte der Zukunft – Aufbau der MINT-Region „MINThoch4 – Südliches Taubertal“

Junge Menschen für Technik zu begeistern, sie regionale Unternehmen kennenlernen zu lassen und ein kreatives Netzwerk aus Industrie und Handwerk sowie Schulen, Hochschulen und Kommunen in der Region zu etablieren – dieses Ziel verfolgt die Bad Mergentheimer Wirtschaftsförderung mit den örtlichen Unternehmen. Dazu wurde gemeinsam mit der Jugendtechnikschule Taubertal ein schlagkräftiges MINT-Netzwerk geschaffen. Die 2016 gegründete MINT-Region „MINThoch4 – Südliches Taubertal“ wurde 2017 durch die Körber-Stiftung, den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. (Stifterverband) und dem Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. (Südwestmetall) bundesweit ausgezeichnet.

Marcel Stephan, Iris Lange-Schmalz

11. InnovationsQuartier – Eine Anleitung für das Überleben ländlicher Räume in Zeiten der digitalen Transformation

Dieser Beitrag beschreibt den Weg hin zu einem InnovationsQuartier. Einem Ort und einem Instrument, der es Gemeinden im ländlichen Raum ermöglicht, die Zukunft nicht ohnmächtig und handlungsunfähig über sich ergehen lassen zu müssen, sondern Bürgermeister∗innen und kommunalen Mitarbeiter∗innen einen Werkzeugkasten in die Hand gibt, die Zukunft zu beeinflussen und zu gestalten. Aber dafür müssen sie sich mit den Themen Digitalisierung und demografischer Wandel endlich ersthaft auseinandersetzen.

Jan-Ulrich Bittlinger

12. Rheine – Standort der guten Arbeitgeber

Was hat Rheine, was andere nicht haben? Rheine ist nicht urban pulsierend, nicht flippig extravagant, nicht ländliche Idylle. Rheine ist etwas viel Besseres: nämlich unaufgeregt, aber stetig auf dem Weg nach vorn. Und Rheine hat Arbeitgeber, die anderorts nicht so schnell zu finden sind. Das alles sind positive Eigenschaften, mit denen die EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen auf den Standort aufmerksam machen will.Im Rahmen der Initiative „Rheine – Standort der guten Arbeitgeber“ unter der Federführung der EWG machen sich nun rund 50 Unternehmen und Partner für den Standort stark und entwickeln gemeinsame Ideen, Projekte, sowie Marketingmaßnahmen, um die Strahlkraft des Standortes zu erhöhen. In Form von Public-Private-Partnership engagieren sich die Unternehmen nachhaltig für dieses gesamtstädtische Anliegen.Denn für die Akquise von Fachkräften gewinnt ein spannender Standort zunehmend an Bedeutung und ist neben der Attraktivität eines Unternehmens ein weiteres Entscheidungskriterium für die gesuchten Fachkräfte.

Bettina Thelen-Reloe, Nicole Hermes, Marike Thien

13. Der Staßfurter Online-Stellenmarkt

Ein Staßfurter Unternehmen erkannte das Potential einer zeitgemäßen Online-Anwendung und fand in der Wirtschaftsförderung der Stadt Staßfurt einen Partner, der nach neuen Wegen suchte, die Fachkräftesicherung am Wirtschaftsstandort Staßfurt auf praktische Weise zu unterstützen. Zusammen mit dem Betreiber der Anwendung konnte relativ schnell ein einfach zu bedienendes System entwickelt werden, welches einen echten Mehrwert für Stadt, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Der Online-Stellenmarkt der Stadt Staßfurt ist ein Beispiel dafür, dass Digitalisierungsprojekte für Wirtschaftsstandorte auch ohne viel Bürokratie, vor allem aber durch gute Zusammenarbeit, schnell und unkompliziert umsetzbar sein können.

Christian Schüler

Städte ab 100.000 Einwohner

Frontmatter

14. „Das kommt aus Bielefeld“ – Standortmarketing und Fachkräftesicherung für den Wirtschaftsstandort Bielefeld

In einer gemeinsamen Standortkampagne engagieren sich Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH (WEGE) und Unternehmen für eine bessere Sichtbarkeit und Bekanntheit ihrer attraktiven mittelständischen und zunehmend von Start-ups geprägten Unternehmenslandschaft. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Kampagne zum wichtigsten regionalen und überregionalen Kommunikationsinstrument der Bielefelder Wirtschaft entwickelt. Die Kampagne mit dem Claim DAS KOMMT AUS BIELEFELD ist zu einer festen Marke geworden, die erkennbar für ein positives wirtschaftsbezogenes Image der Stadt und ihrer Unternehmen beiträgt. Mehrheitlich sind dabei die Maßnahmen auf die Zukunftsaufgabe der Fachkräftesicherung gerichtet, die für alle Unternehmen im bundesweiten „War of Talents“ angegangen werden muss.

Brigitte Meier

15. Bochums Vision von der Zukunft

Bochum ist eine Stadt, die sich in den vergangenen 150 Jahren immer wieder neu erfunden hat, weil sich die Rahmenbedingungen dramatisch veränderten. Nach dem Ende des Ruhrbergbaus und während des Niedergangs der heimischen Stahlindustrie setzte die Stadt in den 1960er-Jahren ein Zeichen, als hier bei uns die erste Volluniversität des Ruhrgebiets ihre Tore öffnete. Mittlerweile ist die Ruhr-Universität Bochum die größte Hochschule im Revier – und Bochum ein weit über die Grenzen der Region anerkannter Hochschul- und Wissenschafts-Standort. Die von vielen gerade in ihrer Anfangsphase als Betonwüste belächelte Hochschule hat sich zu einem Hort exzellenter Forschung und Lehre gemausert – und ist mittlerweile der größte Arbeitgeber der Stadt. Doch die RUB ist nicht allein. Sechs weitere Hochschulen machen Bochum zu einem der größten Wissensstandorte im Revier mit fast 60.000 Studierenden. Das ist von unschätzbarem Wert für die Stadt. Denn das Wissen, dass dort vermittelt wird, die Forschung, die dort betrieben wird, sichert die Zukunft Bochums – und ermöglicht völlig neue Formen des Arbeitens. Genau an dieser Stelle setzt auch die Arbeit der Bochum Wirtschaftsentwicklung (BoWE) an. Sie möchte Dienstleisterin für dieses neue Bochum sein. Wissen schafft Wirtschaft. Die BoWE ist dank ihres 2015 angestoßenen Change-Prozesses und der damit verbundenen Dienstleistungsorientierung ein zentraler Akteur, Bochum fit für die Zukunft zu machen.

Jan-Robin Schäfer

16. Professionelles Cluster Management als Bestandteil der innovativen Wirtschaftsförderung

Das Cluster Management der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Bereich der Wirtschaftsförderung angesiedelt. In den vergangenen sieben Jahren wurden insgesamt 11 Cluster identifiziert und seither begleitet, gefördert und unterstützt. Als eines der Innovationszentren der Republik spielen nicht nur die zentrale Lage der Stadt oder die hervorragende Infrastruktur eine entscheidende Rolle bei der Standortwahl für Unternehmen, Institutionen und die Menschen, die sich hier zum Arbeiten, Leben oder Studieren niederlassen. Es ist der aktive Austausch, die bewusst geschaffene Nähe und der intensiv geführte Dialog als Konzept und Kernmerkmal des Cluster Managements im Bereich der Wirtschaftsförderung.

Nicole Pinto

17. Wie wird man eine digitale und agile Wirtschaftsförderung?

Die Dortmunder Wirtschaftsförderung ist in den letzten Jahren den Weg vom klassischen Dienstleister zum agilen Netzwerker bereits konsequent gegangen. Die Erfolge des Dortmunder Strukturwandels haben nicht zuletzt auch etwas mit der Leistungsfähigkeit und der Entwicklungsarbeit der Wirtschaftsförderung zu tun. Wir waren aber an einem Punkt angekommen, an dem wir gefordert waren, unser Selbstverständnis vom agilen Netzwerker durch den Aufbau einer agilen Organisationsstruktur zu untermauern. Wie wir diesen Weg gegangen sind, stellen wir im Folgenden dar.

Thomas Westphal, Pascal Ledune, Arturo de la Vega, Jonas Blaszczyk

18. CREATIVE STAGE Ruhr: Ideentank für Kreative, Aktive und Innovative aus der Metropole Ruhr

Kleine und mittlere Unternehmen zeigen sich heute zunehmend innovationsfreudig und aufgeschlossen für branchenübergreifende Problemlösungen. Die rasant voranschreitende Digitalisierung und der gleichzeitige Mangel an Fachkräften mit Spezialwissen motiviert mehr Unternehmensvertreter∗innen, sich mit der Wirkungsweise von Netzwerken, New-Work-Konzepten und neuen kreativen Geschäftsmodellen auseinanderzusetzen. Stadt- und Kreis-Wirtschaftsförderungen des Ruhrgebietes unterstützen die ansässige Wirtschaft mithilfe kreativwirtschaftlicher Impulse beim Aufbruch und regen den Ideen-Transfer an: Das regionale Matching-Format „CREATIVE STAGE Ruhr“ kreiert neue Verbindungen zwischen divergenten unternehmerischen Szenen und Branchen. Es stellt durch originelle Inputs Glaubenssätze und überkommenes Know-how in Frage, um neue Routen aufzuzeigen und ungewöhnliche Ideen zu promoten. Die Förderer setzen mit dem neuen Ideentank auf die Strahlkraft der Kreativwirtschaft als Innovationstreiberin. Auf die Bühne kommen technische wie nichttechnische Lösungs-Konzepte und -Methoden.

Susanne Kirches

19. Der Expat Service Desk ME & DUS – Ein Service für Unternehmen und Expats in der Region Düsseldorf – Kreis Mettmann

Die Region Düsseldorf – Kreis Mettmann ist eine der internationalsten Regionen Deutschlands. Eine wichtige Basis hierfür ist das Angebot an internationalen Fach- und Führungskräften. Unternehmen beim Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland zu unterstützen, ist Aufgabe des im Jahre 2016 gegründeten „Expat Service Desk ME & DUS“ (ESD). Die Servicestelle bietet Beratungen für Unternehmen und Expats zu allen Themen, die das Leben und Arbeiten in der Region betreffen, an. Damit werden das Entsendemanagement und der Einsatz internationaler Angestellter lokaler und internationaler Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) erheblich vereinfacht. Insbesondere durch die Beschleunigung und Erläuterung von Verfahrensabläufen und administrativen Vorgängen wird für die Unternehmerschaft ein eindeutiger Mehrwert geschaffen. Zudem stärkt dieser Service die Attraktivität des Investitionsstandortes international und deutschlandweit. Letztendlich trägt die Anlaufstelle für Expats und ihren Familien zur Willkommenskultur der Region Düsseldorf – Kreis Mettmann bei.

Johannes Grünhage

20. Green Industry Park Freiburg

Im Rahmen der im Jahr 2014 gestarteten Initiative „Green Industry Park Freiburg“ – abgekürzt GIP – soll unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Energie- und Ressourceneffizienz in Industrie und Gewerbe“ das älteste und größte Freiburger Industriegebiet unter Einbindung der ansässigen Unternehmen und Einrichtungen zu einem nachhaltigen, energie- und ressourceneffizienten Industriegebiet mit bundesweitem Modellcharakter entwickelt werden. Dazu wurde zu Beginn ein umfassendes Klimaschutzteilkonzept für das gesamte Areal erstellt, welches heute die Grundlage für die Umsetzung zahlreicher Projekte innerhalb des GIP bildet. Im Fokus der Initiative steht die Vernetzung engagierter Unternehmen und einzelbetrieblicher Lösungen, die gemeinsame Entwicklung neuer Pilotprojekte und Modellvorhaben, die Kommunikation von Einspar- und Kooperationspotenzialen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz sowie die Vermarktung des Industriegebiets als Vorzeigeareal im Rahmen des „Green City“-Konzepts der Stadt Freiburg.

Michael Richter

21. Gründerzentrum Perfekt Futur in Karlsruhe – Einblicke in erfolgreiche Wirtschaftsförderung im Bereich der Kreativwirtschaft

Karlsruhe, als Stadt des Rechts und auch international als Wissenschaftsstandort bekannt, als erfolgreichen Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft zu positionieren – das ist das Ergebnis einer konsequenten strategischen Ausrichtung städtischer Wirtschaftsförderung. Zentraler Bestandteil dieser positiven Entwicklung ist die Errichtung des Kreativ-Gründerzentrums Perfekt Futur, als wichtiger Bestandteil des Stadtentwicklungsprojekt „Konversion Kreativpark Alter Schlachthof“. Hier finden seit nahezu zehn Jahren Start-ups und etablierte Firmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft ein inspirierendes Umfeld und Rahmenbedingungen, unter denen die Kultur- und Kreativwirtschaft bestens gedeiht. Dabei haben die städtischen Initiatoren für mehr als nur für bezahlbare Räume gesorgt: Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei das 2012 eingerichtete K3 Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe.

Michael Kaiser

22. Einführung des neuen Gründerwettbewerbs „otto zahlt deine rechnung“ der Landeshauptstadt Magdeburg

Im Frühjahr 2019 hat die Landeshauptstadt Magdeburg in Kooperation mit der Netzwerkinitiative „Gründerstadt Magdeburg“ den neuen Gründerwettbewerb „otto zahlt deine rechnung“ ins Leben gerufen. Der Wettbewerb findet zweimal jährlich statt, jeweils im Frühjahr und Herbst, und hat ein Zeitfenster von zwei Monaten. Mit der Aktion soll der Gründergeist in Magdeburg gestärkt und die Webseite www.gründerstadt-magdeburg.de bekannter gemacht werden. Teilnehmen können Unternehmerinnen und Unternehmer, die in den letzten zwei Jahren eine profitorientierte Firma in Magdeburg gegründet haben. Im Mittelpunkt der Bewerbung steht eine gründungsrelevante Rechnung, die von einer „Geschichte hinter der Rechnung“ flankiert werden muss. Der Wettbewerb ist in zwei Phasen geteilt: Bewerbungsphase (4 Wochen) und Online-Voting (2 Wochen). Teilnehmer, die sich erfolgreich beworben haben und deren Gründergeschichten von einer Jury gesichtet wurden, werden automatisch für das Online-Voting auf www.gründerstadt-magdeburg.de freigegeben. Die zehn Bewerber, deren Geschichten die meisten Online-Stimmen erhalten, bekommen ihre eingereichte Rechnung von bis zu 500 Euro bezahlt.

Rainer Nitsche, Sylvia Loeber

23. Standortbindung von Studierenden – Studierendenbefragung Stadt Mannheim

Universitäts- und Hochschulstädte haben einen Standortvorteil bei der Fachkräftesicherung. Die Stadt Mannheim unterstützt die Standortbindung Studierender auf Grundlage ihrer Strategie. Seit 2012 wird eine umfassende Studierendenbefragung durchgeführt. Anhand der Ergebnisse wurden Maßnahmen zur Attraktivierung der Studierendenstadt, zum Kontakt zu Unternehmen, zur Stärkung der Existenzgründung und zur Integration der Studierenden in die Stadtgesellschaft gemeinsam mit vielen Partnern konzipiert. Für die Zielgruppe der internationalen Studierenden gibt es seit 2018 ein spezielles Angebot des vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg geförderten „Welcome Center Rhein-Neckar“.

Harald Pfeiffer

24. Gründen in Potsdam – regional.transparent.vernetzt

Regionale Gründungsförderung: Transparenz und Sichtbarkeit durch eine Gründungsplattform schaffen

Eine der wesentlichen Aufgaben der Wirtschaftsförderung ist es, die Kooperation und Vernetzung unterschiedlicher Akteure zur Sicherung von Strukturwandel und Innovation zu organisieren. Die Förderung von Gründungen durch ein aktives Gründungsökosystem gehört als Kernaufgabe dazu. Denn Existenzgründende verwirklichen neue und innovative Ideen und werden zu Unternehmen, die für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Fortschritt in einer Region sorgen. Eine intensive Vorbereitung der unternehmerischen Selbstständigkeit ist dabei einer der wichtigen Erfolgsfaktoren für die Entwicklungschancen junger Unternehmen. Die Potsdamer Gründungsplattform gruenden-in-potsdam.de ist dafür ein regionales Angebot. Damit verfolgt die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam drei Ziele: 1. Stärkung des Gründungsökosystems durch Schaffen von Transparenz, 2. Aufzeigen der Vielfalt der Potsdamer Unterstützungslandschaft für Existenzgründungen und 3. Leitfaden für die individuelle Vorbereitung der Gründung.

Lisa Krone, Uta Meng, Klaudia Gehrick

Landkreise

Frontmatter

25. Senior Experten Kreis Ahrweiler (SEK AW) – Das „Sondereinsatzkommando“ für Existenzgründer im Kreis Ahrweiler

„Es bedarf wirtschaftspolitischer Anstrengungen, damit Gründungen künftig verstärkt ihrer Funktion als Motor des strukturellen Wandels, Treiber von Innovationen und Wettbewerb und Grundlage für neue zukunftsfähige Arbeitsplätze wahrnehmen können. Hierzu leisten die Senioren Experten Kreis Ahrweiler einen wichtigen Beitrag. Ziel ist die qualitativ erfolgreiche Existenzgründung“, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Nach Angaben des statistischen Landesamtes liegt der Kreis Ahrweiler regelmäßig bei den Top-Werten der Betriebsgründungen in Rheinland-Pfalz. Diese Spitzenposition wollen wir ausbauen!“

Jürgen Pföhler

26. Fachkräftegewinnung mit den Firmentagen

Der Fachkräftemangel wird von den Unternehmen im Landkreis Böblingen als eines der wichtigsten Themen angesehen. Immer öfter beklagen Unternehmen, insbesondere kleine Unternehmen im Bereich des Handwerks, dass sie Nachwuchskräfte suchen und offene Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können. Gründe liegen darin, dass es zu wenig interessierte Jugendliche gibt und diese auch oft gar nicht wissen, was sich hinter den vielen Ausbildungsunternehmen und Berufsbildern verbirgt. Selbst Eltern, die reichlich Lebens- und Berufserfahrungen haben, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor Ort bekannt. Durch die vierte industrielle Revolution entstehen zudem neue Berufsbilder, die den älteren Generationen gar nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Dazu kommt, dass junge Menschen sich vermehrt auf geschlechtsspezifische Berufsfelder und auf ein eingeschränktes Spektrum an Ausbildungs- und Studienberufen konzentrieren wie zum Beispiel die Arbeitsstätte der Eltern/Verwandten oder die der Freunde. Schulen versuchen zwar durch Kooperationsverträge mit Ausbildungsbetrieben („Bildungspartnerschaften“) die Berufe an die Schule zu bringen. Diese Kontakte sind aber meist (aus Kapazitätsgründen) auf wenige große Unternehmen begrenzt. Kleine Unternehmen fliegen daher unter dem Radar.Daher braucht es eine Informationsplattform auf regionaler Ebene, wo sich Anbieter und zukünftige Auszubildende zwanglos treffen und vernetzen können. Diese Informationslücke schließt das Projektorganisations- und Stellenportal „Firmentage“. Es ermöglicht den Fachkräften von morgen das „Schnuppern“ in Berufe im Landkreis.

Robert Horvat, Sascha Meßmer, Jonas Pfaundler

27. Das ZD.BB – Digitaler Hub für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region Stuttgart

Die Digitale Transformation ist eines der meistdiskutierten Themen in der heutigen Geschäftswelt. Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), tun sich schwer die Chancen und Risiken der Digitalisierung einzuschätzen. Mit all den Möglichkeiten und Chancen, welche die Digitalisierung birgt, droht Unternehmen, die sich vor den Entwicklungen verschließen, der Verlust ihrer Markt- und Wettbewerbsposition. Mit dem im Februar 2019 eröffneten Digital Hub ZD.BB (Zentrum Digitalisierung) besteht in der Region Stuttgart eine neue, zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Digitalisierung. Am ZD.BB erhalten kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Startups für ihre digitalen Transformationsprozesse eine kompetente Beratung und Betreuung. Sie geht von der Sensibilisierung über die Analyse bis zur Lösungsentwicklung für digitale Prozesse. Mithilfe einer digitalen Qualifizierungsoffensive und mittelstandsgerechten Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung werden Unternehmen im ZD.BB umfassend bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützt. Dazu werden in Innovationslaboren, in Coworking Spaces und bei Events unterschiedliche Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität vernetzt und auf diese Weise digitale Innovationen hervorgebracht.

Dieter Hertweck, Claus Hoffmann, Martin Kinitzki, Sascha Meßmer, Alexander Rossmann

28. Forschermobil – Mobiles Forscherlabor für den Kreis Borken

Mit dem Einsatz eines Forschermobil wird im Kreis Borken ein mobiles Forschungslabor angeboten, das vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Kinder im Alter zwischen drei und 10 Jahren bereithält. Dabei handelt es sich um ein speziell eingerichtetes Fahrzeug, das insbesondere Kindertagesstätten und Grundschulen – unabhängig von der gegebenen räumlichen Lage und Ausstattung – ermöglichen soll, ein breites Spektrum an MINT-Forschungsmöglichkeiten zu nutzen. Angelehnt an die Pädagogik des „Haus der kleinen Forscher“ soll mit dem Forschermobil schon früh Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik bei Kindern geweckt werden.

Kirsten Vennemann

29. „Papa aktiv“ – ein Netzwerk für Mitarbeiter in Väterrollen

Das Vater-Sein hat sich gewandelt. Immer mehr Väter betrachten es heute als selbstverständlich eine aktive Rolle bei der Erziehung der Kinder und mehr Verantwortung für das Familienleben und den Haushalt zu übernehmen. „Papa aktiv“ ist ein Angebot für Unternehmen, die ihre männlichen Beschäftigten beim aktiven „Vater-Sein“ unterstützen möchten und ein Netzwerk für Väter, die für die Ausübung ihrer Vaterrolle nach informativen und qualifizierten Angeboten und den Austausch mit anderen Vätern suchen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) initiierte mit „Papa aktiv“ in 2018 erstmals ein Angebot im Kreis Borken, von dem Unternehmen und ihre Väter in der Belegschaft gleichermaßen profitieren. Im Beitrag wird das Projekt vorgestellt und gezeigt wie es in die weiteren Aktivitäten der WFG zu Fachkräftesicherung eingebunden ist.

Veronika Droste

30. Innovationsforum PUSH.3D-Druck – Neue Produkt- und Servicekombinationen durch 3D-Druck

Der 3D-Druck hat das Potenzial, nicht nur Fertigungsprozesse einzelner Unternehmen, sondern ganze Branchen mitsamt ihrer Wertschöpfungsketten zu verändern. Die betriebliche Praxis in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) allerdings widmet sich oft nur den technischen Möglichkeiten des 3D-Drucks. KMU können aber in weit stärkerem Maße vom 3D-Druck profitieren, wenn sie ihre Produktion an bestehende Kundenbedürfnisse ausrichten, flexibilisieren und in Richtung einer seriellen Maßfertigung (Mass Customization) individualisieren. Hierzu müssen kundenspezifische Anforderungen frühzeitig erkannt und mit digitalen Dienstleistungen zu hybriden, digitalen Geschäftsmodellen verbunden werden. Die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH setzt hier an und hat im Jahr 2017 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Innovationsforum PUSH.3D-Druck“ ins Leben gerufen und erfolgreich umgesetzt.

Christian Holterhues

31. Virtuelle JugendBerufsAgentur. Rechtskonformer Daten- und Informationsaustausch am Übergang Schule-Beruf

Um die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen im Rahmen der Jugendberufsagenturen zu verbessern, Transparenz über die verschiedenen Unterstützmöglichkeiten der einzelnen Rechtskreise zu schaffen und Angebote zielgerichtet aufeinander abzustimmen wurde die „virtuelle JugendBerufsAgentur“ entwickelt. Im Beitrag wird die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Vorhabens skizziert. Es werden die datenschutzrechtlichen Anforderungen und die funktionelle Umsetzung beschrieben. Abschließend gehen die Autoren auf die aktuellen Entwicklungen ein und geben einen Ausblick.

Thomas Vogel, Saskia Heublein, Peter Schulz

32. ELEVATOR LG – Accelerator für Startups mit dem Themenschwerpunkt IT/Medien

Acceleratoren erweitern das Unterstützungsangeboten für Startups. Die Motivation für derartige Programme ist unterschiedlich und hängt stark von der Trägerstruktur ab. Im Fall des ELEVATOR LG, einem auf den Bereich IT/Medien, spezialisierten Accelerator, besteht sie aus öffentlichen Einrichtungen, privaten Unternehmen, einem Business-Angel-Netzwerk und einem regionalen Finanzinstitut. Individuelle Statusanalysen dienen als Basis für eine Einbindung von spezialisiertem Know-how in die Betreuung und verbessern die Entscheidungsqualität regionaler Investoren im Vorfeld des finanziellen Engagements.

Christine Benecke, Jürgen Enkelmann

33. Breitbanderschließung im Main-Tauber-Kreis. Flächendeckendes Konzept in einer Stufenentwicklung

Der Main-Tauber-Kreis hat in den zurückliegenden beiden Jahren die Breitbandversorgung sukzessive ausgebaut. Nach der Wahl des Ausbaumodells, bei dem vor allem die Faktoren Kosten und Zeit im Mittelpunkt standen, wurde die Breitbandkonzeption im Landkreis in mehrere Ausbauschritte gegliedert. Durch Fördermittel des Bundes und Landes Baden-Württemberg konnte der Ausbau realisiert werden. Beispielhaft waren von Beginn an die interkommunale Zusammenarbeit und der Schlüssel zur Kosten- und Leistungsaufteilung.

Jochen Müssig, Rico Neubert

34. Standortportal Minden-Lübbecke – Das digitale Instrument zur Sicherung von Fach- und Führungskräften

Das wesentliche Ziel des im Jahr 2017 entwickelten Standortportals Minden-Lübbecke ist die Gewinnung junger Fach- und Führungskräfte für den Standort. Das Portal soll Interesse und Begeisterung für die Region bei der Zielgruppe wecken und die ansässigen Unternehmen bei ihrer Fachkräfte-Akquise unterstützen. Dies erfolgt u. a. durch die zielgruppengerechte Präsentation der Region mit Hilfe der harten und weichen Standortfaktoren Arbeitgeber, Wohnverhältnisse, Ausbildung & Stellenangebote oder Freizeit und Kultur. Ergänzt wird das Standortportal durch die Kampagne „Überlandflieger“. Mittels dieser Kampagne sollen vor allem den 25- bis 35-Jährigen Fach- und Führungskräften die Vorteile der Region nähergebracht werden. Zusätzlich soll hiermit über die kreiszugehörigen Städte und Gemeinden hinweg eine gemeinsame (digitale) Identität für den Kreis Minden-Lübbecke geschaffen werden.

Birgit Ahrens

35. Das Projekt Revive! Oberzent – Startup-Initiative für den ländlichen Raum im PPP-Format

Im ländlichen Raum braucht es neue Ideen, um gegen den zunehmenden Leerstand und das Schwinden der Betriebe vorzugehen. Existenzgründungen sind notwendig, aber bürokratische Hürden oder fehlende Unterstützung der Gründer in der Anfangsphase erschweren diese.Bereits 2016 entwickelte der bei einem großen Automobilkonzern beschäftige IT Projektmanager Christoph Seip in der Stadt Beerfelden im südlichen Odenwald ein Inkubatoren-Projekt mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Gottfried Görig. Das Ziel: Potentielle Existenzgründer bei der Umsetzung Ihrer Ideen pragmatisch zu unterstützen, z. B. bei Genehmigungsverfahren, durch den Aufbau eines Netzwerkes oder der Businessplanerstellung (Jedicke 2019).Im Jahr 2018 entwickelte sich aus einer freiwilligen Fusion von Beerfelden mit drei weiteren Gemeinden die Stadt Oberzent. In der damit einhergehenden Aufbruchsstimmung erhielt das Programm „Revive! Oberzent“ zusätzliche Aufmerksamkeit.

Gabriele Quanz, Claudia Ulrich

36. „Standort Plus“ – Wie 16 Akteure der Wirtschaftsförderung gemeinsam arbeiten

Der Kreis Offenbach ist Teil der Metropolregion FrankfurtRheinMain und einer der wirtschaftsstärksten Kreise in Deutschland. Die günstige geografische Lage, gut ausgebildete Arbeitskräfte, Weltoffenheit und nicht zuletzt die besondere Lebensqualität in jeder der 13 Städte und Gemeinden bieten regionalen sowie internationalen Unternehmen beste Voraussetzungen.Um den starken Standort besser zu profilieren, haben die wichtigsten Akteure für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung – der Kreis Offenbach, die 13 kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main sowie die Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach – ihre Kräfte gebündelt. Das gemeinsame Wirtschaftsförderkonzept „Standort Plus“ mit dem Claim „Schneller. Stärker. Smarter“ steht seitdem für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung, die über Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus denkt und handelt.

Ralf Hügel, Sandra Klauß

37. Wirtschaftsförderung – Wir können auch anders

Innovative Wirtschaftsförderung bedarf nicht nur der Innovation. Mindestens genauso wichtig sind zwei weitere Aspekte: Vertrauen aufbauen und erhalten sowie die Wirtschaftsförderung eng an den Gegebenheiten der Region orientieren, statt wohlklingende Standardkonzepte einzusetzen. Mit welchem Leitbild die Wirtschaftsförderung für den Landkreis Oldenburg dies realisiert stellt dieser Beitrag dar.

Hans-Werner Aschoff

38. Unternehmensnachfolge und Flächensparen

Obwohl die Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen sinkt, werden in Deutschland immer noch 60 Hektar Fläche pro Tag neu in Anspruch genommen. Die bisherige Forschung zur Reduzierung der Neuinanspruchnahme widmet sich größtenteils die Revitalisierung bestehender Brachflächen. Ein neuer Aspekt zur Vermeidung von Brachflächen der hier thematisiert werden soll, ist der demografische Wandel: Immer mehr ältere Unternehmer finden keinen potenziellen Nachfolger für ihre Firma. Zusätzlich sorgt das breite Angebot von beruflichen Alternativen zur Selbstständigkeit für eine Beeinträchtigung in der Suche nach Nachfolgern. Für Unternehmen, denen es nicht gelingt einen geeigneten Nachfolger zu finden, stellt sich die Frage, wie die Fläche weiter genutzt werden kann. Zuerst sollen Unternehmen mit einem erhöhten Risiko Nachfolgeschwierigkeiten zu bekommen, mit einem ‚Frühwarnsystem‘ verortet werden. Durch die gezielte Unterstützung bei der Suche nach Nachfolgern oder alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die Gewerbeflächen wird dann dabei unterstützt, dass bereits genutzte Flächen weiter genutzt werden können und keine neuen Flächen in Anspruch genommen werden müssen.

Matthias Riepe

39. Aus der Schwäche eine Stärke machen: Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis Osterholz

Damit Unternehmen sich von anderen Wettbewerben und Marktteilnehmern abgrenzen können, leisten Innovationen einen wichtigen Beitrag. Innovationen sind somit eine Lösung, um den wirtschaftlichen Fortbestand und die Weiterentwicklung von Unternehmen zu ermöglichen. Damit Unternehmen bestmöglich Innovieren können, müssen bestimmte ökonomische Voraussetzungen vorliegen. Jedoch befindet sich der Landkreis Osterholz in diesem Kontext aus unterschiedlichen Gründen in einer schwierigen Situation. Damit Unternehmen dennoch prosperieren und vorhandene Innovationsbarrieren überwinden können, hat die Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung einen ganzheitlichen Ansatz zur Förderung von Innovationen entwickelt, der in diesem Beitrag vorgestellt wird.

Bastian Paulsen, Marco Prietz, Siegfried Ziegert

40. Ein Schüler-Video-Wettbewerb als neuer Ansatz zur Fachkräftesicherung im Rhein-Erft-Kreis: ScienceTube Rhein-Erft

Die Unternehmen im Rhein-Erft-Kreis stehen zunehmend vor der Herausforderung qualifizierte Fachkräfte zu finden und längerfristig an sich zu binden. Betroffen sind hierbei die Berufsfelder aus dem sozialen und pflegerischen, als auch aus dem MINT-Bereich.Die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH hat deshalb einen Schüler-Video-Wettbewerb, den „ScienceTube Rhein-Erft“, ins Leben gerufen. Sie hat damit eine Projektidee, die aus der Standort- und Zukunftsstudie „REload – Zukunft Rhein-Erft-Kreis 2030“ hervorging, aufgegriffen und gemeinsam mit der Kreisverwaltung und weiteren Partnern umgesetzt. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler und soll diese für die MINT-Berufe begeistern. Als Fachkräfte von morgen sind sie für die Unternehmen eine besondere Zielgruppe. Die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH sieht in diesem Ansatz eine Möglichkeit der Fachkräftesicherung im Rhein-Erft-Kreis.

David Eßer, Susanne Kayser-Dobiey

Regionen

Frontmatter

41. Die Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim – Gemeinsamer Blick über den Tellerrand hinaus

Seit 2002 arbeiten die Städte und Landkreise Bamberg und Forchheim in der Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim (WiR.) erfolgreich zusammen. Ziel der Kooperation ist die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region, um die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität zu steigern. Der Blick über die eigenen Landkreisgrenzen und die gezielte Nutzung von Synergieeffekten kennzeichnen die gemeinsamen Projekte. Die Zusammenarbeit erfolgt auf Ebene der Wirtschaftsförderungen, deren Leiterinnen und Leiter sich die Geschäftsführung der GmbH teilen. Von 2016–2018 setzte die WiR. mithilfe der Regionalmanagementförderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat das Projekt „ankommen-arbeiten-leben“ um.

Tobias Alt, Viktor Naumann, Andreas Rösch, Ruth Vollmar, Inge Werb

42. Standort Guide Bodensee – interaktive Plattform für die Vierländerregion Bodensee

Der Standort Guide Bodensee ist eine innovative Onlineplattform, die Standorte und Business-Areale in einer 360-Grad-Ansicht erleben lässt. So werden Standortanfragen für Unternehmensansiedlungen und Firmenerweiterungen direkt und in Echtzeit erlebbar, wodurch ein vollumfänglicher Überblick über die Ansiedlungsmöglichkeiten in der Vierländerregion Bodensee gegeben wird.Im folgenden wird zunächst kurz das Interreg-Projekt Alpinespace „SmartVillages“, in dessen Rahmen der Standort Guide Bodensee realisiert wird, sowie die Bodensee Standort Marketing GmbH vorgestellt, die das Projekt umsetzt. Im Hauptteil wird dann ausführlich der Standort Guide Bodensee erläutert.

Thorsten Leupold, Carolin Schnaidt

43. Von Hamburg bis zur Nordsee: Die Wirtschaft an der Unterelbe wächst zusammen – Projekt „Länderübergreifendes Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Unterelbe“

Der Beitrag zeigt, wie über drei Bundesländer sowie Verwaltungsgrenzen hinweg die Kräfte in einer bereits sehr starken Wirtschaftsregion gebündelt wurden und ein Netzwerk von verschiedenen Akteuren beiderseits der Elbe entstand. Es werden die Leitbild-Entwicklung sowie exemplarisch die Projekte „Chemienetzwerk Unterelbe“, „Online-Flächenvermarktungsportal“, „Standortatlas Chemie“ sowie die „Konzeptstudie Aquakultur“ vorgestellt.

Volker Jahnke

44. Deltaland: Wirtschaftsförderung als PPP mit interkommunalem Ansatz

Die niedersächsische Wirtschaftsregion Deltaland mit den Städten Walsrode und Bad Fallingbostel, der Gemeinde Bomlitz (seit 1. Januar 2020 Eingemeindung nach Walsrode) und der Samtgemeinde Ahlden liegt verkehrsgünstig zwischen Hamburg, Hannover und Bremen am Dreieck der Autobahnen 7 und 27. Alle drei genannten Metropplräume strahlen in die Region aus, das Deltaland gehört selbst jedoch nicht zu den prosperierenden Speckgürteln der drei Großstädte. Die Region mit ca. 50.000 Einwohnern macht den Großteil des südlichen Heidekreises aus und gilt wie der gesamte Landkreis Heidekreis gemeinhin als strukturschwach. Durch eine gemeinsame Kraftanstrengung, deren erster Impuls vor gut 15 Jahren von der lokalen Industrie ausging, hat sich ein erfolgreicher Wirtschaftsförderungsansatz entwickelt, der sowohl auf dem Gedanken der interkommunalen Kooperation wie auch auf dem Konzept des Public-Private-Partnership beruht.

Michael Krohn

45. Strategisches Management, Effizienzsteigerung und Expansion – Die Förderung von KMU im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der Automobilindustrie am Beispiel des Wirtschaftsraums Heilbronn

Dieser Beitrag zeigt – am Beispiel der Automobilindustrie – wie eine Region sich pro-aktiv auf die anstehenden Veränderungen und deren Auswirkungen für die Wirtschaft und die Beschäftigten mit dem Projekt SEFEX vorbereitet. Das Projekt SEFEX setzt durch die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen sowie der Entwicklung neuer Ideen für Produkte und Dienstleistungen durch strategisches Management, Effizienzsteigerung und Expansion an genau dieser Problematik an. Übergeordnetes Ziel von SEFEX ist es, eine stärkere Unabhängigkeit der klein- und mittelständischen Unternehmen von den Großunternehmen zu schaffen, und dennoch höhere Margen zu erzielen.

Patrick Dufour, Laura Kistner, Corinna Ulrich

46. Gewerbeportal KielRegion

Standortentscheidungen hängen heute von weitaus mehr Faktoren ab als noch vor 10 oder 20 Jahren. Neben harten Faktoren wie dem reinen Quadratmeterpreis, der Entfernung zum nächsten (Flug-) Hafen oder der Autobahn gewinnen weiche Standortfaktoren rund um das Thema Lebensqualität zunehmend an Bedeutung. Deswegen verbindet das Gewerbeportal der KielRegion harte und weiche Standortfaktoren.Das Gewerbeportal bietet die Möglichkeit, in der Region verfügbare Gewerbeflächen tagesaktuell online darzustellen. So können sich Interessenten jederzeit informieren. Vor allem aber nutzen die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Region die Plattform in ihren Vermittlungs- und Beratungsgesprächen.

Christiane Ostermeyer, Jana Haverbier

47. Talentenetzwerk Nordwestbrandenburg – eine Bewerbung zu viel!?

Ziel des Talentenetzwerks ist es, durch intelligente Streuung von Bewerbungsunterlagen offene Stellen schnellstmöglich durch qualifizierte Bewerber∗innen zu besetzen. So ermöglicht es die innovative Struktur des Talentenetzwerks bei bereits besetzten Stellen, die Unterlagen von Jobinteressierten unverzüglich an Netzwerkpartner weiterzuleiten. Eine Minimierung der Vakanzen der wichtigsten Arbeitgeber der Region wird zur prioritären Essenz erklärt.

Franz-Erwin Dreschler, Christian Fahner, Robin Schmidt

48. Drei gewinnt: Das Städtenetzwerk Fernost der Städte Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach

„Drei gewinnt“ ist ein wegweisendes Bündnis der Städte Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach. Ziel ist es, durch strategische Zusammenarbeit die drei Städte als Wirtschaftsstandort und Lebensraum zukunftssicher aufzustellen. Dabei werden Synergieeffekte genutzt, Ressourcen gebündelt und gemeinsame Potenziale auf wirtschaftlicher, struktureller und politischer Ebene gehoben und ausgebaut. Eine Besonderheit ist, dass Einnahmen und Ausgaben zwischen den drei Kommunen geteilt werden. Gemeinsam sind die Städte in einem deutsch-chinesischen Städtenetzwerk mit mehreren chinesischen Stadtbezirken vernetzt. 2015 wurde die Kooperation durch die Bildung des Zweckverbands „Städtenetzwerk Fernost“ vertieft. Die Ansiedlung chinesischer Unternehmen im Rahmen von „Drei gewinnt“ wird durch ein gemeinsames Standortmarketing umgesetzt und eine speziell hierfür geschaffene China-Kompetenzstelle, über die eine zielgerichtete Betreuung der Unternehmen von Beginn an möglich ist. Das Leistungsangebot umfasst dabei eine chinesisch-sprachige Beratung von Beginn an, die Unterstützung bei Flächensuchen, behördlichen Abläufen, Visaangelegenheiten und Markteinschätzungen. Neben wirtschaftlichen Themen wird auch der kulturelle Austausch gefördert. Für die in Drei gewinnt ansässigen Unternehmen agiert die Kompetenzstelle darüber hinaus als Informationsgeber und stellt bei Bedarf geeignete Kontakte zu chinesischen Organisationen her.

Angelika Niederberger, Anja Warnecke-Bi

49. Wirtschaftsregion Westbrandenburg – Erfolg durch Freiwilligkeit

„Kooperieren statt Konkurrieren“, um im Wettbewerb der Regionen sichtbar zu sein und darin bestehen zu können. Diesem Leitsatz haben sich die Akteure der Wirtschaftsregion Westbrandenburg seit 2010 verbindlich verpflichtet. Die Wirtschaftsregion Westbrandenburg ist die freiwillige interkommunale Zusammenarbeit von vier Gebietskörperschaften im Westen des Landes Brandenburg – Landkreis Havelland sowie die Städte Rathenow, Premnitz und Brandenburg an der Havel. Die Partner haben sich auf eine gemeinsame Kooperation in wirtschaftlichen, arbeitsmarktpolitischen und infrastrukturellen Bereichen verständigt. Unzählige Einzelmaßnahmen wurden und werden im Rahmen der Wirtschaftsregion Westbrandenburg unter ständiger Einbeziehung der Stakeholder umgesetzt. Der Weg bis zur Zusammenarbeit, die Art der Kooperation, einzelne Maßnahmen und Projekte sowie die gesammelten Erkenntnisse und die erzielten Ergebnisse werden in diesem Kapitel dargestellt.

Anett Lamberty
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