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Über dieses Buch

Das Buch ermöglicht Designern, Projektleitern und Informatikern die interaktiven Eigenschaften und das Interface analoger und digitaler Produkte besser zu analysieren und strategisch zu planen. Es hilft ihnen, erfolgreiche Projekt- und Adressaten-spezifische Interface-Konzepte für Produkte und Dienstleistungen zu gestalten. Die Bedeutung und die Zusammenhänge von Interaktion und der Gestaltung von Interfaces und die Grundlagen für Konzeption und Gestaltung visueller Systeme und interaktiver Dienstleistungen werden dabei ausführlich erläutert. Es wird beschrieben, wie man Nutzerbedürfnisse und Bedienqualität durch Usability-Testverfahren und Evaluierungsstrategien ermitteln kann, aber auch, wie neben einer Usability ebenso das Erleben am Produkt und die Freude beim Benutzen (Joy of Use) als User Experience Design bzw. als Servicedesign umgesetzt werden kann. Wissenschaftliche Ergebnisse und Analysen übersetzt der Autor in direkt anwendbare medienspezifische Gestaltungsmethodiken und beschreibt geeignete Gestaltungskonzepte, Styleguides und Produktionsabläufe. Anhand zahlreicher Beispiele wird aufgezeigt, dass ein Interface Bedeutungsträger ist, mit dem u.a. auch das Image eines Produktes gestaltet wird, und es somit Bestandteil der Corporate Identity ist. Weiteres zum Thema finden Sie hier: www.designismakingsense.de

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung Form und Funktion

Auch wenn die Bezeichnungen Screendesign, Information-, Interface- und Interactiondesign denselben Gestaltungsbezug bereits im Titel tragen, bestimmen die einen mehr die formale und die anderen mehr die funktionale Gestaltung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Gestaltung von Hardware oder Software handelt. Es gibt kein Produkt, das nicht interaktiv ist bzw. das keine Interaktion auslöst.

Torsten Stapelkamp

2. Interactiondesign

Mit dem Th eorem »Design ist unsichtbar« löste Lucius Burckhardt (schweizer Architektursoziologe und Th eoretiker) den Designbegriff aus dem Objekt haft en und verwies auf de ngesellschaft lichen Bezug des Designs. Gerade weil sich Lucius Burckhardt damit auf klassisches Produktdesign bezog, lässt sich Interactiondesign kaum treff ender beschreiben. Interactiondesign beschreibt einen Funktionsvorgang, den Weg der Durchführung einer Funktion bzw. die Art und Weise, wie der Anwender dazu angeregt wird, zu agieren bzw. zu interagieren. Interactiondesign ist aber auch eine Form der Kommunikation.

Torsten Stapelkamp

3. Interfacedesign

Interfacedesign umschreibt vordergründig die Gestaltung von Benutzer oberfl ächen. Dabei geht es aber vielmehr um das Antizipieren von Verhaltensformen und -bedürfnissen und den Erwartungen, die ein Anwender an ein Produkt richtet. Das Interfacedesign defi niert, steuert und ermöglicht den Dialog und die Dialogfähigkeit zwischen Mensch und Maschine bzw. zwischen Sender und Empfänger. Dies gilt für analoge wie digitale Produkte gleichermaßen. Dass ein Interface und dessen Gestaltung nicht nur ein Produkt oder eine Maschine, sondern auch eine Situationen repräsentieren kann, zeigt dieses Kapitel. Sender und Empfänger können wechselseitig Menschen und Maschinen, aber auch ausschließlich Menschen sein, die mit Hilfe von Maschinen kommunizieren.

Torsten Stapelkamp

4. Servicedesign – User Experience Design, Joy of Use

Bei der

User Experience (UX)

geht es nicht nur um eine effiziente Nutzung von Applikationen, sondern darum, wie ein Anwender die Auseinandersetzung mit der Applikation erlebt. Mit dem

Experience Design

wird sichergestellt, dass zwischen Anwender und

User Interface (UI)

ein Dialog entsteht, der dem Anwender im Idealfall Freude oder zumindest Zufriedenheit bereitet. Mit der Bezeichnung

Human Computer Interaction Design (HCID)

wird insbesondere der Umstand zum Ausdruck gebracht, dass es darum geht, eine Beziehung zwischen Computer und Anwender aufzubauen. Da der Anwender die sich ihm allgegenwärtig umgebenden Computer nicht mehr als solche wahrnimmt, wäre folgende Bezeichnung umso passender: Human Application Interaction Design (HAID) bzw.

Human Service Interaction Design (HSID)

. Da solche Bezeichnungen allerdings der Absicht entgegenwirken könnten, Technik weniger technisch erscheinen zu lassen, eignet sich eher die Bezeichnung User Experience Design.

Torsten Stapelkamp

5. Usability

Da es wünschenswert ist, dass jedes Produkt die Ansprüche und Bedürfnisse seiner Anwender befriedigt und auch die Inbetriebnahme und Nutzung dieser Produkte keine Herausforderung, sondern im Idealfall eine Erleichterung und Bereicherung darstellen sollte, spielt Usability für die Entwicklung von allen Produkten eine entscheidende Rolle. Man könnte annehmen, Usability würe nur für komplexe Produkte relevant. Aber ab wann beginnt ein Produkt komplex zu sein?

Torsten Stapelkamp

6. Zielgruppenanalyse und -ansprache

Bereits bei der Planung eines Projekts stellt sich die Frage, an wen es sich richtet bzw. für wen es einen Sinn erfüllen soll. Die Projektabsicht muss dabei nicht unbedingt den bisher bekannten Bedürfnissen und Vorstellungen zuvor defi nierter Zielgruppen entsprechen. Mit neuen Absichten können auch neue, bisher nie gekannte Bedürfnisse geweckt bzw. neue Sichtweisen ausgelöst werden. Bedürfnisse können sich situations- und produktbedingt ändern, weshalb es stets zu empfehlen ist, individuelle, der Projektabsicht entsprechende Zielgruppenanalysen vorzunehmen. Dabei ist zwischen ›Zielgruppe‹ und ›Benutzergruppe‹ zu unterscheiden. Mit Benutzergruppen definiert man die drei Kompetenzgrade ›Anfänger‹, ›Fortgeschrittener‹ und ›Experte‹;. Zielgruppendefi nitionen sehen hingegen eine diff erenzierte Erfassung von Merkmalen vor. Mit Polaritätsprofi len und Moodboards kann man zudem Gestaltungsmöglichkeiten, und Gestaltungsabsichten und den Bedarf der Anwender analysieren und sich der gestalterischen Anmutung des Projekts nähern. Im Folgenden werden die einzelnen Begriff e und Aspekte näher erläutert.

Torsten Stapelkamp

7. Anhang

Ich danke allen, die an der Entstehung dieses Buches unterstützend mitwirkten, indem sie Bild- und Informationsmaterial zur Verfügung stellten, und all jenen, die mich motivierend und geduldig begleiteten.

Torsten Stapelkamp
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