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Instant Payment nimmt weltweit Fahrt auf

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Instant Payments überzeugen mit stetig steigenden Wachstumszahlen. Als wichtige Treiber identifiziert der "World Payments Report 2025" Wallets, P2P-Zahlungen sowie regulatorische Maßnahmen. Doch viele Banken sind darauf nicht optimal eingestellt. Vorreiter kommen aus Brasilien oder Indien. 

Für eine große Mehrheit der Führungskräfte aus der Versicherungs-, Einzelhandels- und Automobilbranche ist die Ausweitung von Instant-Payment-Zahlungen wichtig.


Instant Payments werden bis 2028 etwa 22 Prozent der weltweiten bargeldlosen Transaktionen ausmachen. Das prognostiziert der aktuelle "World Payments Report 2025" des Beratungshauses Capgemini. Laut Nils Jung, Head of Payments bei Capgemini Invent in Deutschland, ist die Zahlungsbranche derzeit an einem Wendepunkt hin zu einem offenen Zahlungsverkehr in Echtzeit. "Die Fortschritte, die mit Pix in Brasilien und UPI in Indien erzielt wurden, haben deutlich gemacht, dass der Erfolg von der Zusammenarbeit zwischen privatem und dem öffentlichen Sektor abhängt."

Wallets und P2P-Zahlungen sind wichtige Treiber

Seit dem ersten Bericht im Jahr 2004 habe sich die Branche aufgrund neuer Technologien wie Wallets und P2P-Zahlungen grundlegend verändert, heißt es weiter. Die zunehmende Vernetzung und Effizienz des Ökosystems sei zudem durch regulatorische Maßnahmen angetrieben worden, die Innovationen fördern und Verbraucher schützen. 

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Für ihre Erkenntnisse haben die Studienautoren des Capgemini Research Instituts eine globale Unternehmensumfrage unter 600 Treasurern aus den Bereichen Versicherung, Einzelhandel und Automobilindustrie sowie Interviews mit Führungskräften aus der Banken- und Zahlungsverkehrsbranche ausgewertet. Beide wurden weltweit in insgesamt 15 Märkten durchgeführt - darunter auch Deutschland. Gefragt wurde unter anderem nach Faktoren, die Störungen im Zahlungsverkehr beeinflussen, Erwartungen an Geschäftsbanken sowie neu entstehenden Zahlungsdienste wie auf Instant Payment basierenden Anwendungsfälle und Echtzeit-Treasury-Systeme.

Mögliches Transaktionsvolumen bis 2028 bei 2.900 Milliarden

Die Ergebnisse bestätigen das Wachstum im Segment der bargeldlosen Transaktionen - allen voran im asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Europa und Nordamerika folgen auf den Plätzen zwei und drei, wie folgende Grafik belegt: 

Die Entwicklung der bargeldlosen Transaktionen ab 2018 bis 2028 (geschätzt) in Milliarden US-Dollar.


2023 belief sich das Gesamtvolumen auf 1.411 Milliarden US-Dollar und wird in diesem Jahr voraussichtlich 1.650 Milliarden US-Dollar erreichen. Der Wunsch der Kunden nach einem reibungslosen Zahlungserlebnis treibe diesen Trend voran. Das mache bis 2028 ein Transaktionsvolumen von 2.838 Milliarden US-Dollar realistisch. 

A2A-Zahlungen konkurrieren mit klassischen Kartensystemen

Insbesondere steigt das weltweite Interesse an sogenannten A2A-Zahlungen, also die Überweisung von Konto-zu-Konto ohne die Nutzung vorhandener Kartennetze. Diese Sofortzahlungslösung habe das Potenzial, zwischen 15 und 25 Prozent des Wachstums des Kartenzahlungsvolumens zu ersetzen. Vor allem die geringeren Kosten stellen laut Report die traditionellen Systeme vor Herausforderungen.

So ist auch für zwei Drittel der befragten Führungskräfte die Ausweitung von Instant-Payment-Zahlungen wichtig, denn so erhalten diese Echtzeit-Einblicke in ihre Finanzen. Besonders in Europa werde die Akzeptanz durch regulatorische Vorgaben wie die Instant Payment Regulation gefördert.

Banken brauchen Anreize für mehr Open Finance

Allerdings können nur 53 Prozent der Banken können entsprechende Transaktionen sowohl senden als auch empfangen. Betrugsängste und fehlende Schutzmaßnahmen hemmen die Weiterentwicklung in den Instituten, heißt es zur Begründung. Auch ist die Nutzung von Open Finance weltweit aufgrund unklarer rechtlicher Rahmenbedingungen und fehlender Standards noch begrenzt. Nur 17 Prozent der Banken sind in der Lage, entsprechende Produkte aktiv zu testen oder einzuführen. Länder wie Australien, Brasilien und Indien sind Vorreiter bei der Integration offener Finanzsysteme.

Geldhäuser benötigten sowohl einen erheblichen technologischen als auch geschäftlichen Anreiz, um Sofortzahlungsdienste einzuführen, wobei laut Studie nur fünf Prozent der globalen Banken hohe Geschäfts- und Technologiebewertungen aufweisen und somit als führend bei der Einführung von Sofortzahlungen positioniert sind. Zukunftsorientierte Banken sollten ihre Vorbereitungen beschleunigen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, raten die Studienautoren.

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    Bildnachweise
    Instant Payment/© Tetiana Lazunova / Getty Images / iStock, Salesforce.com Germany GmbH/© Salesforce.com Germany GmbH, IDW Verlag GmbH/© IDW Verlag GmbH, Diebold Nixdorf/© Diebold Nixdorf, Ratiodata SE/© Ratiodata SE, msg for banking ag/© msg for banking ag, C.H. Beck oHG/© C.H. Beck oHG, OneTrust GmbH/© OneTrust GmbH, Governikus GmbH & Co. KG/© Governikus GmbH & Co. KG, Horn & Company GmbH/© Horn & Company GmbH, EURO Kartensysteme GmbH/© EURO Kartensysteme GmbH, Jabatix S.A./© Jabatix S.A.