Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Das Interview gehört zu den meistgenutzten Darstellungsformen in den Medien und ist eine unerlässliche Recherchemethode im Redaktionsalltag. Allerdings haben viele Journalisten geschulten Gesprächspartnern und Kommunikationsstörungen nur wenig entgegenzusetzen. Die dazu notwendigen psychologischen Fähigkeiten werden in der journalistischen Ausbildung meist vernachlässigt. Dieses Buch schließt die Lücke. Es erläutert die oft widrigen Umstände, unter denen Interviewer ihre Gespräche führen müssen, seziert den interviewspezifischen Kommunikationsprozess und erklärt Strategien, mit deren Hilfe sie bessere Interviews veröffentlichen können. Neben dem Autor verraten auch andere erfahrene Journalisten, wie sie mit Interviewpartnern umgehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Interviews zwischen Wunsch und Realität

Die Qualität von Interviews wird längst nicht nur von journalistischen Kompetenzen und der Antwortbereitschaft der Befragten geprägt. Die folgende Einführung reflektiert auch die schwierigen Begleitumstände: Interessenkonflikte, PR-Einflüsse, schlechtes Journalistenimage, Redaktionsdefizite und mehr. Zudem werden Interviewarten definiert und die Relevanz der emotionalen Beziehungsebene verdeutlicht. Auf diesem Kapitel bauen alle anderen auf.
Mario Müller-Dofel

2. Typisch Journalisten

Jedes Interview ist anders. Und jeder Interviewer auch. Dieses Kapitel wagt eine Journalisten-Typologie, die auch die teils deutlichen Unterschiede in der Interviewqualität erklärt. Sie basiert auf jahrelangen Beobachtungen und reicht vom Stichwortgeber über den Besserwisser, den Fragensteller, den Interviewer bis hin zum Top-Interviewer. Dieses Kapitel soll Journalisten als Spiegel ihrer inneren Einstellung dienen und zeigt, was die verschiedenen Typen ausmacht.
Mario Müller-Dofel

3. Warum Interviewer auch „Verkäufer“ sein müssen

Selten sehen sich Journalisten als „Verkäufer“. Das sollten sie aber, wenn sie Interviewpartnern sich selbst als geistreiche Persönlichkeit, ihre Redaktion als Qualitätsmedium, ihre journalistischen Ziele als lohnend und ihre Arbeitsweisen als professionell und vertrauenswürdig „verkaufen“ wollen. Die Analogien zwischen Top-Verkäufern und Top-Interviewern sind verblüffend. Und motivieren können sie auch.
Mario Müller-Dofel

4. Typisch Informanten

In diesem Kapitel folgt eine Typologie von 15 oft interviewten Berufsgruppen, darunter Manager, Mediziner, Politiker, Rechtsanwälte und Wissenschaftler. Sie werden nach fünf Kriterien typisiert, nach Gesprächsmotiven und Kommunikationsmerkmalen zum Beispiel. Dazu gibt’s gesprächsfördernde Verhaltenstipps für Journalisten. Am Ende wird die Angst als Persönlichkeitsindikator thematisiert, denn auch Angst beeinflusst Interviews stark.
Mario Müller-Dofel

5. Die Interviewanfrage als Erfolgsgrundlage

Wie nur den richtigen Interviewpartner finden? Und wie dann am Pressesprecher als „Gatekeeper“ vorbeikommen? Welche Vor- und Nachteile haben Interviewanfragen per Telefon, E-Mail und Brief? Was eine starke Interviewanfrage ausmacht, erläutert dieses Kapitel konkret. Sogar eine praxisbewährte Musteranfrage wird hier untersucht – und Strategien gegen Ignoranten und Interviewabsagen vorgeschlagen. Ab jetzt wird NUTZWERT groß geschrieben.
Mario Müller-Dofel

6. Gut geplant ist halb gewonnen

Wer anspruchsvolle Interviews führen will, muss sich bestmöglich vorbereiten. Was dabei zu beachten ist, steht in diesem Kapitel. Es geht um realistische Interviewziele, um die Bedeutung der Interviewfragen, aber auch darum, ob Journalisten ihren Interviewpartnern konkrete Fragen oder nur grobe Themen vorab senden sollten, was bei Vorbereitungsgesprächen wichtig ist, wie Interviewteams (nicht) zum Ziel kommen und wie Journalisten sich für Interviews kleiden sollten.
Mario Müller-Dofel

7. Einführen, verführen, hinführen

Jetzt geht’s los: Der Journalist und sein Interviewpartner begegnen sich. Dieses Kapitel zeigt, wie der Journalist ihm auf Augenhöhe begegnet, wie er empathisch das Eis bricht, unauffällig eine clevere Sitzordnung durchsetzt und mittels solcher Details eine Gesprächsatmosphäre schafft, in der sich der Interviewpartner wohl fühlt. Mit den hier beschriebenen Empfehlungen bis hin zu letzten Kniffen vor der Einstiegsfrage sind Journalisten gewappnet.
Mario Müller-Dofel

8. Gewusst wie – clever fragen schadet nie

Die beste Fragestrategie ist flexibel, manche Interviewer sagen: intuitiv. Aber auch Intuition braucht eine Basis. Dieses Kapitel unterscheidet gute und schlechte Einstiegsfragen, verschiedene Frageformen, die so genannte Filterstrategie, wissenschaftlich erforschte Ausweichmanöver und bewährte Gegenstrategien. Und da auch Journalisten nicht nur mit Worten sprechen, gibt’s auch die wichtigsten Tipps zur Körpersprache.
Mario Müller-Dofel

9. Das Finale: Tippen, texten und verhandeln

Print- und Onlinejournalisten müssen ihre Originalgespräche umformulieren, damit sie verständlich und flüssig lesbar werden. In dieser letzten, aber immens wichtigen Phase vor der Veröffentlichung können kurzweilige Originalgespräche noch langweilig (formuliert) werden und eher langweilige Interviews den nötigen Pep bekommen. Dieses Kapitel erläutert, was bei der Verschriftlichung erlaubt und bei der Autorisierung tabu ist, damit der letzte Feinschliff gelingt.
Mario Müller-Dofel

10. „Und wie interviewen Sie?“ Journalisten im Gespräch

Jedes Interview ist anders. Und jeder Interviewer auch. Im letzten Kapitel dieses Buches verraten fünf Journalisten ihre Art zu interviewen anhand spannender Erfahrungen. Michael Martens von der F.A.Z verrät, wie er nach fünf Fragen aus dem Büro eines Spitzenpolitikers flog. Interviewpreisträger Sven Michaelsen erzählt über Gespräche mit Promis. Fußball-Europameister und Sportjournalist Thomas Helmer amüsiert sich über Fußball-Interviews. Steffen Range von der Schwäbischen Zeitung schimpft über „Plastikwörter“. Und Benedict Neff von der Basler Zeitung erzählt von seinem Gespräch mit Martin Walser, das im Nachhinein verboten wurde.
Mario Müller-Dofel
Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Entwicklung einer Supply-Strategie bei der Atotech Deutschland GmbH am Standort Feucht

Die Fallstudie zur Entwicklung der Supply-Strategie bei Atotech Deutschland GmbH beschreibt den klassischen Weg der Strategieentwicklung von der 15M-Reifegradanalyse über die Formulierung und Implementierung der Supply-Rahmenstrategie. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Ableitung und Umsetzung der strategischen Stoßrichtungen sowie die Vorstellung der Fortschreibung dieser Strategie. Lesen Sie in diesem Whitepaper, wie die Supply-Strategie dynamisch an die veränderten strategischen Anforderungen des Unternehmens angepasst wurde. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise