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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erstes Kapitel. Grundlagen interpretativer Sozialforschung

Zusammenfassung
Interpretative Sozialforschung wird mit dem Anspruch praktiziert, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die soziale Wirklichkeit zu erlangen. Es müssen jeweils Kriterien benannt werden, mit denen empirische Daten systematisch und methodisch kontrolliert analysiert werden. Die Erarbeitung solcher Grundlagen ist Aufgabe der Methodologie. In Methodologien werden praktische Schritte (Methoden) des Erhebens und Auswertens von Daten reflektiert und in dieser Weise grundlagentheoretisch abgesichert. Ohne methodologische Reflexionen liefe die Forschung Gefahr, willkürliche und nicht überprüfbare Aussagen über die Wirklichkeit zu produzieren.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Zweites Kapitel. Konversationsanalyse

Zusammenfassung
Gegenstand der Konversationsanalyse sind alle Arten von Gesprächen, die in natürlichen Situationen vorkommen. Aber was sind eigentlich „Gespräche in natürlichen Situationen“ – und was nicht?
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Drittes Kapitel. Narrationsanalyse

Zusammenfassung
Die Narrationsanalyse ist ein Verfahren, um spontane Erzählungen („Narrationen“) von Personen über selbst erlebte Ereignisse oder Prozesse zu interpretieren. Solche narrativen Darstellungen folgen einer besonderen inneren Logik. Durch die Rekonstruktion dieser Logik erhalten die Forschenden einen Zugang zur sozialen Wirklichkeit, wie sie von Individuen selbst wahrgenommen wird.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Viertes Kapitel. Objektive Hermeneutik

Zusammenfassung
Bei der Objektiven Hermeneutik werden Äußerungen und protokollierte Handlungen systematisch darauf hin analysiert, welche latenten Sinn- und objektiven Bedeutungsstrukturen sie enthalten und wie diese Strukturen im konkreten Untersuchungsfall wirken. Was mit „latenter Sinn- und objektiver Bedeutungsstruktur“ – im Folgenden abgekürzt als „latente Sinnstruktur“ – gemeint ist, soll mit dem folgenden Beispiel illustriert werden.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Fünftes Kapitel. Dokumentarische Methode

Zusammenfassung
Vieles im Leben von Menschen geschieht beiläufig und wird ganz selbstverständlich ohne langes Nachdenken absolviert. Man kennt sich aus; weiß, was Andere von einem selbst erwarten; erlebt viele Situationen nicht zum ersten Mal; hat gewisse Routinen entwickelt und einen Erfahrungsschatz angehäuft, der hilft, auch in neuartigen Situationen adäquat handeln zu können.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Sechstes Kapitel. Vergleich der vier interpretativen Verfahren

Zusammenfassung
In den Kapiteln II-V wurden die Konversationsanalyse, die Narrationsanalyse, die Objektive Hermeneutik und die Dokumentarische Methode einzeln dargestellt. Die von Jo Reichertz (2007: 198) hervorgehobene Eigenschaft dieser interpretativen Verfahren, methodologisch begründete ‚elaborierte‘ Methoden zu sein, wurde ausgewiesen (vgl. jeweils Abschn. 1). Im Folgenden soll es um die praktische Seite des Interpretierens gehen. Hierzu werden die vier Verfahren vergleichend betrachtet. Kenntlich gemacht wird zum einen, worin sie sich unterscheiden (Abschn. 1). Das Aufzeigen der Differenzen kann hilfreich sein, wenn man sich bei einem Forschungsvorhaben für einen Ansatz entscheidet. Man sollte nämlich genau wissen, was seine Stärken sind und welche Schwächen man womöglich in Kauf nimmt. Zum anderen sollen in diesem Kapitel die Gemeinsamkeiten der Verfahren herausgestellt werden (Abschn. 2). Schließlich scheinen in den vorgestellten interpretativen Methoden drei Grundmodi des Interpretierens textförmiger Daten auf, die für qualitative Verfahren allgemein grundlegend sind. Sie werden in Abschn. 3 kurz benannt.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

Siebentes Kapitel. Anwendung interpretativer Methoden auf Leitfadeninterviews

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll gezeigt werden, dass sich die vier in diesem Buch vorgestellten interpretativen Methoden nicht nur in geschlossener Form auf bestimmte Datenarten oder Untersuchungsgegenstände anwenden lassen, sondern auch als eine Art „Werkzeugkasten“ dienen können, dem man – je nach Forschungsfrage und -kontext – geeignete Untersuchungsinstrumente entnehmen kann. Exemplarisch wird dazu auf die in der Forschungspraxis der qualitativen Sozialforschung häufig verwendete Datenart Leitfadeninterview fokussiert. Die Absicht dieses Kapitels ist nicht, eine kohärente neue Methode zu entwickeln. Vielmehr soll entlang kurzer Interpretationsbeispiele zu Passagen eines leitfadengestützten Interviews veranschaulicht werden, welche Möglichkeiten zu einer profunden Analyse das Instrumentarium interpretativer Methoden eröffnet.
Frank Kleemann, Uwe Krähnke, Ingo Matuschek

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