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16.01.2014 | Interne Kommunikation | Im Fokus | Onlineartikel

Digitale Kommunikation schafft interne Konflikte

Autor:
Sabine Eyert-Kobler

"Ist okay so": E-Mails- und SMS im Telegramm-Stil ersetzen im Arbeitsalltag das persönliche Gespräch. Da sind Missverständnisse vorprogrammiert.

E-Mails überfluten die Postfächer von Mitarbeitern und werden von 31 Prozent regelrecht als störend empfunden, gaben HR-Verantwortliche im "Workplace Survey 2013" an. Für die Studie im Auftrag des Personaldienstleisters Office-Team wurden 250 Personalmanager in der Schweiz und in Deutschland befragt. "Moderne Kommunikationsformen nehmen einen immer größeren Raum im täglichen beruflichen Miteinander ein. Sie vermitteln dabei das trügerische Gefühl, damit könne das direkte Gespräch ersetzt werden", macht der Springer-Autor, Pädagoge, Arbeits- und Organisationspsychologe Norbert J. Heigl in seinem Buch "Konflikte verstehen und steuern" deutlich.

E-Mails lassen sich fehlinterpretieren

Während früher ein kurzer Blick ins Gesicht des Kollegen genügte, um zu erkennen, wie dieser "drauf" war, fehlen diese oftmals sogar entscheidenden Informationsträger heutzutage fast vollständig. Damit entstehe ein riesiges Spielfeld an Interpretationsmöglichkeiten. "Je weniger aktiv interpersonal kommuniziert wird, desto mehr wird interpretiert und selbstständig abgeleitet. Das erhöht automatisch die Fehlerquote bei der Einschätzung der jeweiligen Situation oder zum Beispiel den Absichten des Gegenübers", führt Heigl aus.

Effektive Führungsarbeit ohne das aktive Erkennen, Verstehen und Steuern von Konflikten sei eigentlich nicht denkbar. In den meisten Organisationen würden Konflikte aber nicht offen, sondern verdeckt ausgetragen. "Wir gehen Konflikten aus dem Weg" schrieb beispielsweise Commerzbank-Chef Martin Blessing im vergangenen Jahr ganz offen im Intranet an seine Mitarbeiter.

Entscheidender Faktor beim Konfliktmanagement ist der Mensch

Wie die Konflikt-Symptome wahrgenommen werden, hänge sehr stark vom eigenen Denken und Fühlen ab. Damit verknüpft sei wiederum die jeweilige innere Einstellung zu einer Sache oder einem Menschen. "Unser Gehirn beschäftigt sich 100.000-mal mehr mit sich selbst als mit der Außenwelt" (Seite 5). In der inneren Einstellung stecke ein Schlüssel zur Konfliktvermeidung, Symptombewertung sowie der konstruktiven Konfliktsteuerung.

Faktoren, die in Konfliktsituationen die Wahrnehmung einschränken (Seite 12 ff) :

  • Persönlichkeitsstruktur
  • soziale Prägung
  • kulturelle Mentalität
  • Hormonmix

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Konflikte wahrnehmen

Quelle:
Konflikte verstehen und steuern

2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Konfliktlösungsstrategien

Quelle:
Konflikte verstehen und steuern

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