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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Internet Universality Concept – Die vier Prinzipien eines notwendigen Paradigmenwechsels im World WideWeb

verfasst von: Verena Metze-Mangold

Erschienen in: Homo Connectus

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Es ist das womöglich wirkmächtigste Artefakt in der Geschichte der Menschheit. Aber was genau ist es, „das Netz“? Unbestritten ist, dass es für die Verkehrsformen des Sozialen wie des Politischen im 21. Jahrhundert zentral geworden ist, und zwar im globalen Maßstab. Von der Macht globaler Konzerne bis zu Formen strategischer Desinformation sind alle Dimensionen – und die Grundnormen der Gesellschaft – betroffen. Gerungen wird um die ökonomischen Schlüsselpositionen auf dem Weltmarkt und mehr noch um die Vorstellung von Welt und Werten in unseren Köpfen. Die tektonischen Veränderungen im internationalen System sind unübersehbar. Sie stellen die Funktionalität demokratischer Errungenschaften infrage. Sie führen zu geopolitischen Macht-Verschiebungen. Und sie unterlaufen Prinzipien und Normen internationaler Kooperation. Das lässt Politik nicht unberührt, Außenpolitik schon gar nicht und ruft schließlich auch die Vereinten Nationen auf den Plan. Wenn die Perzeption eines Vorgangs oder Artefakts entscheidend ist für unseren gesellschaftlichen und politischen Umgang mit ihm, müssen wir genau damit beginnen: seiner Wahrnehmung. Sie prägt unsere Vorstellung von der Welt und macht politisches Handeln und Aushandlungsprozesse über seine gesellschaftliche Funktion überhaupt erst möglich. Der Artikel zeichnet die internationale Debatte über die Herausforderungen der transnationalen und multi-dimensionalen Natur des „Cyberspace“ nach und beschreibt den Prozess der vorsichtigen Einigung auf Maxime für den Zugang zur Information, die Meinungsfreiheit, den Schutz der Privatsphäre und ethisches Verhalten im Netz.
Fußnoten
1
Kissinger: Das Zitat nutzte der ehemalige Außenminister Frank Walter Steinmeier bei der Vorstellung des Reviewprozess im September 2014. Es wurde als Überlieferung ohne Quellenangabe vom Auswärtigen Amt 2014 bestätigt.
 
2
Vgl. Metze-Mangold (1994 sowie 1998 und 2015, S. 208–226).
 
3
Virilio (1994, S. 63).
 
4
Vowe und Dohle (2007, S. 38 f.).
 
5
Vgl. Pohle (2016, S. 5 f.).
 
6
Al Gore (1994), ntia.doc.gov.
 
7
Vgl. Eckstein (1994, S. 7).
 
8
Vgl. Schulze (2011, S. 36 ff.).
 
10
Habermas (2008), hier zitiert nach Schulze, S. 36 ff.
 
11
ebd.
 
12
Kleinsteuber und Thomass (2003, S. 88 ff.).
 
13
Jarren (2011, S. 1 ff.).
 
14
Hepp (2005, S. 5).
 
15
Vgl. Metze-Mangold (2001, S. 134–149).
 
16
Vgl. Müller von Blumencron (2016, S. 10).
 
17
Vgl. Drommert (2011, S. 48 ff., hier S. 50).
 
18
Ebenda.
 
19
Nur ein Jahr später kritisierte er harsch die britische Gesetzesvorlage einer „snooper’s charter“: den Start britischer Massen-Überwachung und warnte: „The amount of control you have over somebody if you can monitor Internet activity is amazing.“
 
20
Vgl. METZE-MANGOLD (1997), S. 94–97. Umberto Eco trat beim Weltwirtschafts-Forum 2000 in Davos auf: „Globalisierung im 21. Jahrhundert bedeutet, Wissenschaft und Ethik verbinden sich.“ Andernfalls, so Eco, breche binnen 30 Jahren die verwobene Welt wohl in sich zusammen.
 
21
Pohle (2016, S. 78).
 
22
Vgl. Kim Ly Lam (2017, S. 1–5).
 
23
Vgl. Sassen (2002, S. 365 f.).
 
24
  Vgl. recommendations. UNESCO.​org.
 
25
Vgl. Pohle (2016) und UNESCO (2013a).
 
26
Vgl. UNESCO (2013b).
 
27
Vgl. exemplarisch: The UNTT Report Realizing the Future We Want for All; UNDG Report The Global Conversation Begins; SDSN Report An Action Agenda For Sustainable Development; The Global Thematic Consultation on Governance; UN Report of the High-Level Panel of Eminent Persons on the Post-2015 Development Age.
 
28
The concept of Internet Universality was endorsed by the 38th session of the General Conference.
 
29
Vgl. UNESCO (2015).
 
30
Vgl. UNESCO (2015, S. 18, 68).
 
31
Vgl. Kleinwächter (2015, S. 27).
 
32
Vgl. Lessig (2000). Cyperlaw.standford.edu, Version 2.0 has been prepared through the authors wiki…..There’s a common belief that cyberspace cannot be regulated-that it is, in its very essence, immune from the government’s (or anyone else’s) control.“ Code, first published in 2000, argues that this belief is wrong. „Under the influence of commerce, cyberspace is becoming a highly regulable space, where behavior is much more tightly controlled than in real space. But that’s not inevitable either. We can-we must-choose what kind of cyberspace we want and what freedoms we will guarantee. These choices are all about architecture: about what kind of code will govern cyberspace, and who will control it. In this realm, code is the most significant form of law, and it is up to lawyers, policymakers, and especially citizens to decide what values that code embodies“.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Internet Universality Concept – Die vier Prinzipien eines notwendigen Paradigmenwechsels im World WideWeb
verfasst von
Verena Metze-Mangold
Copyright-Jahr
2018
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-19133-7_19