Skip to main content
main-content

2022 | Buch

Integrierte Projektabwicklung (IPA)

Schnelleinstieg für Bauherren, Architekten und Ingenieure

share
TEILEN
insite
SUCHEN

Über dieses Buch

Die Integrierte Projektabwicklung (IPA) ist ein neues Verfahren, um insbesondere große komplexe Bauprojekte erfolgreich umzusetzen. In Deutschland noch wenig bekannt, beginnt es sich auch hier zu etablieren. Dieser Schnelleinstieg stellt die IPA und ihren innovativen Denkansatz vor. Dazu gehören eine frühzeitige Einbindung aller wesentlichen Beteiligten, das Prinzip der Einstimmigkeit sowie eine von Respekt und Vertrauen geprägte Projektkultur. Ein neues Vergütungsmodell liefert zusätzlich Anreize zur Kooperation mit dem Ziel, gemeinsam das Beste für das Bauprojekt zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einführung
Zusammenfassung
Kaum ein großes Bauprojekt der öffentlichen Hand in Deutschland wird im geplanten Termin- und Kostenrahmen abgeschlossen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von mangelhafter Bedarfsermittlung, strikter Trennung von Planung und Ausführung, fehlendem Risikomanagement und Controlling bis hin zu einer mangelnden Kooperation und unzureichenden Konfliktlösungsmodellen. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass Bauen dort wohl besser gelingt – nicht nur in den USA und Australien, sondern auch in Europa, zum Beispiel in Großbritannien und Finnland.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Kapitel 2. Von der konventionellen Projektabwicklung zur Integrierten Projektabwicklung (IPA)
Zusammenfassung
Großprojekte zeichnen sich durch ihre relativ lange Planungs- und Realisierungsdauer, ihre Komplexität, die Vielzahl an Beteiligten und ihre hohe gesellschaftliche Bedeutung aus (BMVI, 2018, S. 7). Die bisher vorherrschenden konventionellen Projektabwicklungsmodelle bieten für diese Form von Projekten zu wenig Flexibilität und Steuerungsfreiräume für eintretende Eventualitäten. Zusätzlich beinhalten sie viele Regelmechanismen, die es erschweren, auf eintretende Änderungen, zum Beispiel im Bereich der Planung, einzugehen. Diese mangelnde Flexibilität führt häufig zu Konflikten, die einen hohen zeitlichen und wirtschaftlichen Schaden verursachen können. Die Integrierte Projektabwicklung bietet eine Alternative zu den starren konventionellen Modellen und adressiert die zuvor genannten Schwierigkeiten.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Kapitel 3. Umsetzung der IPA
Zusammenfassung
Die IPA baut auf einer Projektkultur des Vertrauens, auf Transparenz und dem gemeinsamen Handeln im Sinne „best for project“ auf. Gefördert wird diese Projektkultur durch eine Projektorganisation mit flacher Hierarchie und integrierten Strukturen für Kommunikation und Entscheidungsfindung. Dies führt dazu, dass das Team neben seiner fachlichen Kompetenz auch Softskills mitbringen muss, um kooperativ zusammenzuarbeiten. Der Einsatz einer „open book“ Regelung schafft Transparenz und führt zu einer erhöhten Kosten- und Terminsicherheit. Die Ermittlung von Kosten und Terminen wird ebenso gemeinschaftlich durchgeführt wie das Risikomanagement. Das anreizbasierte Vergütungsmodell ist transparent und für alle IPA-Parteien einsehbar.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Kapitel 4. Der IPA-Mehrparteienvertrag
Zusammenfassung
Mehrparteienverträge sind ein wesentlicher Bestandteil der Integrierten Projektabwicklung. Dieser Vertragstyp weicht von den konventionellen, sogenannten transaktionalen Bauverträgen mit engen Regelungsmechanismen und einer fehlenden Flexibilität zur Vertragsanpassung ab. Die Form des Vertrags ist relational und ermöglicht damit weite Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Es werden „Spielregeln“ für den Umgang zwischen den Vertragsparteien definiert, die einen gemeinsam Projekterfolg unterstützen bzw. sicherstellen sollen. Wesentliche Elemente des Mehrparteienvertrages werden im Folgenden betrachtet und auszugsweise erläutert. Dabei wird insbesondere auf den weitgehenden Haftungsverzicht in der Planungsphase als aktiven Innovationstreiber wie auch auf die Besonderheiten der Streitbeilegung im Mehrparteienvertrag eingegangen.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Kapitel 5. Ausschreibung von IPA-Projekten
Zusammenfassung
Private Bauherren sind nicht an das Vergaberecht gebunden. Öffentliche Auftraggeber haben dahingehend strikte Vorgaben im nationalen und europäischen Vergaberecht. Aufgrund der innovativen Vertragsform des Mehrparteienvertrags, der frühzeitigen Einbindung der wesentlichen am Bau Beteiligten und dem Wunsch einer neuen Projektkultur muss die Ausschreibung und Vergabe von IPA-Projekten entsprechend reagieren. Daher werden geeignete Ausschreibungsverfahren vorgestellt, die rechtliche Zulässigkeit untersucht und die einzelnen Phasen der Ausschreibung detailliert beschrieben. Besonderer Fokus liegt auf der Teamfähigkeit als neuem Wertungskriterium. Auch haushaltsrechtlich liegen für die Verwendung des vorgeschlagenen Vergabemodells unter den nachfolgend beschriebenen Umständen keine Einwände vor.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Kapitel 6. Schlussbetrachtung
Zusammenfassung
Dieser Schnelleinstieg möchte neue Denkanstöße für eine innovative Abwicklung vor allem lang laufender und komplexer Großprojekte geben. Ferner möchte er die wesentlichen Merkmale und Funktionsweisen der Integrierten Projektabwicklung (IPA) vorstellen. Anlass ist die zunehmende Unzufriedenheit der an einem Bauprojekt beteiligten Parteien aufgrund von Termin- und Kostenüberschreitungen, einer ineffizienten Projektabwicklung und Kultur des Misstrauens wie auch der fehlenden Transparenz im Projekt.
Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
Backmatter
Metadaten
Titel
Integrierte Projektabwicklung (IPA)
verfasst von
Simon Christian Becker
Horst Roman-Müller
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-38254-4
Print ISBN
978-3-658-38253-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38254-4