Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung und Untersuchungsziele

Zusammenfassung
Seit Jahren sind Großhandelsbetriebe existenzbedrohenden Veränderungen ihrer Umweltbedingungen ausgesetzt. Als kritische Herausforderungen sind insbesondere zu nennen:
  • • Der freie Großhandel ist — bedingt durch seine Mittlerstellung zwischen Hersteller und Abnehmer — traditionell starken Sandwichbedrohungen ausgesetzt.2 Von Seiten der Hersteller drohen Strategien der Vorwärtsintegration und Absorption ebenso wie Tendenzen zur Umgehung der Großhandelsstufe durch Direktbelieferung. Konzentrationstendenzen bei den Abnehmern (z.B. Einzelhandel) und Einkaufsverbunde wiederum können dem Großhandel von der Absatzseite her die Basis entziehen.
  • • Nicht zuletzt aufgrund dieser Tendenz zur Ausschaltung der Großhandelsstufe ist ein seit Jahrzehnten anhaltender Auslese- und Konzentrationsprozeß im Großhandel zu beobachten. Die Anzahl der Großhandlungen sank von 1960 bis zum Ende der 80er Jahre in den alten Bundesländern um über ein Viertel auf ca. 100.000 Betriebe3, während zugleich die Anzahl der Großunternehmen erheblich angestiegen ist.
  • • Im Unterschied zu anderen Wirtschaftsbereichen lassen sich im Großhandel stark divergierende Umsatzentwicklungen feststellen. Dies kann beim Vergleich verschiedener Branchen ebenso beobachtet werden wie innerhalb einzelner Branchen im Vergleich von Jahr zu Jahr.4
  • • Gerade in Branchen mit großen Sortimenten besteht für Vollsortimenter die Gefahr, daß sogenannte Short-Liner auf den Markt treten, die sich als „Rosinenpicker“ auf attraktive Sortimentsteile konzentrieren. Den Vollsortimentern gehen damit Umsätze in den schnelldrehenden Segmenten verloren, die sie zur „Quersubventionierung“ der langsamdrehenden Sortimentsbereiche dringend benötigen.
Joachim Scheja

2. Hochleistungsanforderungen an die Logistik im Großhandel

Zusammenfassung
In hochentwickelten Volkswirtschaften erhöhen vier langfristige Entwicklungstrends die Komplexität und die Leistungsanforderungen in den Logistikketten und -netzen von Industrie-, Handels- und Güterverkehrsunternehmen.11
Joachim Scheja

3. Aufbau eines robusten Prognose- und Steuerungssystems zur Bewältigung der Basisanforderungen im Bestandsmanagement

Zusammenfassung
Computergestützte Systeme der Unternehmenslogistik können hinsichtlich der Entscheidungs-, Koordinations- und Abwicklungsebene grob in vier Klassen unterteilt werden. Das im folgenden beschriebene Klassifikationsschema geht auf Anthony zurück, der zwischen strategischen, taktischen und operativen Managementaktivitäten differenziert.36 Allerdings wird die operative Ebene durch die Zweiteilung in physische Ebene und Koordinationsebene weiter verfeinert.
Joachim Scheja

4. Konzept eines steuerungsintegrierten Decision-Support-Systems für die Bestelldisposition im Großhandel

Zusammenfassung
Nach dem in Abs. 3.1.1 beschriebenen Klassifikationsschema sind Systeme für die Bestandsund Bestelldisposition der Koordinationsebene der logistischen Flüsse zuzurechnen. Sie sind eng mit Auftragserfassungs- und Auftragsabwicklungssystemen verzahnt und nutzen Kommunikationsnetze für den inner- und zwischenbetrieblichen Informationsaustausch. An der Schnittstelle zum Lieferanten und zum Kunden bilden, steuern und kontrollieren sie die inner-und zwischenbetrieblichen Koordinationsketten entlang der Wertschöpfungskette (vgl. Abb. 2.1).
Joachim Scheja

5. DSS-Komponente Prognosesteuerung

Zusammenfassung
Die Ebenen und Strukturelemente der DSS-Komponente Prognosesteuerung werden in Abb. 5.1 zusammenfassend dargestellt. In den folgenden Abschnitten werden diese Ebenen und Strakturelemente im einzelnen entwickelt.
Joachim Scheja

6. DSS-Komponenten Artikelklassensteuerung und Wirkungsanalyse

Zusammenfassung
Durch moderne Standardsoftware-Pakete, die z.B. im Rahmen von Warenwirtschaftssystemen eingesetzt werden, wird eine flexible Artikelklassenbildung und -steuerung nur unzureichend unterstützt. I.d.R. werden nur hierarchische Klassifizierungsschemata für das Gesamtsortiment mit starren überschneidungsfreien Artikelklassen angeboten, die keine differenzierte Gruppensteuerung ermöglichen. Ein leistungsfähiges Instrument zur Sortimentsstrukturierung und -steuerung erlaubt dem Disponenten dagegen, den Wirkungsbereich seiner Analysen und Steuerungseingriffe nach aktuellen Markterfordernissen flexibel zu definieren, zu aktivieren und zu priorisieren.
Joachim Scheja

7. Beispielhafte Anwendung der entwickelten Konzepte und Methoden im Rahmen eines Prototypen

Zusammenfassung
Das in Abs. 4.3 beschriebene Konzept eines DSS-gestützten Bestandsmanagementsystems wurde als Prototyp auf Basis tagesgenauer Echtdaten in Zusammenarbeit mit einem Großhandelsbetrieb einer Hochleistungsbranche entwickelt.
Joachim Scheja

8. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Forschungsarbeit ist die Erkenntnis, daß in dynamischen Hochleistungssystemen nachhaltige Leistungssteigerungen im Bestandsmanagement nur dann möglich sind, wenn die Marketing- und Steuerungsintelligenz menschlicher Disponenten als wertvolle Ressource erkannt und durch computerbasierte Unterstützungssysteme entfaltet und genutzt wird.
Joachim Scheja

Backmatter

Weitere Informationen