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Über dieses Buch

Die Autorin zeigt, dass die einflussreichste Barriere für Jugendliche und junge Erwachsene mit Down-Syndrom bei der Internetnutzung das soziale Umfeld darstellt. Mit Hilfe eines qualitativen Mehrmethodendesigns evaluiert sie die Barrieren auf kognitiver, motorischer, technischer, struktureller und inhaltlicher Ebene sowie im Bereich des sozialen Umfeldes und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab. Sie erweitert damit die Kenntnisse über die bisher nur wenig untersuchte Mediennutzung von Menschen mit geistiger Behinderung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Medienöffentlichkeit wird als die oberste Ebene von Öffentlichkeit beschrieben und kann damit als die Öffentlichkeitsebene mit der höchsten sozialen Inklusion gesehen werden (vgl. Neidhardt 1994, Jarren/Vogel 2011: 21-22, Marcinkowski/Marxer 2011: 193-194). Das bedeutet, dass medial vermittelte Inhalte prinzipiell allen Gesellschaftsmitgliedern frei zugänglich sind.
Nadja Zaynel

Theoretischer Teil

Frontmatter

Chapter 2. Down-Syndrom

Zusammenfassung
Trisomie 21. Down-Syndrom. Die geistige Behinderung ist in aller Munde. Berichte auf Bild.de, Spiegel.de, Beiträge bei Quarks & Co, WDR Lokalzeit, 3sat nano, Spielfilme auf Sat.1, Kinofilme wie „Me too“, Fernsehfilme wie „Be my baby“ oder die vierteilige Sat.1 Sendung „Zeig mir dein Gesicht“ mit Kai Pflaume sind nur ausgewählte Beispiele für die mediale Präsenz von Menschen mit Down-Syndrom. Der Kontext, in dem über die geistige Behinderung massenmedial berichtet wird, ist dabei keineswegs kommunikationswissenschaftlicher Art: Pränataldiagnostik ist das neue Stichwort.
Nadja Zaynel

Chapter 3. Internetnutzung von Menschen mit geistiger Behinderung im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung

Zusammenfassung
In Kapitel 2.4 wurden die vorhandenen Erkenntnisse über die Mediennutzung von Menschen mit Down-Syndrom dargestellt. Über die Internetnutzung von Menschen mit Down-Syndrom gibt es bislang nur rudimentäre Ergebnisse: dabei handelt es sich um nichtwissenschaftliche Literatur in Form von Elternberichten in der Zeitschrift Leben mit Down-Syndrom oder aus der praktischen Behindertenarbeit. In einem Beitrag in der Zeitschrift Das Band berichten neun Autoren von Ohrenkuss über ihre Computer- und Internetnutzung.
Nadja Zaynel

Chapter 4. Inklusion und Teilhabe

Zusammenfassung
Der Begriff der Inklusion ist wie viele sozialwissenschaftliche Bezeichnungen nicht einheitlich definiert. In der vorliegenden Arbeit wird der Begriff aus einer erziehungswissenschaftlichen bzw. sonderpädagogischen Perspektive betrachtet. Wansing beschreibt Inklusion als „ein Grundprinzip sozialen Zusammenlebens, das alle Menschen auf der Basis gleicher Rechte die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen soll“ (Wansing 2012: 94).
Nadja Zaynel

Empirischer Teil

Frontmatter

Chapter 5. Untersuchungsdesign

Zusammenfassung
Die vorliegende Studie basiert auf einem Mehrmethodendesign, bestehend aus einer Eltern- und Expertenbefragung sowie einer teilnehmenden Beobachtung der Studienteilnehmer mit Down-Syndrom. Die unterschiedlichen Methoden wurden in der vorliegenden Studie komplementär zueinander verwendet, sind also gleichwertig zu betrachten. Der besondere Vorteil einer Methodentriangulation besteht darin, die Möglichkeit die Validität der Daten zu erhöhen (vgl., Flick 1991, Flick 2010, Lamnek 2010, Treumann 2005, Loosen/Scholl 2012).
Nadja Zaynel

Chapter 6. Auswertung und Ergebnisse

Zusammenfassung
Im folgenden sechsten Kapitel werden die Erkenntnisse aus den Interviews sowie aus den Beobachtungen ausgewertet und dargestellt. Im ersten Unterkapitel werden die Familien im Einzelnen dargestellt, was zu einem detaillierterem Verständnis der Erkenntnisse in Kapitel 6.2 und 6.3 führt. Zunächst wird das hohe Maß an Individualität der Studienteilnehmer dargestellt.
Nadja Zaynel

Chapter 7. Ergebniszusammenfassung

Zusammenfassung
Zu Beginn der vorliegenden Arbeit wurde dargelegt, dass die Teilhabe an Medien und im Speziellen die Teilhabe am Internet gleichzusetzen ist mit der Teilhabe an der Gesellschaft. Als Beispiel dafür diente der 17-jährige Anil, der durch seine WhatsApp-Nutzung von dem einen auf den anderen Tag ganz anders sozial vernetzt und in seinem sozialen Umfeld integriert wurde, dadurch dass er über WhatsApp mit den Jugendlichen vor Ort niedrigschwellig in Kontakt treten kann.
Nadja Zaynel

Chapter 8. Potenziale des Internets für die eigenständige Lebensgestaltung von Menschen mit Down-Syndrom

Zusammenfassung
Nach der Beschreibung der Faktoren, die die Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen bedingen und der Ausdifferenzierung der genannten Risiken und Potenziale, werden in diesem Kapitel Faktoren besprochen, die speziell die Situation von Menschen mit Down-Syndrom im Internet erleichtern können. In den vorangegangenen Kapiteln ist deutlich geworden, dass die sozialen, technischen, inhaltsbezogenen und kognitiven Faktoren die Internetnutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Down-Syndrom wechselseitig bedingen. In dem folgenden Kapitel werden alle Faktoren gemeinsam betrachtet und Überwindungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Nadja Zaynel

Chapter 9. Handlungsbedarf und Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Im Folgenden wird der Handlungsbedarf bezüglich der Internetnutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Down-Syndrom aufgezeigt und Handlungsempfehlungen gegeben, die Barrieren abbauen und dazu beitragen können, dass Menschen mit Down-Syndrom einen gleichberechtigten Zugang zum Internet erhalten. Die Handlungsempfehlungen basieren zum einen auf der bisherigen Forschung, die im theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit dargestellt wurde und zum anderen auf den neu gewonnen Erkenntnissen aus der empirischen Studie der vorliegenden Arbeit. Dabei werden die Handlungsempfehlungen einerseits in medienpädagogische, soziale Empfehlungen unterteilt, die sich insbesondere an Eltern und an Bildungsinstitutionen sowie die Bildungspolitik richten. Andererseits werden technische Handlungsempfehlungen präsentiert, die den strukturellen Aufbau des Internets betreffen.
Nadja Zaynel

Chapter 10. Fazit

Zusammenfassung
Um die Internetkompetenzen von Menschen mit Down-Syndrom zu fördern und auszuweiten sind Änderungen auf vielerlei Ebenen zu überdenken. Zum einen bedarf es einer Betrachtung von Medienkompetenz in Ausrichtung auf Menschen mit Down-Syndrom auf der Mikroebene: Vor dem Hintergrund, dass Definitionen und Kriterien von Medienkompetenz häufig idealisierend sind und nicht zwischen Altersunterschieden differenzieren, dabei aber einen individuellen Prozess beschreiben, ergeben sich (nicht nur) für Menschen mit Down-Syndrom folgende Aspekte: auf der Individualebene ist Medienkompetenz dann vorhanden, wenn beim Einzelnen Fähigkeiten und Wissen bestehen, um sich Medien auf die individuell präferierte Art und Weise anzueignen.
Nadja Zaynel

Backmatter

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