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KfW startet Förderwende

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Die staatliche Förderbank KfW richtet ihre Förderung neu aus, um Kunden schneller und vor allem unbürokratischer zu unterstützen. Unter anderem stehen der Deutschlandfonds sowie zwei neue Basisprogramme für den Neubau und Bestandsimmobilien im Fokus. 

Die KfW will mit einer bürokratischen Entschlackungskur ihrer Förderung 'Made in Germany' wieder zu neuem Glanz verhelfen. 


Die KfW will ihre Förderungen im Hinblick auf die Stärkung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Deutschland vergrößern. Dazu gestaltet sie ihre Arbeit in drei zentralen Dimensionen um: in der inländischen Förderung, im Auslandsgeschäft sowie bei internen Abläufen der Bank. Anlässlich ihrer Jahresauftakt-Pressekonferenz stellte die KfW unter anderem die beiden neuen, "entschlackten" Basisprogramme zur Förderung von Wohngebäuden vor: eins für Neubau, eins für Bestand/Modernisierung. Damit sollen die Förderstrukturen vereinfacht und verlässlicher werden. Bis zur Einführung bleiben die bisherigen Programme nutzbar. 

Private Investitionen mobilisieren

Einen weiteren Schwerpunkt im Inlandsgeschäft bildet der im Dezember 2025 aufgelegte Deutschlandfonds. Dessen Ziel ist es, private Investitionen in zentrale Zukunftsfelder kapitalmarktnah anzustoßen. Privates Kapital soll staatlich unterstützt in neue Technologien und Produktionsanlagen, den Ausbau von erneuerbaren Energien, Wärmenetzen und Stromnetzen, die Gewinnung von Rohstoffen sowie Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Verteidigung fließen. Der Bund stellt dafür 30 Milliarden Euro bereit, überwiegend in Form von Garantien.

"Made in Germany wieder zur Marke machen"

"Ich glaube, dass es uns gemeinsam gelingen muss, 'Made in Germany', dieser starken Marke, zu einem Comeback, auch wieder zu neuem Glanz zu verhelfen", sagte KfW-Chef Stefan Wintels. "Wir als KfW werden alles tun, unseren Beitrag für dieses Comeback zu leisten."

Weitere Projekte: 

  1. Die KfW startet 2026 erste Pilottransaktionen für Verbriefungen, um damit Bankbilanzen von Kreditrisiken aufgrund der Darlehensvergabe an Mittelstand und Industrie zu entlasten. 
  2. Für Energieversorger sind neue Förderkredite zur Sicherung und zum Ausbau einer klimaschutzgerechten Strom- und Wärmeversorgung in Deutschland geplant.
  3. Mittelständler, Start- und Scale-ups sollen außerdem von zusätzlichen Mitteln aus dem Zukunftsfonds II profitieren - vor allem in den Bereichen Deeptech, Biotech, Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

KfW reichte 2025 weniger Fördergelder aus

Insgesamt reichte die KfW-Bankengruppe im vergangenen Jahr 98 Milliarden Euro frische Fördergelder aus. Ein Jahr zuvor war die Summe mit 112,8 Milliarden Euro vor allem deshalb größer, weil der Bund das Institut mit der Durchführung einzelner Geschäfte zur Sicherung der Energieversorgung oder mit Investitionen in die Energieinfrastruktur beauftragte.

Inlandsfördergeschäft legt zu

Das Kerngeschäft - die inländische Förderung mit Krediten und Zuschüssen - legte im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel auf 61,0 Milliarden Euro deutlich zu (2024: 45,8 Milliarden Euro). Dabei haben sich dem Institut zufolge "alle Segmente sehr positiv entwickelt": 23,5 Milliarden flossen an den Mittelstand und Gründer (2024: 13,4 Milliarden Euro), 25,5 Milliarden Euro an private Kunden (2024: 22,4 Milliarden Euro) sowie 11,2 Milliarden Euro an öffentliche Kunden und Individualfinanzierungen (2024: 8,4 Milliarden Euro).

Neben dem traditionellen Fördergeschäft unter anderem im Unternehmens- und Immobilienbereich fördert das Institut auch Export- und Projektfinanzierungen, Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern und investiert über die Tochter KfW Capital in Start-ups.

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