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Über dieses Buch

Das „Internet der Dinge" wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft zu einem der Top-Themen angewandter Forschung ausgerufen und beflügelt seitdem die Fantasie von Forschern und Ingenieuren.

Ebenso wie die Datenpakete im Internet finden zukünftig die Pakete, Paletten und Behälter im logistischen Netzwerk allein ihren Weg von der Produktion bis zum Kunden – und wieder zurück zum Recycling. Getreu dem Motto „Selbst ist das Paket!" sprechen die Dinge der Logistik miteinander, koordinieren sich und fordern die nötigen Ressourcen selbständig an. Die Dinge erhalten eine elektronische Identität und werden auf Basis der RFID-Technologie drahtlos mit ihrer Umwelt vernetzt. Die Abbildung der virtuellen Welt der Daten und der realen Welt der Dinge in Echtzeit, sowie autonome logistische Objekte und sich selbstorganisierende Logistiknetze schaffen die Voraussetzung für die Realisierung der Visionen im „Internet der Dinge".

In diesem Buch zeigen 31 Fachbeiträge namhafter Autoren die zahllosen Facetten des „Internet der Dinge" auf und vermitteln die Faszination der Entwicklung, dass sich Fahrzeuge und Fördertechnik mithilfe von Verfahren der künstlichen Intelligenz und mobilen Softwareagenten so in Bewegung setzen, wie die Pakete es vorgeben - ohne zentralen Rechner, autonom, mobil und selbstgesteuert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Marktübersicht und politisches Umfeld

Auszug
RFID zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Das große Potenzial der Technologie liegt vor allem in der Verbesserung von Prozessabläufen, der Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Verfahrensvereinfachung. In unterschiedlichsten Anwendungsbereichen werden nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Verbraucher erheblich von der RFIDTechnologie profitieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind branchenübergreifend. Weltweit beschäftigen sich Forschungsinstitute, Wirtschaftsverbände und staatliche Gremien sowie Unternehmen aus Industrie und Handel mit den Potenzialen der Technologie. Die führenden Industrienationen haben die Bedeutung von RFID erkannt. Die politische und wirtschaftliche Weichenstellung für RFID hat deshalb weltweit begonnen. In den USA verpflichtet beispielsweise das Department of Defense bereits seine Zulieferer zur Kennzeichnung aller Lieferungen, und die oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt den Einsatz von RFID in der Pharmabranche [18, 11]. Südkorea plant eine Stadt, in der sowohl RFID entwickelt und produziert wird als auch Anwendungen großflächig zum Einsatz kommen sollen [21].
Simon Japs

Der RFID-Markt aus Sicht der Anwender und Anbieter

Auszug
RFID stellt eine Schlüsseltechnologie zur Prozessverbesserung dar. Dennoch sind bis zum Durchbruch noch wichtige Kriterien zu erfüllen. Die RFID-Technologie muss bestimmte Funktionalitäten vorweisen, um innerhalb der Unternehmen Anwendung zu finden. Welche dies sind und welche Technologien (z. B. aktiv/passiv, read-only/read-write, Frequenzbereich) sich durchsetzen werden, wurde innerhalb bundesweiter Umfragen in den Jahren 2004 und 2006 ermittelt. Der vorliegende Beitrag stellt die wichtigsten Ergebnisse der 2006/2007 durchgeführten Studie dar. Hierbei wurde besonderer Wert auf eine differenzierte Betrachtung hinsichtlich Anwender und Anbieter gelegt.
Heinz-Georg Pater, Patricia Seidl

Mit Low-Power-Funktechnologie auf dem Weg zu ubiquitous computing

Auszug
Wie in vielen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnik findet auch im Bereich der drahtlosen Vernetzung eine ständige Weiterentwicklung statt. Ausgehend von Systemen mit zunächst geringer Leistungsfähigkeit, zum Beispiel bezüglich Datenrate, Reichweite und Energiebedarf, hat die Funkvernetzung in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt. Sie entwickelt sich zunehmend zu einer Alternative für die drahtgebundene Kommunikation. Funksysteme eröffnen zudem weitere Anwendungs- und Einsatzbereiche, die zuvor undenkbar waren. Die Einsatzbereiche reichen dabei von einfachen Punkt-zu-Punkt-Kommunikationsszenarien bis hin zu komplexen Systemen mit hunderten von Kommunikationsknoten.
Rainer Steffen, Markus Augel

Internet der Dinge — Anwendung von RFID- und Tracking-Technologien zur intelligenten kooperativen Assistenz im Arbeitsprozess

Auszug
Dieser Beitrag stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Es geht primär um Anwendungen und Dienste, die RFID-Technologie und andere Trackingverfahren nutzen, um Menschen in ihrem Alltag oder in ihrer beruflichen Umgebung Unterstützung leisten zu können. Solche Dienste kommen dabei weitgehend ohne die explizite Mitwirkung von Menschen aus. Trotzdem dienen sie dem Menschen, der sie verstehen und beherrschen können muss. Wir thematisieren in diesem Beitrag den Aspekt des Benutzers, seiner Interaktion, seiner Kontrolle über das System und der Veränderung der Rolle des Menschen in einem Mensch-Maschine- System.
Markus Eisenhauer, Reinhard Oppermann, Wolfgang Prinz

Internet — eine Infrastruktur in der Pubertät

Auszug
Das Internet — kann man vom Siegeszug einer Technologie sprechen? Auf den ersten Blick sicherlich: Das Internet durchdringt alle Bereiche des wirtschaftlichen und sozialen Lebens — überall auf der Welt. Vergleichbar mit dem „Bedürfnis“ der Menschen nach elektrischer Energie (Strom), werden der Zugang zum Internet und die Verfügbarkeit von Internet- Diensten quasi zum Menschenrecht. Schon sehr früh hat das Fraunhofer- Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hier von der IPfizierung (IP-fication) in Analogie zur Elektrifizierung gesprochen. Doch schauen wir einmal hinter die schillernde Fassade der Online-Magazine, Partnerbörsen, Auktionsdienste, Lehr-, Lern- und Beratungsangebote, Community-Dienste und Meinungsportale, hinter Webblogs, Podcasts und Musikbörsen, so entdecken wir eine riesige Baustelle. An allen Ecken und Enden wird gearbeitet, werden Löcher gestopft, Verbindungen hergestellt, Umleitungen gesucht, an tausenden von Stellen Informationen eingespeist, Eindringlinge abgewehrt — mit dem Ziel, die ständige Verfügbarkeit des Internets zu gewährleisten. Das Internet befindet sich zu Anfang des 21. Jahrhunderts in der Situation eines „Jugendlichen“, der aufgrund der Vielzahl ungeordneter, aber sehr empfindlicher Synapsen alles kann, oft über das Ziel hinausschießt und für das Erwachsen-Werden — was nichts anderes bedeutet als zu planen, systematisch Entscheidungen zu treffen, sichere Urteile zu fällen, offen für Anderes zu sein — noch deutliche Unterstützung braucht.
Gudrun Quandel

Telematik und RFID — Elektronische Beobachter gestalten die gesicherte Warenkette

Auszug
In der Logistik sind mobile Geräte nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich als äußerst robust und damit industrietauglich erwiesen. In vielfältigen Bauvarianten ermöglichen sie heute eine transparente Sicht auf logistische Abläufe — die erst möglich wird, weil Daten vor Ort erfasst und zeitnah verarbeitet werden können. Folglich wird nicht mehr der Nutzen der Geräte infrage gestellt, sondern nach spezifischen Leistungsparametern gesucht. So stehen vor allem längere Laufzeiten der Akkus, ausfallsicherere Geräte, Variabilität in den Zusatzmodulen und eine Kompatibilität zu den bestehenden IT-Systemen im Zentrum der Analysen. Technische Verbesserungspotenziale werden weiterhin bei der in das Handy integrierten Minikamera mit erhöhter Auflösung und Farbe, aber auch beim leuchtkraftverstärkten Display, schnelleren Prozessoren, mehr Arbeitsspeicher, hoher Flexibilität in der Wahl der Kommunikationsschnittstelle, der Ortungstechnologie (GPS, WLAN) sowie der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) gesehen. Die Sicherheit in Funknetzwerken spielt eine wesentliche Rolle — Industriestandards legen die Ansprüche bereits sehr hoch. [10]
Michael Schenk, Klaus Richter

Selbstorganisation: Dinge in eigenverantwortlicher Kooperation — eine Systemanalyse

Auszug
David Brock und Sanjay Sarma vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) fragten sich 1999, was es bedeuten würde, wenn jedes Objekt und jedes Produkt, quasi jedes Ding, mit einer — wenn auch simplen — einzigartigen Nummer ausgezeichnet wäre. Jeder Artikel dieser Welt wäre somit von jedem Ort der Welt aus ansprechbar; die Adressierung würde es möglich machen, entfernt gespeicherte Daten und Objekte in Zusammenhang zu bringen und diese somit miteinander zu verbinden [22, 23]. Diese Frage war zugleich der Startpunkt der Gründung des MIT Auto-ID Centers [1] und der Installierung des Begriffes „Internet of Things“, des Internet der Dinge. In Kooperation mit Industriepartnern wird am Auto-ID Center das Potenzial der RFID-Technologie und der drahtlosen Sensornetzwerke erforscht und an Lösungen für Infrastrukturen, Transponder und Lesegeräte gearbeitet. Unter anderem ist die Definition des EPC-Codes, eines elektronischen Produktcodes zur automatischen Identifikation, eine der Errungenschaften dieser Initiative1. Aber anstatt nur den bloßen Zugriff auf statische Daten wie Ort und einige zusätzliche Objekt- bzw. Produkteigenschaften zu erlauben, gehen neue Ideen einige Schritte weiter. Nicholas Negroponte spricht hier bildlich von autonomen Dingen, die mit anderen Dingen über Dinge reden [17]. Objekte und Produkte bieten ausgezeichne- te Daten somit nicht nur zur Weiterverarbeitung durch Dritte an, sondern können selbst aktiv werden und sogar in Kooperation und Kommunikation mit anderen Produkten treten.
Michael Hellenschmidt, Reiner Wichert

Sensornetzwerke und Lokalisierungsverfahren als Schlüsseltechnologien für die intelligente logistische Umwelt von morgen

Auszug
Das Internet der Dinge ist mit der massiven Unterstützung der RFID-Techologie durch Unternehmen wie METRO Group, Wal-Mart oder SAP in aller Munde. Logistische Objekte bewegen sich damit in Eigenregie durch Netzwerke logistischer Knoten und stellen sicher, dass sie — ganz im Sinne der logistischen Grundidee — zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Zustand an der richtigen Stelle verfügbar sind — so die Vision, die von Forschern und innovativen Anwendern auf Konferenzen und Fachtagungen immer wieder gezeichnet wird. Es ist mehr als offensichtlich, dass diese Vision mit der aktuell verfügbaren Technologie noch nicht im Ansatz umsetzbar ist. Forschungsinstitute und Industrieunternehmen sind aufgerufen, nach neuen technischen Lösungen zu suchen und die nächsten Schritte hin zum Internet der Dinge zu gehen. Der nachfolgende Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund den State of the Art der RFID-Technologie, beschreibt die technologische Lücke und zeigt anhand eines Beispiels, wie innovative Smart-Object-Technologien genutzt werden können, um die Informations- und Materialflüsse in logistischen Ketten intensiver miteinander zu verknüpfen und der Umsetzung der Vision so einen deutlichen Schritt näher zu kommen [2].
Alexander Pflaum, Jürgen Hupp

Simulation selbststeuernder Transportnetze

Auszug
Bestimmendes Thema in der Logistik ist seit einiger Zeit das sogenannte „Internet der Dinge“. Hierbei wird untersucht, inwiefern sich der Einsatz von RFID-Technologie und die damit mögliche Selbststeuerung von Logistikobjekten innerhalb eines geschlossenen Systems auf dessen Qualität auswirkt. Was im innerbetrieblichen Bereich mittlerweile ausgiebig betrachtet wurde, ist auf der anderen Seite der Betriebs- und Lagertore noch weitestgehend unerforscht. Hierzu werden jedoch innerhalb der Abteilung Verkehrslogistik des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik vergleichende Untersuchungen durchgeführt, welche zu interessanten, teilweise auch überraschenden Ergebnissen führen.
Marc Berning, Sebastian Vastag

Modellbasiertes Requirements Engineering

Auszug
Engineering und Betrieb großer Materialflusssysteme sind aufgrund der hohen Komponentenanzahl sowie der herzustellenden Schnittstellen sehr komplex. Komplexität tritt in allen Phasen der Lebensdauer logistischer Systeme auf. Die Optimierung von Kosten, Qualität und Leistung einzelner Bestandteile eines Systems wirkt sich in der Regel auf den gesamten Life Cycle aus. Vor diesem Hintergrund ist die Wirksamkeit technischer und organisatorischer Optimierungsmaßnahmen an den unterschiedlichen Anforderungen zu spiegeln, die im Lebenszyklus eines Logistiksystems auftreten.
Dirk Liekenbrock, Jürgen Elger

Technologische Trends bei RFID-Systemen für den Einsatz im Internet der Dinge

Auszug
Die Vernetzung von elektronischen Komponenten in unserem Lebensumfeld hat sowohl im industriellen wie im privaten Bereich zu zahlreichen neuen Diensten und Funktionen geführt. Das Internet ist dabei von der reinen Kommunikationsplattform für PC und Großrechner in die elektronisch „entlegensten“ Winkel vorgedrungen. Die Fernwartung von Produktionsmaschinen oder die Alarmmeldung von Heizungsanlagen gehören mittlerweile zu alltäglichen Anwendungen von Internetdiensten.
Gerd vom Bögel

Sicherer Informationsaustausch im Internet der Dinge

Auszug
Das Internet der Dinge wird es ermöglichen, weltweit Daten zu beliebigen Objekten zu verwalten und zu finden. In Kombination mit der RFIDTechnologie ergeben sich hieraus zahlreiche Möglichkeiten für eine unter-nehmensübergreifende Kooperation in komplexen Wertschöpfungsketten, wodurch sich die RFID-Infrastruktur zu einem zentralen Element der Unternehmenssteuerung entwickeln würde. Dementsprechend wichtig ist es, den Informationsaustausch über das Internet der Dinge effizient und sicher zu gestalten. In diesem Kapitel präsentieren wir zunächst einige organisatorische und technische Grundlagen für die organisationsübergreifende Verwaltung und Verarbeitung objektbezogener Daten. Ferner diskutieren wir die Sicherheit des Object Name Service (ONS), der im EPC-Netzwerk als zentraler Dienst zum Auffinden von Informationen im Internet der Dinge angedacht ist.
Benjamin Fabian, Oliver Günther, Lenka Ivantysynova, Sarah Spiekermann, Holger Ziekow

RFID im Gesundheitswesen — Nutzenpotenziale und Stolpersteine auf dem Weg zu einer erfolgreichen Anwendung

Auszug
Der Reformdruck im deutschen Gesundheitswesen ist nach wie vor ungebrochen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey kommt zu der dramatischen Erkenntnis, dass mehr als ein Drittel der Akutkrankenhäuser mit der Einführung des DRG-Systems und der damit verbundenen pauschalierten Leistungsabrechnung betriebswirtschaftlich in ihrem Bestand gefährdet sind.[6] Das heißt, diese Häuser sind derzeit nicht in der Lage, die von ihnen erbrachten medizinischen Leistungen kostendeckend anzubieten. Es besteht also eine große Notwendigkeit, die Kosten der Leistungserbringung zu senken bzw. die mit der Leistungserbringung verbundenen medizinischen, organisatorischen und logistischen Prozesse effizienter zu gestalten.
Oliver Koch, Wolfgang Deiters

Polytronik und das Internet der Dinge

Auszug
Schon in ein paar Jahren werden Polytronik-Transponder als intelligente Preisschilder im Supermarkt im Einsatz sein und den Barcode ablösen. Leuchtdioden aus organischem Material, die OLEDs (Organic Lightemitting Diodes), ermöglichen eine neue Generation von Displays, welche derzeit schon oft im Mobiltelefon eingesetzt werden und in Kürze auch im PDA (Personal Digital Assistant) Einzug halten werden. Sie sind derzeit noch auf Glas aufgebaut und haben eine ausgezeichnete Bildqualität, werden aber in naher Zukunft auf Foliensubstraten erhältlich und dann hauchdünn und biegsam sein. Transparente, aufrollbare Foliendisplays oder Displays auf nahezu jeder denkbaren Oberfläche mit nahezu freiem Formfaktor werden genauso möglich wie komplette Mikrosysteme oder Biolabore in Kreditkartengröße. Diese Foliensysteme können in Wände, Teppiche, Möbel, Fahrzeuge, Kleidung, also in alltägliche Gebrauchsmittel integriert werden und ermöglichen damit das Internet der Dinge. Unter dem Stichwort Smart Plastic entstehen derzeit bereits etwa intelligente Tastaturen, bifunktionale Displays oder Folien-basierte Sensorsysteme auf Polymerbasis.
Karlheinz Bock

Ambient Intelligence im Rahmen Service-orientierter Architekturen

Auszug
Die Informationstechnologie prägt bereits große Bereiche unseres Alltags, und diese Durchdringung wird noch zunehmen. Konzepte wie Ambient Intelligence oder Pervasive Computing projizieren diese Entwicklung auf Umgebungen, die mittels Informationstechnologie neue, innovative Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Im Zentrum dieser Visionen steht die allgegenwärtige und permanente Verfügbarkeit von Technologien und Informationen, wobei sich hier zwei Richtungen unterscheiden lassen. Auf der einen Seite stehen dabei die Endgeräte und Netze, die uns Menschen jederzeit den Zugang zu Daten und Infrastrukturen ermöglichen, auf der anderen Seite die Netze und Systeme, die Daten sammeln oder diese Informationen verarbeiten und aufbereiten. Die möglichen Einsatzbereiche entsprechender Konzepte und Lösungen sind vielfältig: Die Produktivität von Außendienstmitarbeitern ließe sich durch Ambient-Intelligence-Systeme ebenso verbessern wie die medizinische Versorgung oder die Effizienz von Prozessen und Dienstleistungen.
Max Larsson, Stephan Vollmer

RFID-Einsatz innerhalb der DaimlerChrysler AG

Auszug
Die DaimlerChrysler AG evaluiert mit unterschiedlichen technologischen Proof of Concepts (PoC) im betrieblichen Umfeld die Auswirkungen von RFID auf diverse Geschäftsabläufe. Die Ergebnisse dienen einerseits zur optimalen Definition effizienter Geschäftsprozesse, andererseits zur aktiven Gestaltung der geeigneten Richtlinien der Standardisierungsgremien der Automobilindustrie (VDA, Odette usw.). Der Beitrag stellt exemplarisch einen aktuellen PoC zur Bestandserfassung von Spezialladungsträgern im Werk Sindelfingen in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML und der Firma IBM vor und berichtet über die gewonnenen Erkenntnisse.
Roya Ulrich, Mathias Porten, Ernst Fritz

Der Einsatz von RFID-Hardware — Aspekte der Frequenzbereiche, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen im industriellen Umfeld

Auszug
In den letzten zwei Jahren hat sich die Bekanntheit der RF-Identifikation durch die ersten Einsatztests bei METRO, Wal-Mart usw. und die damit erfolgten Publikationen enorm erhöht. RFID kann als Identifikationstechnologie jedoch auf mehr als 20 Jahre Existenz zurückblicken. Anwendungen wie Tieridentifikation, Wegfahrsperre, berührungslose Zutrittskontrolle für Skilifte und Identifikation von Müllbehältern basieren seit vielen Jahren auf einem Transponder in einer Verpackung aus Glas, Epoxy oder PVC.
Jos Fransen, Gerhard Timme

Prozesse in offenen Systemen gestalten

Auszug
Seit 1999 arbeitet das Massachusetts Institute of Technology (MIT) der Universität Boston gemeinsam mit einer großen Zahl visionärer Unternehmen aus Wirtschaft und Technologie an der Entwicklung des EPCglobal-Konzepts. Die Radiofrequenztechnologie zu Identifikationszwecken (RFID) sollte für die Optimierung von logistischen Prozessen genutzt werden. Auf deutscher Seite waren die Unternehmen Flexchip, KSW Microtec, METRO, SAP und die damalige Siemens Dematic beteiligt. Erstmals beschäftigte man sich ernsthaft mit dem Ultrahochfrequenzband, welches die Reichweite, aus der die Transponderdaten ausgelesen werden können, gegenüber Anwendungen im hochfrequenten Bereich wesentlich erhöht. Die Ergebnisse der Arbeit waren äußerst zufrieden stellend, und so wurde das Konzept einer neu zu gründenden Gesellschaft übertragen, welche sicherstellt, dass bereits bestehende weitverbreitete Systeme und neue RFID-Anwendungen kompatibel sind. Dies wurde durch die Organisation GS1 als Träger der EAN.UCC-Standards gewährleistet, und so wurde in 2003 EPCglobal, Incorporation als Joint Venture von GS1 und GS1 US gegründet (EPC = Electronic Product Code). GS1 und damit auch EPCglobal sind anwendergetriebene Organisationen, die sich als Plattform verstehen, auf der Anforderungen und Erfahrungen der Wirtschaft in offenen Spezifikationen münden und die somit gerade auch Kleinen und mittleren Unternehmen helfen, technologisch mit global agierenden Konzernen mitzuhalten.
Frank Kuhlmann, Dirk Masuhr

Integrierte RFID sorgt für mehr Qualität bei Life Sciences

Auszug
Der Wareneingang ist der Punkt der Wahrheit — hier werden Proben gezogen und zur Analyse ins Labor gebracht. Solange von dort keine Freigabe erfolgt, kann die Ware zwar ins Lager, aber nicht in den Produktionskreislauf gelangen oder gar an Kunden ausgeliefert werden. So wollen es die Good Manufacturing Practices, eine Serie von Arbeitsvorschriften und Dokumentationsanweisungen, die in den sogenannten Life-Science-Industrien — dazu gehören im Wesentlichen die pharmazeutische, kosmetische, chemische und biotechnische Industrie sowie der Nahrungs- und Genussmittelsektor und die unterstützende Logistik — maßgeblich sind. Gesetzesvorgaben wie Arzneimittelgesetz, Hygieneverordnung oder aber auch die EU-Verordnung zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln (EUVO 178/2002) untermauern die Tatsache, dass es dem Gesetzgeber mit der Umsetzung dieser Richtlinien ernst ist. Wem hier bei den mindestens einmal jährlich stattfindenden Kontrollen ernsthafte Verstöße nachzuweisen sind, muss mit Strafen bis zum Entzug der Herstellerlaubnis rechnen. Und einer der neuralgischen Qualitätspunkte der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten ist der Wareneingang. Ohne Qualitätsprüfung keine Freigabe der eingehenden Waren für den weiteren Produktionsprozess, so lautet der Grundsatz.
Heinz-Paul Bonn

Kühlketten lückenlos online überwachen — Intelligente Sendungsverfolgung schließt Lücke bei unternehmensübergreifenden Transportprozessen

Auszug
Durch Standard-Softwarelösungen für Supply Chain Execution (SCE) wie den logistics-server kann die Planung, Durchführung und Steuerung von (Inbound- und Outbound-)Transporten in komplexen, unternehmensübergreifenden Logistiknetzen optimiert werden — bis hin zur vollständigen Automatisierung wichtiger Prozessschritte.
Markus Krüger, Michael Böckle

Multiagentensysteme im Internet der Dinge — Konzepte und Realisierung

Auszug
Das Internet der Dinge bringt einen Wechsel von festgelegten, statischen Prozessen hin zu selbstgesteuerten, dynamischen Prozessen. Dies erfordert eine zeitnahe, prozessadaptive Änderung der Ablaufsteuerung. Damit einher gehen der Trend zu höheren Sendefrequenzen bei abnehmenden Volumina einzelner Sendungen sowie kleinere Kommissionen. Bezogen auf die einzelne Lager- und Transporteinheit steigt der Aufwand für die Handhabung. Ein Wandel technischer Materialflusssysteme hin zu automatisierten Systemen, die auf das effiziente Lagern und Transportieren kleinerer Einheiten ausgelegt sind, ist die Konsequenz.
Andreas Trautmann

LogAgency SCM-Datenprozessplattform — RFID-Anwendungen als SaaS-Lösung

Auszug
In den letzten zwei Jahren dominierte jeweils ein Thema die zukünftigen Entwicklungen innerhalb der Logistik und der Informationstechnik. Dies waren die RFID-Technologie einerseits und die Weiterentwicklung von ASP-Technologien hin zu SaaS-Lösungen (Software as a Service) andererseits. Synergien dieser beiden Themenbereiche ergeben wiederum globale Innovationen wie das „Internet der Dinge“, eine der interessantesten und vielversprechendsten Entwicklungen der letzten Jahre. Im direkten Kontext zu diesen Innovationen entstanden und entstehen innerhalb kurzer Zeit Lösungen und Produkte, die diese Technologien zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt integrieren. Anwendern werden somit die Möglichkeiten verschafft, SCM-Prozesse zunehmend effektiver und effizienter zu gestalten. Gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen werden so mehr und mehr in die Situation versetzt, Anforderungen global agierender Kunden und Lieferanten im Hinblick auf Prozessoptimierungen schnell und vor allem kostengünstig umsetzen zu können.
Christian Rybak

RFID — Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Handels

Auszug
Von der Kerze zur Glühbirne, von der Handschrift zur Buchdruckerkunst — zwei Beispiele, die zeigen, dass der Mensch immer auf der Suche nach einer technisch besseren, komfortableren Lösung ist und sie meistens auch findet. Dass sich Informationen mittels Funkwellen austauschen lassen, bescherte uns die Entwicklung von der ersten Telegraphenstation zum Handy und vom einfachen Rundfunkempfänger zu satellitengesteuerten Navigationssystemen. Auch im Handel eröffnet das Identifizieren von Objekten mittels Funktechnologie ganz neue Dimensionen. Die sogenannte Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) hat das Potenzial, die Abläufe in unserer Industrie zu revolutionieren. Und das nicht nur im Bereich der Logistik und des Lagermanagements: Mithilfe von RFID ist es möglich, mehrere zentrale Herausforderungen zu meistern, denen sich der Handel jetzt und in Zukunft stellen muss.
Gerd Wolfram

Das X-Internet — Verbindung zwischen physischer und Cyber-Welt

Auszug
In nur 20 Jahren hat das Internet die Art und Weise, wie wir leben, lernen, arbeiten und unsere Freizeit gestalten, grundlegend verändert. Das Revolutionäre am Internet ist, dass es einen Standardweg aufzeigt, der Menschen überall auf der Welt miteinander verbindet.
Oliver Philipp, Andreas Schaller, Siegfried Pongratz

RFID im praktischen Einsatz

Auszug
Die Erstellung von Waren und auch Dienstleistungen wird zukünftig noch stärker auf eine mehr oder weniger komplexe Lieferkette aufgeteilt sein. Diese Supply Chain kann global verteilt agieren.
Ulrich Ahle

RFID im mittelständischen Einsatz

Auszug
Immer wieder hört man, eine neue Technologie wie Radio Frequency Identification (RFID) sei nur etwas für die großen Unternehmen, die es sich leisten können, teure Piloten zu entwickeln. Kleine und mittelständische Unternehmen hätten hier nicht die personellen und finanziellen Möglichkeiten, sich frühzeitig mit dieser Technologie zu beschäftigen. Gleichzeitig sehen viele mittelständische Unternehmen zumindest mittelfristig den Investitionsbedarf gegeben. Deshalb muss schon heute die Frage gestellt werden:
Dirk Hellbach, Monika Néméth, Wernher von Schrader

Rechtliche Dimensionen der Radio Frequency Identification

Auszug
RFID ist die Abkürzung für „Radio Frequency Identification“ und bezeichnet Verfahren zur automatischen und verbindungslosen Identifizierung von Objekten über Funk. RFID-Systeme könnten sich zu einer Schlüsseltechnologie der Zukunft entwickeln und werden schon heute in vielen Bereichen, insbesondere im Logistikbereich und der Lagerbewirtschaftung nutzbringend eingesetzt. Die Datenübertragung erfolgt durch magnetische oder elektromagnetische Felder. RFID-Systeme bestehen aus zwei technologischen Komponenten: einem Transponder1 und einem Lesegerät. Die Vorteile der RFID-Technologie liegen in der Möglichkeit, kontaktlos und ohne optische Verbindung Daten zu übertragen, in der Leseschnelligkeit von weniger als 100 Millisekunden2 und in der Langlebigkeit der Mikrochips. Außerdem sind RFID-Systeme nahezu wartungsfrei.
Bernd Holznagel, Mareike Bonnekoh

Wahrnehmungen im Spannungsfeld neuer Technologien — Welchen Einfluss haben weiche Faktoren auf die Entwicklung von RFID?

Auszug
„Es ist bei den meisten Erfindungen so, dass sie zunächst harmlos anfangen und eigentlich niemand so richtig überblickt, was daraus werden kann.“ (Konrad Zuse, deutscher Ingenieur und Erbauer des ersten programmgesteuerten Digitalrechners (1910–1995))
Manuel Hüttl
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