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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In den letzten Jahren setzen sich — besonders unter dem Einfluß der Verfügbarkeit leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologie — neue Organisationskonzepte in der Unternehmenspraxis durch, die sich eher marktlicher denn hierarchischer Koordinationsinstrumente bedienen. Solche interorganisationalen Leistungsaustauschbeziehungen haben häufig die Erstellung einer komplexeren Marktleistung zum Ziel und werden mit Begriffen wie ‚virtuelles Unternehmen ‘1‚ grenzenloses Unternehmen‘2, ‚fluide Organisation‘3 oder auch ‚Blur‘4 verbunden. Im Schrifttum konzentriert sich die Aufmerksamkeit bei der Betrachtung dieser Erscheinungen insbesondere auf neue Unternehmen in hochdynamischen Umfeldern neuer Märkte.
Werner Boysen

2. Theoretischer Bezugsrahmen für virtuelle Marktplätze

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden wissenschaftliche Ansätze vorgestellt, die geeignet erscheinen, ein Fundament zu bilden, auf dessen Basis in den folgenden Kapiteln Ansätze für Geschäftskonzepte entwickelt und diskutiert werden können, deren Umsetzung KMUs den Umgang mit den sich öffnenden Märkten erleichtert. Die theoretische Basis baut sowohl auf Ansätzen der Organisationstheorie als auch auf Ansätzen der Kommunikationstheorie auf. Die organisationstheoretischen Betrachtungen konzentrieren sich zunächst auf die Marktprozeßtheorie und dann auf Aspekte der Neuen Institutionenökonomik. Im Zuge der kommunikationstheoretischen Betrachtung werden, auf einer informationstheoretischen Grundlage aufbauend, Modelle zu Kommunikationsprozessen und insbesondere Ansätze zur Erklärung von Kommunikationsstörungen skizziert.
Werner Boysen

3. Entwicklung eines Gestaltungsrahmens für neue Formen der Kooperation

Zusammenfassung
In den Abschnitten 1.1.1 und 1.1.2 wurden die zukünftigen Marktanforderungen an KMUs im interorganisationalen Geschäft aus den sich ändernden Umfeldbedingungen abgeleitet. Dabei wurde ein Zwang zur Globalisierung des Geschäftes identifiziert und begründet. Weiterhin wurde dargelegt, daß es für KMUs i.d.R. sinnvoll ist, den Globalisierungsprozeß nicht im Alleingang zu beschreiten.
Werner Boysen

4. Der virtuelle Marktplatz als Kooperationsplattform

Zusammenfassung
In Kapitel 3 wurde gezeigt, daß es sich nachteilig auf Unternehmen auswirkt, wenn sie versuchen, sich den Herausforderungen virtueller Marktplätze zu entziehen. Des Weiteren wurde erklärt, weshalb sich Geschäftsanwendungen in virtuellen Marktplätzen durchsetzen werden. In diesem Kapitel werden nun zunächst die Erfolgsfaktoren in virtuellen Marktplätzen ermittelt, bevor dann die wesentlichen Ausprägungen institutioneller virtueller Marktplätze voneinander abgegrenzt und im Anschluß daran bezüglich ihres Anwendungspotentials in der Wirtschaftspraxis diskutiert werden. Abschnitt 4.5.5 stellt die unterschiedlichen Varianten virtueller Marktplätze synoptisch gegenüber. Damit gibt dieses Kapitel Hinweise auf den Eignungsgrad alternativer Konzepte für virtuelle Marktplätze, die sowohl für Nutzer derselben als auch für Unternehmen, die virtuelle Marktplätze für dedizierte Märkte schaffen möchten, wertvoll sind. Abschließend werden umgesetzte Beispiele, die verschiedene konzeptionelle Ansätze haben, betrachtet, in den vorher vorgestellten Rahmen eingeordnet und bezüglich ihrer Erfolgspotentiale bewertet.
Werner Boysen

5. Fallstudie: Ableitung eines Geschäftsmodells für ein Pilotprojekt

Zusammenfassung
Auf die Erkenntnisse der vorstehenden theoretischen und praxisbezogenen Ausführungen aufbauend wird nun exemplarisch ein Geschäftsmodell für eine erfolgversprechende Abwicklung des interorganisationalen Geschäftes in virtuellen Marktplätzen entwickelt. Am Beispiel der Pack GmbH504, eines KMUs in der Verpackungsindustrie, werden die bislang in dieser Arbeit gewonnenen Ergebnisse veranschaulicht. Unter anderem werden die in Kapitel 3 vorgestellten Gestaltungsfaktoren virtueller Geschäftsformen hier in konkrete Geschäftsmodelle für die Entwicklung, die Gestaltung, die Installierung und den Betrieb kommerziell betriebener virtueller Marktplätze überführt. Diese Fallstudie geht bewußt nur auf diejenigen Ausprägungen virtueller Marktplätze ein, die entsprechend den Ausführungen in den Abschnitten 4.5.5, 4.6 und 4.7 die erfolgversprechendsten Ansätze aufweisen. So sollen die drei hier betrachteten virtuellen Marktplätze folgende konstituierende Merkmale aufweisen:
  • • eine wertschöpfungskettenspezifische, nicht kanaliserende virtuelle Handelsplattform, die von unabhängiger Seite gesteuert wird, sowohl Anbietern als auch Nachfragern gegenüber offen gestaltet ist und in vertikaler Wertschopfungsrichtung operiert;
  • • eine wertschöpfungskettenspezifische, kanalisierende virtuelle Handelsplattform, die von unabhangiger Seite gesteuert wird, sowohl Anbietern als auch Nachfragern gegenüber offen gestaltet ist und in vertikaler Wertschöpfungsrichtung operiert;
  • • eine wertschöpfungsstufenspezifische, nicht kanalisierende virtuelle Handelsplattform mit horizontaler Wertschöpfungsrichtung. Er ist von unabhängiger Seite gesteuert und sowohl gegenüber Anbietern als auch gegenüber Nachfragern offen konzipiert505.
Werner Boysen

6. Umsetzungsempfehlungen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zu einzelnen, spezifischen Aspekten, die in den vorstehenden Kapiteln behandelt wurden, Umsetzungsempfehlungen gegeben. Dabei richten sich die praktischen Hinweise am Themenkomplex um den Aufbau virtueller Marktplätze aus. Im Einzelnen befassen sich die folgenden Abschnitte mit Gesichtspunkten zur strategischen Ausrichtung von Engagements in virtuellen Marktplätzen, mit der organisatorischen Vorgehensweise zum Aufbau virtueller Marktplätze, mit der inhaltlichen Ausgestaltung sowie mit der Vermarktung derselben.
Werner Boysen

7. Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Die Frage, ob KMUs in ihren Märkten bestehen können, wird zunehmend im internationalen Wettbewerb entschieden. Die weltweite Vernetzung und der aus der zunehmenden Wettbewerbsintensität resultierende Innovationsdruck lassen neue Märkte und neue Marktleistungen entstehen. Eine Differenzierung im Markt erfordert von KMUs die Fähigkeit zu kundenindividuellen Marktleistungen. Da die Ausschöpfung von Geschäftspotentialen eine immer größere Vielseitigkeit und eine höhere Abwicklungsgeschwindigkeit voraussetzt können diese aber immer seltener von einzelnen KMUs allein erbracht werden.
Werner Boysen

Anhang

Zusammenfassung
Um den Stand der wissenschaftlichen Diskussion kennenzulernen und um Personen und Institutionen, die sich mit relevanten Themen auseinandersetzen, zu identifizieren, führte der Autor im Laufe des Januar 2000 zunächst eine Internet-Recherche und am 31.1.2000 eine schriftliche Recherche-Anfrage durch. Es wurden alle deutschen, universitären Fakultäten / Fachbereiche für Wirtschaftswissenschaften mit den Ausrichtungen Betriebswirtschaftslehre bzw. Wirtschaftsinformatik angeschrieben. Die Ergebnisse der Internet-Recherche und der Rückläufe der schriftlichen Recherche-Anfrage zeigen, daß das Thema “Virtuelle Marktplätze im Firmenkundengeschäft” wissenschaftlich noch nicht stark bearbeitet wird. Allerdings zeichnet sich ein verstärktes akademisches Interesse an diesem Thema ab. Das Thema der vorliegenden Dissertation grenzt sich von den wenigen laufenden Forschungsprojekten insbesondere durch die Konzentration auf das Firmenkundengeschäft mit auftragsgebundener Fertigung ab.
Werner Boysen

Backmatter

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