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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Wandel, sagte der deutsche Philosoph Schopenhauer einmal, ist das einzig Beständige. Er ist also an sich nichts Neues. So ist der Strukturwandel heute die treibende Kraft, die der Arbeitswelt die Richtung zeigt. Neu an ihm ist aber zum einen das Tempo, mit dem er sich vollzieht. Während das Telefon noch 55 Jahre brauchte, um von 50 Mio. Menschen genutzt zu werden, benötigte das Fernsehen nurmehr 13 Jahre, während das Internet innerhalb von 3 Jahren diesen Nutzungsgrad erlangte. Der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungs- sowie Informationsgesellschaft ist in vollem Gange. Ein Ende ist diesbezüglich derzeit nicht abzusehen. Neu ist des weiteren aber auch seine weltweite Verflechtung. Vor dem Hintergrund der Globalisierung verlieren Grenzen ihre Bedeutung für die Absatzmärkte; nimmt die Wettbewerbsintensität zu. Konjunkturelle Veränderungen bedeutender Wirtschaftsnationen können nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden, sondern wirken auch auf nationale und regionale Strukturen durch. Gleichzeitig gewinnt auch die Mobilität des Menschen an Momentum. Des weiteren wird der strukturelle Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft vom demographischen Wandel der sie tragenden Menschheit überlagert; Menschen werden aufgrund des technischen Fortschritts in der Medizin immer älter und bekommen weniger Kinder.
Armin J. Hartmuth

2. Der Begriff Institution

Zusammenfassung
Bevor eine konkrete Institution bezüglich ihres Wandels in der Zeit analysiert werden kann, bedarf es zunächst einiger Vorüberlegungen, die im Mittelpunkt des Kapitel 2 stehen. So wird im Abschnitt 2.1 der Begriff „Institution“ näher gleichzeitig das Begriffspaar „Institution vs. Organisation“ abgegrenzt. Im daran anschließenden Abschnitt 2.2 wird die Bedeutung von Institutionen herausgearbeitet, während in den Abschnitten 2.3 und 2.4 die Rolle der Transaktionskosten sowie der Eigentumsrechte im Zusammenhang mit der Analyse von Institutionen verdeutlicht wird. Das Kapitel schließt mit einigen Bemerkungen zur Stabilität von Institutionen sowie mit Fragestellungen, den institutionellen Wandel betreffend, welche in Abschnitt 2.5 gebündelt werden.
Armin J. Hartmuth

3. Erklärungsansätze zur Entstehung und zum Wandel von Institutionen

Zusammenfassung
Nachdem die Zielsetzung des vorangegangenen Kapitels darin bestand, im Rahmen von Vorüberlegungen den Begriff Institution näher zu erläutern, werden im nun folgenden Kapitel die jeweils existierenden Erklärungsansätze zur Entstehung und zum Wandel von Institutionen in Form eines Überblicks vorgestellt. Die Ausführungen in Kapitel 3 bilden somit auch den allgemeinen theoretischen Bezugsrahmen für eine Analyse des institutionellen Wandels aus verschiedenen Perspektiven, die für sich genommen anhand der Argumentation des entsprechend gewählten Erklärungsansatzes geführt wird. Einen Teil des Überblicks bilden auch evolutorische Erklärungsansätze, die im Rahmen dieses Kapitels jedoch ebenfalls nur in Form ihrer wesentlichen Charakteristika dargestellt werden, bevor sie dann in Kapitel 6 aus einer spezifischen Sichtweise die Grundlage der Analyse des institutionellen Wandels von Börsen bilden und vor diesem Hintergrund dann selbst einer ausführlichen Erörterung unterzogen werden.
Armin J. Hartmuth

4. Die Institution Börse als Analysegegenstand

Zusammenfassung
In den beiden vorangegangenen Kapiteln wurden mit der Erläuterung des Begriffs Institution sowie der Darlegung verschiedener Erklärungsansätze zur Entstehung sowie zum Wandel von Institutionen die theoretischen Grundlagen dafür geschaffen, um in einem weiteren, darauf aufbauenden Schritt den Wandel einer real existierenden Institution der Analyse zu unterziehen. Dafür muss jedoch im folgenden Kapitel zunächst die Institution Börse als die zu analysierende Einheit näher charakterisiert und somit der Kontext für die daran anschließende Untersuchung des Wandels dieser Institution geschaffen werden. Im Abschnitt 4.1 wird deshalb in einer ersten Annäherung der Begriff Börse näher „beleuchtet“ bevor die Institution Börse aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird.123 Abschnitt 4.2 befasst sich mit der Marktmikrostruktur von Börsen, bevor dann im Abschnitt 4.3 auf die volkswirtschaftliche Bedeutung von Börsen eingegangen wird. Während Kapitel 3 also den theoretischen Unterbau für eine generelle Analyse des institutionellen Wandels lieferte — indem die unterschiedlichen Analyseperspektiven aufgezeigt wurden, mit dessen Hilfe der Wandel von Institutionen erklärt werden kann — wird nunmehr in Kapitel 4 der Analysegegenstand selbst näher spezifiziert.
Armin J. Hartmuth

5. Der Wandel an den Finanzmärkten und seine Implikationen für die Börse

Zusammenfassung
Nachdem im vorangegangenen Kapitel die Institution Börse einer mikro- sowie makroökonomischen Betrachtung unterzogen wurde, stehen nunmehr die Analyse des Wandels an den Finanzmärkten und die darin zum Ausdruck kommenden Implikationen für die Institution Börse im Mittelpunkt der Ausführungen. Dabei sollen zunächst die wesentlichen Determinanten des Wandels an den Finanzmärkten aufgezeigt werden, bevor dann im Anschluss daran näher auf den institutionellen Wandel von Börsen eingegangen wird. Der Wandel der Institution Börse wird in diesem Zusammenhang als Reaktion der Handelsplätze auf veränderte Rahmenbedingungen verstanden.
Armin J. Hartmuth

6. Evolutorische Ökonomik und institutioneller Wandel von Börsen

Zusammenfassung
Die Zielsetzung des nun folgenden Kapitels besteht darin, die im Abschnitt 5.2 aufgezeigten Entwicklungstendenzen hinsichtlich des institutionellen Wandels von Börsen als Reaktion der Handelsplätze auf veränderte Rahmenbedingungen (vgl. Abschnitt 5.1) aus Sicht der evolutorischen Ökonomik als einem individualistischen Erklärungsansatz für den institutionellen Wandel zu erklären. Dabei soll zunächst — unter besonderer Berücksichtigung der evolutorischen Theorie der Unternehmung — ein allgemeiner Überblick zur Konzeption und Analytik der evolutorischen Ökonomik gegeben werden, bevor dann in einem zweiten Schritt der institutionelle Wandel von Börsen aus der Perspektive der evolutorischen Ökonomik analysiert wird.
Armin J. Hartmuth

7. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Im Jahre 1995 beschloss Kenneth D. Pasternak — nachdem er zunächst mit Automobilen gehandelt hatte und im Anschluss daran Aktienhändler für ein renommiertes Wertpapierhandelshaus an der Wall Street wurde — eine Börse für den „kleinen Mann“ zu gründen. Seine Idee war einfach und genial: Sie bestand darin, sich ein Computersystem entwerfen zu lassen, welches in der Lage war, nicht nur automatisch zu den jeweils eingegebenen Kauf- und Verkaufsorder einen Handelspartner zu suchen, sondern auch den Vertragsabschluss sowie die Abwicklung der Wertpapiertransaktion vollautomatisiert über das entsprechende System laufen zu lassen. Mit dieser Geschäftsidee konnte er hinreichend viele Banken für sich gewinnen, die sich an seinem nunmehr gegründeten Unternehmen des weiteren finanziell beteiligten und darüber hinaus auch ihre eigenen Wertpapiertransaktionen nicht mehr wie bis dato über eine „etablierte Börse“, sondern über Pasternaks vollautomatisierte Computerbörse weitergaben. Bereits 1999 konnte er nach Angaben von Fortune — was die per Internet eingegebenen Börsenaufträge (= Onlinehandel) anbelangt — einen Marktanteil von nahezu 40% für sich generieren; 20% des gesamten Handelsvolumens der NASDAQ wurden zu diesem Zeitpunkt von seinem Unternehmen „kontrolliert“. Bei dem von Pasternak gegründeten Unternehmen handelt es sich um die Knight/Trimark Group, welche seitdem als Electronic Communication Network (ECN) — also als neuer Marktteilnehmer — im Börsensegment firmiert.984
Armin J. Hartmuth

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