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Über dieses Buch

Dieses Buch befasst sich mit den „klassischen“ Themen des internationalen Marketings wie die internationale Marktforschung und den internationalen Einsatz der einzelnen Marketinginstrumente. Darüber hinaus werden auch die verschiedenen Managementteilfunktionen Planung, Controlling, Organisation und Human Resources Management in international tätigen Unternehmen, jeweils mit gezieltem Bezug zum Marketing i.S. einer marktorientierten Unternehmensführung, behandelt. Angereichert werden die theoretisch dargelegten Zusammenhänge durch aktuelle Daten, empirische Befunde zu den einzelnen Aktionsfeldern sowie zahlreiche aktuelle Beispiele aus der unternehmerischen Praxis. Mit dieser umfassenden Darstellung des internationalen Marketing-Managements richten sich die Autoren sowohl an Dozierende und Studierende als auch an Praktiker, die sich mit Fragestellungen des Marketings im internationalen Kontext befassen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Internationalisierung und internationales Marketing-Management

Zusammenfassung
Länderübergreifende Aktivitäten stellen für viele Unternehmen eine Notwendigkeit dar, um einerseits vorgegebene Wachstumsziele erreichen zu können, andererseits wird häufig erst durch die Ausweitung der Unternehmensaktivitäten auf internationale Märkte die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und damit deren nachhaltige Existenz gesichert. Die Vernetzung von Volkswirtschaften wird dabei u. a. durch den Aufbau von Wirtschafts- und Währungsunionen (z. B. EWWU), sinkende Handelszölle bzw. die Errichtung von Freihandelszonen (z. B. NAFTA, EFTA), höhere Mobilität der Marktteilnehmer sowie durch neue Kommunikationsmedien wie bspw. das Satellitenfernsehen und das Internet gefördert.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Grundorientierungen des internationalen Marketing-Managements

Zusammenfassung
Die Grundorientierung des Managements von Unternehmen ist von entscheidender Bedeutung hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung von Marketingentscheidungen. Im Kern bestimmt die Grundorientierung des Managements die Art der Bearbeitung der einzelnen Ländermärkte. Nach Heenan und Perlmutter (1979, S. 15 ff.) ist zwischen einer ethnozentrischen, polyzentrischen, regiozentrischen sowie geozentrischen Orientierung des Managements (EPRG-Konzept) zu unterscheiden.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Der Planungsprozess des internationalen Marketings

Zusammenfassung
Aufgrund der höheren Komplexität internationaler Marketingentscheidungen im Vergleich zu nationalen ist ein systematisches, planvolles Vorgehen von zentraler Bedeutung. Der Planungsprozess des internationalen Marketings umfasst die Phasen:
  • Situationsanalyse und -prognose,
  • strategische internationale Marketingplanung,
  • taktisch-operative internationale Marketingplanung (internationale Marketingpolitik),
  • Realisation und
  • Kontrolle der Auslandsaktivitäten.
Zu beachten ist, dass die Phasenabfolge nicht zwingend ist; auch sind zahlreiche Rückkopplungen wie auch Interdependenzen zwischen den einzelnen Entscheidungsfeldern vorhanden.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Informationsgrundlagen des internationalen Marketing-Managements

Frontmatter

Rahmenbedingungen des internationalen Marketings

Zusammenfassung
Die besondere Schwierigkeit internationaler Marketingentscheidungen liegt in der teilweise sehr unterschiedlichen Ausgangssituation in den einzelnen Zielmärkten. Während bei nationalen Marketingentscheidungen ein Großteil der Rahmenbedingungen bereits bekannt bzw. vergleichsweise einfach zu ermitteln ist, müssen im internationalen Marketing zahlreiche entscheidungsrelevante Daten erst erhoben werden, wobei hinsichtlich Aktualität und Vergleichbarkeit der Informationen erhebliche Probleme auftreten können. Grundsätzlich können die einzelnen Determinanten in globale Rahmenbedingungen, Branchen- und Wettbewerbsfaktoren sowie unternehmensspezifische Faktoren unterteilt werden. Welche Faktoren im Einzelfall von Relevanz sind, ist von der konkreten Situation des Unternehmens abhängig.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationale Marktforschung

Zusammenfassung
Ein erfolgreiches Agieren auf Auslandsmärkten setzt die Kenntnis der jeweiligen Rahmenbedingungen voraus. Die Gewinnung von Informationen über die verschiedenen Auslandsmärkte ist die Aufgabe der internationalen Marktforschung. Im Wesentlichen hat die internationale Marktforschung die Aufgabe, die bei internationalen Marketingentscheidungen gegebene Unsicherheit zu reduzieren. Die internationale Marktforschung hat dabei folgende Funktionen zu erfüllen:
  • Frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken auf internationalen Märkten,
  • Bereitstellung von Informationen zur Unterstützung von internationalen Marketingentscheidungen auf strategischer, taktischer und operativer Ebene,
  • Bereitstellung von Informationen zur Unterstützung des internationalen Marketing-Controlling,
  • Erhöhung der Effizienz internationaler Marketingplanung,
  • Entwicklung und Anwendung geeigneter Methoden zur länderübergreifenden Analyse.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Strategisches internationales Marketing

Frontmatter

Strategische internationale Zielplanung

Zusammenfassung
Ausgangspunkt des strategischen internationalen Marketing-Managements ist die Formulierung strategischer internationaler Marketingziele. Die „klassischen“ Zieldimensionen „Zielinhalt“, „Zielausmaß“ und „zeitlicher Bezug“ sind dabei um die geographische Komponente „Ländermarkt“ zu ergänzen, da in verschiedenen Ländermärkten i. d. R. auch unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Die Entwicklung des internationalen Zielsystems beinhaltet dabei sowohl eine strategische als auch eine taktisch-operative Dimension. Es soll ein internationales Zielportfolio erstellt werden, in welchem festgelegt wird, in welchen Ländern mit welchen strategischen Geschäftsfeldern welche Zielvorstellungen zu realisieren sind. Die auf diese Weise spezifizierten Marktziele sind anschließend für die einzelnen Funktionsbereiche (Beschaffung, Produktion, Marketing) zu konkretisieren.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Die Auswahl von Auslandsmärkten

Zusammenfassung
Die Auswahl von Auslandsmärkten gehört zu den strategischen Basisentscheidungen des internationalen Marketing-Managements. Für die Auswahlentscheidung ist dabei ein mehrstufiges Vorgehen zweckmäßig. Durch Anwendung von Ausschlusskriterien ist zunächst die Gesamtheit der Länder auf eine überschaubare Anzahl relevanter Länder zu reduzieren. Im Rahmen einer Grobanalyse sind anschließend diejenigen Länder herauszufiltern, die als besonders attraktiv erscheinen (Länderselektion); im Rahmen einer Detailanalyse sind schließlich die in den einzelnen Ländern zu bearbeitenden Marktsegmente auszuwählen (Marktselektion). Zu diesem Zweck ist eine internationale Marktsegmentierung vorzunehmen.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Strategien desAuslandsmarkteintritts

Zusammenfassung
Hat sich ein Unternehmen dafür entschieden, auf einem Auslandsmarkt aktiv zu werden, so hat es die Wahl zwischen einem breiten Spektrum an Alternativen, welche von einfachen indirekten Exporten bis hin zur Errichtung eigener Tochtergesellschaften reichen können. Die einzelnen Markteintrittsformen werden zunächst danach unterschieden, ob die Produktion im Inland oder im Ausland erfolgt. Darüber hinaus wird berücksichtigt, ob der Markteintritt mit einer Direktinvestition verbunden ist oder nicht. Die einzelnen Formen des Markteintritts lassen sich dabei in die Hauptstrategien Exporte, Lizenzverträge und Direktinvestitionen unterscheiden. Neben dem sachlichen Aspekt der Markteintrittsform muss ein Unternehmen im Rahmen der Markteintrittsstrategie auch über das Timing des Markteintritts befinden.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationale Marktbearbeitungsstrategien

Zusammenfassung
Internationale Marktbearbeitungsstrategien legen den Rahmen für den Einsatz des Marketinginstrumentariums in den anvisierten Ländermarktsegmenten fest; sie bestimmen somit die langfristige Positionierung des Unternehmens bzw. seiner strategischen Geschäftseinheiten auf den bearbeiteten Auslandsmärkten. Eine internationale Marktbearbeitungsstrategie umfasst dabei Entscheidungen auf drei Ebenen:
  • grundsätzliche strategische Ausrichtung,
  • internationale Basis-Marketingstrategie und
  • internationale Geschäftsfeldstrategie.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationaler Einsatz des Marketing-Instrumentariums

Frontmatter

Die Umsetzung strategischer Pläne in taktische und operative Maßnahmen

Zusammenfassung
Die als Ergebnis der strategischen internationalen Marketingplanung festgelegten Strategien sind im Rahmen der taktisch-operativen Marketingplanung zu implementieren, d. h. in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die damit angesprochene Durchführungsplanung ist dahingehend von der strategischen Planung abzugrenzen, dass deren Ergebnisse konkrete Aktionsprogramme darstellen. Während im Rahmen der strategischen Planung der langfristige Handlungsrahmen auf Unternehmens- und Geschäftsbereichsebene festgelegt wird – sowohl für die Zentrale als auch für die einzelnen Auslandsniederlassungen – ist die Aufgabe der operativen Planung die Entwicklung eines Ziel- und Maßnahmenplans für die einzelnen Funktionsbereiche des Unternehmens, beispielsweise Produktion, F&E, Marketing.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationales Produktmanagement

Zusammenfassung
Dem Produktmanagement kommt im internationalen Marketing eine zentrale Bedeutung zu, da das Leistungsprogramm eines Unternehmens das Kernstück des internationalen Marketing-Mix darstellt und das übrige Marketinginstrumentarium daher an den Erfordernissen des Leistungsprogramms ausgerichtet werden muss. Das internationale Produktmanagement umfasst alle Entscheidungen, die sich auf die Entwicklung, Steuerung und organisatorische Einbindung von Marktleistungen materieller und immaterieller Natur beziehen, welche auf dem internationalen Marktplatz angeboten werden. Sämtliche Bereiche des internationalen Produktmanagements unterliegen der Grundsatzentscheidung zwischen Standardisierung und Differenzierung sowohl auf Instrumental- als auch auf Prozessebene.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationales Preismanagement

Zusammenfassung
Das internationale Preismanagement kann in die Instrumente „internationale Preispolitik“ und „internationale Konditionenpolitik“ eingeteilt werden. Das Spektrum von Handlungsalternativen im Rahmen der internationalen Preispolitik umfasst Entscheidungen über
  • die jeweilige Preishöhe für ein Produkt in einem Land,
  • landesspezifische Preisvariationen,
  • die in einzelnen Ländern zu verfolgende Preisstrategie,
  • internationale Preisdifferenzierungen sowie
  • die Preisdurchsetzung in den bearbeiteten Ländern.
Die internationale Konditionenpolitik befasst sich mit darüber hinausgehenden Regelungen beim Abschluss von Verträgen wie Ausgestaltung der Rabattpolitik, Lieferungs- und Zahlungsbedingungen sowie die Kreditpolitik für länderübergreifend angebotene Produkte; außerdem sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Regelungen über Gerichtsstand, Währungsklauseln usw. zu treffen, welche einen reibungslosen Geschäftsablauf gewährleisten.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationales Kommunikationsmanagement

Zusammenfassung
Gegenstand des internationalen Kommunikationsmanagements ist die Planung und Steuerung der Kommunikationsaktivitäten auf internationalen Märkten. Ausgehend von der international angestrebten Corporate Identity befasst sich das internationale Kommunikationsmanagement insb. mit Fragestellungen im Rahmen der internationalen Werbung sowie des Einsatzes internationaler Product Placement- und Sponsoringaktivitäten. Zu den weiteren internationalen Kommunikationsinstrumenten zählen Messen und Ausstellungen, Event-Marketing sowie Online-Kommunikation. Sales Promotions und Direct Communications werden hingegen i. A. flankierend auf nationaler Ebene eingesetzt.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationales Distributionsmanagement

Zusammenfassung
Distributionspolitische Entscheidungen sind im internationalen Marketing in zweierlei Hinsicht von besonderer Bedeutung: Einerseits hängt der Erfolg international tätiger Unternehmen wesentlich von der Leistungsfähigkeit der Distributionssysteme ab, mit deren Hilfe die angebotenen Produkte zum Endabnehmer in den jeweiligen Ländern gelangen; mittels einer effizienten Distribution kann ein strategischer Wettbewerbsvorteil geschaffen werden, welcher oftmals von dauerhafterer Natur ist als beispielsweise Wettbewerbsvorsprünge aufgrund von Produktionskosten vorteilen. Andererseits hat die Mehrzahl von Entscheidungen in diesem Bereich langfristig bindenden Charakter; Fehlentscheidungen können daher aufgrund ihrer nur geringen bzw. unmittelbar nicht vorhandenen Revidierbarkeit zu besonders schwerwiegenden Folgen führen. Das internationale Distributionsmanagement umfasst die Bereiche
  • internationale Vertriebspolitik,
  • internationale Verkaufspolitik sowie
  • internationale Distributionslogistik.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationales Marketing-Controlling

Frontmatter

Controlling im Rahmen des internationalen Marketing-Managements

Zusammenfassung
Controlling beinhaltet die (ergebnis-)zielorientierte Koordination der Planung, Kontrolle sowie Informationsversorgung als Teilaufgaben der Führung. Controlling ermöglicht es der Unternehmensführung, das Unternehmen durch Planung zielorientiert an Umweltveränderungen anzupassen, indem die dazu erforderlichen Steuerungsaufgaben wahrgenommen werden. Die Koordinationsaufgabe des Controllings umfasst zwei Aspekte: Einerseits bedeutet sie Entwurf, Weiterentwicklung und Implementierung von Planungs- und Kontrollsystemen sowie von Informationsversorgungssystemen; andererseits sind innerhalb des bestehenden Systems laufend Abstimmungen vorzunehmen, Störungen zu beseitigen und die erforderliche Informationsversorgung ständig sicherzustellen.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationale Marketing-Audits

Zusammenfassung
Im Rahmen der Kontrollphase sind sog. Marketing-Audits durchzuführen; hier wird das Marketingplanungssystem selbst kontrolliert. Wesentliche Gegenstände entsprechender Prüfungen sind das Unternehmensleitbild, die Planungsprämissen und die Organisation der Planung. Darüber hinaus können im Zusammenhang mit länderspezifischen Marketingstrategien und -politiken Audits durchgeführt werden. So kann z. B. der Frage nachgegangen werden, ob eine erwogene länderspezifische Marketingstrategie für ein bestimmtes Produkt mit den entsprechenden Marketingstrategien für andere Länder im Einklang steht.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Ergebnisorientierte internationale Marketingkontrolle

Zusammenfassung
Im Rahmen der Planung eines länderspezifischen Marketing-Mix sind die absatzpolitischen Instrumente so aufeinander abzustimmen, dass sich eine optimale Kombination im Hinblick auf die verfolgten Marketingziele ergibt. Im Rahmen der ergebnisorientierten Kontrolle des länderspezifischen Marketing-Mix ist zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß die angestrebten optimalen Ergebniswerte der Zielgrößen erreicht worden sind (Marketing bzw. Brand Performance Measurement); Abweichungen sind gegebenenfalls zu hinterfragen. Bei der Planung des Marketing-Mix wird von Zielgrößen wie Image, Umsatz, Marktanteil oder Gewinn ausgegangen.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Internationale Marketingorganisation

Frontmatter

Grundlagen

Zusammenfassung
Unter „Organisation“ kann der Ordnungsrahmen verstanden werden, welcher die vielfältigen und arbeitsteiligen Aktivitäten im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses eines Unternehmens zielgerichtet zusammenführen soll. Dieser Rahmen liefert damit die strukturelle Basis für das Zusammenwirken von Personen, Sachmitteln und Informationen im Beziehungsgefüge zwischen Unternehmen und Umwelt. Bei international tätigen Unternehmen sind die organisatorischen Einheiten über mehrere Länder verteilt. Die oftmals große räumliche Entfernung erhöht dabei die Komplexität der Aufgabenerfüllung mit der Folge, dass entsprechende Organisationsstrukturen, insbesondere aber auch Koordinationskonzepte, zu entwickeln sind, welche den jeweiligen Anforderungen genügen.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Determinanten der internationalen Marketingorganisation

Zusammenfassung
Die Organisationsstruktur international tätiger Unternehmen wird von einer Vielzahl interner und externer Determinanten beeinflusst. Zu den externen Determinanten gehören z. B. Konkurrenzstruktur und -verhalten, Marktcharakteristika, räumliche Entfernungen, kulturelle Besonderheiten, rechtliche Regelungen und Umweltdynamik. Interne Determinanten sind beispielsweise die Grundorientierung und strategische Ausrichtung des Unternehmens, Bedeutung des Auslandsgeschäfts für das Unternehmen, Auslandserfahrung und vorhandene Ressourcen. In welchem Ausmaß die einzelnen aufgezeigten internen und externen Faktoren tatsächlich für die Organisationsstruktur eines internationalen Unternehmens relevant sind, muss im jeweiligen Einzelfall geklärt werden.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Organisatorische Einbindung der Auslandsaktivitäten in ein internationales Unternehmen

Zusammenfassung
Die Einbindung der Auslandsaktivitäten in ein international tätiges Unternehmen kann auf verschiedene Art und Weise vorgenommen werden. Grundsätzlich können drei Arten identifiziert werden:
  • unspezifische Organisationsformen,
  • differenzierte bzw. segregierte Organisationsformen und
  • integrierte Organisationsformen.
Diese Einteilung stellt auf den Grad der realisierten Integration des Auslandsgeschäfts in die Gesamtorganisation des Unternehmens ab. Je nach Anwendung eines Spezialisierungskriteriums auf der zweiten Hierarchieebene unterhalb der Unternehmensleitung entstehen funktionale Organisationen (Spezialisierung nach Verrichtungen) oder divisionale Organisationen (Spezialisierung nach Objekten wie Produkte, Regionen, Kundengruppen). Überlagerungen dieser Gliederungsprinzipien führen demgemäß wie bei nationalen Unternehmen zu Matrix- oder Tensororganisationen.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Organisationsformen der Marketingabteilung eines internationalen Unternehmens

Zusammenfassung
Neben der organisatorischen Einbindung der Auslandsaktivitäten eines international tätigen Unternehmens sind Überlegungen hinsichtlich des organisatorischen Aufbaus der einzelnen Funktionsbereiche – in diesem Fall speziell der Marketingabteilung – anzustellen. Grundsätzlich kann wie bei nationaler Tätigkeit zwischen funktions- und objektorientierten Ausrichtungen unterschieden werden. Daneben existieren sog. Sekundärorganisationsformen. Dazu gehört in erster Linie das Projektmanagement, weiterhin gehören zu dieser Gruppe Teamkonzepte. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, klar abgrenzbare Produkt-Markt-Kombinationen als Strategische Geschäftseinheiten organisatorisch zu verankern.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Zentralisierung versus Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen in internationalen Unternehmen

Zusammenfassung
Eng mit der Frage der organisatorischen Strukturierung eines international tätigen Unternehmens ist der Problemkreis der Zentralisierung bzw. Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen verbunden. Unter Zentralisierung kann dabei allgemein das Ausmaß verstanden werden, mit dem Planungs- und Entscheidungskompetenzen auf eine oder wenige Stellen konzentriert werden. Der im deutschsprachigen Raum häufig verwendete Begriff der Delegation von Entscheidungskompetenzen steht dabei offensichtlich in inverser Beziehung zur Zentralisierung der Entscheidungsbefugnisse. Vor dem Hintergrund einer länderübergreifenden Tätigkeit steht konkret das Problem im Mittelpunkt, wieviel Entscheidungskompetenzen an Organisationseinheiten (z. B. Tochtergesellschaften) im Ausland abgegeben werden sollen bzw. wieviel Entscheidungskompetenzen sich die Muttergesellschaft im Stammland vorbehalten sollte.
Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Koordinationskonzepte in internationalen Unternehmen

Zusammenfassung
Zur Überwindung des Zentralisierungs-Dezentralisierungskonfliktes sind spezifische organisatorische Regelungen entwickelt worden, welche als Weiterentwicklung formaler Koordinationskonzepte gelten können. Hierzu gehören insbesondere
  • regelmäßige Konferenzen,
  • globale Koordinationsgruppen,
  • das Lead-Country-Konzept,
  • das Profit-Center-Prinzip sowie
  • Netzwerkkonzepte und virtuelle Unternehmen.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Organisationsentwicklung in internationalen Unternehmen

Zusammenfassung
Die (Weiter-)Entwicklung der strukturellen Organisation eines international tätigen Unternehmens stellt eine unabdingbare Notwendigkeit dar, um die Aufgaben innerhalb des Unternehmens auch im Zeitablauf effizient abwickeln zu können. Besonders vor einem internationalen Kontext ergeben sich hierbei Umsetzungsschwierigkeiten, welche zu nicht unerheblichen Verzögerungen bei der Durchführung eines „Organizational Change“ sowie zu Wirkungsverlusten der organisatorischen Neuausrichtung führen können.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Prozessorganisatorische Ansätze in internationalen Unternehmen

Zusammenfassung
Neben strukturellen Überlegungen spielen insbesondere in jüngerer Vergangenheit die in den Unternehmen ablaufenden Prozesse eine besondere Rolle. Charakteristisch für prozessorganisatorische Ansätze ist dabei die Tatsache, dass Prozesse Gegenstand der Strukturierung von Unternehmen sind, d. h. es werden organisatorische Einheiten mit Prozessverantwortung geschaffen. Unter einem (Geschäfts-)Prozess können dabei sämtliche Tätigkeiten und Aktivitäten verstanden werden, welche in unmittelbarem Zusammenhang miteinander stehen und in ihrer Summe den betriebswirtschaftlichen, verwaltungstechnischen, produktionstechnischen und finanziellen Erfolg des Unternehmens bestimmen.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Human Resources Management in international tätigen Unternehmen

Frontmatter

Grundlagen

Zusammenfassung
Aufgrund veränderter Umweltbedingungen (z. B. globaler Wettbewerb) ist die Personalpolitik der Unternehmen wesentlich bedeutsamer geworden. Internationale Produkt- und Marktstrategien müssen mit internationalen Personalstrategien abgestimmt werden. Mitarbeiter eines Unternehmens sind zunehmend als ein strategischer Wettbewerbsfaktor anzusehen. Human Resources Management ist damit ein integraler Bestandteil des strategischen Managements.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Personalbedarfsplanung in international tätigen Unternehmen

Zusammenfassung
Der generelle Prozess der Personalbedarfsplanung beinhaltet, dass für eine Planungsperiode der Personalbedarf in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu ermitteln ist. Ein Vergleich mit dem vorhersehbaren Personal-Istbestand der Planungsperiode zeigt, ob ein – negativer oder positiver – Netto-Personalbedarf vorliegt. Im ersten Fall ist eine Personalfreisetzung angezeigt, welche in Form eines Personalabbaus bzw. einer Personalentwicklung stattzufinden hat; im zweiten Fall ist eine externe (ggf. interne) Personalbeschaffung erforderlich.
Für ein international tätiges Unternehmen ist der Prozess der Personalbedarfsplanung (zumindest) länderspezifisch durchzuführen. Auch die sich als Konsequenzen zeigenden personalpolitischen Maßnahmen sind länderspezifisch durchzuführen.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Stellenbesetzungsstrategien, Entgeltsysteme und Planung von Auslandseinsätzen in international tätigen Unternehmen

Zusammenfassung
Die ethnozentrische Besetzungsstrategie beinhaltet die Besetzung von ausländischen Führungspositionen mit Mitarbeitern aus dem inländischen Stammhaus. Bei der polyzentrischen Besetzungsstrategie hingegen werden ausländische Führungspositionen mit (ausländischen) Einheimischen besetzt. Im Rahmen einer geozentrischen Besetzungsstrategie spielen Nationalität und Herkunft von Mitarbeitern hingegen keine Rolle. Bei der Ermittlung des Entgeltes, das ein Mitarbeiter für seinen Auslandseinsatz erhalten soll, wird von dem Ziel ausgegangen, dass der Mitarbeiter durch den Auslandseinsatz keine finanziellen Verluste erleiden soll.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Personalführung in international tätigen Unternehmen

Zusammenfassung
Führung kann als gezielte Beeinflussung sowohl von Verhalten und Einstellungen der Einzelpersonen in einem Unternehmen als auch von Interaktionen innerhalb und zwischen Mitarbeitergruppen verstanden werden. Sie basiert auf einer hierarchischen Strukturierung eines Unternehmens in Mitarbeiter und Vorgesetzte, wobei der Vorgesetzte die Tätigkeit bzw. Einstellung des Mitarbeiters – im Wesentlichen mittels kommunikativer Aktivitäten – beeinflusst bzw. steuert. Die beiden grundlegenden Aufgaben der Führung sind in der Motivation sowie der zielorientierten Koordination des Handelns der einzelnen Mitarbeiter zu sehen. Die Motivation eines Mitarbeiters bestimmt neben dessen Qualifikation seine individuelle Leistung. Koordination ist in dem Sinne erforderlich, dass individuelle Ziele und Unternehmensziele aufeinander abgestimmt werden.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Personalentwicklung in international tätigen Unternehmen

Zusammenfassung
Personalentwicklung beinhaltet die Identifikation, Förderung und Entwicklung von Leistungsträgern in der eigenen Organisation. In einem ersten Schritt sind die relevanten Methoden der Führungskräfteentwicklung festzustellen. Im zweiten Schritt sind die in Frage kommenden Führungskräfte zu identifizieren. Gegenstand der nachfolgenden Schritte ist die Durchführung der konkreten Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung. Die anschließenden Schritte (Controlling und Verbesserung/Fortschritt) erlauben, in der Zukunft verbesserte Maßnahmen der Personalentwicklung durchzuführen.
Ralph Bernd, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

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