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IoT – Best Practices

Internet der Dinge, Geschäftsmodellinnovationen, IoT-Plattformen, IoT in Fertigung und Logistik

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) ist längst Realität. Mehr oder weniger intelligente Dinge messen, analysieren und kommunizieren weltweit, verbunden über das Internet, mit anderen Dingen. Sei es die Optimierung eines bestehenden Prozesses, die Erweiterung eines solchen, ein smartes Produkt oder gleich der Aufbau eines völlig neuen Geschäftsmodells – IoT-Konzepte bilden oft die Grundlage dafür. Das grundsätzliche Potential (Warum?) des Internets der Dinge ist vielfach bewiesen. Das „Wie?“ und das „Wofür?“ sind die Fragen, die es zu beantworten gilt. Welche Prozesse bieten das meiste Potential für eine Vernetzung? An welchen Stellen steht der Aufwand nicht im Verhältnis zum Mehrwert? Welche Technologien stehen zur Verfügung und passen zum entsprechenden Szenario? Wie müssen Geschäftspartner in einem Ecosystem eingebunden werden und welche sicherheitsrelevanten oder auch rechtlichen Probleme gilt es zu lösen?Die Autoren aus Wissenschaft und Praxis des vorliegenden Werkes greifen in ihren Beiträgen genau diese Fragestellungen auf und bieten konzeptionelle, prototypische bzw. praxisnahe Antworten und Lösungswege an.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Der Einfluss von IoT auf Geschäftsmodelle – IoT-Geschäftsmodellinnovationen

    1. Frontmatter

    2. 1. Der lange Weg im IoT – Von der Vernetzung zur Profitabilität

      Felix Wortmann, Dominik Bilgeri, Heiko Gebauer, Claudio Lamprecht, Elgar Fleisch
      Der Fachtext behandelt die tiefgreifenden Veränderungen, die das Internet der Dinge (IoT) für produzierende Unternehmen mit sich bringt. Es wird untersucht, wie IoT die zentralen Geschäftsmodellelemente Wertschöpfung, Wertversprechen und Monetarisierung beeinflusst. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und innovative Strategien zur Profitabilität im IoT zu implementieren. Der Beitrag analysiert auch die technischen und organisatorischen Herausforderungen, die Unternehmen auf dem Weg zur IoT-Profitabilität begegnen, und bietet praktische Empfehlungen zur Überwindung dieser Hürden. Zudem wird die Bedeutung von ganzheitlichen IoT-Innovationen und der Notwendigkeit, sowohl interne Prozesse als auch neue Produkte und Services zu optimieren, betont. Der Text schließt mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des IoT und der damit verbundenen ökonomischen Möglichkeiten.
    3. 2. IIoT-basierte Geschäftsmodellinnovation im Industrie-Kontext – Archetypen und praktische Einblicke

      Anna Maria Oberländer, Björn Häckel, Jochen Übelhör
      Der Beitrag beleuchtet die disruptiven Möglichkeiten des Industrial Internet of Things (IIoT) im Kontext von Geschäftsmodellinnovationen. Mit einer detaillierten Analyse von sechs IIoT-basierten Geschäftsmodell-Archetypen, die in einem Forschungsprojekt mit Industrieunternehmen entwickelt wurden, bietet der Text praktische Einblicke und Handlungsempfehlungen für die Transformation traditioneller Geschäftsmodelle. Die vorgestellten Archetypen, wie 'As-a-Service', 'Direkt-zum-Endkunden' und 'Plattform', zeigen auf, wie Unternehmen durch die Nutzung von IIoT neue Wertschöpfungsketten und Kundenbeziehungen aufbauen können. Der Text hebt hervor, dass die erfolgreiche Umsetzung solcher Innovationen nicht nur technologische, sondern auch organisatorische und kulturelle Herausforderungen mit sich bringt. Praktiker erhalten wertvolle Hinweise, wie sie diese Herausforderungen meistern und ihre Geschäftsmodelle erfolgreich in die digitale Zukunft führen können.
  3. Identifizieren, Priorisieren und Planen von IoT-Projekten

    1. Frontmatter

    2. 3. Innovation durch den Einsatz von Enterprise IoT-Lösungen – Ein Modell zur Bestimmung des Innovationspotenzials

      Christian Marheine, Lukas Gruber, Andrea Back
      Der Fachbeitrag beschäftigt sich mit der Innovation durch den Einsatz von Enterprise IoT-Lösungen und stellt ein Modell zur Bestimmung des Innovationspotenzials vor. Getrieben durch Trends wie das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 versuchen Unternehmen, aus ihren Daten mit Hilfe moderner Analysen innovative Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Enterprise IoT-Lösungen greifen dabei in Produktfunktionalitäten ein und transformieren ganze Wertschöpfungsketten. Der Beitrag entwickelt ein Innovationsstufenmodell, das Unternehmen bei der Bestimmung des Innovationspotenzials ihrer IoT-Lösungen unterstützt. Das Modell basiert auf einer empirischen Untersuchung und Experteninterviews und ermöglicht eine klare Strukturierung und Bewertung der Innovationsstufen. Anhand von zwei Industrie-Cases wird das Modell angewendet und seine Praxisrelevanz aufgezeigt. Abschließend werden die Implikationen für die Management-Praxis diskutiert, die sich aus der Anwendung des Modells ergeben.
    3. 4. Priorisierung von Digitalisierungsprojekten entlang der gesamten kundenorientierten Prozesskette im Maschinenbau

      Thomas Pschybilla, Manuela Hofmann, Tobias Enders, Michael Vössing
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Herausforderung der Digitalisierung im Maschinenbau und der Notwendigkeit, Digitalisierungsprojekte entlang der gesamten kundenorientierten Prozesskette zu priorisieren. Es wird ein Vorgehensmodell entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Digitalisierungsprojekte effizient zu bewerten und zu priorisieren. Das Modell basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und wurde anhand eines realen Beispiels der TRUMPF GmbH + Co. KG validiert. Es zielt darauf ab, eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette zu ermöglichen und die Digitalisierung systematisch voranzutreiben. Besonders hervorhebenswert ist die praxisnahe Umsetzung des Modells, die Unternehmen dabei unterstützt, die Komplexität der Digitalisierung zu bewältigen und die Kundenanforderungen besser zu erfüllen.
    4. 5. IoT Best Practices

      Fallstricke bei der Realisierung von (Industrial) Internet of Things (IIoT)-Projekten frühzeitig erkennen und adressieren Marco Barenkamp, Jan Hendrik Schoenke, Novica Zarvic, Oliver Thomas
      Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Best Practices bei der Realisierung von IoT-Projekten im Kontext der Industrie 4.0. Es werden technologische Treiber wie Künstliche Intelligenz, Big Data und Robotik sowie deren Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit wird der Sicherheit und dem Datenaufkommen geschenkt, wobei eine Fallstudie zur Digitalisierung in der Landwirtschaft detailliert ausgearbeitet wird. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer methodisch-systematischen Herangehensweise und die Bedeutung von Modellierung und Simulation zur Optimierung der Systeme. Zudem werden die Anforderungen an ein sicheres und robustes Abrechnungsmodell sowie die Rolle von Edge Computing und Multi-access Edge Computing (MEC) beleuchtet. Die umfassende Analyse und die praktischen Empfehlungen machen den Beitrag zu einem wertvollen Leitfaden für Experten in der IoT- und Industrie 4.0-Branche.
  4. IoT-Plattformen – Vielfalt, Auswahl und Integrationsaspekte

    1. Frontmatter

    2. 6. Vergleichbarkeit der Funktionalität von IoT-Software-Plattformen durch deren einheitliche Beschreibung in Form einer Taxonomie und Referenzarchitektur

      Sebastian Lempert, Alexander Pflaum
      Dieser Beitrag befasst sich mit der Herausforderung, die Funktionalität von IoT-Software-Plattformen zu vergleichen und zu bewerten. Durch die zunehmende Bedeutung des Internet der Dinge (IoT) und die hohe Produktvielfalt von IoT-Software-Plattformen besteht ein Bedarf an standardisierten Methoden zur Beschreibung und Bewertung dieser Plattformen. Der Beitrag stellt eine Taxonomie und eine Referenzarchitektur vor, die es ermöglichen, die Funktionalität von IoT-Software-Plattformen einheitlich zu beschreiben und zu vergleichen. Diese Methoden wurden anhand von 111 Dokumenten der sieben wichtigsten IoT-Software-Plattformen entwickelt und umfassen 51 Funktionen, die in 12 Funktionsblöcke eingeordnet werden. Die Referenzarchitektur dient als Grundlage für die Bewertung und Auswahl der besten IoT-Software-Plattform für spezifische Anwendungsfälle. Der Beitrag untersucht auch die praktische Anwendung dieser Methoden in Projekten zur Bewertung und Auswahl von IoT-Software-Plattformen und diskutiert die Implikationen für Wissenschaft und Praxis. Die Ergebnisse zeigen, wie die Funktionalität von IoT-Software-Plattformen systematisch analysiert und verglichen werden kann, was für Unternehmen und Forscher von großer Bedeutung ist.
    3. 7. Cloud to Cloud Integration im IoT-Umfeld

      Lukas Hick, Dirk Börner, Henning Pagnia
      Der Fachbeitrag untersucht die Cloud to Cloud Integration von IoT Plattformen und die Entwicklung von Lösungskonzepten im IoT-Umfeld. Es wird analysiert, wie verschiedene IoT-Plattformen mit unterschiedlichen Kernkompetenzen integriert werden können, um Unternehmen einen vereinfachten Einstieg in die IoT-Welt zu ermöglichen. Die Anforderungsanalyse basiert auf einer Ist-Analyse und Experteninterviews, die in einen Eigenschaftenkatalog und spezifische Anforderungen münden. Ein Soll-Konzept wird auf konzeptioneller Ebene dargestellt und technische Realisierungsansätze vorgestellt, wobei auch Ansätze zur Gewährleistung von Hochverfügbarkeit berücksichtigt werden. Der Beitrag diskutiert den wirtschaftlichen Nutzen für Betreiber und Kunden sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung und schließt mit einem Ausblick auf mögliche Standards im IoT-Umfeld.
  5. Einsatz von IoT in der Fertigung und Logistik – Industrie 4.0

    1. Frontmatter

    2. 8. Industrie 4.0 in kleinen und mittleren Unternehmen – Lösungsansatz und Handlungsempfehlungen für die Integration smarter Geräte

      Ulrich Matthias König, Maximilian Röglinger, Nils Urbach
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Herausforderung, smarte Geräte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu integrieren, um die Produktivität und Flexibilität der Produktion im Rahmen von Industrie 4.0 zu steigern. Es wird die Einführung des Smartphones als Treiber der Digitalisierung betrachtet und die aufkommende Technologie des Internet of Things (IoT) erläutert. Die Integration von IoT in KMU wird als komplex und kostspielig beschrieben, da bestehende Produktionsmaschinen und Anwendungssysteme berücksichtigt werden müssen. Ein Forschungsprojekt, das von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert wurde, entwickelte eine Software-Integrationsschicht und eine Client-Applikation, um smarte Geräte wie Smartphones und Tablets in KMU-Produktionsprozesse zu integrieren. Acht Anwendungsfälle wurden realisiert und evaluiert, um die Funktionalitäten der Integrationslösung zu demonstrieren. Die Ergebnisse zeigen positive Effekte auf Prozessqualität, -stabilität und Zeit- und Kosteneinsparungen. Allgemeine Handlungsempfehlungen und Erkenntnisse wurden abgeleitet, um die Integration von smarten Geräten in KMU zu erleichtern. Die Modularität der Middleware und die einfache Integrierbarkeit der Demonstratoren machen die Lösung besonders attraktiv für KMU.
    3. 9. Konzeption und Realisierung eines Produktionssystems für die modulare Fertigung in der Automobilindustrie

      Walter Huber
      Das Kapitel behandelt die Konzeption und Realisierung eines Produktionssystems für die modulare Fertigung in der Automobilindustrie. Es wird auf die steigende Produktkomplexität und die damit verbundenen Herausforderungen eingegangen, wie diskontinuierliche Materialflüsse und erhöhte Lagerbestände. Die Notwendigkeit flexibler Produktionssysteme wird betont, um den sich verändernden Marktanforderungen gerecht zu werden. Das Projekt zielte darauf ab, eine wandlungsfähige Produktion zu implementieren, die auf alle Eventualitäten des Marktes reagieren kann. Die einzelnen Begriffe wie Flexibilität und Wandlungsfähigkeit werden definiert und deren Bedeutung für die Produktion erläutert. Besonderes Augenmerk wird auf die technologische Umsetzung gelegt, insbesondere auf die Nutzung von Fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) und Fahrerlosen Transportsystemen (FTS). Die Herausforderungen bei der Implementierung und die praktischen Erfahrungen aus dem Projekt werden detailliert beschrieben, einschließlich der Probleme und Lösungen bei der Steuerung der FTF und der Integration von RFID-Technologie. Das Kapitel schließt mit einem Fazit und einem Ausblick auf zukünftige Aktivitäten und Erweiterungen des Konzepts.
    4. 10. Digitalisierungspotenziale der Instandhaltung 4.0 – Von der Aufbereitung binärer Daten zum Einsatz transparenter künstlicher Intelligenz

      Jonas Wanner, Lukas-Valentin Herm, Christian Janiesch
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Digitalisierung der Instandhaltung im Rahmen der Industrie 4.0. Es wird gezeigt, wie Unternehmen durch die Nutzung transparenter künstlicher Intelligenz ihre Wartungsprozesse optimieren können. Ein zentraler Aspekt ist die Analyse binärer Datenwerte, um Instandhaltungsmaßnahmen proaktiv und effizient zu gestalten. Dabei werden Methoden wie Process Mining und maschinelles Lernen vorgestellt, um Anomalien frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Transparenz und Nachvollziehbarkeit der eingesetzten Algorithmen, um die Akzeptanz und Effektivität der Lösungen zu erhöhen. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick und praktische Ansätze zur Umsetzung dieser Technologien in der Fertigung.
    5. 11. Automatisierung von Geschäftsprozessen im Maschinen- und Anlagenbau – Fallstudie zu Predictive Maintenance

      Peter Gluchowski, Christian Schieder, Andreas Gmeiner, Stefan Trenz
      Der Fachtext behandelt die Automatisierung von Geschäftsprozessen im Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere die Anwendung von Predictive Maintenance. Im Fokus steht eine Fallstudie bei einem großen deutschen Hersteller von Wellpappenanlagen, die zeigt, wie durch den Einsatz von Sensoren und maschinellem Lernen die Wartung von Maschinen optimiert werden kann. Die Fallstudie umfasst zwei Ansätze zur Prognose von Maschinenverschleiß: ein umfassendes Modell mittels künstlichem neuronalen Netz und eine Regressionsanalyse. Beide Ansätze zielen darauf ab, die Lebensdauer von kritischen Maschinenteilen zu verlängern und ungeplante Stillstände zu vermeiden. Die Fallstudie verdeutlicht die Vorteile von Predictive Maintenance und die Potenziale für die Automatisierung von Geschäftsprozessen in der Wellpappenindustrie.
    6. 12. Einbindung von intelligenten Ladungsträgern in Prozesse der Intralogistik

      René Kessler, Jendrik Suske, Jorge Marx Gómez
      Der Beitrag untersucht die Einbindung intelligenter Ladungsträger in Prozesse der Intralogistik und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Es wird ein Konzept zur Verbesserung der Steuerung von Leergutkreisläufen vorgestellt, das auf RFID-Technologie basiert. Das Konzept zielt darauf ab, die Identifikation und Ortung von Ladungsträgern zu automatisieren und die Transparenz in der Intralogistik zu erhöhen. Durch die Analyse von Experteninterviews und branchenrelevanter Literatur werden die praktischen Anwendungsmöglichkeiten und die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen beleuchtet. Das Konzept soll in einer realen Umgebung evaluiert werden, um weitere Herausforderungen und Potenziale zur Prozessoptimierung zu identifizieren.
  6. Smarte Produkte – Herausforderungen und Vorgehen bei der Produktentwicklung

    1. Frontmatter

    2. 13. Von smarten Produkten zu smarten Dienstleistungen und deren Auswirkung auf die Wertschöpfung

      Gero Strobel, Ute Paukstadt, Jörg Becker, Stefan Eicker
      Der Fachbeitrag untersucht die Entwicklung von smarten Produkten und deren Einfluss auf die Wertschöpfung. Er beginnt mit einer Einführung in das Internet der Dinge und die disruptive Kraft, die von smarten Produkten ausgeht. Der Beitrag beleuchtet die technologischen und ingenieurtechnischen Herausforderungen sowie die Auswirkungen auf Unternehmen und Geschäftsmodelle. Besonders interessant ist die Analyse der Fähigkeiten smarter Produkte und deren Integration in intelligente Dienstleistungen. Der Text zeigt auf, wie smarte Dienste die Wertschöpfungsketten verändern und welche neuen Geschäftsmodelle und Partnerschaften entstehen. Abschließend werden die Herausforderungen und offenen Fragen diskutiert, die sich aus der zunehmenden Verbreitung smarter Technologien ergeben.
    3. 14. Integration von Smarten Produkten und Dienstleistungen im IoT-Zeitalter – Ein Graph-basierter Entwicklungsansatz

      Simon Hagen, Jonas Brinker, Paul Christoph Gembarski, Roland Lachmayer, Oliver Thomas
      Der Beitrag behandelt die Integration smarter Produkte und Dienstleistungen im IoT-Zeitalter durch einen graph-basierten Entwicklungsansatz. Es wird ein Konzept vorgestellt, das die Entwicklung und Nutzung von digitalen Plattformen für vernetzte Produkte und Services unterstützt. Dieses Konzept basiert auf Graphdatenbanken und ermöglicht eine bidirektionale Verknüpfung zwischen Produktkomponenten und Dienstleistungsprozessen. Die Verwendung von Graphdatenbanken ermöglicht eine flexible und skalierbare Datenstruktur, die sowohl Produkt- als auch Prozessinformationen effizient ablegt und miteinander verknüpft. Dies erleichtert die Kooperation und Abstimmung zwischen den beteiligten Disziplinen und ermöglicht eine umfassende Betrachtung von Leistungsbündeln und deren ökonomischen Potenzialen. Das Konzept wird durch einen Prototypen veranschaulicht, der die Integration von Produktstruktur und Prozesslogik in einer gemeinsamen Datenstruktur zeigt. Strategische Handlungsempfehlungen für die integrierte Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen im Zeitalter vernetzter Güter runden den Beitrag ab. Dieser Ansatz bietet neue Möglichkeiten für die Verwendung in Augmented-Reality-Assistenzsystemen und Data-Analytics-Anwendungen, die auf der Graphdatenbank Neo4j ausgeführt werden können.
    4. 15. Smartifizierung von Maschinenbauprodukten mittels einer zielorientierten Methode

      Max-Ferdinand Stroh, Jan Hicking, Volker Stich
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Smartifizierung von Maschinenbauprodukten durch eine zielorientierte Methode. Es wird erläutert, wie Unternehmen intelligente Produkte entwickeln können, um digitale Geschäftsmodelle zu operationalisieren und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Dabei werden verschiedene Ziele für den Einsatz intelligenter Produkte identifiziert, wie z.B. die Reduktion von Prozesszeiten, Verbesserung der Produktentwicklung und Steigerung der Produkteffizienz. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung dieser Ziele in der Praxis, wobei ein Anwendungsfall zur Operationalisierung digitaler Geschäftsmodelle detailliert beschrieben wird. Die Methode zur Smartifizierung wird anhand eines Praxisbeispiels veranschaulicht, wodurch praktische Anwendungsmöglichkeiten und deren Nutzen aufgezeigt werden. Das Kapitel bietet somit einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen und Potenziale der Smartifizierung im Maschinenbau und liefert konkrete Ansätze zur Umsetzung.
    5. 16. Smartere Produkte durch analysebasierte Dienstleistungen – Ein methodisches Werkzeug zur strukturierten Entwicklung

      Fabian Hunke, Ronny M. Schüritz
      Das Kapitel behandelt die Herausforderungen und Methoden zur Entwicklung analysebasierter Dienstleistungen, die smarte Produkte erweitern. Es stellt ein methodisches Werkzeug vor, das auf einer qualitativen Untersuchung von 26 Anwendungsfällen basiert und fünf zentrale Schlüsselfaktoren identifiziert: Datengenerierung, Datenherkunft, Datenziel, Analyseverfahren und Kundenrolle. Dieses Werkzeug unterstützt Unternehmen dabei, neue Dienstleistungen zu konzeptionieren und bestehende Angebote zu analysieren, um sich im Markt zu differenzieren. Das Kapitel bietet eine detaillierte Beschreibung der Anwendung des Werkzeugs und diskutiert die Implikationen für die Unternehmenspraxis.
    6. 17. (Re-)Engineering smarter Produkte – Mit dem digitalen Freiheitsgrad zu flexiblen Leistungsangeboten

      Friedemann Kammler, Paul Christoph Gembarski, Jonas Brinker, Roland Lachmayer, Oliver Thomas
      Das Kapitel untersucht die (Re-)Engineering von smarten Produkten und die damit verbundenen Möglichkeiten durch den digitalen Freiheitsgrad. Es wird dargelegt, wie Unternehmen durch die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in konventionelle Produkte neue Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erreichen können. Dabei werden sechs wesentliche Charakteristika für smarte Produkte hervorgehoben, darunter Kontextadaptivität, Konnektivität und Kundenindividualität. Die Transformation von konventionellen Produkten zu smarten Produkten bringt jedoch auch komplexe Herausforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf die funktionale Sicherheit und die Integration von Datenverarbeitungskomponenten. Das Kapitel bietet praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen, wie sie diese Herausforderungen meistern und den digitalen Freiheitsgrad nutzen können, um wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk wird auf die strategischen Entscheidungen gelegt, die Unternehmen treffen müssen, um die Transformation erfolgreich zu gestalten und langfristige Vorteile zu erzielen.
  7. Architektur kommunaler IoT-Szenarien in Metropolregionen

    1. Frontmatter

    2. 18. IoT-gestützte, kommunale Datenarchitektur für Metropolregionen in Deutschland – Metropolitan Data Space

      Mathis Niederau, Jörg Hoffmann
      Dieser Fachbeitrag untersucht die Notwendigkeit und Herausforderungen bei der Einführung einer IoT-gestützten, kommunalen Datenarchitektur für Metropolregionen in Deutschland, insbesondere für die Metropolregion Rhein-Ruhr. Die Region durchläuft einen umfassenden Strukturwandel, der neue wirtschaftliche Impulse erfordert. Der Beitrag analysiert bestehende Konzepte und Technologien wie Data Lakes, Data Warehouses und Open Data sowie deren Umsetzungsstand in der Region. Es werden technische, wirtschaftliche, regulatorische und ethische Perspektiven beleuchtet und ein Zielkonzept für eine zentrale Datenplattform vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Vernetzung mehrerer Kommunen und der Integration verschiedener Datenquellen, um eine nachhaltige und effiziente Infrastruktur zu schaffen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle von Smart Cities und der Notwendigkeit einer übergeordneten Datenplattform geschenkt. Der Beitrag endet mit einem Ausblick auf die Implementierung und die langfristige Vision einer vernetzten Metropolregion.
  8. Effiziente Verarbeitung von IoT-Daten – Edge vs. Cloud

    1. Frontmatter

    2. 19. Anforderungen für Zeitreihendatenbanken im industriellen IoT

      Dimitri Petrik, Mathias Mormul, Peter Reimann, Christoph Gröger
      Das Kapitel "Anforderungen für Zeitreihendatenbanken im industriellen IoT" beleuchtet die Herausforderungen und Anforderungen bei der Verwendung von Zeitreihendatenbanken im Kontext des Industriellen Internets der Dinge (IIoT). Moderne Werkzeugmaschinen und industrielle Systeme generieren durch die Digitalisierung und den Einsatz von Sensoren hohe Datenmengen, die effizient gespeichert und analysiert werden müssen. Die Anforderungen an die Speicherung und Verarbeitung dieser Daten sind hoch, insbesondere durch die Reduktion der technologiebezogenen Kosten und die zunehmende Digitalisierung der Maschinen. Zeitreihendatenbanken (TSDBs) und Zeitreihenmanagementsysteme (TSMS) bieten spezialisierte Technologien zur Speicherung und Abfrage von Zeitreihendaten, die für industrielle Anwendungen optimiert sind. Der Text untersucht zwei typische Szenarien für den Einsatz von TSDBs: den Edge-Einsatz und den Einsatz in einem Data Lake. Im Edge-Einsatz müssen TSDBs hoher paralleler Schreiblast und kurzen Verarbeitungszeiten standhalten, während im Data Lake die Anforderungen an Skalierbarkeit und Metadatenmanagement im Vordergrund stehen. Ein funktionaler Kriterienkatalog für TSDBs im IIoT wird entwickelt, um die Anforderungen an die Speicherung und Verarbeitung von Zeitreihendaten zu erfüllen. Dieser Katalog dient als Grundlage für zukünftige Benchmarks und die Auswahl geeigneter TSDBs für verschiedene Einsatzszenarien.
  9. IoT Security – Datensicherheit, Datenschutz, Authentifizierungsverfahren

    1. Frontmatter

    2. 20. Das Internet of Things – zwischen Usability und Verlust der Datensouveränität

      Silvia Knittl, Valentina Neuberger, Simon Dieterle
      Das Internet der Dinge (IoT) revolutioniert Alltagsgeräte durch Vernetzung und Datenaustausch, was sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich weitreichende Anwendungen ermöglicht. Bis 2025 sollen über 40 Milliarden IoT-Geräte mit dem Internet verbunden sein, was jedoch auch die Angriffsfläche für Cyberangriffe vergrößert. Die IoT-Architektur besteht aus vier Schichten: Physische Schicht, Transportschicht, Verarbeitungsschicht und Anwendungsschicht. Jede Schicht birgt spezifische Sicherheitsrisiken, die von falschen Sensordaten bis hin zu unautorisiertem Datenzugriff reichen. Die zunehmende Benutzerfreundlichkeit (Usability) der IoT-Geräte steht im Konflikt mit Datenschutz- und Privatsphärebedenken. Emergenzeffekte, die durch die Vernetzung verschiedener Geräte entstehen, können zu unerwünschten Datensouveränitätsverlusten führen. Der Beitrag untersucht diese Herausforderungen und stellt Maßnahmen vor, um die Datensicherheit und Datensouveränität im IoT zu erhöhen, einschließlich staatlicher und industrieller Initiativen sowie technischer Standards.
    3. 21. IoT Security Best Practices

      Eine Fallstudie zur Clientseitigen-Authentifizierung im IoT Marco Barenkamp
      Das Kapitel behandelt die Best Practices für die Clientseitige-Authentifizierung im Internet of Things (IoT) und stellt eine Fallstudie im Landwirtschaftssektor vor. Es wird die Bedeutung und die Herausforderungen der Sicherheit in IoT-Netzwerken erläutert, wobei insbesondere die Notwendigkeit von Authentifizierungs- und Kommunikationssicherheit hervorgehoben wird. Verschiedene Authentifizierungsmechanismen wie das Guardian Model, Blockchain-Technologie und Clientseitige Authentifizierung werden verglichen. Besonders hervorgehoben wird die clientseitige Authentifizierung, die eine vollständige Automatisierung des Authentifizierungsprozesses ermöglicht und somit für IoT-Anwendungen besonders geeignet ist. Die Fallstudie eines internationalen IoT-Projekts im Agriculture Segment zeigt die praktische Anwendung und die Vorteile dieser Methode auf. Die technische Systemgestaltung und die Vorteile der clientseitigen Authentifizierung gegenüber anderen Technologien werden detailliert beschrieben. Abschließend wird das Potenzial des vorgestellten Systems für zukünftige Anwendungen und Projekte wie Gaia-X diskutiert.
  10. Backmatter

Titel
IoT – Best Practices
Herausgegeben von
Stefan Meinhardt
Prof. Dr. Felix Wortmann
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-32439-1
Print ISBN
978-3-658-32438-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-32439-1

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    Bildnachweise
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