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Über dieses Buch

Kristin Köhler untersucht die Finanzkommunikation von Kapitalgesellschaften und deren Beziehungen mit Investoren, Eigentümern und Kapitalgebern. Sie geht der Frage nach, wie sich Investor Relations als Managementpraktik in kapitalmarktorientierten Unternehmen und als Berufsfeld in Deutschland institutionalisiert haben. In einer umfassenden empirischen Untersuchung befragt sie insgesamt 80 Investor-Relations-Verantwortliche deutscher Kapitelgesellschaften, Finanzjournalisten, Analysten, Berater, Wissenschaftler sowie Vertreter von Banken, Investmentfonds, Regulatoren, Ratingagenturen und Berufsverbänden. Hieraus identifiziert sie fünf Typen: Investor Relations als Informationspflicht, als Kommunikationsfunktion, als Marketingfunktion, als Finanzfunktion und als integrierte Funktion.

„Kristin Köhler hat […] ein Grundlagenwerk zur Finanzkommunikation von beeindruckender Breite und Dichte geschaffen, das die Diskussion im Themenfeld ohne Zweifel nachhaltig beeinflussen wird.“

Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Universität Leipzig

„Investor Relations haben sich in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten als Profession etabliert. Kristin Köhler untersucht in ihrer Arbeit nicht nur den Weg, den IR bislang genommen haben. Sie entwickelt auch eine Typologie von IR-Funktionen, die zukunftsweisend ist: Hin zu mehr strategischer Kompetenz und Verantwortung.“

Kay Bommer, DIRK – Deutscher Investor Relations Verband

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

„Then someone mentions ‘investor relations.’ Oh, you think – that’s the nitty-gritty stuff like stock transfers and requests from little old ladies looking for their dividend checks. That’s the clerical stuff that’s handled in the back office by guys with green eyeshades and sleeve garters. Why should you concern yourself with such mundane matters? Think again! Investor relations as a discipline has come a long way in the past 10 years and now plays a vital role in the ability of a company to raise capital, maintain a satisfied work force, and develop a positive public image.

Kristin Köhler

2. Die Institutionalisierung der Investor Relations: Theoretisch-konzeptionelle Betrachtung

In diesem Kapitel wird diskutiert, inwiefern die Institutionalisierung von Investor Relations als Managementpraktik und Berufsfeld in Deutschland bereits seitens der wissenschaftlichen Forschung betrachtet wurde. Unter Institutionalisierung ist die Verankerung von Investor Relations als „unhinterfragter“ Praktik im Unternehmen sowie Kapitalmarkt zu verstehen. Dabei kann Institutionalisierung sowohl als Ergebnis als auch als Prozess aufgefasst werden. Entsprechend beschäftigen sich institutionalisierungstheoretische Ansätze mit der Entwicklung einer Managementpraktik in der Prozessperspektive und ihrer Ausprägung in der Status-quo-Analyse.

Kristin Köhler

3. Investor Relations in Deutschland: Deskription und Analyse des bisherigen Forschungsstands

Das vorliegende Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Institutionalisierung von Investor Relations in Deutschland. Wie bereits in der theoretischen Auseinandersetzung gezeigt, sind Investor Relations eng mit dem Kapitalmarkt und seinen Akteuren verbunden. Es ist von daher von Interesse, die Rahmenbedingungen von Investor Relations zu betrachten. Folglich werden zunächst die Kapitalmarktentwicklung und die spezifischen Kapitalmarktakteure in Deutschland in den Blick genommen. Der Finanzmarkt ist ein globales Konstrukt. Dennoch gibt es nationale Besonderheiten hinsichtlich der Regulierung, des Entwicklungsstands oder der Aktienkultur. Einhergegangen mit der Internationalisierung und der Professionalisierung des Kapitalmarkts in Deutschland ist ein Struktur- und Kulturwandel deutscher Unternehmen. Dieser wird oftmals als Niedergang der „Deutschland AG“ bezeichnet.

Kristin Köhler

4. Die Institutionalisierung der Investor Relations in Deutschland: Empirisch-analytische Betrachtung

Die dem Forschungsprojekt zugrunde liegende Forschungsfrage, wie sich Investor Relations als Managementpraktik in Unternehmen und als Berufsfeld in Deutschland institutionalisiert haben, wurde in den vorangegangen Kapiteln sowohl aus theoretischer als auch berufspraktischer Perspektive betrachtet. Die Ergebnisse lassen sich in einem Bezugsrahmen verdichten, der auf Ansätzen der neoinstitutionalistischen Organisationtheorie beruht. Der in Kapitel 3.3. abgebildete Rahmen ist ein vorläufiger. Er integriert bereits den Status quo der Forschung und vorliegende Erkenntnisse zur Managementpraktik und zum Berufsfeld Investor Relations in Deutschland. Verschiedene Aspekte der Institutionalisierung sind noch nicht Bestandteil, da sie bislang nicht Gegenstand wissenschaftlicher oder berufspraktischer Betrachtung waren. An dieser Stelle setzt die empirisch-analytische Betrachtung des vorliegenden Forschungsprojekts an.

Kristin Köhler

5. Die Institutionalisierung der Investor Relations in Deutschland: Ergebnisdarstellung und -interpretation

Das folgende Kapitel enthält die Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Institutionalisierung der Investor Relations in Deutschland. Dabei werden die auf Grundlage der inhaltlich-strukturierenden und der typenbildenden Inhaltsanalyse getroffenen Erkenntnisse vorgestellt und zugleich unter Bezugnahme auf die theoretisch-konzeptionellen Grundlagen (Kapitel 2) sowie die deskriptive Beschreibung des Berufsfelds (Kapitel 3) interpretiert. Die Ergebnisdarstellung und -interpretation wird anhand von Originalzitaten und Paraphrasierungen aus dem Interviewmaterial unterstützt. Diese werden anonymisiert eingebunden. Es geschieht jedoch eine Zuordnung entsprechend der Funktion des Befragten im Kapitalmarkt. Sofern es für die Einordnung einer Aussage als relevant erscheint, werden an spezifischen Textstellen aktuelle und ehemalige Position des Experten genannt. Wie der übersicht in den Tabellen 4.1 bis 4.6 entnommen werden kann, sind die Interviewpartner allesamt im Kapitalmarkt und in Investor Relations verhaftet. Die Dauer ihrer Zugehörigkeit ist ebenso vielfältig wie ihre individuellen Lebensläufe.

Kristin Köhler

6. Investor Relations als Managementpraktik und Berufsfeld: Zusammenfassung und Ausblick

Die vorliegende Studie ist der Frage nachgegangen, wie sich Investor Relations als Managementpraktik in kapitalmarktorientierten Unternehmen und als Berufsfeld in Deutschland institutionalisiert haben. Kapitel 6.1 fasst das Vorgehen und die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Im Kapitel 6.2 wird dargestellt, inwiefern die Untersuchung einen konkreten Mehrwert für die Investor-Relations-Forschung und -Berufspraxis liefert. Dieser wird im entwickelten Typentableau und im Bezugsrahmen zur Institutionalisierung von Investor Relations abgebildet. Deren Übertragbarkeit auf andere Länder und auf andere kulturelle Kontexte ist weiterführend zu untersuchen. Kapitel 6.3 zeigt die Forschungsdesiderate und die Ansatzpunkte für nachfolgende theoretische und empirische Betrachtungen auf.

Kristin Köhler

Backmatter

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