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05.08.2016 | IT-Prozessmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Produktiver mit mobilen Enterprise-Lösungen

Autor:
Detlev Spierling

Larry Page, einer der Gründer von Google, wurde im Jahr 2014 mit dem Satz zitiert: "We are no longer in a mobile first world, we are in a mobile only world.“ Auch in Deutschland steigt die Nachfrage nach mobilen Produktivitätslösungen — vor allem aus den Fachabteilungen der Unternehmen.

IT-Leiter ohne ganzheitliches Mobilitätskonzept geraten durch ihre Kollegen aus Marketing, Vertrieb oder Kundenservice unter Druck, mobile Mitarbeiter mit der Möglichkeit auszustatten, über das Smartphone oder Tablet konkrete Prozessschritte bearbeiten zu können. Auch Top-Manager erwarten zunehmend, dass sie ihre Geschäftsbereiche selbst über Tablets steuern können, schreibt die Experton Group in dem bereits in der dritten Auflage erschienen Report “Mobile Enterprise Vendor Benchmark 2016“.

Die Bedeutung und Relevanz von Mobile Enterprise für eine erhöhte Produktivität Im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Prozessen ist demnach elementar. Hierunter fällt vor allem die Prozessmobilisierung und der Aspekt mobile Collaboration. Dabei geht es darum, dass mobile Mitarbeiter funktionsbezogen einen Prozess von Ende zu Ende mobil und digital abschließend bedienen können. Beschleunigt wird dieser Trend durch leistungsstarke Cloud Computing-Angebote, wie Mark Wächter im Buchkapitel “Mobile Ready Enterprise“ feststellt:

Alleine der Marktführer Amazon Web Services bietet über zwei Millionen Server in seinen weltweit verteilten Rechenzentren an, die als Infrastructure as a Service hochflexibel per Mausklick abonnier‐ und konfigurierbar sind und somit perfekt mit dem Wachstum zum Beispiel von Mobile Start‐ups skalieren. Aus einer überschaubaren PC‐Client‐Schar wurde ein heterogener PC‐ und Mobile‐Client‐Park. Statt sich länger an eine komplexe und hochkomplizierte Software‐Architektur zu binden, setzen Unternehmen mehr und mehr auf kleine, flexible Programme. Diese sitzen vermehrt in Rechenzentren, also in der Cloud, und der Zugriff erfolgt über die mobilen Endgeräte. Lästige Umrüstphasen entfallen. Die Mietsoftware wird einfach über Nacht upgedatet."

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Trend zur mobilen Nutzung von ERP-Systemen

Exemplarisch für diese zunehmende Mobilisierung von Geschäftsprozessen sind die betriebswirtschaftlichen Software-Lösungen (ERP-Systeme), die funktionsbereichsübergreifend sämtliche Unternehmensprozesse abbilden. Nach den Worten von Norbert Gronau und Corinna Fohrholz bietet die Verfügbarkeit von ERP-Systemen auf mobilen Endgeräten “neue Leistungspotenziale für Management, Vertrieb und Produktion in Unternehmen“. Im Kapitel “Mobiles Business mit ERP” des Buches “Mobile Computing“ schreiben die beiden Springer-Autoren über die Architekturen für mobile ERP-Anwendungen:

Der Zugriff über ein mobiles Endgerät auf ein ERP-System kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Eine Möglichkeit stellt die Entwicklung von mobilen Service Portalen dar, wie sie exemplarisch für das ERP-System Microsoft Navision vorgenommen wurde. In der IEEE Computer Society wurde im Jahr 2003 die Vier-Schichten-Architektur vorgestellt. Sie erlaubt dem Benutzer von seinem mobilen Endgerät aus über die Schichten hinweg mit der Datenbank eines ERP-Systems zu kommunizieren und dort gespeicherte Daten abzurufen, zu ändern oder anzulegen Zwei wichtige Gründe eine Schichtenarchitektur zu nutzen sind: die Komplexität der Abhängigkeiten innerhalb des Systems wird stark reduziert und die Wartung des Systems wird vereinfacht.

SAP-Entwicklungsumgebung zum Bau mobiler Applikationen

Der ERP-Marktführer SAP stellt seinen Kunden über eine Plattform eine einheitliche “Entwicklungsumgebung“ zum Bau mobiler Applikationen zur Verfügung, erläutern die Springer-Autoren. Die neue Benutzeroberfläche SAP Fiori orientiere sich am “Kachelkonzept“ vieler mobiler Anwendungen und stelle mittlerweile mehrere hundert Anwendungen bereit. Die Software mobileERP der Firma Commsult hat Vorlagen für einzelne Prozesse und verschiedene Geschäftsbereiche erstellt, die in einem MobileApplication-Designer zu einer Applikation erweitert werden können.

Gronau und Fohrholz zufolge handelt es sich bei den beiden genannten Beispielen “um tatsächliche mobile Anwendungen mit Funktionen wie Unabhängigkeit des Endgerätes, Offline-Fähigkeit und Anpassung an die verschiedenen Benutzeroberflächen.“ Dabei seien die verschiedenen Geschäftsprozesse, die mit einem ERP-System abgebildet werden können, in unterschiedlichen Applikationen realisiert um den Funktionsumfang zu minimieren. Die Nutzung der gesamten ERP-Funktionen auf mobilen Endgeräten werde bei einem Großteil der Anbieter durch einen Browser-basierten Zugang realisiert. 

Mobilität ist im hohen Maß geschäftsrelevant

In ihrem "Vendor Benchmark" hat die Experton Group die sechs Bereiche Mobile Strategy Consulting Services, Mobile Security Solutions, Mobile Process Solutions, Mobile Collaboration Solutions, Mobile Applications as a Service und Mobile Analytics Solutions analysiert. Darin kommen die Berater zu dem Schluss, dass Initiativen für eine Mobile Enterprise-Strategie derzeit in der Regel nicht vom IT-Manager ausgehen. "Während IT-Entscheider sich weiterhin vornehmlich auf die Themen Compliance, Security und Lizenzmanagement fokussieren, setzen sich die Fachbereichsentscheider mit den Fähigkeiten des mobilen Arbeitsplatzes auseinander, die Arbeitsprozesse beschleunigen oder optimieren“, heißt es zusammenfassend.

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