Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Kapitel dieses Buchs durch Wischen aufrufen

2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

5. Interplay

verfasst von : Sabrina Pfister

Erschienen in: Vertrauen in die Polizei

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

share
TEILEN

Zusammenfassung

In den vorangegangenen drei Theoriekapiteln wurden die Grundlagen gelegt, um die Forschungsfrage «Wie lassen sich Vertrauensunterschiede in die Polizei zwischen Menschen im gleichen Land und zwischen verschiedenen Ländern erklären?» zu bearbeiten. In diesem Kapitel werden die theoretischen Konzepte zusammengebracht und ein theoretisch hergeleiteter Ansatz verwendet, um Hypothesen für die weitere Bearbeitung der Forschungsfrage aufzustellen.
Fußnoten
1
Der Wert Macht ist relevant und relevanter als der Wert Leistung für die Erklärung von Vertrauen in die Polizei, da die Polizei, wie oben bereits beschrieben, auch eine Machtposition einnimmt.
 
2
Der Wert Universalismus wird dem Wert Benevolenz vorgezogen, da es wohl wichtiger ist, Gleichheit für alle zu untersuchen, die von der Polizei garantiert werden soll, als den Einfluss naher Beziehungen, die durch den Wert Benevolenz abgedeckt werden, zu erfassen.
 
3
In dieser Arbeit wird explizit nur mit dem Migrationshintergrund und nicht mit dem Konzept der ethnischen Minderheiten gearbeitet. Für den Zusammenhang zwischen ethnischen Minderheiten und Vertrauen in die Polizei sind folgende Studien zu empfehlen: Tyler (2005); Gabbidon und Higgins (2009); Lai und Zhao (2010).
 
4
Ob bei einer Migration in die andere Richtung bei Migrantinnen das Vertrauen in die Polizei geringer ist als im Heimatland, wurde bis anhin nicht untersucht.
 
5
Der Mix von Stereotypen, Ideen, Erlebnissen und den Polizeikulturen führt zu einer Tradition innerhalb der Polizeiarbeit, die im kollektiven Gedächtnis verbleibt und durch Einstellungen und Überzeugungen sichtbar wird. Wird Diskriminierung durch die Polizei als kollektive Praxis verstanden – und eben nicht als individuelle Pathologie – lässt sich besser verstehen, wie Diskriminierung institutionell verankert ist. Um das grundsätzliche Ziel der Polizei – die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung – zu erreichen, werden die Diskriminierungspraktiken als Selbstverständnis der Institution Polizei in der täglichen Polizeiarbeit angewendet (Behr 2016).
 
6
Prozedurale Fairness ist zwar eine wichtige eigenständige Erklärungsvariable für Vertrauen in die Polizei, jedoch nicht in allen verwendeten Datensätzen vorhanden. Deshalb muss auf sie verzichtet werden.
 
Metadaten
Titel
Interplay
verfasst von
Sabrina Pfister
Copyright-Jahr
2021
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-35425-1_5