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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Auszug
Die Globalisierung der Märkte, die Realisierung des europäischen Binnenmarktes und die Öffnung der osteuropäischen Märkte haben die ökonomischen Rahmenbedingungen deutscher Unternehmen verändert. Damit einher ging die Notwendigkeit eines Strategiewechsels, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.1 Für mittelständische Unternehmen hat der damit verbundene Wettbewerb zu einem höheren Investitionsbedarf geführt, zu dessen Finanzierung eine angemessene Versorgung mit Risikobzw. Eigenkapital notwendig war und ist.2

2. Grundlagen

Auszug
Der Finanzmarkt lässt sich in den Geld-, Kapital- und Kreditmarkt unterteilen, deren Zusammenhänge in Abbildung 2 dargestellt sind. Der Kapitalmarkt umschreibt den Handel mit langfristigen Finanzierungsmitteln, die in wertpapierrechtlich verbriefter Form auftreten und schuldoder beteiligungsrechtlichen Charakter aufweisen. Zum Kapitalmarkt im weiteren Sinne, der auch als nicht organisierter Kapitalmarkt bezeichnet wird, gehören alle Kredit- und Beteiligungstransaktionen, die nicht über Banken oder Börsen abgewickelt werden. Der Begriff des Kapitalmarktes im engeren Sinne wird auch als Synonym für einen Wertpapiermarkt verwendet.33 Dabei handelt es sich um einen organisierten Kapitalmarkt, der von Banken und Börsen koordiniert wird. Dieser lässt sich in den Renten- und den Aktienmarkt unterteilen.34

3. Bedeutung der Börsensegmentanforderungen

Auszug
Die Struktur der Kapitalmärkte unterliegt einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, für den folgende interdependente Faktoren als ursächlich erachtet werden:115
  • - eine dynamische Ausweitung der internationalen Kapitalströme (Globalisierung),
  • - eine weitgehende Liberalisierung nationaler Kapitalmärkte (Deregulierung),
  • - eine wachsende Verbriefung von Zahlungsverpflichtungen (Securitisierung),
  • - eine zunehmende Konzentration von Anlagekapital (Institutionalisierung),
  • - eine stetige Fortentwicklung von Anlagestrategien (Professionalisierung),
  • - eine fortschreitende Nutzung moderner Technologien (Automatisierung).

4. Kommunikationsspezifische Investor Relations

Auszug
Bei der Beurteilung und Bewertung von Unternehmen führt eine unzureichende Kommunikations- und Informationspolitik zu einer Verunsicherung potenzieller Investoren (Qualitäts-, Verhaltens- und Absichtsungewissheit).274 Eine solche Verunsicherung kompensieren Investoren durch Aufschläge auf die geforderten Renditen, d.h., sie sind nur bereit, Aktien zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen. Gegebenenfalls nehmen potenzielle Investoren von der Investition gänzlich Abstand. Eine umfangreiche Kommunikations- und Informationspolitik hingegen verringert die Verunsicherung der Investoren, die Unternehmenssituation falsch zu beurteilen, und verbessert die Möglichkeiten einer fairen, nicht durch Informationsmängel beeinträchtigten Unternehmensbewertung.275

5. Investor Relations während des Börseneinführungsprozesses

Auszug
Der Börseneinführungsprozess lässt sich in unterschiedliche Phasen aufteilen, denen die Investor-Relations-relevanten Aufgaben zugeordnet werden können. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Börseneinführungsprozess in drei Phasen aufgeteilt: Vorbereitungs-, Strukturierungs- und Platzierungsphase.664 Die beispielhafte Darstellung des Börseneinführungsprozesses unterstellt eine langfristig angelegte Durchführung des Börsengangs. Grundsätzlich erfordern unterschiedliche Ausgangslagen und Ziele der Unternehmen individuelle und maßgeschneiderte Lösungen. Ein einheitliches, standardisiertes Vorgehen zur Vorbereitung und Durchführung einer Börseneinführung gibt es daher nicht.665

6. Konzeption der Investor Relations

Auszug
Ein Investor-Relations-Konzept beinhaltet die systematische und kontinuierliche Verfolgung und Umsetzung zuvor festgelegter Ziele. Für die Entwicklung eines solchen Konzepts werden folgende (grundsätzliche) Phasen unterschieden (siehe Abbildung 47): fg241-01 Während der Analysephase (Kapitel 6.1) wird zunächst der Ist-Zustand des Unternehmens untersucht. In der Planungsphase (Kapitel 6.2) werden die Ziele und konkreten Strategien zur Erreichung des Soll-Zustandes festgelegt. Die Durchführungsphase (Kapitel 6.3) umfasst die Umsetzung der Strategien. Dabei wird versucht, den Ist-Zustand in den Soll-Zustand zu überführen. Die Kontrollphase (Kapitel 6.4) dient der Überprüfung des Erfolges anhand der zuvor festgelegten Ziele und soweit möglich der Anpassung sich wiederholender Prozesse.

7. Zusammenfassung und Ausblick

Auszug
Zielsetzung der Arbeit ist die Analyse der Investor Relations vor und während des Börsengangs, um Empfehlungen für ein Investor Relations-Konzept für mittelständische Unternehmen abzuleiten. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf drei Forschungsfelder: die Wahl des Börsensegments, die Inhalte des Investment Case und die Einbindung wesentlicher Tätigkeiten während des Börseneinführungsprozesses in ein Investor-Relations-Konzept.

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