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01.01.2011 | ZfB-Special Issue 1/2011 | Sonderheft 1/2011

Journal of Business Economics 1/2011

Ist Ethik ein Erfolgsfaktor? Unternehmensethik im Spannungsfeld von Oxymoron Case, Business Case und Integrity Case

Zeitschrift:
Journal of Business Economics > Sonderheft 1/2011
Autoren:
PD Dr. Thomas Kuhn, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Weibler

Zusammenfassung

Seit einigen Jahren treten die sozialen und ökologischen Folgewirkungen des – teilweise radikal verfolgten – unternehmerischen Gewinnstrebens immer deutlicher ins öffentliche Bewusstsein. Das unternehmerische Wirtschaften sieht sich heute entsprechend einer fortgeschrittenen Legitimationskrise gegenüber. Analog zu dieser Entwicklung boomt die Diskussion über Unternehmensethik bzw. Corporate Social Responsibility (CSR), deren zentrale Aufgabe darin besteht, Perspektiven für eine ethisch legitime bzw. aus gesellschaftlicher Sicht schlicht bessere Unternehmensführung zu entwickeln. Eine herausragende Stellung innerhalb der unternehmensethischen Debatte nimmt derzeit der sog. Business Case for CSR ein, dessen Credo lautet: Ethik ist ein Erfolgsfaktor! Dieser Ansatz erscheint auf den ersten Blick bestechend (harmonisch) – verheißt er doch höhere Gewinne für die gewinnorientierten Unternehmen und mehr Ethik für die ethisch sensibilisierte Gesellschaft. Der Ansatz ist auf den zweiten Blick jedoch kritikwürdig. Dies zum einen, weil er – in pragmatischer Hinsicht – einen unternehmensbezogenen Sanktionsmechanismus unterstellt, der realiter so aktuell bestenfalls in Ansätzen funktioniert; dies zum anderen, weil er – in programmatischer Hinsicht – lediglich eine Moralisierung der Märkte, nicht jedoch eine Moralisierung des Managements einfordert. Mit anderen Worten: Der Business Case setzt zur Lösung der unternehmensethischen Probleme weiterhin auf jene ausschließliche (radikale) Gewinnorientierung des Managements, die als ursächlich für das Entstehen eben dieser Probleme anzusehen ist. In Abgrenzung zu dieser Position vertreten wir die These, dass eine ethisch bessere Unternehmensführung eine Moralisierung des Managements voraussetzt, die ihrerseits auf eine Legitimierung der Gewinne verweist.

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