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Intensivkurs Kostenrechnung

Anschaulicher Einstieg für Studium und Praxis

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch bietet einen raschen, anschaulichen Einstieg in alle für Studium und Praxis relevanten Aspekte der Kostenrechnung und außerdem Übungs- und Analysesoftware zum Herunterladen. Die besonders verständliche Aufbereitung erleichtert Lernenden wie Praktikern den Zugang zu dieser komplexen Thematik, auch ohne betriebswirtschaftliche Vorbildung. Problemorientierte Praxisbeispiele mit übersichtlichen, systematischen Lösungswegen vertiefen das Verständnis. Zusätzliche Informationen zu den jeweiligen Rechenverfahren verbessern den Lernerfolg.

Als elektronisches Zusatzmaterial angebotene Excel-Files bieten den Studierenden der BWL wie auch dem Praktiker die optimale interaktive Übungsplattform zum Trainieren und Simulieren praxisbezogener Szenarien sowie für eine Analyse der Kostenstrukturen. Anhand der integrierten Autokorrektur wird jeder Schritt auf dem Lösungsweg als richtig oder falsch bestätigt. Damit wird der Anwender gezielt zur richtigen Lösung geführt.

Die 3. Auflage wurde um ein Kapitel zum Thema „Bilanzielle vs. kalkulatorische Abschreibung“ ergänzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Betriebliches Rechnungswesen

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Nach einer Einführung in die Problematik des Kostendrucks auf Unternehmen durch hohe Markttransparenz und internationalen Wettbewerb, und dem daraus resultierenden Zwang, Kosten zu senken, wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, neben der Finanzbuchhaltung (Bilanz und GuV) eine betriebsinterne kalkulatorische Buchhaltung einzuführen, die ihren Fokus auf Leistungen und Kosten richtet. Beide Rechnungssysteme müssen eindeutig innerhalb eigener Rechnungskreise voneinander getrennt werden. Es folgt ein Überblick über die Teilgebiete der Kostenrechnung von der Vollkostenrechnung über die Teilkostenrechnung bis hin zur Zielkostenrechnung.
  3. 2. Kostentheoretische Grundlagen

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Im Vorspann werden Kostenbegriffe und Kosteneinflussgrößen behandelt: Definition des Kostenbegriffs; Abgrenzung der Kosten und Leistungen gegenüber Aufwendungen und Erträgen; Bedeutung der Kapazitätsauslastung (Beschäftigungsgrad) für den Kostenverlauf; etc. Es folgt eine Gegenüberstellung von klassischer – und neuerer Kostentheorie: Die klassische Kostentheorie ist unabdingbar für das Verständnis der realen Kostenentwicklung im Fertigungsbetrieb. In Abhängigkeit von der Kapazitätsauslastung wechselt die Kurve der variablen Kosten vom anfangs degressiven in einen progressiven Verlauf. Unter Einbeziehung der Erlösgeraden wird die ‚Gewinnlinse‘ sichtbar. Nur hier ist eine Produktion auf Dauer möglich. Die neuere Kostentheorie basiert auf der ‚Linearitätsprämisse‘ die einen linearen Verlauf der variablen Kosten unterstellt. Dies ist innerhalb der Gewinnlinse auch tatsächlich annähernd der Fall. Die Anwendung der Linearitätsprämisse vereinfacht die Kostenrechnung ganz erheblich.
  4. 3. Kosten- und Leistungsrechnung

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Ziel der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) ist es, den Kostenträgern (Produkte) sämtliche Kosten nach dem Verursachungsprinzip zuzuordnen. Dies erfolgt in drei Stufen: Die Kostenartenrechnung erfasst Kosten zunächst mengenmäßig als Güter- und Dienstleistungsverzehr. Es folgt eine Bewertung der Kosten aufgrund ihres Normalcharakters mit Durchschnitts- bzw. Verrechnungspreisen. In Kostenstellen (Dreherei; Fräserei; …) erfolgt die Wertschöpfung durch die Herstellung von Teilfabrikaten und Endprodukten. Kosten, die den Produkten nicht direkt zugerechnet werden können (Gemeinkosten), werden im Rahmen der Kostenstellenrechnung zunächst nach einem Schlüssel auf die Kostenstellen verteilt. Schließlich verrechnet die Kostenträgerrechnung neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten die nicht direkt zurechenbaren Gemeinkosten der Kostenstellen mittels prozentualer Zuschlagssätze auf die Produkte.
  5. 4. Deckungsbeitragsrechnung (Direct Costing)

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Neben der Kosten- und Leistungsrechnung ist die Deckungsbeitragsrechnung wohl die verbreitetste Methode der Kostenrechnung. Die Erkenntnis, dass es sich lohnt, einen Auftrag anzunehmen, der zwar die variablen Kosten (Material, Lohn, …), nicht aber die (vollen) fixen Kosten (Miete, Maschinen, …) deckt, und damit nur zu einer teilweisen Deckung der Gesamtkosten führt, ist Grundlage für diverse Berechnungen: Annahme bzw. Ablehnung eines Auftrags; Berechnung der Gewinnschwelle (break-even-point); Sortimentspolitik; Förderungswürdigkeit eines Produkts; Beeinflussung der Gewinnsituation durch den Absatz fördernde Maßnahmen; Eigenfertigung oder Fremdbezug (Outsourcing); Programmierung der Fertigung bei vorliegendem Engpass; etc. Die Deckungsbeitragsrechnung findet auf allen Gebieten betrieblicher Tätigkeit Anwendung.
  6. 5. Plankostenrechnung

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Die Plankostenrechnung dient dazu, zukünftige Kosten auf der Grundlage von Erfahrungswerten zu planen. Es werden die Plankosten ermittelt (Sollkosten der Planbeschäftigung), die sich in den Angebotspreisen niederschlagen. Die geplanten Werte werden später den Istwerten der Abrechnungsperiode gegenübergestellt. Festgestellte Abweichungen gegenüber der Kostenplanung müssen analysiert werden. Dabei sind Abweichungen, die nicht zu verantworten sind (Konjunktureinbruch; unerwarteter Großauftrag; …) zu unterscheiden von Abweichungen die zu verantworten sind (Planungsfehler; Materialengpass als Folge verfehlter Beschaffungsstrategien; Produktionsengpass durch schuldhaft verursachten Maschinenschaden;…). Letztere müssen zu einem Lernprozess führen, und ggf. auch zu personellen Konsequenzen. Die Plankostenrechnung dient der Kontrolle, der Steuerung und der Analyse der Wirtschaftlichkeit. Sie ist vor allem für größere Industriebetriebe interessant.
  7. 6. Von der Kostenrechnung zum strategischen Kostenmanagement

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Das Strategische Kostenmanagement ist darauf angelegt, die Wertschöpfungskette des Betriebs dauerhaft zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zwei Ansätze hierfür sind die ‚Prozesskostenrechnung‘ und die ‚Zielkostenrechnung‘. Die Prozesskostenrechnung betrachtet die Vorgänge im Betrieb (activity based costing). Eine Analyse der indirekten Leistungsbereiche (Gemeinkosten) bringt Kostentransparenz und ermöglicht (teilweise) eine verursachungsgemäße Verrechnung der Gemeinkosten. Die Prozesskostenrechnung kommt nur für große Betriebe mit hoher Produktbreite und hohem Gemeinkostenanteil in Frage. Im Gegensatz zur traditionellen Selbstkostenkalkulation macht die Zielkostenrechnung die vom Markt ‚geduldeten‘ Kosten zur Grundlage der Kostenkalkulation. Werkzeuge zur Kostenbeeinflussung sind Materialsubstitution; Qualitätskontrolle; Outsourcing; etc. Die Zielkostenrechnung kommt insbes. in Maschinenbau und Elektroindustrie in der Phase der Produktentwicklung zum Einsatz.
  8. 7. Der Betrieb als Unternehmung: das Profit Center

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Das Profit Center ist ein Betrieb, der wie ein ‚Unternehmen im Unternehmen‘ betrieben wird. Da das Profit Center einen Gewinn erzielt, wird seine Wirtschaftlichkeit auch für die Mitarbeiter transparent. Dies und die dezentrale Verantwortung führen zu mehr Motivation und einer Steigerung der Effizienz. Einsatzmöglichkeiten bestehen bei Produktlinien mit eigenem Management, Hotels mit Catering, etc.
  9. 8. Exkurs: Bilanzielle (steuerliche) vs. kalkulatorische Abschreibung

    Marco Rudorfer
    Zusammenfassung
    Anhand der Abschreibungen wird der fundamentale Unterschied zwischen Unternehmung und Betrieb bezüglich der Zielsetzung deutlich gemacht. Für die Finanzbuchhaltung gelten gesetzliche Vorschriften. In Bezug auf Abschreibungen regelt das Einkommensteuergesetz zulässige Methoden und maximale Höhe der Abschreibungen in § 7 EStG. Mit der steuerlichen Absetzung für Abnutzung (AfA) verfügt der Staat über ein Werkzeug zur Konjunktursteuerung. Die Unternehmung nutzt bilanzielle Abschreibungen zur Ansammlung finanzieller Mittel für spätere Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus setzt die Unternehmung den durch das Einkommensteuergesetz gebotenen Bewertungsspielraum bei der AfA‘ für ihre Strategien zur ‚Gestaltung‘ des Gewinnausweises ein. Im Gegensatz zur Unternehmung setzt der Betrieb eine kalkulatorische Abschreibung auf Basis des realen betriebsbedingen Werteverzehrs der Wirtschaftsgüter an mit dem Ziel des Substanzerhalts.
  10. Backmatter

Titel
Intensivkurs Kostenrechnung
Verfasst von
Marco Rudorfer
Copyright-Jahr
2026
Electronic ISBN
978-3-658-50386-4
Print ISBN
978-3-658-50385-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-50386-4

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