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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Im strategischen Produktionsmanagement werden in den letzten Jahren verstärkt Konzepte wie Lean Production, Lean Supply oder Outsourcing diskutiert1. All diese Konzepte beschäftigen sich unter anderem mit der Gestaltung der Fertigungstiefe des Unternehmens, also mit der Make-or-buy-Entscheidung. Im Kern lautet die Empfehlung an das Produktionsmanagement: Verringerung der Fertigungstie-fe durch Fremdbezug derjenigen Dienstleistungen und Produkte, die nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehören.
Stefan Wielenberg

Kapitel 2. Maßnahmen zur Überwindung des Holdup-Problems

Zusammenfassung
In diesem Kapitel sollen in der bestehenden Literatur entwickelte Ansätze vorgestellt werden, die sich mit dem Thema Holdup und Unterinvestitionsproblem befassen und Lösungsmöglichkeiten vorschlagen. Zu diesem Thema existiert eine umfangreiche Literatur, die man nach der Art und Weise der Durchsetzung von ex-ante Vereinbarungen unterteilen kann. Im ersten Teil dieses Kapitels werden demnach Ansätze besprochen, in denen Verprechungen oder Vereinbarungen außerhalb des Rechtssystems, also ohne die Möglichkeit, Gerichte einzuschalten, durchgesetzt werden. Dazu zählen die von Klein/Crawford/Alchian (1978) in die Diskussion eingebrachten impliziten bzw. sich selbst durchsetzenden Verträge (self-enforcing contracts), oder Reputationsmechanismen. Aber auch auf die unterschiedlichen von Williamson (1985) vorgeschlagenen governance structures wie der Austausch von Geiseln (bzw. Pfändern) oder reziproke spezifische Investitionen sowie der bereits in der Einleitung erwähnte Austausch von Eigenkapitalbeteiligungen soll in diesem Teil des Kapitels eingegangen werden.
Stefan Wielenberg

Kapitel 3. Beschreibung des Grundmodells

Zusammenfassung
Inhalt dieses Kapitels soll die ausführliche Vorstellung des Modellrahmens sein, in dem die Analyse von Vertragsgestaltung und Sicherheitsmaßnahmen in einer Zulieferer-Abnehmer Beziehung bei spezifischen Investitionen erfolgen soll. Dabei wird folgendermaßen vorgegangen: Im ersten Abschnitt werden Technologien und Marktbedingungen der beiden Vertragsparteien charakterisiert. Die verschiedenen Lieferverträge und Absicherungsmaßnahmen für die Einhaltung der Verträge sind Gegenstand des zweiten Abschnittes. Der dritte Abschnitt beinhaltet die Vorstellung der beiden alternativen Möglichkeiten zur ex-post Anpassung des Vertrages sowie die Berechnung der zugehörigen Payoffs. Zum Abschluß des Kapitels wird das effiziente Investitionsniveau als Benchmark für die folgende Analyse charakterisiert.
Stefan Wielenberg

Kapitel 4. Effiziente Verträge bei Ausschluß von Vertragsbruch

Zusammenfassung
Die im vorherigen Kapitel motivierte Unterscheidung von Vertragsanpassungen und Neuverhandlungen grenzt auch die beiden folgenden Kapitel voneinander ab. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit Sicherheitsleistungen, die eine so hohe Abschreckungswirkung besitzen, daß Vertragsbruch für den Abnehmer nicht in Frage kommt. Die Kompensationsaufgabe der Sicherheitsleistung spielt deshalb in diesem Kapitel keine Rolle, da es niemals zur Auslieferung der Sicherheit kommt. Erst im nächsten Kapitel wird besonders auf die Kompensationswirkung der Sicherheitsleistung eingegangen, da dann die Möglichkeit von Vertragsbruch seitens des Abnehmers in die Untersuchung miteinbezogen wird. In beiden Kapiteln soll angenommen werden, daß der Zulieferer durch eine entsprechend hohe Fixzahlung des Abnehmers keinen Anreiz zu Neuverhandlungen hat, also immer mit der Anpassung des Vertrages einverstanden ist.
Stefan Wielenberg

Kapitel 5. Einbeziehung von Neuverhandlungen

Zusammenfassung
Wenn Marktbedingungen eintreten, bei denen die Durchführung eines geschlossenen Vertrages ineffizient ist, können sich Vertragsparteien auf die kooperative Anpassung eines Vertrages einigen. Dieser Mechanismus funktioniert dann, wenn bei der Vertragsanpassung eine Profitverteilung implementiert wird, die nicht zu weit von dem abweicht, was beide Parteien bei einer völligen Neuaushandlung des Vertrages bekommen würden. Wie hoch diese Abweichung sein darf, wird von der Höhe der bei Vertragsbruch verloren gehenden Sicherheitsleistung bestimmt. Im vorherigen Kapitel wurde davon ausgegangen, daß die Sicherheitsleistung ausreicht, bei jeder denkbaren Marktbedingung Neuverhandlungen zu verhindern. In diesem Kapitel werden Neuverhandlungen in die Analyse des Modelles miteinbe-zogen. Dabei sind insbesondere drei Fragen von Interesse:
1.
Existieren auch bei Inkaufnahme von Neuverhandlungen Kombinationen von ex-ante Verträgen und Sicherheitsleistungen, die zu effizienter Investition führen?
 
2.
Kann durch die Kombination von Neuverhandlungen mit einer Verbesserung der Vertragsbedingungen, bspw. einer Erhöhung der Mindestmenge, die erforderliche Sicherheitsleistung gesenkt werden? Oder muß die Sicherheitsleistung erhöht werden, um effiziente Anreize beizubehalten?
 
3.
Welche Auswirkungen hat eine Veränderung des Typs der verwendeten Sicherheitsleistung, im Modell abgebildet durch eine Variation der Bewertung w?
 
Stefan Wielenberg

Schlußbemerkungen

Zusammenfassung
Das Ziel dieser Arbeit war es, unterschiedliche governance structures im Hinblick auf ihre Eignung zur Unterstützung von spezifischen Investitionen und auf die mit ihnen verbundenen Transaktionskosten zu untersuchen. Dazu wurde ein Modell entwickelt, in dem Verträge mit teilweise flexiblen Mengen durch Sicherheitsmaßnahmen abgesichert werden, die in verschiedenster Weise interpretiert werden können. Mögliche Interpretationen sind einige der im zweiten Kapitel der Arbeit vorgestellten Konzepte, wie Reputation (private enforcement capital), der Austausch von Geiseln (unter denen man sich Vermögensgegenstände mit starker Wertdifferenz bei Zulieferer und Abnehmer vorstellen kann) sowie der Austausch finanzieller Beteiligungen. Aber auch Konventionalstrafen, ex-ante festgelegte Schadensersatzzahlungen oder ein Gericht, das die Anfechtung von Verträgen unterbindet, können als Sicherheitsmaßnahme im Rahmen des Modelies interpretiert und untersucht werden. Manche dieser Sicherheitsleistungen schließen Vertragsbruch in jedem Fall aus, wie zum Beispiel ein Gericht. Maßnahmen wie Reputation hingegen schließen Vertragsbruch nicht immer aus. Es kann sein, daß bei Eintritt bestimmter Umweltbedingungen die Verlockung, durch Neuverhandlung kurzfristig Profite zu erzielen, einfach zu groß ist. Schließlich existieren auch Sicherheitsmaßnahmen, die Gestaltungsspielräume zulassen. Die Höhe von Konventionalstrafen, Schadensersatzleistungen oder Geiseln kann ex-ante bestimmt werden. Sie können so gewählt werden, daß Vertragsbruch ausgeschlossen wird, oder aber Neuverhandlungen für extreme Umweltzustände zugelassen werden.
Stefan Wielenberg

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