Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Ziel des Bandes ist es, den Begriff der Interaktivität für die Rezeptionsforschung fruchtbar zu machen. Dementsprechend werden Befunde aus verschiedenen Blickaufzeichnungsstudien vorgestellt und in einen rezeptionstheoretischen Zusammenhang eingeordnet. Die Besonderheit des Ansatzes besteht darin, dass Rezeptionsdaten auf die spezifischen Strukturmerkmale der Medienangebote rückbezogen werden. Medienkommunikation wird im Rahmen eines interaktionalen Paradigmas als multimodales Kommunikationsangebot verstanden, dessen Rezeption darin besteht, textliche, sprachliche, auditive, visuelle, typographische und designerische Zeichensysteme zu integrieren. Rezeption ist auf diesem Hintergrund immer mit Selektionsprozessen und Relevanzentscheidungen der Rezipienten verbunden. Diese Aspekte der Aufmerksamkeitsorganisation werden in den Blickdaten manifest.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Der theoretische Hintergrund

Frontmatter

Grundlagen einer interaktionalen Rezeptionstheorie: Einführung und Forschungsüberblick

Zusammenfassung
Die Attraktivität der Medienwirkungs- und der Mediennutzungsforschung für die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit besteht u. a. auch darin, dass sie Antworten auf die generelle Frage versprechen, welche individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen ‚die Medien‘ haben oder wie ‚die Medien‘ genutzt werden
Hans-Jürgen Bucher

Multimodalität – ein universelles Merkmal der Medienkommunikation: Zum Verhältnis von Medienangebot und Medienrezeption

Zusammenfassung
Mit seinen Darstellungen der Geschichte des Publikums hat Richard Butsch gezeigt, dass im Verlauf der Kommunikationsgeschichte die jeweiligen zeitspezifischen Formen und Formate der öffentlichen Kommunikation auch das entsprechende Publikum geschaffen haben (Butsch 2008).
Hans-Jürgen Bucher

Aufmerksamkeit und Informationsselektion: Blickdaten als Schlüssel zur Aufmerksamkeitssteuerung1

Zusammenfassung
Wie verändern die Online-Medien öffentliche Meinungsbildung ? Eine Reihe von Studien geht dieser Frage nach, indem Print- und Online-Zeitungen in Bezug auf die Qualität und Quantität der Wissensvermittlung untersucht werden.
Hans-Jürgen Bucher, Peter Schumacher

Die Blickaufzeichnung als Methode der Rezeptionsforschung

Frontmatter

Blickaufzeichnung in der Rezeptionsforschung: Befunde, Probleme und Perspektiven

Zusammenfassung
Die Methode der Blickaufzeichnung übt eine Faszination aus: nicht nur auf Forscher, auch auf Laien, denen Blickverläufe im Video, als Heatmap oder Verlaufsgrafik gezeigt werden. Der Blick auf den Blick anderer erlaubt scheinbar auch Rückschlüsse darauf, was im Innersten der beobachteten Person vor sich geht, wenn sie Bilder, Texte oder Personen betrachtet.
Peter Schumacher

Concept Mapping und Eyetracking: Eine Methodenkombination zur Diagnose medial initiierter Wissenszuwächse1

Zusammenfassung
Die Rolle der Medien als Vermittler von Wissen nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Die steigende Zahl an populärwissenschaftlichen Zeitschriften, die wachsende Beliebtheit wissensbezogener Fernsehsendungen oder auch die intensive Nutzung der Online-Enzyklopädie Wikipedia sind nur einige Beispiele für diesen Trend.
Dagmar Gehl

Empirische Studien I: Printmedien

Frontmatter

Text-Bild-Kommunikation in Zeitschriften: Eine empirische Untersuchung zu Gestaltungsstrategien und deren Rezeption am Beispiel von Spiegel, Stern und View

Zusammenfassung
„Vor der Schrift [war] das Felsbild, vor der artikulierten Sprache der mimische Ausdruck, vor der rationalen Überlegung die mythische Vorstellung“ (Doelker 1997: 16).
Nils Lengelsen

Zeitungsformate aus Lesersicht: Eine vergleichende Rezeptionsstudie zur Leser- Blatt-Interaktion in Tabloids und Broadsheets

Zusammenfassung
Weltweit ist seit einiger Zeit auf Kongressen und in Publikationen eine Debatte in Gang, in der die Krise des Mediums Tageszeitung auch als eine Krise ihrer – gedruckten – Erscheinungsform abgehandelt wird.
Hans-Jürgen Bucher, Peter Schumacher

Andere Länder, anderes Blickverhalten ? Eine interkulturelle Untersuchung zu Akzeptanz und Rezeption von Informationsgrafiken in Tageszeitungen in Spanien, Polen und Deutschland

Zusammenfassung
Gedrucktes Fernsehen oder Buchdesign – besonders in Deutschland ist das Layout einer Tageszeitung und der Einsatz von Visualisierungen mehr als nur eine Frage des Geschmacks. Lange Zeit wurden visuell aufbereitet Layouts als Boulevardisierung und Indiz für verminderte Qualität der Zeitung interpretiert. Die Einsicht, dass Visualisierungen auch informativen Mehrwert besitzen können, hat sich inzwischen allerdings auch bei Zeitungsmachern etabliert. Unterstützung findet diese Auffassung besonders durch Befunde der Rezeptions- und Kognitionsforschung.
Susanne Klebba

Empirische Studien 2: Fernsehen und Video

Frontmatter

Animierte Informationsgrafiken im Fernsehen: Zur Rezeption non-linearer Darstellungsformen in einem linearen Medium

Zusammenfassung
Gemeinhin gelten Fernsehen und Hörfunk als lineare Medien, deren Informationen in der zeitlich nacheinander präsentierten Reihenfolge rezipiert werden. Ihnen sind die non-linearen Medien wie Zeitung und Internet gegenübergestellt, die eine zeitlich unabhängige Rezeption erlauben. Bereits seit einigen Jahrzehnten ist zu beobachten, dass Elemente den Fernsehbildschirm bereichern, die aus den non-linearen Medien transferiert wurden.
Nina Hertel

Intermodale Effekte in der audio-visuellen Kommunikation: Blickaufzeichnungsstudie zur Rezeption von zwei Werbespots

Zusammenfassung
Filme – als Fernsehbeiträge, Kinofilme oder Videos – sind multimodale Kommunikationsformen par excellence. Sie sind hochkomplexe Arrangements aus bewegten und stehenden Bildern, gesprochener Sprache im On oder im Off, Texten als Einblendungen, Inserts, Untertiteln, szenischer oder unterlegter Musik sowie Geräuschen. Dieses vielschichtige Arrangement aus verschiedenen Symbolsystemen erfordert vom Publikum eine integrierende Rezeption, bei der der Gesamtsinn aus Eindrücken der verschiedenen Sinnebenen zusammengesetzt ist.
Hans-Jürgen Bucher

Empirische Studien 3: Internet und Wissenschaftskommunikation

Frontmatter

Gibt es universelle Rezeptionsmuster für Internetseiten ? Eine empirische Studiezur Wahrnehmung von Google-Trefferseiten

Zusammenfassung
Gibt es ein allgemeingültiges Blickmuster für Webseiten? Diese Frage ist seit einigen Jahren immer wieder Gegenstand empirischer Rezeptionsforschung. Die Befunde deuten darauf hin, dass sich zumindest ähnliche Blickmuster über unterschiedliche Seitentypen hinweg ausmachen lassen.
Sebastian Erlhofer

Zur Usability multimodaler Darstellungsformen im Onlinejournalismus

Zusammenfassung
Das Internet bietet mit seinen Eigenschaften der Hypertextualität, Multimodalität und Interaktivität eine Plattform für neuartige journalistische Darstellungsformen. Auch wenn nach wie vor im klassischen Onlinejournalismus Darstellungen dominieren, die allein auf Schrifttext und Fotos basieren, haben sich doch in den letzten Jahren eine Reihe von neuen, onlinespezifischen Formen entwickelt.
Peter Schumacher

Bullet Points, Bilder & Co: Zur Rezeption wissenschaftlicher Präsentationen mit PowerPoint

Zusammenfassung
Marketing-Experten schwören darauf, aber auch bei Gerichtsprozessen und Vereinsversammlungen kommt es zum Einsatz: Das Präsentationsprogramm Powerpoint ist heute zum Quasi-Standard für moderne Inhaltsvermittlung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens avanciert.
Philipp Niemann, Martin Krieg

Backmatter

Weitere Informationen