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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung und Vorgehen

Zusammenfassung
Maschinenbauunternehmungen bieten ihren Kunden nicht nur Maschinen, sondern traditionell auch produktbegleitende Dienstleistungen an, indem sie beispielsweise bei der Montage und Inbetriebnahme unterstützen oder Wartungsund Reparaturarbeiten übernehmen. Dabei ist zu konstatieren, dass die Bedeutung produktbegleitender Dienstleistungen in den vergangenen Jahren aufgrund technologischer und marktlicher Veränderungen auf Kunden- und Anbieterseite stark zugenommen hat. Um den Kunden umfassende Problemlösungen anbieten zu können, werden Sach- und Dienstleistungen dabei zunehmend zu komplexen und kaum noch trennbaren Leistungsbündeln kombiniert, die in der jüngeren Literatur als hybride Produkte bezeichnet werden.
Roland Wassermann

2. Grundlagen zur Erforschung zeitlich-dynamischer Aspekte bei der Internationalisierung mit produktbegleitenden Dienstleistungen und hybriden Produkten

Zusammenfassung
„No scientific field can advance far if the participants do not share a common understanding of key terms in their field.“ Diese Auffassung teilend, misst beispielsweise der Betriebswirt und Wissenschaftstheoretiker Chmielewicz der eindeutigen Klärung verwendeter Begrifflichkeiten in jeder wissenschaftlichen Arbeit grundlegende Bedeutung bei. Deutlich wird dies in seinem vierstufigen Ansatz aufeinander aufbauender Wissenschaftsziele, in dem die Schaffung eindeutiger und zweckmäßiger Definitionen als Fundament für die Verfolgung aller weiteren Wissenschaftsziele dient. In ähnlicher Weise weist Schneider nachdrücklich auf die Bedeutsamkeit hin, Begrifflichkeiten vor ihrer weiteren Verwendung eindeutig zu klären.
Roland Wassermann

3. Forschungsmethodik und Festlegung einer geeigneten Referenztheorie zur Beantwortung der Forschungsfrage

Zusammenfassung
In den beiden vorangegangenen Kapiteln wurde deutlich, dass dem Realphänomen zeitlicher Muster bei der Einführung produktbegleitender Dienstleistungen und hybrider Produkte in Auslandsmärkten – ungeachtet der hohen praxeologischen Relevanz der Thematik – von Seiten der Wissenschaft bisher eine recht geringe Aufmerksamkeit zuteil wurde. Im Rahmen der verhaltenswissenschaftlich argumentierenden Helsinki-Schule konnte jedoch mit der Product Chain zumindest ein theoretischer Ansatz identifiziert werden, der sich mit der hier untersuchten Forschungsfrage auseinandersetzt. Dabei ist jedoch zu konstatieren, dass die Product Chain lediglich geeignet ist, eine sukzessive Einführung von Sachleistungen, produktbegleitenden Dienstleistungen und hybriden Produkten zu erklären. Der Beobachtungssachverhalt hiervon abweichender zeitlicher Muster – beispielsweise die gleichzeitige Einführung der genannten Leistungen in einem Auslandsmarkt – lässt sich mit ihrer Hilfe hingegen nicht begründen.
Roland Wassermann

4. Die Competence-based Theory of the Firm (CbTF) als referenztheoretische Basis einer pfadorientierten Perspektive

Zusammenfassung
In Kapitel 3 wurde im Kontext der Diskussion zur Bestimmung einer geeigneten theoretischen Basis betont, dass die Untersuchung der Forschungsfrage ein analytisches Instrumentarium erfordert, das – nebst weiteren Anforderungen – insbesondere eine dynamische Sichtweise zulässt und über die (komparativ-) statischen Betrachtungen vieler theoretischer Ansätze deutlich hinausgeht. Dabei wurde die Competence-based Theory of the Firm (CbTF), die sowohl dieses Kriterium als auch die übrigen weitgehend erfüllt, als geeignete referenztheoretische Basis für die vorliegende Arbeit identifiziert.
Roland Wassermann

5. Zeitlich-dynamische Aspekte bei der Einführung produktbegleitender Dienstleistungen und hybrider Produkte in Auslandsmärkten

Zusammenfassung
In Kapitel 2 wurde darauf eingegangen, dass mit der Internationalisierungsprozessforschung ein Forschungsfeld existiert, das – über eine (komparativ-) statische Betrachtung hinausgehend – prozessuale Phänomene der Internationalisierung untersucht. Hierbei wurde insbesondere auf die der vorliegenden Arbeit thematisch nahestehende Product Chain der Helsinki-Schule sowie auf Arbeiten der vielzitierten Uppsala-Schule Bezug genommen. Wie gezeigt wurde, ist beiden Schulen ursprünglich eine inkrementelle Sichtweise von Internationalisierungsprozessen gemeinsam, die hinsichtlich der Product Chain im einleitenden Kapitel aufgrund hierzu im Widerspruch stehender Realphänomene hinterfragt wurde.
Roland Wassermann

6. Empirische Plausibilitätsprüfung des abgeleiteten Modells

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurde unter Verwendung der Competencebased Theory of the Firm ein dynamisch orientierter Ansatz entwickelt, der zur Klärung der Frage nach den Ursachen für die zeitlichen Muster bei der Einführung produktbegleitender Dienstleistungen und hybrider Produkte im Kontext der Internationalisierung beitragen soll. Hiermit ist die Absicht verbunden, einen Beitrag zur Weiterentwicklung sowohl der Internationalisierungsprozessforschung als auch der Erforschung produktbegleitender Dienstleistungen und hybrider Produkte zu leisten, indem insbesondere ein alternativer Erklärungsvorschlag zur Product Chain erfolgt, die hinsichtlich der Forschungsfrage den derzeit einzigen verfügbaren Ansatz darstellt, jedoch lediglich ein sukzessives Vorgehen zu erklären vermag.
Roland Wassermann

7. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Das Angebot produktbegleitender Dienstleistungen und hybrider Produkte stellt für die stark international ausgerichtete Maschinenbaubranche im Rahmen der Erschließung ausländischer Absatzmärkte ein wichtiges Thema dar, dessen Bedeutung künftig weiter steigen wird. In diesem Kontext stellt sich die praxeologisch und wissenschaftlich relevante Frage, wie das Angebot dieser Leistungen zeitlich in den Internationalisierungsprozess integriert wird. So ist es grundsätzlich denkbar, produktbegleitende Dienstleistungen und hybride Produkte im Rahmen einer Auslandsmarkterschließung entweder direkt bei Markteintritt oder dem Angebot von Sachleistungen zeitlich nachgelagert anzubieten. Obgleich in der wissenschaftlichen Literatur auf die Bedeutung der genannten Leistungen im Kontext der Internationalisierung vielerorts hingewiesen wird, steht die Erforschung der zeitlichen Muster bei ihrer Einführung in Auslandsmärkten weitgehend aus. Vor dem Hintergrund des Realphänomens unterschiedlicher Vorgehensweisen hinsichtlich der frühzeitigen oder nachgelagerten Internationalisierung mit den genannten Leistungen wurde in der vorliegenden Arbeit die Forschungsfrage untersucht, welche Ursachen im Rahmen der Auslandsmarkterschließung von Unternehmungen die zeitlichen Muster bei der Markteinführung produktbegleitender Dienstleistungen bzw. hybrider Produkte beeinflussen.
Roland Wassermann

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