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Über dieses Buch

In diesem Buch nimmt Andreas Landes Unternehmen, die Kernakteure des Arbeitsmarktes, als zentrale Orte des gesellschaftlichen Integrationsprozesses in den Blick und erarbeitet anhand von Fallstudien in vier KMU ein organisationszentriertes Integrationsmodell an der Schnittstelle zwischen Organisations- und Migrationssoziologie. Gewinnung und Erhalt ausländischer Fachkräfte ist weder eine rein unternehmerische Aufgabe unter dem Stichwort der Retention noch eine rein gesellschaftliche Aufgabe unter dem – emotional und oft unscharf gebrauchten – Begriff der Integration. Vielmehr ist es unter den Vorzeichen der viel diskutierten Integration in den Arbeitsmarkt angemessen, die Wechselwirkung beider Aspekte zusammenzudenken und zu verstehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Der öffentliche Diskurs um Zuwanderung und Integration, wie ihn Deutschland seit 2015 erlebt, ist kein neuer. Vielmehr erlebte das Land in den Monaten und Jahren seitdem die Zuwanderungszahlen im Zuge der Verschlechterung der humanitären Lage im Nahen Osten rasant anstiegen, die Renaissance einer Auseinandersetzung, die es Mitte der 1990er Jahre schon einmal gab. Bereits 1995 führten Politik und Öffentlichkeit eine Diskussion über Sozialleistungen für Zuwanderer (schon damals einer der Wortführer der christdemokratisch-christsozialen Regierung: der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer), wurde um die nationale Zuwanderungsgesetzgebung gestritten oder forderte das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge die internationale Gemeinschaft auf, den Ursachen für die europäischen und transkontinentalen Wanderungsbewegungen entschlossen entgegenzuwirken (vgl. Reinsch 2015).

Andreas Landes

Kapitel 2. Stand der Forschung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zentral mit zwei verschiedenen Forschungsbereichen: zum einen mit der Integrationsforschung und zum anderen mit der Organisationsforschung. Ihr Ziel ist es, beide Forschungsbereiche so zusammenzuführen, dass die Rolle von Unternehmen bei der gesellschaftlichen Integration von hochqualifizierten Migranten theoretisch fundiert verstanden werden kann. In diesem Abschnitt wir dafür zunächst der Stand der Forschung der jeweiligen Forschungsbereiche in Bezug zur Migration und Integration von Hochqualifizierten aufgezeigt.

Andreas Landes

Kapitel 3. Theoretisch-konzeptuelle Grundlagen

Der im vorangegangenen Kapitel angestellte Überblick über die Entwicklungen und Forschungsstände weist also Desiderate in dreierlei Hinsicht auf. Diese Desiderate sollen im Folgenden mit dem Aufbau eines entsprechenden theoretischen Modells aufgegriffen werden. Kapitel III1 widmet sich der statischethnischen Kulturauffassung und führt einen angemesseneren, dynamischen und multiplen Kulturbegriff ein. Kapitel III2 schließt daran an und entwirft einen Integrationsbegriff, der diesem Kulturverständnis entspricht. Letztlich steht dabei (immer noch) der nationalgesellschaftliche Integrationsbezugsrahmen im Vordergrund, differenziert diesen aber aus und ermöglicht damit flexiblere und empirisch getriebene Perspektiven auf Integrationsprozesse innerhalb von Nationalgesellschaften.

Andreas Landes

Kapitel 4. Empirische Studie

Wurden im vorangegangenen Kapitel die zentralen Forschungsfragen dargestellt, die das Erkenntnisinteresse des Forschungsprozesses leiten, so sollen nun in diesem Kapitel zunächst die forschungstheoretischen Grundlagen erläutert werden (Kapitel IV1), auf deren Basis diese Fragen anschließend in einer fallspezifischen (Kapitel IV2) und sodann in einer fallübergreifenden Darstellung (Kapitel IV3) beantwortet werden.

Andreas Landes

Kapitel 5. Diskussion

Nach der Beantwortung der Forschungsfragen im vorangegangenen Kapitel ist es hier das Ziel, „die Sinnhaftigkeit des Gesagten in einem größeren Zusammenhang zu verdeutlichen“ (Rüegg-Stürm 2003, 69). Robert Oppenheimers Bild von der Wissenschaft als Haus bietet dafür eine anschauliche Metapher. Die vorliegende Arbeit hat sich theoretisch und empirisch in ein komplexes Gebiet begeben, eine unübersichtliche Zimmerflucht der Migrationsforschung in diesem Haus.

Andreas Landes

Kapitel 6. Schluss

Nach der Diskussion der Forschungsergebnisse und deren Einordnung in den weiteren Forschungskontext werden nun zusammenfassend nochmals die Beantwortung der Forschungsfragen (Kapitel VI1.1) aufgegriffen und der theoretische und empirische Beitrag zum Forschungsfeld (Kapitel VI1.2) dargestellt. Die Arbeit schließt sodann mit einem Ausblick, in dem sie die Limitationen der durchgeführten Studie aufgreift und weitere Forschungsdesiderate aufzeigt (Kapitel VI2.1), sowie die in Kapitel IV3 angedeuteten policy implications (vgl. Yin 2014) und Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung der Erkenntnisse gibt (Kapitel VI2.2).

Andreas Landes

Backmatter

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