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01.08.2016 | Originalarbeit | Ausgabe 7-8/2016 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 7-8/2016

Integrierte gewässerökologische Modellansätze zur Beurteilung von Gewässervernetzungsvarianten am Beispiel der Unteren Lobau

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 7-8/2016
Autoren:
MSc. Daniel Trauner, Mag. Dr. Andrea Funk, Mag. Eva-Maria Pölz, DI Eva Feldbacher, Mag. Dr. Gabriele Weigelhofer, Dr. Walter Reckendorfer, Assoc- Prof. Dr. Thomas Hein

Zusammenfassung

Weltweit zählen Fließgewässersysteme und Auenlandschaften zu den gefährdetsten Ökosystemen. Flussregulierungs- und Verbauungsmaßnahmen haben diese Systeme von ihren natürlichen Wasserstandsschwankungen bzw. dem Wasseraustausch mit dem Fluss entkoppelt und führen damit zu einer Verlandung ehemaliger hochdynamischer Habitate. Gezielte Managementmaßnahmen können diesen Entwicklungen entgegenwirken, müssen vor Umsetzung aber auf ihre Auswirkungen hin überprüft werden. Grundsätzlich initiieren alle Restaurationsmaßnahmen grundlegende Prozesse im Fluss-Auensystem, auf die Arten mit unterschiedlichen Habitatansprüchen und unterschiedlichem Schutzstatus verschieden reagieren können. Eine Möglichkeit einer wissenschaftlich fundierten Prognose von hydrologischen Managementmaßnahmen wird in diesem Artikel am Beispiel der Verwendung von Habitatmodellen für eine Studie in der Unteren Lobau vorgestellt. Die Untere Lobau ist eine Auenlandschaft im Osten von Wien, nördlich der Donau. Sie ist Teil des Nationalparks Donau-Auen und geschützter FFH-Lebensraum. Vor der Donauregulierung Ende des 19. Jahrhunderts war die Untere Lobau ein dynamisches Auengebiet, aber die heute vorherrschenden Verlandungsprozesse bedrohen dieses in Europa selten gewordene Ökosystem. Für dieses Gebiet wurden drei Managementvarianten untersucht: 1) Nullvariante – Das Ausbleiben jeglicher Maßnahmen mit einer Fortsetzung der Verlandungsprozesse; 2) Dotation – Die Zufuhr einer gerade ausreichenden Menge an Wasser, um Wasserflächen gemäß dem Status quo zu erhalten; 3) Anbindung – Das Herstellen einer stromaufwärtigen Verbindung zum Hauptstrom der Donau, was eine Rheophilisierung des Systems und zumindest eine Annäherung an historische Verhältnisse darstellt. Auf Basis modellierter Umweltdaten und Habitatpräferenzen wurden mittels binär-logistischer Regressionen von ausgewählten Arten verschiedenster Gruppen potenzielle Habitatflächen (Weighted Usable Areas) berechnet. Die Qualität der Modellergebnisse konnte unterstreichen, dass die Modellierungen die hydrologischen Maßnahmen mit ihrem Einfluss auf die Biozönose gut beschreiben und damit eine wertvolle Hilfe in der Entscheidungsfindung im Gewässermanagement sein können.

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