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30.03.2016 | IT-Prozessmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Digitalisierung braucht eine Innovationskultur im Unternehmen

Autor:
Jacqueline Pohl
2 Min. Lesedauer

 

Skeptische Mitarbeiter, vorsichtige Manager und fehlende Anreize, die digitalen Plattformen zu nutzen, stehen Digitalisierungsprojekten im Weg. Für die erfolgreiche Transformation ist ein Umdenken auf Führungsebene nötig.

Mit der Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie hapert es in einigen Unternehmen noch. Wer annimmt, dass veraltete Systeme und unflexible Infrastrukturen dafür verantwortlich sind, dass es klemmt, der irrt. In drei von vier Unternehmen sind die technischen Voraussetzungen für die Transformation des Geschäfts vorhanden, so eine Studie von Detecon.

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Was fehlt, ist eine Unternehmenskultur, die Innovationen begünstigt: Flache Hierarchien, agile Strukturen und eine Führungsebene, die positive Impulse für die Digitalisierung setzt. Stattdessen geben nur 39 Prozent der Befragten zu Protokoll, dass die digitalen Plattformen, die bereits vorhanden sind, auch tatsächlich rege genutzt werden. In gerade einmal 30 Prozent der Unternehmen gibt es wirksame Anreizsysteme, die die Teilnahme fördern.

Digitalisierung ist kein Jobkiller

Die eigenen Mitarbeiter auf die Digitalisierung einzuschwören, wird somit zum Erfolgskriterium. Oft stehen die eigenen Mitarbeiter den tiefgreifenden Veränderungen der digitalen Transformation skeptisch gegenüber. Sie sträuben sich gegen Veränderungen, und festgefahrene, unflexible Abläufe bringen die Digitalisierungsprojekte in Gefahr.
Aufklärung über den Grad der Veränderungen und Weiterbildungsmaßnahmen helfen, Ängste abzubauen und die neuen Technologien optimal auszunutzen.

Nach einer Studie von Ernst & Young sind jüngere Mitarbeiter generell aufgeschlossener für Veränderungen und erkennen die Potenziale, während die älteren Kollegen sich häufiger dagegen wehren. Dass die Digitalisierung zum Jobkiller wird, wie einige befürchten, habe sich bisher nicht bestätigt. Neun von zehn Mitarbeitern glauben nicht, dass ihr Arbeitsplatz in Gefahr ist.

Defizite auf der Führungsebene

Die Verantwortlichen scheuen sich ebenfalls davor, sich mit einer Innovation aus dem Fenster zu lehnen oder mit einer neuen Idee ein Risiko einzugehen. Geht das Digitalisierungsprojekt schief, schadet das ihrer Karriere, so die Befürchtung. Die Sorgen und das Feedback der Belegschaft erst zu nehmen, gehört aber auch zu einem guten Führungsstil. Hier geben ein Viertel der Mitarbeiter an, dass ihre Vorschläge nicht gerade dankend aufgenommen würden, so die Detecon-Umfrage. Unternehmen müssen eine Innovationskultur aufbauen, die Kreativität und neue Ideen fördert, um den Boden für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte zu bereiten.

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