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25.04.2016 | Internetökonomie | Im Fokus | Onlineartikel

Die Digitalisierung braucht eine starke Start-up-Szene

Autor:
Andreas Burkert

 

Digital Natives sind ein Quell für Innovationen wie sie die Digitalisierung dringend benötigt. Warum aber die deutsche Start-Up-Szene nicht in Fahrt kommt, hat zwei einfache Gründe.

Die Digitalisierung in all ihren Facetten fordert wie nie zuvor die Industrie heraus. Wie sehr selbst Weltkonzerne dadurch unter Druck geraten, lässt sich an der Laudatio des Daimler-Chefs Dieter Zetsche erkennen, die er im Frühjahr diesen Jahres anlässlich der Veranstaltung „Zulieferer des Jahres“ gehalten hat: „Im digitalen Zeitalter“, so Zetsche, „ist eine Kultur nötig, die Innovation konsequent fördert, um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen“. Das klingt aufgeschlossen. Doch wer schafft diesen Kulturwandel? Dazu hat Professor Broy, der seit Januar 2016 Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung Bayern ist, eine klare Vorstellung.

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Seiner Ansicht nach, sind „große Unternehmen gut beraten, eine geschickte Strategie zu finden, wie sie ihre Innovationsthemen an den Stellen, wo es Sinn macht, von Startups entwickeln zu lassen“. Immerhin wachsen die sogenannten „Digital Natives“ heute „in einer Gemengelage aus Kreativität, Technik und stetiger Veränderung auf“. So schreibt es Christopher Hahn in Kapitel „Die Start-up-Szene in Deutschland“ auf Seite 7. Der Springer-Autor hält diesen Zeitgeist für die „inspiratorische Grundlage der florierenden Startup-Szene. Was nach der Dotcom-Blase lange Zeit kritisch beäugt wurde, hat sich inzwischen etabliert und findet zunehmend den Weg in den Mainstream.“.

Unternehmensgründungen sind hierzulande ein seltenes Ereignis

Damit scheinen auf den ersten Blick die Voraussetzungen für junge Unternehmensgründer besser als je zuvor. Sind sie aber nicht, der Schein trügt. Dies zeigen unter anderem die Ergebnisse des Global Entrepreneurship Monitors. Die Autoren Rolf Sternberg, Arne Vorderwülbecke und Udo Brixy haben die Start-Up-Szene untersucht und erklären im Länderbericht Deutschland im Detail die Gründungsaktivitäten in Deutschland im Jahr 2014. Eine Erkenntnis: „In Deutschland ist eine Unternehmensgründung ein relativ seltenes Ereignis“. Unter den innovationsbasierten Volkswirtschaften belegt Deutschland nur den Rang 27. Doch warum ist das Gründungsklima hierzulande derart kühl?

Laut Studie bewertet die Hälfte der befragten Experten die gesellschaftlichen Werte und Normen hinsichtlich Unternehmertum als besonders hinderlich für das Gründungsgeschehen. „Darüber hinaus hemmen die Ausgestaltung von Regulierungen und Steuerbestimmungen und die Finanzierungsbedingungen die Entfaltung neuer unternehmerischer Aktivitäten“, so die Autoren. Damit bringt die Studie es auf den Punkt. „Ein Mangel an Wagniskapital hemmt die Gründung und die erfolgreiche Entwicklung von innovativen und potentiell wachstumsstarken Unternehmen erheblich“.

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