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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Problemstellung

Zusammenfassung
Unter dem Begriff „Investor Relations“, zu deutsch Kapitalgeberbeziehungspflege und in Fachkreisen allgemein mit IR abgekürzt, versteht man „alle Maßnahmen zur Haltung bereits bestehender und zur Gewinnung neuer Aktionäre, mit dem Hauptziel, eine angemessene Börsenbewertung für die Gesellschaft herbeizuführen. Eine solche spiegelt die effektive Entwicklung des Unternehmenswertes zutreffend wider.“1 Die Bedeutung dieser unterstützenden Funktion der Unternehmensführung bei der Beschaffung von Kapital am Finanzmarkt rückt in den letzten Jahren auch in Deutschland mehr und mehr ins Rampenlicht. Während im angloamerikanischen Wirtschaftsraum IR schon seit vielen Jahrzehnten Einzug in die Unternehmensführung der meisten Kapitalgesellschaften gehalten haben, wurde in Deutschland erst durch die Entwicklungen der letzten Jahre die Notwendigkeit von IR—Aktivitäten aufgezeigt. Die deutschen Unternehmen sehen sich mit einem Kapitalmarkt konfrontiert, dessen Belastung ständig gestiegen ist. Grund hierfür ist zum einen die internationale Integration der Kapitalmärkte, wodurch das Kapital weltweit die renditeträchtigste Anlageform sucht. Diese ist oftmals nicht in Deutschland zu finden, so daß es zeitweilig in den letzten Jahren große Kapitalabflüsse gegeben hat.2 Zum anderen war die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen in der Vergangenheit sehr gering.3
Florian Faltz

2. Investor Relations-Ziele

Zusammenfassung
Ein großer Bereich der Kommunikation der Unternehmen mit ihren Kapitalgebern wird per Gesetz vorgeschrieben. Es gibt somit einen Pflichtteil an Aufgaben für IR, der nicht zu umgehen ist. Die gesetzliche Regelung ist hauptsächlich in folgenden Gesetzestexten niedergelegt: Aktiengesetz (AktG), Handelsgesetzbuch (HGB), Börsengesetz (BörsenG) sowie Zweites Finanzmarktförderungsgesetz.
Florian Faltz

3. Investor Relations-Maßnahmen

Zusammenfassung
Nachdem im ersten Teil ausführlich geschildert wurde, welche Ziele mit IR verfolgt werden sollen, soll nun im zweiten Teil auf die Frage eingegangen werden, welche Instrumente zur Erreichung dieser Ziele zur Verfügung stehen. Die notwendigen Maßnahmen sind sehr vielschichtig. Welche Maßnahmen ergriffen und wie sie eingesetzt werden sollen, hängt von vielen Faktoren ab. Deshalb ist zunächst eine Bestandsaufnahme notwendig, die die Fragen beantwortet, was für eine Aktie vermarktet werden muß, welche Absatzkanäle in Frage kommen und welche Spielräume hinsichtlich der Preispolitik vor allem beim Gang an die Börse bestehen.
Florian Faltz

4. Investor Relations-Ergebnis

Zusammenfassung
Nachdem die Ziele der IR und die diesen Zielen dienenden Maßnahmen festgelegt wurden, muß das Ergebnis der IR—Aktivitäten gemessen werden. Es muß geklärt werden, inwieweit die ergriffenen Maßnahmen der Erreichung der gesteckten Ziele dienlich waren. Abweichungen müssen hier zu einem Überdenken und Neuausrichten der Maßnahmen führen. Eine Anwendung des Controlling ist letzten Endes nicht möglich, wenn nicht vorher der Grad des Erfolgs bestimmt wurde.246 Außerdem sollte immer der Nutzen der IR in Form des Ergebnisses im Verhältnis zu dem Aufwand, der hierzu betrieben wurde, betrachtet werden. Die Ziele der IR um jeden Preis zu erreichen, kann auch nicht im Sinne der Unternehmung sein. Hier ist vielmehr ein „gesundes“ Verhältnis von Erfolg und Kosten anzustreben.
Florian Faltz

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Diese Arbeit sollte deutlich gemacht haben, daß dem Sachgebiet der IR eine kontinuierlich wachsende Bedeutung zukommt und es in Deutschland bisher kolossal unterbewertet wurde. Die Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt führen dazu, daß die Ressource Eigenkapital knapper wird, da immer mehr Unternehmen ihre Finanzierung über den Aktienmarkt abwickeln wollen. Der dadurch entstehende Wettbewerb löst nun einen Umdenkprozeß aus, der dazu führt, daß um die Eigenkapitalgeber geworben und das Produkt „Aktie“ kommunikationspolitisch auf dem Kapitalmarkt platziert werden muß. Eine Kapitalgesellschaft muß sich den Anlegerkreisen präsentieren, indem sie in erster Linie über die finanzwirtschaftlichen Aspekte informiert.284 Dies steht vorallem im Einklang mit der Verfolgung des Shareholder Value-Konzeptes. Nach dieser Auffassung sieht sich das Management einer Kapitalgesellschaft als Vertreter der Interessen der Anteilseigner als Eigentümer des Unternehmens. Aus dieser Sichtweise sollte deshalb eine bestmögliche Informationsversorgung der Anteilseigner selbstverständlich sein. Hier besteht ein gesetzlich vorgeschriebener Informationszwang, der zum Schutz der Anleger ins Leben gerufen wurde.
Florian Faltz

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