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Über dieses Buch

Kaum eine Disziplin der BWL unterliegt derart kontroversen Diskussionen wie die der Unternehmensbewertung – Tobias Quill wertet diese Auseinandersetzung als neuen Objektivismusstreit und widmet sich dessen Analyse. Er legt zunächst die Geschichte des Fachs dar und arbeitet dessen derzeitige Lage heraus, die geprägt ist von einem Streit konkurrierender Strömungen: der investitionstheoretisch-funktionalen und der marktwertorientierten Schule. Diese Konstellation analysiert der Autor mithilfe sozialwissenschaftlicher Instrumente. Er modelliert Akteure sowie deren Interessen und arbeitet Implikationen für das Sujet heraus. Der Autor zeigt, dass der herrschende Streit – und zugleich auch die Ansätze zur Gestaltung einzelner Bewertungsmethoden – erheblich geprägt sind durch bestimmte Akteursgruppen und ihre jeweiligen Interessenlagen. Die Arbeit legt damit den Grundstein für eine völlig neue Forschungsrichtung: die politische Ökonomie der Unternehmensbewertung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Die Unternehmensbewertung im Wirkungsbereich von Interessengruppen

Mit dem Begriff der Unternehmensbewertung wird ein breites Themenfeld aufgespannt. Grundsätzlich adressiert sie die Zuweisung eines Werts zu einem Bewertungsobjekt, das in Gestalt eines Unternehmens Produktivgüter verbindet und als Produktivgüterkomplement über eine Zeitperiode ökonomischen Nutzen generiert. Eine einfache und klassische Darstellungsweise des korrespondierenden Bewertungskalküls erfolgt naheliegend als komplexe Investition, sodass im Barwert der künftigen Nutzenströme eines Unternehmens deren Wert fixiert werden kann.
Tobias Quill

Die Geschichte der Unternehmensbewertung

Der historische Diskurs zur Disziplin der betriebswirtschaftlichen Unternehmensbewertung findet unter maßgeblichem Einfluss des Zeitgeschehens statt. Ein differenzierter Blick auf die Genese der Unternehmensbewertung hat demzufolge Entwicklungen, Praktiken und Ansichten bestimmter Epochen vor dem Hintergrund zeitgenössischer Umstände zu betrachten. Der Rahmen, der durch das Zeitgeschehen vorgegeben wird, lässt sich dabei den folgenden Gruppen subsumieren.
Tobias Quill

Der Objektivismusstreit der modernen Bewertungslehre

Die historischen Entwicklungspfade der englisch- und deutschsprachigen Unternehmensbewertung zeigen wesentliche Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede auf. Zunächst lassen sich für beide Lager sowohl subjekt- als auch objektbezogene Sichtweisen identifizieren. Dabei hat die historisch bedingte, frühe Prägung der Einzelwirtschaftslehre durch die externe Rechnungslegung in beiden Sprachräumen die objektbezogene Strömung begünstigt.
Tobias Quill

Der moderne Objektivismusstreit im Lichte der Interessentheorie

Nach dem Selbstverständnis ihrer Vertreter ist die Neue Politische Ökonomie vornehmlich als positive Theorie zu begreifen, die ihr theoretisches Erkenntnispotential insbesondere aus der Überprüfbarkeit der von ihr abgeleiteten Aussagen schöpft. Diesem Charakteristikum folgend, dient Abschnitt IV.1.2 der Modellierung eines zunächst (weitgehend) wertungsfreien Analyserahmens. Im Laufe dieses Abschnitts werden zentrale Ergebnisse als Thesen aufgestellt.
Tobias Quill

Die Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick

Die akademische Begehung der Unternehmensbewertung erfolgt weitestgehend über die Fokussierung ihrer materiellen Ausgestaltung. Ihren Forschungsgegenstand findet diese klassische wirtschaftswissenschaftliche Perspektive in der Art der inhaltlichen Ausprägung von Bewertungskonzepten, -verfahren und Modellparametern. Auf dieser Ebene der materiellen Unternehmensbewertung lassen sich im internationalen Raum zwei Ansätze ausmachen, deren Divergenzen und Unvereinbarkeiten prinzipiell in einer Konkurrenzsituation resultieren.
Tobias Quill

Backmatter

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